Standbeobachtung: Dobson vs. "normalo"

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mandy

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Nachdem ich mir nun den Gedanken an Astrofotografie aus dem Kopf geschlagen habe,habe Ich mir überlegt ein Teleskop zu kaufen.
Aber dabei habe ich mir Gedanken gemacht.
1.Ich Wohne in einer kleinen Stadt >Beobachtung ist auch aus dem Garten möglich...
2.Macht ein Überteurtes und Starkes Teleskop (z.B. ein Dobson)überhaupt Sinn in meiner Umgebung.
Denke mir mal ein solches Teleskop kann nur unter Landhimmel seine ganze Power zeigen. Bei meiner Wenigkeit währe das ja "verschenktes Geld",denn ein solches Starkes Dobson in meiner Umgebung zeigt ebensoviel wie ein 100mm Teleskop.
Habe auch Literatur von einem Kollegen bekommen, in dem steht:
"...ein 100mm Teleskop ist für die Stadtbeobachtung...das höchste der Gefühle..."
Liege ich da richtig mit meinen behauptungen?

Hoffe auf rege Anteilnahme und Vorstellungen.

LG Mandy
 
Hallo Mandy

Nachdem ich mir nun den Gedanken an Astrofotografie aus dem Kopf geschlagen habe

Grins.

1.Ich Wohne in einer kleinen Stadt >Beobachtung ist auch aus dem Garten möglich...
2.Macht ein Überteurtes und Starkes Teleskop (z.B. ein Dobson)überhaupt Sinn in meiner Umgebung.

Mhh, das kommt mal zunächst auf die Aufhellung des Himmels an. Milchstrasse siehst Du wohl nicht?
Vielleicht reichts ja für alle Kastensterne des kleinen Wagens?
Kassiopeia mehr als die 5 "W"-Sterne?

"...ein 100mm Teleskop ist für die Stadtbeobachtung...das höchste der Gefühle..."
Liege ich da richtig mit meinen behauptungen?

Das beste wäre, ausprobieren! Letztlich, wenn ein aufgehellter Himmel keine Deepskyobjekte zulässt (außer der wenigen recht hellen) kannste mit Öffnung draufhalten wie du willst, es rechnet sich einfach nicht. Aber, bedingt kann man mit Nebelfiltern die Beobachtung auch aus der Stadt heraus etwas begünstigen. nur dazu brauchts halt schon ein wenig Öffnung, ich tippe mal auf 150-200mm beim UHC Filter aus der Stadt heraus, will aber gerne mitlesen, ob es noch andere, präzisere Meinungen dazu gibt.

Das Aund O ist und bleibt eben der dunkle Himmel, den man nur durch noch dunkleren Himmel toppen kann. Mobil bist du nicht um mit dem Teleskop in dunkleres Gebiet zu fahren?

 
Grins zurück!

"Mein Himmel" ist schon doch ein bisschen Aufgehellt, d.h. das Himmels W und den Wagen kann ich schon sehen.Die Milchstrasse bleibt für mich fast verborgen ;(

Leider Stören nebenan noch ein paar Laternen "meinen Himmel" - im Garten hingegen ists Stockdunkel.Er liegt auf einer Anhöhung ca. 2 km von meiner kleinen Stadt entfernt;)

Mobil würde ich schon sagen...aber will ohne "sperrige Sachen" und ohne lange Aufbauzeit mein Hobby machen ;)

LG

 
Hallo Mandy,

Deine Entscheidung die Fotografie erstmal sein zu lassen finde ich gut.

Ich Wohne in einer kleinen Stadt >Beobachtung ist auch aus dem Garten möglich...
Kleine Stadt ist relativ. Am besten wäre es wenn Du mal über einen längeren Zeitraum die visuellen Grenzgröße in deinem Garten ermitteln würdest. Das wäre schon ein ganz guter Anhaltspunkt über die tatsächliche Qualität deines Himmels zu urteilen.
Ich nehme an Du hast nicht die Möglichkeit dein Equipment mit dem Auto zu transportieren?
Wenn Dein Himmel zu hell sein sollte und Du nicht die Möglichkeit hast aus der Stadt zu fahren wirst Du dich womöglich auf die Hellen Objekte wie Mond und Planeten beschränken müssen. Wobei da dann auch eine gute, frei Sicht Richtung Süden von Nöten ist.
Aber um das einschätzen zu könne wäre die Grenzgrößen Ermittlung Deinerseits sehr hilfreich.

