StarXTerminator - Neue Software zum Sterne entfernen

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Servus Pete,

was mir an deinen Versuchen oben direkt negativ auffällt ist, du lässt das Programm über ein Bild mit Stacking Rändern laufen. Für mich nur logisch dass dann schlechte Ergebnisse heraus kommen. Ich kenne und nutze jetzt nur Starnet V2, allerdings steht zumindest dort in der "ReadMe" Datei, dass sämtliche Ränder vom Stacken etc. vor der Bearbeitung entfernt werden müssen. ;)

VG&CS
Matthias
Hallo Matthias,

ich kenne das Programm Starnet sehr lange und sehr gut. Ich habe noch nie gesehen, dass Stackingränder bei Starnet ein Problem machen. Es ist deswegen gar nicht "logisch", dass schlechtere Ergebnisse dabei herauskommen.

Ich habe Starnet aber noch einmal am gleichen Bild ohne Stackingrand ausgeführt.

Das linear entsternte Bild:

1676203251498.png


Das gestreckt entsternte Bild:

1676203438939.png


Also ich sehe da keinen Unterschied zum Ergebnis der Rechnung mit Stackingrändern oben. Hast du denn für deine Aussage, dass Stackingränder die Ursache für Residuen und Artefakte sind, einen Beleg?

CS Peter
 
Hallo!
Erstaunlich, dass es so unterschiedliche Ergebnisse zu geben scheint. Auch ich habe daraufhin noch mal Fotos verschiedener Objekte und Qualität getestet. Die Ergebnisse decken sich genau mit dem, was Peter zeigt (obwohl ich alle dunklen Ränder entfernt habe). Hinzu kommen bei mir allerdings noch die Beugungsspikes um die helleren Sterne, die Starnet im Grunde immer komplett übrig lässt, während BXT diese zuverlässig entfernt.
Vielleicht ist es außerdem bei Daten besser, bei denen die Sterne von Anfang an knackiger sind. Oversampling macht die Sache anscheinend nicht einfacher.
Es ist ja im Grunde ein Luxusproblem, wenn man zwei Tools für eine Aufgabe hat. Gegen Starnet will ich jedenfalls nichts gesagt haben. Bei mir funktioniert es aber eben nur unter sehr speziellen Voraussetzungen und mit Nachbearbeitung.
Gruß
Sebastian
 
Na ja,

so erstaunlich ist das nicht, wir arbeiten ja jeder nach seinem Workflow, ich denke das das letztlich den Ausschlag gibt. Das kann man ja schon der Diskussion entnehmen.

CS Jörg
 
Starnet hat nicht mit der linearen Datei funktioniert. Ein Ausschnitt:

Den Anhang 309733 betrachten

Hi Peter,
Ich habe deinen Datensatz heruntergeladen (320MB ... Du kleiner Schlingel) und ohne jede weitere Veraenderung im linearen Zustand durch Starnet++ gemangelt. Und das schaut dann so aus:

starnet111.JPG


Das einzige Artefakt (wie schon oben angesprochen) ist wo dein ganz dicker Stern ausgebrannt ist (der blaue Kanal ist abgesaettigt), hier die Stelle noch mal in Vergroesserung:

starnet112.JPG


Wie man gesaettigtes Signal mit KI sinnvoll "ersetzt", dass lass' uns jetzt bitte nicht besprechen, ruckzuck haben wir da die Zeugen Jehova auf der Matte und fuehren eine Grundsatzdiskussion. :censored:

Aber das schaut ja ganz offensichtlich ganz sicher nicht so aus, wie bei dir:

starnet118.JPG


Auch deine ganzen "Blobs" an den Sternpositionen habe Ich nicht, weder linear "entsternt", noch aufgesteilt (?)

Wie gesagt, dass ist linear "entsternt". Kannst mir glauben, dass Ich dir hier nix vom Pferd erzaehle (wozu auch?).
Wie man diesen offensichtlich riesigen Unterschied zwischen deinem und meinem Ergebnis deuten soll, dass entzieht sich komplett meinem Verstaendnis(?).
Wie gesagt, 'runtergeladen, PI angeworfen, StarNet++ in der Grundeinstellung 'drueber, das war's. Keine weiteren Klimmzuege (?).
Da bin Ich doch irgendwo sehr baff ...

Die von dir beschriebene Technik mit der Serienverarbeitung von Bildstapeln mit Starnet und "Process Container" habe ich leider nicht verstanden.

Das ist sehr praktisch (und Ich nahm an, das ist in der Szene weitgehend bekannt und nur Ich Pappnase habe das fuer mich sehr spaet entdeckt?), schau z.B. mal hier: containers

Damit kann man sich seine individuellen "Bearbeitungspakete" schnell und zuverlaessig zusammenschnueren. Die "Process container" findest Du hier:

starnet113.JPG


Einfach mit der Maus in's Fenster ziehen. Danach kannst Du dir Verarbeitungsschritte buendeln, hier mal ein Beispiel,

starnet114.JPG


wo (als Beispiel) ein Background Processing, ein Noise Processing, das Kontrastansteilen und ein "Entsternen" in den "Process Container" gepackt werden.
Einfach erst an einem Einzelbild austesten (wie gewohnt) und wenn alles eingestellt ist, dann wie im Bild gezeigt mit der "kleinen Ecke" in den Process Container ziehen. Man kann da auch Parameter noch mit der Hand editieren.

