Stativschelle für Pentax 67 4.0 300mm

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 8776
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Ehemaliges Mitglied 8776

Hallo,

ich hatte kürzlich nach einer Ststivschelle für das Objektiv gesucht, eine erste Variante:

20190915_202319.jpg


Die Schelle ist eigentlich für eine Zwo Asi Kamera, passt knapp, bombenfest. Mal gespannt was die Alternative kann.

Die Schelle sitzt auf dem P67-EOS-Adapter. Vorn eine ordentliche Streulichtblende und ein UV.

CS
Jörg
 
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Nachtrag:

Das genannte Objektiv hat einen fürchterlich schlechten Ruf, da es trotz rel. hohem Gewicht ohne Stativschelle gebaut wurde. Zusammen mit dem enormen Spiegelschlag der Pentax 67 war es wegen des sehr ungünstigen Schwerpunkts so gut wie unmöglich, damit vernünftig zu arbeiten. Die Optik an sich ist wie ich finde sehr scharf, wenn auch nicht farbfehlerfrei, allerdings ist selbst mit der wesentlich geringeren Erschütterung einer APS-C oder VF-Kamera das werkeln sehr mühsam. Der Stativanschluß zumindestens an meinem P67-EOS-Adapter war ähnlich wackelig wie der der SIX-Sonnare, so dass das auch keine Variante war.

Also den Wackelfuß abnehmen, überstehende Teile entfernen, so dass ein zylindrischer Adapter übrig blieb und gesucht. Ein Tip hier aus dem Forum brachte mich auf den Adapter für die ZWO ASI's, die ebenfalls 86mm Durchmesser aufweisen, siehe da, Bild oben, passt. Da das TS-Teil einen ARCA-kompatiblen Schwalbenschwanz aufweist läßt sich das Objektiv nun bombenfest auf einem Stativ montieren, die Wackelei hat ein Ende. Eine andere Lösung hat ebenfalls im Forum jemand aufgetrieben, die Schelle bekomme ich noch dieser Tage, dann wird getestet.

Der Vorteil der abgebildeten Lösung ist allerdings, dass alle P67-Objektive, so sie denn keinen eigenen Stativanschlußhaben, damit abgedeckt sind, es sind im Telebereich ja ausgewiesen gute Linsen dabei. Die moderneren ED IF-Objektive haben übrigens sämtlich wieder stabile Stativringe, so dass nur die älteren Varianten hier betroffen sind.

Ach ja - der Entriegelungsknopf: Sitzt unter der Klemmschraube in einer ausgefeilten Tasche. Damit ist ein unbeabsichtigtes Entriegeln des Objektivs ausgeschlossen.

CS
Jörg
 
Moin,

ich hatte versprochen weiter zu berichten:

Auf ein Stativ gesetzt mit einer 1Ds MkII sieht das so aus:

20190916_214637.jpg


Die Kombi ist realtiv gut ausgewogen, was aber auch an der schweren Kamera liegt. Immerhin, wackeln tut selbst bei Serienaufnahme mit Motor nix.

20190916_214920.jpg


Die Platte passt auf den Kugelkopf. Das Objektiv sitzt noch nicht ganz korrekt, muss noch geändert werden. Der Verriegelungsknopf des Adapters liegt genau in der Scharnierebene, so dass auf der Schraubenseite da gefeilt werden musste. Die Schelle hat im Fuß serienmäßig KEINE Schrauben, so dass sie aus der Klemme rutschen kann. Das wird noch geändert. Der Ansatz oben bietet nochmals Montagemöglichkeiten, vllt. läßt sich ein Sucherschuh montieren, mal sehen ob sich da im Bestand etwas findet.

CS
Jörg
 
Nachtrag:

Die Adapter für das P67-System haben von vorn gesehen in 90° einen Knopf, der in Richtung der Objektivachse verschiebbar ist und den Verriegelungsstift des Bajonetts bewegt. Ich habe daher die Schelle ausgefeilt, damit der Knopf auf der Schraubenseite der Schelle in den beiden Teilen der Schelle Platz findet, damit sich die Schelle darum schließen kann.