LG & CS
Basti
 
Hallo Mandy

Zitat von mandy:
im Garten hingegen ists Stockdunkel.Er liegt auf einer Anhöhung ca. 2 km von meiner kleinen Stadt entfernt;)

Ich wohne in einer Siedlung ca. 2km von einer Kleinstadt mit etwas mehr als 20.000 Einwohner. Ich habe hier des offteren schon über 6mag erreichen könne. Das lässt für Dich hoffen. Aber wie gesagt. Es ist besser wenn Du die Qualität Deines Himmels selbst ermittelst.

LG & CS
Basti
 
Danke Basti.

Also Denke mal aus der Wohnung heraus, unter Vorbehalt der "Dunstglocke",Strassenbeleuchtung usw dürfte ich bei 2 bis 3 liegen.
Im Garten dürfte ich bei 4 oder 5 liegen.
Im Garten habe Ich rundumsicht.In der Wohnung Süden bis Westen.

Lg
hoffe die Infos sind gut ;)
 
Hi Daniel,

Hm also als Laie sage ich mal; vom Garten kann ich die Milchstrasse sehen. Und der Himmel ist doppelt so klar, wie der von der Wohnung aus.

Die Haupt-Sterne des Wagens und der Cassiopeia konnte Ich da sehr deutlich erkennen.

In klaren Nächten ,im Winter, habe ich den Orion sehr deutlich erkannt und ein "verschwimmtes etwas in der Mitte" (Orionnebel) ...der war sehr klein aber mit viel Phantasie...
Mal angenommen ich habe eine "4" ;)

LG
 
Hi Mandy,

möchtest Du aus dem Fenster deiner Wohnung beobachten? Das ist nicht optimal, da Du erhebliche Probleme mit dem Seeing (Luftunruhe) bekommen wirst.
Deine Infos sind so gut wie die Genauigkeit deiner Grenzgrößenbestimmung ;) Wenn Du mag5 erreichst lässt sich sicher schon einiges in Richtung DeepSky machen. Aber solltest Du wissen wie oft das der Fall ist. Es macht ja keinen Sinn eine "Öffnungskanone" zu besitzen und sie nur zwei, drei mal im jahr effektiv nutzen zu können. Deshalb mein Vorschlag die Himmelsqualität über einen längeren Zeitraum zu dokumentieren. Die visuelle Grenzgröße hängt von vielen veränderlichen Faktoren ab und ist damit starken Schwankungen unterzogen.

LG & CS
Basti
 
Hallo Mandy,


"Mein Himmel" ist schon doch ein bisschen Aufgehellt, d.h. das Himmels W und den Wagen kann ich schon sehen.Die Milchstrasse bleibt für mich fast verborgen ;(

Du kannst Dich wirklich mal dran machen und die visuelle Grenzgröße in Deinem Umfeld ermitteln, vielleicht schauts doch nicht so schlecht aus. Denk dir mal, daß solche "100mm Aussagen" von Leuten kommen können, die im Ruhrgebiet hocken, da geht wirklich gar nücht.

Leider Stören nebenan noch ein paar Laternen "meinen Himmel"

Jau, das kenn ich wohl, mein Faulheitsspechtelplatz im Hof schaut bei mir genauso aus, da hab ich mir früher damit beholfen, an einem Pavillon Seitenwände ranzuhängen, damit ich dahinter im Schatten stehen kann. Nu parkt mein Wohnwagen sperrig vor der Lampe.

Aber dieses direkte Licht musste gnadenlos eliminieren, sonst geht da gar nichts, wenn du dauernd geblendet wirst, aber...

- im Garten hingegen ists Stockdunkel.Er liegt auf einer Anhöhung ca. 2 km von meiner kleinen Stadt entfernt;)

...na bitte! Und da geht, wenn ich dann dazu Kleinstadt richtig deute bestimmt was, zumindest um den Zenit herum.
Ergo: Mehr als 100mm auf alle Fälle, denk ich mal.