Danach kommt das zweite Helferlein, der "Image Container", den findet man hier:

starnet115.JPG


Damit:
(1) Input-files (wie unten als Schritt 1 markiert) 'reinladen.
(2) Festlegen, wohin die bearbeiteten Dateien/Bilder gehen sollen (Schritt 2).
(3) dann die "kleine Ecke" des Image Container wie in Schritt 3 markiert ind den Process Container ziehen.

starnet116.JPG


... und dann werkelt die Sache los und mangelt alle Bilder aus dem Image Container sequentiell Schritt fuer Schritt durch alle Bearbeitungsschritte des Process Containers.

Ich habe mir so die Kometenbearbeitung komplett automatisiert, nur die letzten beiden Arbeitsschritte (Comet Alignment und letzte Integration aller Bilder) lief noch per Hand.
... sonst wird' man ja wahnsinnig ...

Gruss & CS
 
Ich noch mal ...

Ich komme ueber diese frapierenden Unterschiede nicht hinweg. Hier noch einmal deine Daten nichtlinear "entsternt".
Links SN++ bei mir, rechts dein Bild von oben direkt daneben.
Auch nichtlinear ist das bei weitem nicht so grottig wie bei dir, sondern ziemlich sauber (???). :unsure:

starnet119.JPG


Womit diese Unterschiede zu erklaeren waeren, entzieht sich mir.
Klar duerfte aber sein, dass wir da natuerlich zu voellig verschiedenen Schluessen kommen.

Gruss & CS
 
Hallo Defunct,

wenn ich ehrlich bin, bin ich bzgl. Prozess-Container nicht im Bilde :D.

Klingt aber interessant und wäre für mein "Problem" eine gute Lösung.
Muss ich mich mal intensiver damit befassen.

Danke für den Tip.

Grüße und CS
Jürgen
 
@Defunct
Ich bin unterwegs unf kann mich erst morgen Nachmittag wieder damit beschäftigen. Habe aber auch keine Idee, warum das bei mir so anders aussieht. Aber deshalb habe ich ja die Originaldatei zur Verfügung gestellt ?. Auf jeden Fall hatte ich die aktuellste Win64 PI Version heute herunter geladen und verwendet. Was sagen denn die anderen PI-Starnet Nutzer?
 
so erstaunlich ist das nicht, wir arbeiten ja jeder nach seinem Workflow
Der Workflow ist ja aber in diesem Fall sehr kurz: Öffnen, Starnet++.

Ich habe das Bild auch mal heruntergeladen. Mein lineares Ergebnis:
1676216933130.png

Und nichtlinear:
1676217121266.png

Also genau wie bei Peter.
Irgendwas stimmt da offensichtlich nicht überein.

Edit:
Auch ich arbeite mit der aktuellen Version von PI.

Gruß
Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich habe damit jetzt auch mal rum gespielt und meine den Unterschied gefunden zu haben. Er liegt an der STF.
Ziehe ich den Prozess Starnet2 auf das lineare Bild ohne eine STF angewandt zu haben, sieht es so aus wie bei Peter und Sebastian. Mache ich hingegen auf die lineare Daten eine STF, wohlgemerkt keinen stretch, sie es so aus wie bei Defunct.

Das ist sehr interessant, denn schließlich sollte eine STF eigentlich keinen Unterschied machen, da sie nur die Bildschirmdarstellung beeinflusst, aber irgendwas scheint da doch noch anders zu sein.

Viele Grüße
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
ich habe damit jetzt auch mal rum gespielt und meine den Unterschied gefunden zu haben. Er liegt in der STF.
Ziehe ich den Prozess Starnet2 auf das lineare Bild ohne eine STF angewandt zu haben, sieht es so aus wie bei Peter und Sebastian. Mache ich hingegen auf die lineare Daten eine STF, wohlgemerkt keinen stretch, sie es so aus wie bei Defunct.
Tja,
da brat' mir einer einen Storch, dass ist tatsaechlich so:

starnet120.JPG


Das ist sehr interessant, denn schließlich sollte eine STF eigentlich keinen unterschied machen, da sie nur die Bildschirmdarstellung beeinflusst, aber irgendwas scheint da doch noch anders zu sein.
und das sollte in der Tat nicht so sein.
Das ist schon etwas abgefahren.
Gruss & CS
 
Na ja,

immerhin ist das Mysterium jetzt etwas beleuchtet... Schon seltsam - vielleicht sollte man das den Erstellern mal kommunizieren...

CS
Jörg
 
Seltsam. Das war mir eigentlich bekannt, darum hatte ich die stf vorher entfernt. Ergebnis war trotzdem gleich. Da dachte ich, bei Starnet hätte sich was geändert...
 
Hallo Defunct,
ich hab das mit den Image- und Prozesscontainer mal getestet.

Das ist ja absolut genial, auch für andere Bearbeitungsschritte.
Werde das in meine Workflows integrieren.

Vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung :y:


Grüße un CS
Jürgen
 
Hallo noch einmal!

Du lieber Himmel. Nachdem ich nochmal getestet habe, dass die STF bei mir keinen Einfluss auf das Ergebnis bei linearen Bildern hat, habe ich Starnet2 nochmal heruntergeladen und neu in PI kopiert. Danach funktionierte es und die Ergebnisse waren wie von euch beschrieben. Offenbar hat Starnet im Laufe der Zeit und durch einige Reparaturen an PI Schaden genommen.
Dennoch bleibt mein Fazit, dass ich - bei aller Objektivität - keinen qualitativen Vorteil bei Strnet2 erkennen kann. Vielmehr sind bei meinen Daten stets längere Phasen der Nachbearbeitung nötig.
Der StarExterminator arbeitet mit immer besseren Trainigsdaten, die regelmäßig bereit gestellt werden. Nachbearbeitungen sind da nur noch selten erforderlich. In meinen Augen ist er zwar teuer, aber überlegen.
Andererseits gibt es durchaus Meister der Bildbearbeitung, die sich stets im Detail mit den Prozessen auseinandersetzen und die durchaus auch Starnet2 benutzen. Bill Blanshan wäre so ein Beispiel.
Man muss wohl für sich selber herausfinden, was die bessere Lösung ist.

