Strom-, Daten-, Steuerungsanschlüsse an der Gartensäule

Ich bin „etwas mehr“ als ein Elektriker und ich beschäftige mich tatsächlich mit Installationen die EX-Zonen 0,1,2,20,21 und 22 beinhalten. Sollte das nicht reichen, kann ich Dir noch die Pharmaindustrie anbieten, die teilweise mit hochgefährlichen Stoffen agiert oder auf keinen Fall kontaminiert werden dürfen. Ich denke es sollte als Halbwissen genügen….

Ein Schaltkasten mit IP 65 ist bedingt Wasser und Staubdicht. Diese werden aber vornehmlich als Wasserdicht verkauft, was grober Unfug ist.
Eine vollständig dichtes Gehäuse ist IP68 und da sind wir preislich schon in einer anderen Liga. Aber das mal nur am Rande.

Sofern man keine Baumarktramschware kauft, bekommt man auch Ersatzdichtungen, da diese Gehäuse aber ohnehin eine andere Qualität haben, sage ich mal das dies kaum ein Thema sein wird.

Was kaum bedacht wird sind Stecker und Kabeldurchführungen, ein durchlöcherter Schaltschrank mit irgendwelchen Kabeldurchführungen, die nicht der obengenannten Norm entsprechen, machen den tollen wasserdichten Schrank zum Feuchtbiotop, Stichwort Kapillareffekt, der ignoriert sogar die Schwerkraft wenn es sein muss.
Daher müssen ALLE Komponenten IP68 sein.

Soweit zum kleinen Ex-kurs Materialkunde.

Einmal so ein Verteilerkästchen zusammengebaut mit den benötigten Steckverbindungen, reicht ein kleines Päckchen Silikat um alles trockenzuhalten, der Kasten muss natürlich verschlossen bleiben.
Da braucht es keine Luftzirkulation (mit ganz viel Glück mit nur 65% Wasseranteil) oder sonstige Gimmicks mit Lüfter oder Heizung.
Da Silikat sich verfärbt wenn es gesättigt ist, kann man auch wunderbar ab und zu kontrollieren ob alles in Ordnung ist.

Wenn man vernünftige Stecker und Buchsen kauft, gibt es zu fast allem auch Gummistopfen oder Abdeckungen wenn mal Wettertechnisch länger nichts geht.

Mein 14V Anschluss bekommt schon seit Jahren ungebremst die Jahreszeiten mit, der verrichtet immer noch zuverlässig sein Dienst ohne Steckerkorrosion.
 
Ich bin „etwas mehr“ als ein Elektriker und ich beschäftige mich tatsächlich mit Installationen die EX-Zonen 0,1,2,20,21 und 22 beinhalten. Sollte das nicht reichen, kann ich Dir noch die Pharmaindustrie anbieten, die teilweise mit hochgefährlichen Stoffen agiert oder auf keinen Fall kontaminiert werden dürfen. Ich denke es sollte als Halbwissen

(Begriff von Moderation entfernt. Grund: Der Text lag außerhalb der in den Nutzungsbedingungen unter §3 Abs. 1 vorgegebenen Grenzen. Bitte Nutzungsbedingungen beachten: Nutzungsbedingungen --> §3) )
komm mal Raus aus deiner Welt und akzeptier die VDE Vorschriften für allgemeinen Außenbereich.....für dich, weit genug weg vom Gastank

Dein toller Ex Kram würde im Weltraumvermutlich auch gefährlich sein

Gruß Frank
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ein Schaltkasten mit IP 65 ist bedingt Wasser und Staubdicht.
Das ist nicht ganz richtig.
Den Begriff "Wasserdicht" gibt es in dem Zusammenhang eigentlich nicht.

Die Schutzart IP 65 bedeutet aber in jedem Fall Staubdicht. Das sagt die erste Ziffer 6.
Darüber hinaus bedeutet IP 65 mit der zweiten Ziffer 5, dass das Teil wassergeschützt bzw. wasserbeständig ist.
Und zwar gegen Spritzwasser und Strahlwasser mit niedrigem Druck aus allen Richtungen.