Mobil würde ich schon sagen...aber will ohne "sperrige Sachen" und ohne lange Aufbauzeit mein Hobby machen ;)

Na schau an, ob das nicht doch ein Dobson wird? Lange Aufbauzeiten gibts da nicht... Rockerbox hinstellen, Teleskopje drauf und los gehts. Und Sperrig ist z.B. ein 8"er (der typische 200mm/1200mm Newton) auch nicht, der passt auch noch im Kleinwagen locker auf die Rückbank. Und wenns dich gar zusehr drückt mit dem 8"er, der 6", 150mm/900mm tut auch schon sehr gute Dienste.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mandy,

wenn du die Milchstraße sehen kannst klingt das eher nach 5+.

Das ist durchaus schon brauchbar, viel besseren Himmel hab ich auch nicht.

Im Grunde gilt eigentlich: Ein Teleskop ist besser als keins. Such dir doch mal Leute in der Nähe und schau durch deren Teleskope. Es gibt viel mehr Leute die ein Teleskop zuhause haben als man denkt.

Von der öffnung her kann man sagen, ein 8" Dobson zahlt sich immer aus, selbst wenn die Himmelsqualität mies ist. Denn der Dob versenkt nen 100mm Refraktor aus der Stadt immernoch meilenweit wenn das Seeing mal mitspielt.

Viele Grüße

Daniel
 
Hi Basti,

Also aus der Wohnung würde ich schon gerne beobachten und ebenso aus dem Garten,bräuchte ein "Zwischending" dür meine 2 Beobachtungsorte.

Also die Sicht bei mir ist zunächst erstmal Wetterabhängig.^^logisch ;)
Bisher ,also in den letzten Sommer-Wochen habe ich keine grossartigen Unterschiede festgestellt.
Wie in Wohnung oder Garten...
Bin aber kein Profi ;)

LG
 
Zitat von mandy:
Nachdem ich mir nun den Gedanken an Astrofotografie aus dem Kopf geschlagen habe,habe Ich mir überlegt ein Teleskop zu kaufen.
Aber dabei habe ich mir Gedanken gemacht.
1.Ich Wohne in einer kleinen Stadt >Beobachtung ist auch aus dem Garten möglich...
2.Macht ein Überteurtes und Starkes Teleskop (z.B. ein Dobson)überhaupt Sinn in meiner Umgebung.
Denke mir mal ein solches Teleskop kann nur unter Landhimmel seine ganze Power zeigen. Bei meiner Wenigkeit währe das ja "verschenktes Geld",denn ein solches Starkes Dobson in meiner Umgebung zeigt ebensoviel wie ein 100mm Teleskop.
Habe auch Literatur von einem Kollegen bekommen, in dem steht:
"...ein 100mm Teleskop ist für die Stadtbeobachtung...das höchste der Gefühle..."
Liege ich da richtig mit meinen behauptungen?

Hoffe auf rege Anteilnahme und Vorstellungen.

LG Mandy

Hi Mandy,

Foto zu lassen für den Start klingt gut. Aus dem was ich so lese, bist DU noch arg unsicher und unvorbereitet... arbeite Dich auf jeden Fall noch ein bischen ein in die Materie.

Zu 1: Garten ist um Welten besser als Wohnung. Aber auch in einer kleinen Stadt hast Du unmittelbares Störlicht dass den Beobachtungserfolg mitunter deutlich reduzieren wird.

Zu 2. Überteuert ist etwas anderes. Schlechte Bedingungen begrenzen jedes Teleskop in der Leistung - auch den 100mm Refraktor. Der Autor des Buches war wohl schon lange nicht mehr am beobachten. Was er schreibt ist Humbug oder der Satz ist unvollständig.