Offenbar ist das etwas kritisch, denn wie ich heute feststellen musste, ist die Verriegelung des Objektivs offen. Da ist also noch Nacharbeit erforderlich. Trotzdem konnte ich mich, wenngleich nur am Tage, von der Halde Duhamel in Ensdorf an der sehr scharfen Optik erfreuen, das Wackelthema ist mit der Schelle auf jeden Fall erledigt und die Arca-Aufnahme tut ihre Arbeit. 2 Sicherungsschrauben müssen aber noch rein, damit das Gedöns nicht abrutscht, wenn sich die Klemmschraube mal lockern sollte.

CS
Jörg
 
Hallo,

das Projekt ist nun erfolgreich abgeschlossen, die Feilarbeiten sind erledigt, der Filz ist noch rausgekommen, nun passt alles wie es soll und die Schelle sitzt gerade.

20191003_212601.jpg


Der Knopf der Entriegelung hat Luft.

20191003_212340.jpg


Nun sitzt die Schelle auch im richtigen Winkel. Wenn ich Grautier mit vier Buchstaben den AF-Chip richtig verklebt hätte würde auch eine DSLR daran funktionieren...

Man kann mit ein bisschen Gefummel sogar das Objektiv vom Adapter abnehmen und ansetzen. Die Lösung ist demnach P67-universell.

CS
Jörg
 
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Nachtrag:

Ich hatte aus dem Forum eine andere Schelle, passend zu einem Leica-Objektiv, als Alternative zu der ASI86-Schelle von TS bekommen, die den vorderen, beweglichen Tubusteil umfasst.

Die Lösung habe ich ebenfalls getestet - und verworfen.

Mit der 1Ds dran geht der Fokus ziemlich schwer, ich denke der Schneckengang beschwert sich da. Die 1Ds diente da als Simulation einer gekühlten Kamera, nachdem man nicht davon ausgehen kann, dass - so man eine solche Lösung vorstellt - immer nur eine kleine APS-Kamera dran hängt. Ich vermute, dass damit eine Beschädigung des Schneckengangs auf dem beim Fokussieren bewegten Teil des Gewindes einhergehen wird und habe deswegen die Lösung nicht weiter verfolgt.

Nachdem die Metallarbeit an der TS-Schelle gut von der Hand ging und ein präsenzables Ergebnis zeigte bleibt es bei der Lösung.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

die ASI-Schelle habe ich auch (warum eigentlich - habe ich noch nie benutzt). Die passt zu meiner ASI294.
Jetzt fehlen von Dir nur noch ein paar Bilder. Was hast Du damit vor?

Gruß

*entfernt*
 
Hi Doc,

das Objektiv fiel mir in einem Konvolut quasi vor die Füße, den Rest hatte ich recht fix wieder unter die Leute gebracht, nur das Ding wollte keiner. Nachdem im Web viele grundsätzlich positive ebenso wie negative Beiträge zu finden sind, es dreht sich immer darum, dass es unmöglich ist verwackelungsfrei damit zu arbeiten, habe ich es am Tag getestet - ein Graus. Keine Stativschelle, das Ding an dem Adapter P67/EF kann man nicht verwenden, da das Kameragehäuse am Stativ anschlägt. Also war klar, wo der Fehler liegt. Alles, aber wirklich alles, verwackelt.

Ich habe dann am Tag einen Test gemacht und das Ding an der Stativplatte angetaped - siehe da, scharf ist es, wenn man nicht rumwackelt. Daher habe ich nach einer Lösung gesucht -> nun ist sie gefunden. Jetzt hat man auch was von der wirklich tollen Mechanik, Pentax baut wirklich feine Sachen.

Ich nehme mal meine "M" mit kommende Woche - ich Esel habe den AF-Chip so genial aufgeklebt, dass meine EOS-DSLR Fehler melden. Stativ habe ich auch mit, mal sehen ob mal Frau Luna mal ins Fadenkreuz nehmen kann ...