Somit ist alles, was der Schutzart IP 65 entspricht, absolut für Außenanwendung ohne jeglichen weiteren Schutz geeignet.
Natürlich nur dann, wenn den Herstellervorgaben entsprechend montiert.

Aber ich denke, darum geht es gar nicht mehr in diesem Thread.
Stephan hat sich schließlich bereits entschieden, einen noch sichereren Weg zu beschreiten, und auf Netzspannung an der Säule zu verzichten.


CS

Dietmar
 
Leute … Ich verstehe die Aggression hier nicht.
Zuerst werde ich zur Schnecke gemacht, nur weil ich das Datenblatt zitiert habe.
Jetzt beleidigt man sich gegenseitig, weil der eine der Meinung ist, er habe es beruflich studiert und der andere (ob berechtigt oder nicht) meint, es sei weit weg von der Realität.
Können wir wieder sachlich und freundlich bleiben? :rolleyes:
 
Zuerst werde ich zur Schnecke gemacht, nur weil ich das Datenblatt zitiert habe.
Ich schätze, dass es hier um meine Beiträge geht.

Auch wenn wir in der Sache vielleicht nicht ganz übereinstimmen, liegt es mir völlig fern, Dich persönlich anzugreifen, oder gar „zur Schnecke“ zu machen.

Bei manchen Sachen, die mir sehr wichtig erscheinen, (und da gehören Gefahren durch zu hohe Berührungsspannungen wegen unzureichender Betriebsmittel dazu)
neige ich zu etwas mehr Ausführlichkeit, und bediene mich auch gern des rethorischen Stilmittels Übertreibung.
Das mache ich aber nicht, um Andere zu verletzen oder herabzusetzen. Auch Dich nicht.

Tut mir Leid, wenn Du Dich "zur Schnecke" gemacht fühlst. Das war nicht meine Intention.

CS

Dietmar
 
Ich denke nicht das es Absicht war jemanden zu diskreditieren.
Schwamm drüber. :)

Was man aber generell in Threads bei denen es um Selbstbau geht unterlassen sollte ist, Empfehlungen oder Tips zu geben bei den 230V im Spiel sind.
Nicht jeder hier hat das nötige Hintergrundwissen und/oder das Werkzeug um so etwas korrekt auszuführen.



Ja, aber mal so richtig :) :)
Danke für den Lacher.
 
Empfehlungen und Tips,
Ja die Ausführung ist entscheidend,
Die Buchsen Unten wäre ja blöd wenn man der Meinung ist es könnte sich Wasser im Gehäuse sammeln.
IP54 Dosen sind dafür nicht ausgelegt, die haben Teils sogar ein Abflußloch. Es gibt auch Kleinspannugsstecksysteme mit Spritzwasserschutz, in der Regel wird das Wasser drumherum geleitet.
Aber man muss schon gut planen welches Material man wie einsetzt, beim Wort Lüsterklemme wird mir schon schlecht, die sind nicht mal mehr da zu empfehlen wofür sie gedacht sind, meist sind dann irgendwann die Aderendhülsen zermanscht und dann geht in der Pampa das Fuschen los, Klappwagos sind da anwenderfreundlicher und so zieht sich das immer weiter was man suboptimal machen kann. Du kannst Anschlüsse mit Kabelschuh machen der vor sich hin korodiert und abfackelt oder auch löten wo dann miese Kupferleitung Brüchig wird.... das Ergebniss ist das Selbe. Verarbeitungsmöglichkeit und Material muss eben passen.
Diese Meanwellnetzteile sind schön gehen auch im Regen, aber den dazu passenden Stecker, das ist wohl nicht der kleine billige.
Auf der 12V Seite sollte man dann schon sehen das man Sicherungen setzt bevor dünnere Kabel kommen, das 2x0.5 das zum Motorfocus geht kann keine 16A vertragen.
Bei den Kamerakabeln sind meist Koaxialkabel mit recht hohem Querschnitt verbaut, die gibt es aber so nicht zu kaufen, wenn überhaupt meist in 1000V Ausführung die dann so dick isoliert sind das der Vorteil schwindet.