Es ist ein Mähr, dass unter subopbtimalen Bedingungen auf Öffnung verzichtet werden kann, weil sie sinnlos ist. Unter schlechten Bedingungen wird man teil weniger sehen, als mit weniger Öffnung unter Topbedingungen, aber das wars. Selbst wenn man das Seeing anführt geht es sich nicht aus, es sei denn das Gerät selbst produziert Seeing selbst. Reden wir nur vom Seeing ( Luftwabern) zeigt ein größeres Gerät mehr als ein kleines, selbst wenn das große Gerät geringer als das kleine vergrößert. Von daher macht es für ein Erstgerät, mit dem man das meiste Sehen will ( Reisegeräte müssen z.B. andere Prioritäten erfüllen) immer Sinn auf Öffnung zu schaun und so groß zu nehmen wie man sie bezahlen und händeln kann.

Für viele, möglicherweise auch für Dich heißt das, was kannst Du zahlen und kannst DU es tragen, transportieren etc...

CS
 
Hui ne menge Antworten....

Also eins nach dem andren:

Die 100mm Aussagen stammten aus nem älteren Buch für "Balkon-Astronomen".
Hm... ein 8" Dobson soll sich gut auszahlen?Auch wenn die Himmelsqualität mies ist?

Klingt ja guuuuut!

Habe mir mal auf Astroshop.de und teleskop-service.de einige Typen in die nähere Auswahl genommen:

114/500 parabolic
Skywatcher Teleskop AC 80/400
Maksutov Teleskop MC 90/1200 Comet AZ

;)

lG



 
Hi Mandy

ok, das relativiert einiges. Balkon ist deshalb schlecht weil Du fast immer Seeing hast. Zeige mir das Haus, das keine Luft nach außen abgibt, was zum wabern führt. Damit kannst du dann nicht hoch vergrößern weil Du das Seeing mitvergrößerst und letztllich nichts scharf kriegst.

Das sind 3 verschiede Teleskope mit unterschiedlichen Stärken und Nachteilen. Auf was zielst Du denn ab bei der Beobachtung?
CS
 
Hi Antares.


Also es sollte ein "fast Allrount-Talent haben"

Hier meine Persönlichen Beobachtungs-Schwerpunkte:

60% Nebel
30% Galaxien
10% Planeten

LG Mandy
 
Hi Mandy

nach der Gewichtung klingt das nach Deepsky - und das eindeutig.

Damit scheiden Maks wie der gelistete aus.
Sie sind mit dem kleinen Öffnungsverhältnis nicht gut bei Nebeln
insbesondere dann, wenn es um großflächige Sachen geht, wie Cirrus oder Orion etc.. da brauchst Du Öffnung und große AP - also kleine Vergrößerungen.

Öffnung brauchst für die Galaxien vor allem, weil sie eher lichtschwach sind.

Welches Budget steht denn im Raum und muß alles davon gekauft werden - also auch Okulare, Karten etc?
CS
 
Hi Antares...

Also 2 Weitwinkel Oku`s "TS SWM" mit 66°Gesichtsfeld und UHC-Filter würd ich schon dazu kaufen;)

200€ Als Grenze nur fürs Telskop;)

LG
 
Und

wenn ich nun mit einem Einsteiger Teleskop beginne?
Damit ich vertraut mit der Materie werde?

Denke da ein kleineres Modell,)


lg
 
Hallo Mandy,

>>..Einsteiger Teleskop..Damit ich vertraut mit der Materie werde?..kleineres Modell..

Nein, den Sinn sehe ich nicht. Du hast doch bereits ein FG 10x50, sagst du. Wie steht es mit den Utensilien? Einfacher Sternatlas, drehbare Sternkarte, Gartenliege mit Armlehnen (geht auch im Winter!). So lernst du viel, offene Sternhaufen z.B. gehen gut.

Aber gib nur nicht unsinnig 200 Euro aus für ein "kleineres Modell". Das Stöbern in den Links für Basis-Infos bringt dir etwas. Vielleicht kannst du in deiner Umgebung mal live bei einer Amateur-Beobachtergruppe nachts mitschauen. Die Amateur-Astronomen sind alles nette Menschen.
Vielleicht zeigt sich dann, dass deine Abneigung gegen die "sperrigen" Newtons und Dobsons nur ein Vorurteil sind. Man muss es halt mal gesehen haben.

Galaxien und Nebel verlangen eine gewisse Öffnung.