Was dann damit geschieht, wird man sehen. Ich könnte ein gutes 300er in der Fototauschen gebrauchen, ob Astro geht muss man sehen, wenn man erkennen kann wie viel "Farbe" das Teil macht. Chip kleben muss ich auch noch mal, muss aber erst mal wieder Chips besorgen.

Die Schelle ist mechanisch sehr schön ausgeführt, hat aber eine ARCA-Aufnahme, d.h. in eine GP-Klemme passt sie nicht. Das ist leider ein Manko. Was ebenfalls ärgerlich ist, normalerweise haben die ARCA-Klemmen zwei Schrauben, die das Herausrutschen der Klemme aus der Aufnahme verhindern, die sind nicht dabei. Muss auch noch nachgerüstet werden.

CS
Jörg
 
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Die Schelle ist mechanisch sehr schön ausgeführt, hat aber eine ARCA-Aufnahme, d.h. in eine GP-Klemme passt sie nicht. Das ist leider ein Manko. Was ebenfalls ärgerlich ist, normalerweise haben die ARCA-Klemmen zwei Schrauben, die das Herausrutschen der Klemme aus der Aufnahme verhindern, die sind nicht dabei. Muss auch noch nachgerüstet werden.
Für diese Fälle habe ich mir sowas gebastelt.

Gruß Norbert
 

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Moin Norbert,

wenn das Ding sich als farbmäßig brauchbar herausstellt wird es auf sowas rauslaufen, man könnte auch den Schellenteil von der Schiene trennen und sie direkt auf eine GP-Schiene schrauben, da gibt's mehr Möglichkeiten.

Mir ging es erstmal darum, eine vernünftige Aufnahme für das Objektiv zu bekommen, ansonsten hat Pentax da immer dran gedacht bei längeren Brennweiten, aber das war wohl eine Sparvariante.

Jetzt teste ich erstmal bei Tag und am Mond per Video-Funktion der "M" - dann sehen wir weiter.

Ich hab noch so einen Fall,

ein "konisches" 4.0 300 Sonnar von Carl Zeiss Jena, da fehlt die Stativschraube, Olbrich hat auch keine mehr, muss also mal sehen was man da machen kann. Leider konisch, also Klemmen ist nicht. Vielleicht krieg ich mal leihweise so eine Stativschraube zum Aufmessen, dann kann man sie ja auf der Drehmaschine leicht herstellen (lassen). Muss nur noch das Gewinde eruieren, mit dem die vier kleinen Halteschrauben im Tubus sitzen, wer sich das ausgedacht hat war ein Freund blindwütiger Fummelitis...

CS
Jörg

P.S.: Wer sich wundert da das Objektiv eine eingebaute schiebbare Streulichtblende besitzt, warum dann der "Vorbau": Die eigene Blende verschiebt sich so leicht, dass sie bei Neigung des Objektivs nach hinten zurückrutscht. Daher wurde sie mit einem Adapter 82/86mm festgesetzt, der Rest ergibt sich.
 
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Danke für die Infos zu Deiner Arbeit!

Ich habe aus meinem analogen Vorleben noch ein Pentax 4/300 ED zur P67. Das Objektiv war eine der letzten Linsen, die Pentax neu für 67 rausgebracht hat und war die Ablösung des 30 Jahre alten 300ers ohne ED.
Die BQ des alten 300ers war ok, konnte aber Ende der 90 nicht mehr mit den aktuellen Filmen mithalten, speziell bei Offenblende). Dazu kam die mangelnde Eignung zum Ablenden auf Stativ. Es wurde von den meisten Besitzern aus der Hand verwendet, vielleicht war es auch ursprünglich in den 70ern dafür gedacht worden. Umgerechnet ist es ja nur ein 150er an Kleinbild.
Ich habe mit der 67 auch sehr viel aus der Hand gearbeitet, der menschliche Körper kann bei normalen Zeiten sehr gut als Stabi dienen... ;-)

Hast Du schon Nachtergebnisse? Wie sieht es eigentlich mit LiveView aus? Da sollte es doch keine Schwingungen geben. Frage zur M: was ist das Problem mit dem AF Chip genau? Mein P67/EOS Adapter hat gar keinen Chip und ich kann mit meiner 5DII prima (manuell) arbeiten.