Gruß
Sebastian
 
Dennoch bleibt mein Fazit, dass ich - bei aller Objektivität - keinen qualitativen Vorteil bei Strnet2 erkennen kann. Vielmehr sind bei meinen Daten stets längere Phasen der Nachbearbeitung nötig.
Der StarExterminator arbeitet mit immer besseren Trainigsdaten, die regelmäßig bereit gestellt werden. Nachbearbeitungen sind da nur noch selten erforderlich. In meinen Augen ist er zwar teuer, aber überlegen.
Hi Sebastian,
Obwohl Ich dieses Fass eigentlich wirklich nicht aufmachen moechte, trotzdem (es lebe die Inkonsequenz...) hier mein Take dazu:

Die Unterschiede die Du hier ansprichst, betreffen i.d.R. Gegenden im Bild, die bereits in oder nahe der Saettigung sind.
Ein ferner Stern hinter einem Emissionsnebel fuehrt in erster Naeherung zu einer additiven Ueberlagerung des Signals. Idealerweise waere es die Aufgabe eines jeden "Sternentfernungs-Tools", beide Signalquellen sauber voneinander zu trennen und das Sternsignal einerseits in ein Bild zu verfrachten (welches man sich explizit liefern lassen kann, oder eben fallen laesst) und das "Nichtsternsignal" in ein anderes Bild. (Nebenbemerkung: Ist der Stern vor dem Nebel, dann ist das Signal des Nebels dahinter nicht mehr zu ermitteln, sondern nur noch zu interpolieren).
Soweit, so gut.

Wo gehen da SXT und SN++ nun getrennte Wege?
Naja, bei gesaettigtem Signal geht das natuerlich mathematisch nicht mehr, ist der Well vom Chip voll, dann ist der Well vom Chip voll und beide Signale sind nicht mehr trennbar, sondern beide ergeben das Saettigungssignal.
Klassisches "Dynamik-Range Dilemma" in der Signalverarbeitung.

Auch schon bei Signal nahe der Saettigung wird es schwierig, denn da ist CMOS i.A. nicht mehr linear in der "Signal-Response" des Sensors.
Selbstverstaendlich sind das leider mitunter genau die Gegenden der hellen Sterne, die man da mit diesen Werkzeugen verarbeiten und vom "Vordergrund" trennen will.

Wie gehen diese Algorithmen nun damit um?

Naja, SXT erstetzt (tendenziell) solche Bereiche "ganz unverkrampft" mit Patches die sogar das Rauschen mit dem SNR der Umgebung haben. Das schaut erst mal gut aus (was der Zweck ist), steckt aber natuerlich in den Originaldaten nicht mehr drin und somit dann ein Einpatchen von synthetischen Daten und keine Signaltrennung mehr. Der Eingriff in die Originaldaten geht da schon eine Etage tiefer.

SN++ ist in solchen Faellen deutlich konservativer und "entscheidet" sich dann solche Sterne nicht zu ersetzten. Es wird (zumindest nach meinen Tests) auch nur Signal getrennt und im Rahmen der numerischen Praezision nichts "dazuinterpretiert". Es ist richtig, an den oben genannten problematischen Stellen muss man sich halt gelegentlich ueberlegen was man damit dann macht: Entweder von Hand zuklatschen, oder beim naechsten Mal aufpassen, dass das Signal vom Himmel mit seinem vollem Dynamikumfang auch auf dem Chip landet.

Was jeder am Ende bevorzugt ist i.d.T. Ansichtssache, aber Ich will meinen Punkt mal illustrieren:

starnet121.JPG

SN++ ---------------------------------------------------------------------------------------- SXT

In beiden Bildern siehst Du das das Resultat der folgenden Operation an Peters Beispielbild: abs(Originalbild - (Sterne + Entsternt))

Bei SN++ (links) sieht man, dass das "Sternbild" und das "entsternte Bild" ziemlich exakt in der Summe dem Originalbild entsprechen. So ist der Algorithmus meinem Verstaendnis nach trainiert und das ist genau das, was Ich persoenlich als "Sternabtrennungs-Operation" gerne haette, bzw. von so einem Werkzeug erwarte.

Bei SXT rechts daneben sieht Du dagegen, was da so alles jenseits des Originalbilds an - na nennen wir das mal "umgebungsmotivierter Interpretation" - dazugepatched wurde. Das ist halt der Preis, wenn man auch da Sterne "spurlos" entfernen will, wo sowas "mathematisch richtig" von der Signaldynamik her eigentlich sehr heikel bis unmoeglich wird.
Der StarExterminator arbeitet mit immer besseren Trainigsdaten, die regelmäßig bereit gestellt werden. Nachbearbeitungen sind da nur noch selten erforderlich. In meinen Augen ist er zwar teuer, aber überlegen.
Genau das sehe Ich eben etwas differenzierter. SXT wird mit immer mehr Training zunehmend dazu getrimmt, "Fehlbelichtungen" oder (partielle) "Uberbelichtung" zu tolerieren und im Bedarfsfall dann (Ich erlaube mir das einzige bewusst polemische Wort im Rahmen dieses Postings, aber es fasst die Sache halt tatsaechlich zuammen) "realistisch, aber frei interpretiert zuzukleistern". Warum ist verstaendlich und nicht weiter verwerflich: Es soll halt anfaengerfreundlich sein und auch bei problematischen und fehlbelichteten Bildern (oder problematischen Teilen weitgehend korrekt belichteter Bilder) schoene Ergebnisse liefern.