Überstürze nichts! Mit Gruss,
Joachim

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hm

Ich weiss...bin Neugierig...das FG nutze ich schon des öfteren, wie gestern z.B. einfach eine herrlioche Ansicht der Sternhaufen usw.
Und das mit einem solchen Einfachem Feldstecher. Billig und schnell zur Hand;)

lg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Die 100mm Aussagen stammten aus nem älteren Buch für "Balkon-Astronomen".

Ahh, vom Balkon aus haste mit einer Menge Seeing, Luftschlieren zu rechnen, da das warme Haus einfach Wärme abgibt. Mag sein, daß man dieses Wabern im max. 100mm Teleskop in Grenzen halten kann und öfter liest man ja auch von Leuten, die zur lieber vom Balkon aus kucken als gar nicht, aber der Bringer ist es nicht.

Hm... ein 8" Dobson soll sich gut auszahlen?Auch wenn die Himmelsqualität mies ist?

Jagut, wie mies ist es denn? Wo hockst Du denn? Vielleicht gibts ja Leute um Dich herum wo Du mal mitkucken kannst, dann siehst Du ja, was am Himmel da geht.

114/500 parabolic
Skywatcher Teleskop AC 80/400
Maksutov Teleskop MC 90/1200 Comet AZ


;)

200 Ocken reichen nicht.
 
Hi Mandy,

Deepsky - das klingt doch freundlich.
Ich will nochmal beim Balkon einhaken. Also Milchstraße sichtbar, das ist schonmal richtig prima, dann geht einiges an dem Standort.
Milchstraße nicht sichtbar oder nur wenn die Sommermilchstraße (Adler/Leier) durch den Zenit geht, das schränkt dann ein.

Trotzdem ist, wie Armin schon schrieb, Öffnung immer etwas Wert. Besonders bei der Deepsky-Beobachtung, weil man da nicht bei allen Objekten in die Spitzen-Vergrößerungen gedrängt wird, so dass Seeing bei so 8" Öffnung noch nicht so auffällt, wie dann bei 12". Sind eigene Erfahrungen, mit dem 12" kam dann bei der Beobachtung von Kugelsternhaufen, also wirklich im Hochvergrößerungsbereich, das Balkonseeing ins Spiel.

Ansonsten ist schlechter Himmel eher eine Frage der richtigen Vergrößerungswahl denn der richtigen Teleskopöffnung. Und zwar geht es um die Autrittspupille (AP). Das ist ein Maß für die Bildhelligkeit und ergibt sich als Öffnung[mm] geteilt durch Vergrößerung.
Eine AP von 7mm ist die sinnvolle Mindestvergrößerung des Teleskops. Das Bild ist dabei so hell wie mit freiem Auge. Bei so hellem Bild stört aufgehellter Himmel am meisten. Schwache Objekte "saufen ab". Das liegt an der Wahrnehmung des Auges - steckt eine logarithmische Kurve dahinter. Im Gegensatz zum CCD-Chip, der viel linearer ist.
Das heißt wenn der Himmelshintergrund zu hell ist, muss man mit der Vergrößerung rauf, dann kommen mehr Objekte raus. Guter Himmel ist zwar durch nichts zu ersetzten, aber man kann eben die Sichtbarkeit der Objekte deutlich verbessern.
Hinzu kommt der Filter-Einsatz. Emissionsnebel, also solche, die wie Gas in der Neonröhre vom Licht eingebetteter Sterne zum Leuchten angeregt werden (bunte Farben auf Fotos), lassen sich mit einem OIII-Filter drastisch vom Himmelshintergrund abheben. Das ist der Unterschied zwischen sehen und nicht sehen.
http://www.svenwienstein.de/HTML/nebelfilter.html

Mit dem passenden Nebelfilter hat man viel weniger Einschränkungen und kann zum Beispiel so schwierige Objekte wie den Zirrus auch bei Minimalvergrößerung beobachten, selbst unter Himmel mit 5mag oder bei Vollmond, wenn es in den 4mag-Bereich geht. Leistet zum Beispiel der sehr dichte Baader OIII, wenn mit passendem Teleskop und Okular kombiniert.