Falls Dir mal wieder ein 300er über den Weg läuft: das ED ist selbst an aktuellen Vollformatkameras eine hervorragende Linse! Hat ein eingebautes Stativgewinde und ist voll offenblendtauglich! Sehr scharf und nur kaum CR. Das alte 300er ist sicherlich preislich ein Schnäppchen, aber nur wenige werden Deinen Aufwand reinstecken können. Auf die Ergebnisse bin ich aber trotzdem gespannt!

lg
reinhard
 
Hallo Reinhard,

also:

- das mit dem ED weiß ich, das 400er ED IF ist ebenfalls exquisit. Leider beide aktuell nicht bei mir, was nichts heißen will.
- das 300er am Kameragehäuse auf Kugelkopf ist grauslich, meine 1er sind vor Live View, nur die 50er kann das, bei der M klappt das. Aber bei der geringsten Erschütterung ... _wirbelsturm: - ich hatte die 67 schon in der Hand, kann ich mir mit der Linse schwer vorstellen, da brauchts Muskeln. Mit der 1er liegt es halbwegs in der Hand, aber abgewinnen kann ich dem nix. Dafür bin ich viel zu gerne à la "Rasender Reporter" mit Stativ unterwegs... Und wenn's ein Einbein ist.
- Nachtergebnisse habe ich noch nicht, Dauerregen/Wolken ...
- das 300er ohne ED: an den älteren EOS in der Sammlung ist es brauchbar. Ganz neue habe ich nicht. Was mir auffällt ist die springende Schärfe bei der manuellen Fokusierung, scheine ein gutes erwischt zu haben. Sowie sich gutes Wetter ergibt bin ich im Saarland unterwegs und fotografiere Bergbaurelikte, da wird das eine oder andere dabei sein für die Brennweite und die M.
- ich habe alle manuellen Objektive nachtröglich gechipt, das ist meinen rel. schlechten Augen geschuldet (Dandelion von Lushnikov, das geht auch mit allen analogen Gehäusen). Wenn man den Chip schlecht klebt und hat entsprechend keinen oder einen falschen Kontakt laufen die DSLR logischer Weise nicht. Der M ist das egal, die tut trotzdem. Vom AF-Confirm hat man bei der M ohnedies nichts, aber durch die Sucherlupe klappt es auch so. Daher ist die gerade dran. Daher mein Hinweis auf das Grautier mit vier Buchstaben ...
- Aufwand ist relativ, Linse+Adapter waren Bestandteil eines Konvoluts an Resten, mit denen der Vorbesitzer nichts anfangen konnte - das war preisbestimmend. Schelle 50€, Feilen usw. sind im Bestand und umgehen kann ich damit. Nut etwas Zeit zum basteln und zum rundieren der Feilstellen ... - das kann jeder, behaupte ich mal.

CS
Jörg
 
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Nur mal zum Vergleich:

Pentacon 4.0/300 (mit E86-Front) - Sonnar 4.0/300 - Pentax 67 4.0/300

20191007_172510.jpg


Das "schlanke" Sonnar ist dabei der Gewichtsmeister, das Pentax das leichteste, das Pentacon entsprechend dazwischen. Man merkt deutlich, dass die Mechanik des Pentax die "smootheste" Bedienung gestattet, wenngleich mit retrograder Bedienrichtung, das Pentacon und auch das Zeiss brauchen schon etwas Kraft für den Schneckengang. Wenn das Wetter es zuläßt mache ich mal Vergleichsaufnahmen. Das moderne "Sonnar MC" kommt auch noch dazu.

(Handy-Foto, man möge die Verzeichnung entschuldigen!)

CS
Jörg
 
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