Und nochmal… Wasserdicht ist nicht Gasdicht.
IP65 heisst nicht das dort sich im Inneren kein Kondenswasser bildet.
Bitte lasst von solchen Basteleien die Finger weg wenn es an dem entsprechenden Wissen mangelt.
Selbst eine richtige Sternwartensäule mit 200kg. Tragkraft braucht keine 2000W.
Den Blödsinn darf jeder für sich selber machen, aber als Empfehlung in einem Forum, wo man bis jetzt keine Ahnung hat was der Threadstarter für einen handwerklichen Wissensstand hat, finde ich nicht wirklich Zielführend.
Klar, er kann sich auch einen Minibagger mieten und einen ordentlichen Schacht zur Säule schaufeln, Warnband und Sand drauf etc….
Das Wort Verhältnissmässig ist wohl nicht jeden geläufig.
Mir geht so etwas extrem auf den Zeiger wenn hier „Empfehlungen“ ausgesprochen werden bei der jeder Elektroazubi im ersten Jahr schon abwinken würde.
Gugg weiter in die Luft, lieber Hans ;-)
Na, wie wärs mit Teilung Deines vermuteten Expertenwissen anstatt uns Laien herabzuwürdigen? Du scheinst ja Elektriker zu sein - schön, dann haben wir einen Experten - und da ich diese Frage ziemlich interessant finde, frage ich Dich:
Ist gasdicht nicht schlechter als spritzwasserdicht und belüftet? Ist es nicht besser, dass feuchte Luft zirkulieren kann, anstatt alles luftdicht einzuschließen, denn: Ist nicht jede Dichtung irgendwann einmal spröde?
Kondensation bildet sich ja an einer kühleren Oberfläche. Wenn der Kasten belüftet wird, können sich Innentemperatur und -feuchtigkeit schnell an die Außenbedingungen angleichen. Wenn wetterbedingt die Außenluft rasch wärmer und feuchter wird, kann Kondensation dann höchstens temporär auftreten. Dann bilden sich zwar kleinste Tröpfchen im Kasten, diese vermögen jedoch nicht el. Leiter zu überbrücken, da die Abstände der Klemmen normgerecht entsprechend groß sind. Diese Tröpfchen verschwinden sehr schnell wieder, sobald alle Gradienten ausgeglichen wurden.
Bei einem luftdichten Kasten hingegen bleibt die Innenfeuchtigkeit erhalten. Bei einer Temperatursenkung der Außenluft tritt dann Kondensation an den sich abkühlenden Wänden des Kastens auf. Da sich die eingeschlossene Luft nur durch langsame Wärmeleitung und - diffusion an die Außentemperatur angleichen kann, bleiben die Tröpchen länger bestehen. So haben die kleinen Tröpfchen Zeit sich zu verschmelzen und größere stabilere Tropfen zu bilden. Große Tropfen verdampfen sehr viel langsamer und können darüberhinaus größere Distanzen überbrücken. Dann besteht Erosions- und Kurzschlussgefahr.
Schlimmer wirds dann noch, wenn die Dichtung alt und spröde ist. Dann kann bei einer längeren warmen und feuchten Wetterphase die Feuchtigkeit langsam eindringen. Erfolgt ein starker Temperaturabfall - das ist ja in Deutschland nicht selten - dann kühlt die Luft ab, die Feuchtigkeit jedoch kann nicht schnell genug durch die lecke Dichtung entweichen, und dann bildet sich besonders schlimmes Kondensat.
Es gibt jedoch auch eine Situation, in der Belüftung ein Problem sein könnte: Bei Bodennebel, d.h. wenn die Feuchtigkeit spontan kondensiert. Dann wäre wohl ein geschlossener Kasten besser :-(
Vielleicht sollte man dann den Strom einfach abstellen, um alle Gefahren zu bannen? Alternativ könnte man den Kasten auch beheizen. Heizsysteme für Schmidtplatten oder Fangspiegel sind ja oft schon vorhanden.
Was meinst Du dazu?
Hat jemand Erfahrungen zu diesem Thema?
Grüße, Claus