Insgesammt finde Ich solche Tools selber sehr praktisch und finde eigentlich beide Tools gut, habe aber fuer mich persoenlich entschieden eher aufzupassen richtig zu belichten und dann mit dem arbeiten, was in den Daten dann tatsaechlich auch drinsteckt. Daher ging mir bei Peters Bezeichnung, mein Beispielbild sei ja "einfach" fuer solche Algorithmen ein Schmunzeln ueber das Gesicht: Das ist nicht einfach, sondern im Sinne der angestrebten mathematischen Operation loesbar (und daher war da auch die Performance von SN++ und SXT nach einer Subtraktion des Ergebnisses bei diesem Beispiel so gut wie aequivalent). Und wenn das dann mit der letzten Alnitak Mag 1.74c Fackel vom Dynamikumfang her nicht realisierbar ist, dann wird da halt "ehrlich geschummelt" (=Patch drueber und Amen, aber man weis wo man steht).

SXT hat eben eine andere Philosophie (die Ich weder werten, noch bewerten moechte, aber aus meinem Blickwinkel beschreiben). Prioritaer ist es bei SXT, dass es am Ende schoen aussehen soll, ob das letztendlich originalgetreu den aufgenommenen Daten entspricht, ist dabei tendenziell eher zweitranging. Dass (wie bei tendenziell allen XYZTerminator-Tools) sich dabei langsam aber sicher der Usus einschleicht, eigentlich immer mehr technisch unzureichendere Bilder zu "pretty pictures" durchzumangeln, ist dabei ein unangenehmer Nebeneffekt. Doch genau dieser Usus wird durch dieses "Nachtrainieren" von SXT verstaerkt: Man achtet immer weniger auf eine korrekte Belichtung und am Ende wird immer mehr nicht etwa mathematisch "entsternt" (= vorhandenes Signal in Sternsignal und Vordergrundsignal aufgesplittet), sondern es wird der Hintergrund/Vordergrund an/um ausgebrannte Sterne immer mehr synthetisch ersetzt. Man merkt's halt nicht.
Letzteres ist halt das, was Du als "ueberlegen" bezeichnest, mich hat genau das von SXT immer weiter weggesteuert. Witzigerweise habe Ich eine SXT Lizenz aus der Fruehzeit von SXT, aber z.Z. (nach einem neuen Rechner Build) aus Faulheit/Nichtbenutzung gar nicht mehr aktiviert gehabt.

Nochmal: Ich will das nicht werten, sondern nur mal Unterschiede herausarbeiten und an (das geht jetzt nicht in deine Richtung) irgendwelchen Grundsatzdiskussionen was KI "darf" und ob irgendwer irgendwie Hubble in der Kiste hat, habe Ich Null Interesse und werde mich auf gar keinen Fall darauf einlassen.
Beide Tools ueberschneiden sich in der Funktion, haben aber eine andere Prioritisierung im Lastenheft, beide machen zwar vordergruendig das gleiche, aber was hinten herauskommt ist nicht das selbe und Ich vermute Leute wie Bill Blanshan werden sich das auch ueberlegt haben (aber es liegt mir fern fuer die zu sprechen, noch mich in dieses Pantheon einzuordnen).

Gruss & CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Defunkt,

um das mal von meiner Seite aus zu sagen, auch mir geht das hier viel zu weit. Aber die Art, wie und was du schreibst bringt mich auch noch einmal an die Tastatur. Ich hatte noch keine Zeit zu klären, was mit meiner SN Installation ggf. nicht stimmt, das hole ich nach. Es freut mich, dass ich dich zum Schmunzeln bringen konnte. Aber deinen Aussagen und Schlussfolgerungen kann ich nicht zustimmen.

1. "Sterne + Entsternt" muss nach meinem Verständnis an den Sternstandorten immer heller sein als das Originalbild. Denn "Entsternt" hat am Orte der vorher dort befindlichen Sterne nicht RGB 0/0/0. Deshalb kann abs(Originalbild - (Sterne + Entsternt)) gar nicht schwarz sein.

2. Du benutzt den falschen Algorithmus für deinen Vergleich . "Entsternt" und "Sterne" werden für die Rekombination nicht addiert, sondern mit der "Screen" Funktion, in Photoshop "negativ Multiplizieren" rekombiniert [in Pixelmath Screen(F,G) = ~(~F × ~G)]. Das Entsternen bei SXT ist also keine einfache Subtraktion. Auch deshalb kann abs(Originalbild - (Sterne + Entsternt)) nicht schwarz sein. SXT hat in PI eigens eine "Unscreen" Funktion integriert, wenn gestreckte Bilder entsternt werden:

1676296796824.png


3. Die Differenz aus meinem Originalbild und dem mit Screen Blendmode (negativ Multiplizierten) kombinierten "Sterne" und "Entsternt" ist absolut schwarz:

1676297020131.png

So soll es sein!

Zum Vergleich - so sieht das Ergebnis bei gestreckten Daten mit abs(Originalbild - (Sterne + Entsternt)) bei mir aus:

1676297162369.png

Aber wie gesagt - addieren ist falsch und das Ergebnis ist nicht repräsentativ.

Das obere, schwarze Bild belegt meines Erachtens, dass der Prozess "sauber" funktioniert und sicher gestellt ist, dass die Sterne später genau so wieder ins Bild kommen, wie sie vor der Entnahme ausgesehen haben. Das mit den entsprechenden Ebenenfunktionen versehene Tiff findest du als Beleg hinter diesem Link https://drive.google.com/file/d/19JulHpZu5W58E5WSIwSYLUjPbj1jIM0j/view?usp=sharing. Es ist dieses Mal sogar > 800 GB groß ;)

CS Peter
 

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Das obere, schwarze Bild belegt meines Erachtens, dass der Prozess "sauber" funktioniert und sicher gestellt ist, dass die Sterne später genau so wieder ins Bild kommen, wie sie vor der Entnahme ausgesehen haben.
Peter, da reden wir jetzt aneinander vorbei.