Gruß Frank
 
Hans, danke für die Erläuterung und höchsten Respekt vor Deiner Arbeit und Deinem Fachwissen!
Ex-Zonen oder biologische Sicherheitsstufen (S1, S2, S3,S4) liegen jedenfalls bei mir nicht vor. Das Problem ist wohl eher thermodynamischer Natur: Wann kann Wasserdampf kondensieren und Kurzschlüsse verursachen? Dabei ist die Spannung übrigens gar nicht so wichtig. Auch 12V genügen für Elektrolyse und Korrosion und zur lokalen Erhitzung und Zerstörung von Isoliermaterial, auch wenns wegen der meist geringeren Stromstärke nicht so schnell geht, wie bei 230V mit 16A.
Schrumpfschläuche oder besser noch alles komplett vergießen, so dass keine Metallflächen mehr mit der Luft in Kontakt kommen können, wäre sicher eine zuverlässige Methode.

Das Problem mit dem Trockenmittel ist, dass man es halt vergisst und erst nachschaut , wenns schon ein Problem gibt. Dito für die Dichtungen. Besser man überlegt sich etwas Dauerhaftes, das nicht kontrolliert werden muss.

Meine Spannungsversorgung und Elektronik liegt seit etwa 2 Jahren in einer schwarzen Kunststofftruhe neben der Montierung stehend, die für Kissen der Gartenmöbel gedacht ist. Dort liegen ein paar alte Handtücher drin, falls doch mal ein Tröpfchen den Weg hinein finden sollte. Die Truhe nutze ich auch als Tisch für den Laptop, wenn ich etwas kalibrieren muss. Ich habe nie auch nur einen Hauch von Kondenswasser in der Truhe beobachtet.
Vermutlich sorgt auch die schwarze Farbe und das große Volumen dafür, dass sie fast immer etwas wärmer als die Umgebungsluft ist.
Aber, ich möchte das nicht als "entgültige Lösung" des Problems hinstellen. Vielleicht gibt es irgendwann eine meteorologische Situation, die dann doch zu Kondensat in der Truhe führt. Man bräuchte eine Klimakammer, um das abschließend durchmessen zu können. Leider ist meine gerade beim Zahnarzt ;-)

Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Destillertes Wasser leitet Strom schlecht.
Tröpfchen neben Tröpfchen... ja Abstand groß ist gut.
Trockenmittel könnte man machen wenn sicher gestellt ist das für die einmal getrocknete Luft nichts nachkommt.
Soweit ich weiß sind Ex geschützte Steckdosen auch nur dicht wenn mit Deckel oder entsprechendem Stecker verschlossen.
Ja vielleicht musst du ein Prüfsiegel drauf machen das dich erinnert es regelmäßig zu prüfen. Man vergisst es wie du schon sagtest.

Gruß Frank
 
Destilliertes Wasser ist heimtückisch. Es leitet sehr schlecht, das ist richtig, ist aber dennoch kein Isolator. Durch Elektrolyse kann sich ganz langsam Kupfer in Kupferhydroxid umwandeln. Dies ist in Wasser löslich und leitfähig, was verstärkende WIrkung hat. Als Konsequenz steigt die Leitfähigkeit exponentiell an, d.h. erst gehts gaaanz langsam, dann jedoch rasend schnell, wie die Ausbreitung von Viren - das kennt man ja noch ;-) Dadurch entsteht Wärme. Jetzt kann entweder das Wasser verdampfen und alles ist wieder gut und man merkt nichts außer einem grünen Belag. Oder wenn die Wassermenge ausreicht, kann es sehr heiß werden und sogar Funken gebildet werden, und dann ist als Nächstes die Kunststoffisolierung dran. Ist sie aus PVC, können dann noch giftiges Chlor oder lösliche Chloride entstehen, die gelöst auch leitfähig sind. Als Nebenprodukt entsteht dabei reiner Kohlenstoff, der ganz hervorragend leitfähig ist und brennbar ist. Den Rest kann man sich dann ausdenken.

