Hi!
Ich hatte zweimal die Gelegenheit, die Welzheimer zu besuchen, einmal bei einem Tag der offenen Tür und einmal mit John Dobson letztes Jahr, da gab's für eine kleine Gruppe auch die Gelegenheit für einen Blick durch den 90er. Kugelsternhaufen (M13?) und Uranus mit Monden waren echt beeindruckend, fast dreidimensional. Wow. Der Ringnebel sah nicht wesentlich detailreicher aus, als ich ihn von einem 14-Zöller in Erinnerung hatte, und dann ging der Mond auf. Der offene Tubus ist ziemlich streulichtanfällig, ich weiß nicht, ob die mittlerweile einen Streulichtschutz haben. Was echt lächerlich war, war dieses kleine 2"-Okular an der riesigen Rückseite vom Teleskop. Echt putzig.
Den Refraktor nutzen sie für ihre Sternführungen. Schönes Gerät, allerdings hatte ich gleich nach dem Öffnen vom Kuppelspalt durchgeschaut. Albireo war da erwartungsgemäß okay, aber mehr auch nicht. Verfluchte Luftunruhe. Dürfte später aber besser geworden sein, und so ein langer Refraktor ist für sich schon beeindruckend.
Die anderen Geräte außer dem Refraktor sind soweit ich weiß der Beobachtergruppe vorbehalten und nicht öffentlich zugänglich. Ein Besuch bei klarem Himmel lohnt aber auf jeden Fall, schon weil die da einen Bomben-Himmel haben.
Sternführungen beinhalten übrigens bei allen Volkssternwarten, die ich so kenne, auch einen Blick durch's Teleskop, wenn das Wetter es zuläßt. Bei schlechtem Wetter gibt's je nach Wetter entweder einen Blick auf's Teleskop oder durch's Teleskop auf ein terrestrisches Ziel in der Nähe, falls eins zu sehen ist. Je nach Sternwarte gibt's entweder einen Vortrag in Kombination mit Beobachtung, oder die Sternwarte ist so geöffnet und die Mitarbeiter erklären unter dem Sternenhimmel bzw. am Teleskop, was man gerade sieht. Nur bei Profi-Sternwarten kann man normalerweise nie durch's Teleskop schauen, weil da ohnehinn immer nur eine Kamera dran hängt.
Viel Spaß,
Alex