Sei so gut und folge mir mal ein paar Minuten in "meine Welt". Mein typisches Einsatzszenario fuer diese Art von Algorithmen ist z.B. dieses:

NB Aufnahme von einem Nebel (Halpha oder OIII), wie in meinem Beipiel, welches spaeter zu einem RGB-Bild (filterbandbreitenkorregiert) addiert werden soll. Klassiker halt...
Dabei gilt fuer jeden Pixel an jedem Punkt der Rohdaten unterhalb der Saettigung:

Bildintensitaet_NB = Sternintensitaet_NB + Nebelintensitaet_NB

Fuer Teile des Bilds, die in der Saettigung sind gilt:

Bildintensitaet_NB = max(ADC)

Gesucht ist die Nebelintensitaet_NB zum weiteren Bearbeiten und zur spaeteren Fusion mit RGB Daten.
Dazu kann man z.B. linear die Sterne entfernen und SXT liefert dazu:

Nebelintensitaet_NB_korr = Bildintensitaet - Sternintensitaet_NB + Korrektur (auf die Ich gleich zurueckkomme)

Diese Nebelintensitaet_NB_korr beinhaltet die SXT-Patchkorrekturen und es ist diese Nebelintensitaet_NB_corr, die von mir weiterverarbeitet wird.

Was gibt es dabei zu bedenken/was ist meine Beobachtung:
  1. Zu deinem Einwand: Ob mir SXT dann noch zusaetzlich (Haekchen "Unscreen Stars" gesetzt) die Moeglichkeit bietet: "Sternintensitaet_NB_korr = Bildintensitaet_NB - Nebelintensitaet_NB_korr" zu berechnen, ist mir weitgehend bummi. Was soll Ich denn mit z.B. korregierten H-alpha oder OIII Sternen anfangen? Die NB-Sterne landen bei mir i.A. sowieso im Muelleimer. Spaeter geht es mit RGB-Sternen weiter, die aus einer separaten Aufnahme kommen.
  2. Was ist nun diese ominoese "Korrektur" von SXT, von der Ich da rede? Probier's halt einfach mal selber aus Peter. So lange nichts in der Saettigung ist, ist diese sehr klein und der Unterschied zwischen SN++ und SXT minimal. Beide funktionieren da gut und beide sind da nicht sonderlich verhaltensauffaellig. Hier mal der Vergleich bei meinem NB-Bild zwischen SN++ und SXT:
starnet124.JPG


Die "Korrektur" (rechts) sind in beiden Faellen minimal (1% vom Signal oder so...). Es gibt zwei kleine "Punkte" von Interesse, naemlich genau da wo die beiden Sterne mit der groessten Magnitude liegen, nach denen Ich meine Belichtungszeit eingeregelt habe. Die Jungs waren gerade so gesaettigt, der Rest der Bilddynamik ist dagegen korrekt belichtet.
Warum interessieren mich diese gesaettigten Regionen?

Jetzt nehmen wir mal das gleiche Bild und "brennen es aus": PI-Pixelmath mit "iif (image > max(image)/2, max(image)/2, image)" und machen das Ganze noch einmal:

starnet123.JPG

Was ist hier bemerkenswert (Ich zoome auf die hellsten Sterne, dann da ist am besten zu sehen, auf was Ich hinaus will)?
  1. Das obere Bild (das neue "Originalbild") ist jetzt bei hellen Sternen ausgebrannt. Es sind keine schnuckeligen "Punktsternhuegel" mehr, es sind Tafelberge, die oben flach sind. Und zwar mit der Maximalintensitaet (die in einem "richtig" ausgebrannten Bild max(ADC) waere).
  2. SXT (mittlere Reihe links) fuellt diese Loecher die diese Tafelberge im Nebelbild "reissen" erfreulicherweise mit Rauschen. Das waere in diesem Falle hier die ominoese Korrektur, man sieht diese rechts im Bild. Nur im Originalbild war da ja gar kein Rauschen, sondern im Originalbild war wie gesagt das Signal gesaettigt. Ja wo kommt dieses Rauschen denn nun her? Das ist (wie jede andere Struktur die da erscheinen wuerde) eingepatched, also synthetisch erzeugt und an diese Stelle gesetzt.
  3. SN++ (untere Reihe) interpoliert ueber diese Sternstelle, aber (siehe rechts) es wird nichts hinzugefuegt. Man sieht dafuer aber, dass das Rauschen sich aendert. Kann auch nicht anders sein, wenn man den Originaldaten im Bild treu bleiben will.
Und noch einmal Peter: Ich will hier keine Fundamentalkritik zu SXT abliefern, sondern nur klarstellen, wo Ich wirklich Unterschiede wahrnehme. Die oft herausgestellte "bessere Performance" von SXT kommt eben massgeblich daher, wie das Ding mit gesaettigtem Signal trainiert wurde und daher auch umgeht. Es patched solche Stellen halt mit Signal und Rauschen zu, dass dieses CNN dafuer halt erzeugt. Was auch immer da erscheint war aber nicht im Originalbild.
SN++ macht das tendenziell nicht und interpoliert (bzw macht die CNN-Operation die einer Interpolation aehnelt) lediglich ueber solche Stellen (also der "Tafelberg" wird nach der Interpolation abgezogen und das war's).