Gehen Nebelfilter nicht, bei Objekten die auch auf Fotos eher weiß sind, also Galaxien, Sternhaufen, Kometen-Staubschweife, Reflexionsnebel, dann bekommt man Probleme, sowohl beim Suchen als auch beim Überhaupt sehen. Man kann den Nebelfilter nicht nehmen, damit die Objekte nicht absaufen muss man höher Vergrößern, das schränkt den sichtbaren Himmelsausschnitt ein und man rührt blind in der Gegend herum - nur immer am Objekt vorbei...
Und bezüglich Galaxien: Die Andromedagalaxie ist immer eine Enttäuschung wert. Die braucht eigentlich 6m0 Himmel oder mehr um richtig gut auszusehen. 5m0 - da hat man Mühe, eines der Staubbänder zu sehen und die Galaxie wird zu einem ovalen Brei mit hellem Kern.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Mandy,

wenn du bereitg bist wenige Euronen mehr zu investieren wäre eventuell ein 150/1200er Dobson einen Blick wert. 6" Öffnung sind schon eine feine Sache, das ganze ist sehr transportabel und du hast einen schönen Allrounder. Der Spaß kostet dich beim Skywatcher 150/1200er 236 Euro und zwei einigermaßen ausreichende Okulare sind dabei. Allerdings solltest du bedenken: Für knapp 70 Euro mehr gibts schon nen GSO 200/1200er, der meines Erachtens deutlich besser als das ähnlich teure Modell von Skywatcher ist. Mit ein wenig Tuning bekommst du ein wirklich hervorragendes Teleskop.

Egal wie du dich entscheidest: Ein Auto wirst du auf jeden Fall zum Transport brauchen, ich hoffe das wäre kein Problem.

Mir persönlich wäre noch wichtig, dass du keine farbenfrohen und unglaublich detaillierten Anblicke wie auf Bildern von Hubble erwartest. Nur ganz wenige Deep-Sky-Objekte zeigen überhaupt etwas Farbe (M42 wirkt bei acht Zoll und gutem Himmel ein wenig grünlich), und erwarte nicht in der ersten Beobachtungsnacht Spiralarme zu sehen. Auch das Beobachterauge muss trainiert werden. Also: Hast du eine realistische Vorstellung von dem, was dich erwartet...?

Gruß und CS,
Marcel
 
Zitat von mandy:
Und

wenn ich nun mit einem Einsteiger Teleskop beginne?
Damit ich vertraut mit der Materie werde?

Denke da ein kleineres Modell,)


lg

Hi Mandy
wir bewegen uns die ganze Zeit im Einsteigerbereich. ;-)
Ambitioniertere oder Qualitätsgeräte kosten ein vielfaches Deines Budgets. Aber das nur am Rande.

Kleiner heißt weniger sehen. Du kennst Dein Fernglas, aber glaube nicht, dass etwas mehr Öffnung einen Quantensprung an Seherlebnis bringt. Das wird mit zunehmender Öffnung immer extremer weil die Lichtsammelfläche entscheidet.
Wirklich gewinnend sind dann Aufstiege von
5" auf 8" auf 12" auf 18" auf 24"

Du merkst es wird immer mehr ws man zulegen muß. Hinzu kommt bei Dir, Du schaust Fernglas, hast also 2 Bilder die Dein Hirn zusammenfügt. Damit sieht man mehr als mit einerm Teleskop mit gleicher Öffnung. Da brauchst schon mal monokular 70 oder vllt sogar 80mm Öffnung für das gleiche...

Irgendeine Halbheit nun zu kaufen halte ich für das Schlechteste, was Du tun kannst. Du wirst Dich hinterher nur ärgern, weil Du hättest warten sollen und mehr nehmen sollen.

Er klang schon mal an, mein Lieblingstipp: Suche doch mal nach Kontakten wo Du mitgehen kannst. Das kostet nichts und Du siehst was Du siehst und sehen kannst.
Das hilft Dir allemal- vllt auch dabei nch etwas Gduld zu haben und zu sparen um noch größer zu beginnen.

CS
 
Hallo Mandy,

wahrscheinlich. Und falls Du einen gebrauchten 200/1200 findest, der vernünftig behandelt wurde, steht bei einem eventuellen Wiederverkauf an Werverlust eine rote Null, das rote durch die Versandkosten.

Clear Skies
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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