"Richtig reparieren" (im Sinne von aus dem Bild gewinnen) kann man die NB-Information nicht, denn sobald das Signal in der Saettigung ist, ist diese Information was "richtiger" Stern und was "richtiger" Nebel war nun einmal futsch.
Was ist mein Punkt:
  1. Wenn man NB-Bilder so belichtet, dass die Sterne nicht gnadenlos ausgebrannte grosse Flecken werden (siehe dieses Beispiel), dann brauche Ich keine "bessere Perfomance" von SXT, welches mir da irgendein synthetisches Signal 'reinkleistert und diese Stellen mit "erfundenen" Daten kaschiert. Aber noch mal, das soll jeder fuer sich entscheiden.
  2. Ist das alles nun Korinthenkackerei oder hat das Relevanz? Extrembeispiel: Wenn man SXT ueber ein ausgebranntes NB-Bild vom Trapez des Orion laufen lasst (...und Letzteres geht schnell ...) und sich da Strukturen 'reinsynthetisieren laesst und dann - viel hilft viel - gleich noch eine BlurrEXTerminator deconvolution ueber diese Strukturen hinterher, dann wird's immer detailierter da oben am Himmel. Nur halt fuer jeden anders. ;)
Kann man sich da treffen?
Gruss & CS
 

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Sorry @Defunct,

aber ich folge dir nicht. Zu Wort gemeldet hatte ich mich oben, weil ich deine einseitige und nicht belegte Aussage nicht so stehen lassen wollte. Aber das wird mir hier viel zu anstrengend und du ignorierst eh, was ich schreibe. Ich addiere meine Sterne nicht. Und ausgebrannte Sterne bleiben bei mir einfach ausgebrannte Sterne. Meines Wissens ist die übliche Methode, die Sterne zurückzubringen die so genannte SCREEN Funktion. Meine Sterne sehen beim Einfügen so aus wie vorher. Da gibt es bei mir keine "Tafelberge" und "Pixelhügel"! Da wird auch nichts "kaschiert" oder "reingekleistert". Auf solche Polemik habe ich einfach keine Lust. Mein Versuch, Starnet zu den Ergebnissen zu bewegen, die du zeigst, hat nur dazu geführt, dass CUDA nicht mehr funktioniert und wieder langsam auf der CPU gerechnet wird, ohne, dass ich den Fehler finde.

Und nein, wir können uns nicht da treffen, wo du es vorschlägst. Was du da schreibst, ist für mich total daneben. Du musst dich jetzt nicht persönlich angesprochen fühlen, aber ich bin es müde, mit Verschwörungstheoretikern, Puristen oder selbsternannten Experten darüber zu diskutieren, ob man mit falsch angewendeten Softwaretools die heiligen Grundregeln der Astrofotografie oder den Ehrenkodex der wissenschaftlichen Arbeitsweise verletzt.

Ich bin raus

Gruss
Peter
 
Hi Peter,

wenn die Cuda Unterstützung nicht mehr funktioniert liegt es häufig an einer nicht passenden tensorflow.dll. Diese wird ja bei manchem update auch mal ausgetauscht bzw. ich installiere sie mir ausversehen drüber und dann war es das mit der Unterstützung. Es langt dann aber die richtige tensorflow.dll in das entsprechende Pixinsight Verzeichnis zu kopieren.
Ich verwende für meine RTX 3060 ti die 2.8.0
Ich hoffe das hilft.

Viele Grüße
Thomas
 
Hallo Leute,

leider habe ich im zweiten Absatz von #79 in meiner etwas genervten Stimmung wohl zu wenig differenziert und mir sind die Pferde durchgegangen. Das tut mir leid, denn ich wollte @Defunct nicht angreifen oder beleidigen. Mein Nervenverschleiß rührt von den stets ähnlich verlaufenden Diskussionen seit Starnet, Topaz Denoise, SXT, NXT und zuletzt BXT. Also sorry, Defunct, nimm's mir bitte nicht krumm!

Peter
 
Hi Peter,

wenn die Cuda Unterstützung nicht mehr funktioniert liegt es häufig an einer nicht passenden tensorflow.dll. Diese wird ja bei manchem update auch mal ausgetauscht bzw. ich installiere sie mir ausversehen drüber und dann war es das mit der Unterstützung. Es langt dann aber die richtige tensorflow.dll in das entsprechende Pixinsight Verzeichnis zu kopieren.
Ich verwende für meine RTX 3060 ti die 2.8.0
Ich hoffe das hilft.

Viele Grüße
Thomas
Danke Thomas,

ich hatte die alte, funktionierende tensorflow.dll umbenannt und gesichert, bevor ich die aktuelle von Starnet in das /bin-Verzeichnis kopiert habe. Nachdem die Probleme auftraten, habe ich das rückgängig gemacht, aber ohne Erfolg.

Viele Grüße
Peter

@Tom0104
EDIT: neu hineinkopiert, Neustart, jetzt klappt's, danke nochmal :)
 
Hallo Peter,
leider habe ich im zweiten Absatz von #79 in meiner etwas genervten Stimmung wohl zu wenig differenziert und mir sind die Pferde durchgegangen. Das tut mir leid, denn ich wollte @Defunct nicht angreifen oder beleidigen.
Ich war gerade dabei dir auf deine PM zu antworten (danke dafuer!).
Meine (nun ueberfluessige) Antwort, ob man sich auf dem Forum offiziell Olivenzweige reichen soll, war diese:

Ach was, einigen wir uns einfach hier an dieser Stelle darauf, dass der leidenschaftliche Diskussionsstil mit uns durchgegangen ist und sagen einfach Schwamm drueber ;)

... vermutich werden jetzt einige Leute mit der bereits offenen Chipstuete + Cola enttaeuscht sein (Drama Baby, Drama), aber unter Erwachsenen laeuft das nun mal so. Kurz durchatemen und klaerendes Gespaech anstossen, in der Regel hat man sich lediglich missverstanden.

Mein Nervenverschleiß rührt von den stets ähnlich verlaufenden Diskussionen seit Starnet, Topaz Denoise, SXT, NXT und zuletzt BXT. Also sorry, Defunct, nimm's mir bitte nicht krumm!
Ich kann es dir ja nachfuehlen. Im letzten epischen CNN Thread (Blurrexterminator) bin Ich ja auch erst eingestiegen, als der z.T. vollig an den Haaren herbeigezogene Kram langsam unertraeglich wurde.
Andererseits, Du kennst mich in dieser Hinsicht inzwischen, wenn Ich erst mal den Bohrer in die Hand nehme, dann geht's i.d.R. auch durch bis der Nerv getroffen wird. Es ging mir darum die Unterschiede von SXT und SN++ zu kontrastieren, dabei fiel mein Duktus wohl am Ende "zu kontrastreich" aus.
CNNs sind ein schwieriges Thema, Ich finde man muss die sich schon intensiv vornehmen, um sowohl das Potenzial wie auch die Grenzen und Fallstricke auszuloten. Wenn Ich dabei zu leidenschaftlich geworden bin und dich unabsichtlich "falsch gebuerstet habe" Peter, hier bitte meine Abbitte.
Guss & CS
 
wenn die Cuda Unterstützung nicht mehr funktioniert liegt es häufig an einer nicht passenden tensorflow.dll
Tatsächlich scheint auch bei mir da noch immer ein größeres Problem mit Starnet zu bestehen. Bei genauerem hinsehen, erkennt man doch noch deutlich mehr Artefakte, als bei dem was hier so gezeigt wird. Je nach Tesorflow.dll stürzt Pi auch kommentarlos ab. Ich kann also keine eigenen Vergleiche ziehen.

Ich bin auch dafür, darüber nicht zu streiten, denn selbstverständlich haben beide Verfahren ihre Anwendung. Für mich ist Starnet eben relativ schwer anwendbar, weil offenbar selbst bei korrekter Funktion immer noch Spikes und große Sterne übrig bleiben. Das lässt sich auch durch noch so sorgfältige Belichtung nicht immer vermeiden. Ich müsste erst gesondert maskieren oder mit Clonestamp nacharbeiten, wobei ich dann für das spätere Wiedereinfügen Vorkehrungen treffen muss.

Die Differenzen nach dem Einfügen der SXT-Sterne sind eigentlich nicht zu beanstanden, denn normalerweise fügt man die Sterne ja nach einer Bearbeitung des sternlosen Bildes wieder ein. Da müssen die Sterne also so vorliegen, dass sie sich dann wieder sauber einfügen. Klar ist auch, dass SXT die Stellen, wo Sterne waren, so glättet, dass die anschließende Bearbeitung dort keine "Features" hinzufügt. Das gelingt sehr gut.
Zudem sind die Differenzen in dem gezeigten Vergleich eher gering. Macht man es mit den empfohlenen PixelMath-Funktionen, wird es sogar noch etwas besser. Die STF sorgt da für einen etwas verzerrten Eindruck, der sehr geringe Unterschiede überhöht darstellt (sind beide Vergleichs-Differenzbilder mit den gleichen Werten gestreckt?). Ich finde das noch deutlich im erträglichen Rahmen. Für wissenschaftliche Auswertungen mag es ungeeignet sein, weil offensichtlich Daten verändert werden. Nur würde man da vermutlich eher selten zum Entsternen schreiten.
Mit den immer besseren Trainingsdaten meinte ich, dass in den Versionen 6 und 7 im sternlosen Bild noch deutliche Veränderungen an hellen Nebelstrukturen oder Galaxieteilen sichtbar waren. Das wird immer weniger.
Inwieweit auch immer schlechteres Bildmaterial in die Trainingsdaten einfließt, kann ich nicht sagen. Anzunehmen ist, dass SXT auch für Fotos funktionieren soll, die unter etwas widrigeren Umständen entstanden sind. Ich bin dafür ja ganz dankbar... Schwer zu sagen, ob nicht im Laufe des "Lernprozesses" differenziertere Ergebnisse möglich werden.

Ich kann - wie gesagt - leider keinen eigenen Vergleich anstellen, da Starnet in PI bei mir nicht richtig funktioniert. Eventuell muss ich das mal außerhalb von PI probieren. Die Option hätte ich bei Bedarf sehr gerne. Insofern sind diese Vergleiche hervorragend geeignet, um zu beurteilen, ob ein Versuch mit diesem oder jenem Prozess an der Stelle eine gute Idee sein könnte.
Eigentlich war ich immer ein Fan der sorgfältigen Maskierung von Sternen und habe das der Entfernung immer vorgezogen, aber der SXT ist wirklich eine Alternative geworden.

Gruß
Sebastian
 
Hallo,
möchte mich zu dem Thema StarXTerminator und Starnet2 nochmals melden.

Ich habe aktuell Aufnahmen von C2017/K2 Panstarrs vom Sommer 2022 in der Bearbeitung
und habe die Aufnahmen mit beiden Tools entsternt.

Ich habe mir die Arbeit gemacht alle 62 Aufnahmen manuell/einzeln mit Starnet2 zu bearbeiten.

Aufnahmekamera war eine Canon EOS 600Da; ISO400; 62x40 Sekunden

stars_aligned
stars_aligned.JPG



comet_alignedStarXTerminator
comet_aligned-starXT.JPG



comet_aligned_starnet2
comet_aligned_starnet2.JPG



Auch bei dieser Aufnahmeserie hat Starnet2 die Nase vorn und StarXTerminator kann mich nicht überzeugen.

Wäre der Bug in Starnet2 beseitigt, dass man alle Aufnahmen mit Iamge- und Pocesscontainer in einem
Schritt bearbeiten könnte wäre die Entscheidung einfach.

Es ist trotzdem Interessant die Aufnahmen immer durch beide Tools laufen zu lassen.


Grüße
Jürgen
 
Hallo,
möchte mich zu dem Thema StarXTerminator und Starnet2 nochmals melden.

Ich habe aktuell Aufnahmen von C2017/K2 Panstarrs vom Sommer 2022 in der Bearbeitung
und habe die Aufnahmen mit beiden Tools entsternt.

Ich habe mir die Arbeit gemacht alle 62 Aufnahmen manuell/einzeln mit Starnet2 zu bearbeiten.

Aufnahmekamera war eine Canon EOS 600Da; ISO400; 62x40 Sekunden

stars_aligned
Den Anhang 313371 betrachten


comet_alignedStarXTerminator
Den Anhang 313372 betrachten


comet_aligned_starnet2
Den Anhang 313374 betrachten


Auch bei dieser Aufnahmeserie hat Starnet2 die Nase vorn und StarXTerminator kann mich nicht überzeugen.

Wäre der Bug in Starnet2 beseitigt, dass man alle Aufnahmen mit Iamge- und Pocesscontainer in einem
Schritt bearbeiten könnte wäre die Entscheidung einfach.

Es ist trotzdem Interessant die Aufnahmen immer durch beide Tools laufen zu lassen.


Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen,

eigentlich müssten in diesem Bild beide Programme alle Sterne im Bild sauber entfernen, aber beide tun das eben nicht. Auch wenn hier Starnet besser funktioniert, glaube ich nicht, dass deine Daten repräsentativ für eine seriösen Vergleich sind. Die Sternabbildung ist einfach zu schlecht dafür. Das wurde oben ab Post Nr. 39 schon von mehreren Leuten geschrieben. Du selber räumst ein, dass sie Aufnahmen ohne Flattener gemacht wurden, was die Erklärung sein dürfte.

CS Peter
 
Hallo Peter,

das hast Du schon recht, dass meine Daten nicht repräsentativ sind!
Wessen Aufnahmedaten sind für die Algemeinheit schon repräsentativ?

Ich räume ja auch ein, dass es interessant ( vielleicht hätte ich eher schreiben sollen
"sinnvoll" ist ) beide Tools anzuwenden und das bessere Ergebnis zur Weiterbear-
beitung zu verwenden.

Wollte nur noch einmal den Vergleich zeigen.

Bei meinen, weniger guten, Rohdaten funktioniert Starnet2 eben besser.

Hilft aber vielleicht dem einen oder anderen auch, der ebenfalls keine
optimalen Daten hat und mit StarXTerminator "verzweifelt".

Grüße und CS
Jürgen
 
Moin,

das Problem dürfte sein, dass die Erkennung bei verzogenen Sternen nicht so gut funktioniert, da vmtl. die Helligkeitsmuster eines Sterns als Gauss-Kurven gesucht werden (Abbildung idealer Lichtpunkt) und damit nichts "falsches" entfernt wird Objekte, die dem nicht ausreichend genau entsprechen unangetastet bleiben. Daher dürfen die angestellten Vergleiche zwar interessant, aber nicht repräsentativ sein.

CS
Jörg
 
Noch eine kurze Anmerkung meinerseits - bitte seht mir nach, wenn mir der wissenschaftliche Hintergrund dazu fehlt, wie genau Starnet++ oder SXT die Sterne entfernt. Ich habe jedoch beide Programme genutzt; am Anfang Starnet++, weil es für meine Bedürfnisse vollkommen ausreichend war. Das Problem bei mir mit Starnet war allerdings nicht das Entfernen, sondern das Wiedereinfügen. @pete_xl hat es so schön mit "Tafelbergen" und "Pixelhügeln" beschrieben. Im Kern ist das sicher letztlich auch ein Problem des Entfernens, aber das ist mir besonders negativ an Starnet++ aufgefallen. Nach dem Wiedereinfügen sahen die Sterne ganz unmöglich aus. Mit StarXTerminator hatte sich das dann erledigt. Das war der Grund für mich, in StarXTerminator zu investieren.

VG,
Ulrike
 
Moin,

bei der Flut an Bildern, die beide Programme nutzen denke ich, können die das schon im Prinzip. Ich sehe das vom Ergebnis her, das ist bei den meistens durchaus überzeugend. Ich denke, der Erfolg oder Mißerfolg hängt sehr stark vom individuellen Workflow ab, wie sehen die Ausgangsbilder aus, wie werden die Programme angesetzt, welche Parameter haben die Bilder, ich kann Ulrike genau wie die anderen Kollegen gut nachvollziehen, dass sie ihre individuelle Entscheidung, was sie nutzen, nach ihrem Workflow und nach ihren Erfahrungen setzen. Bei solchen Programmen wird es auch schwer sein, wirklich ojektiven Kriterien und Tests vorzunehmen, die man als repräsentativ für das Programm als solchen ansehen kann, da müßte man schon auf dem Teststand mit einem synthetischen Sternenhimmel exakt definierte Aufnahmen anfertigen und parallel verarbeiten lassen, bei denen die Helligkeitsprofile der Sterne dem Ideal nahekommen, die also nicht ausgebrannt sind und damit atypische Helligkeitsverteilungen aufweisen.

CS
Jörg
 
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