Gruß, Claus
 
Hallo Claus

Ja das ist alles richtig , aber dann überdenken doch mal die Installatione in deiner Wohnung, da sind sich genug Waschmaschienen , Geräte auch im Bad usw.
Wenn das richtig gemacht ist hält es eine Weile, es geht irgendwann kaputt.
Es ist alles eine Frage wie lange es den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, am Ende auch die Höhe der Spannung usw.
Man kann aber nicht willkürlich die schlimmsten Bedingungen als Dauerzustand annehmen, das muss es nir eine angemessene Zeit aushalten und man muss über Kontrolle und Wartung nachdenken.

Gruß Frank
 
Ja, jedenfalls habe ich noch nie Korrosion oder wasserbedingte Kurzschlüsse in Küche oder Bad gehabt, auch wenn die (kalten) Wände richtig feucht wurden. Sind aber die Bedingungen im Garten nicht sehr viel härter, da größere Temperaturschwankungen vorkommen und eine kondensierende Atmosphäre mehrere Tage anhalten kann? Dann gibts noch Wind, der Tropfen in Kästen und unter Dächer reindrücken kann. Das alles hat man normalerweise in Bad und Küche nicht, zumindest nicht bei uns ;-)
 
Hallo zusammen,

Update - das neue Netzteil von Mean Well ist montiert und eingestellt, führt zu einer 20A Flachsicherung und geht dann in die 4mm2 Kabel zur Säule. Ich habe einen IP 44 Schuko Stecker aus Gummi am 230V Ende des Netzteils konfektioniert. An der Säule kommen jetzt, bei Schwenk der Montierung in voller Geschwindigkeit 12.4 bis 12.5V an. Ich hatte noch ein kleines Voltmeter, welches jetzt in dem Schaltkästchen eingebaut ist. Damit ist die Zuleitung schon mal verbessert.

Den Schaltkasten an der Säule mache ich als nächstes, da werden alle Buchsen nochmal einzeln gesichert. Dabei werden ggf. auch neue Steckersysteme eingeführt, wobei mir xt60 für die dünnen Netzleitungen der Vixen Montierungen überdimensioniert erscheint. Vixen nutzt da auch einen speziellen Stecker für die Montierung, den EI-AJ 04. Ich habe hier zwei Vixen Stecker an 12V- Zigarettenbuchse-Stecker ggf. konfektioniere ich an dieses Ende dann ein alternatives Steckersystem, XT60 scheint mir für die dünnen Leitungen aber überdimensioniert?

Meine Recherche zu den Powerboxen führt mich zur Pegasus Pocket Advanced Gen 2, da diese auch ohne PC als reiner Stromverteiler funktionieren kann und meine ZWO ASI 678 wohl auch an dem USB 3 Port läuft. Da ich gegenwärtig aber noch nicht so viele Anschlüsse benötige, bleibt das eher eine Zukunftsperspektive.

Liebe Grüße

Stephan
 
Glückwunsch :)
Die 20A sind etwas zuviel, grenze das mehr ein auf reale Stromaufnahme.
Soweit ich das aus der Ferne einschätzen kann wären 5A mehr als genug.
Unter den Sicherungen gibt es auch versch. Typen, bei Glassicherungen steht z.B. „F“ oder „T“ drauf, das bedeutet ob die Sicherung „flink“ (knallt sofort durch) oder „träge“ ist. ( schaut sich das Treiben etwas länger an) :)

Für die Stromzufuhr der Montierung ist XT weit überdimensioniert. Nimm die schraubbaren M12 Stecker.
 
20A das ist so schon gut, es sorgt dafür das Netzteil und 4qmm Kabel dahi ter keinen Schaden nehmen, für die weitere Verteilung sind dann vor den Abgangsbuchsen entsprechende Sicherungen nötig.
Meiner Astrocam lag ein 60W Netzteil für die Kühlung bei, da wären die 5A schon ver raucht, dann kommen ja noch 3A für die Monti, und wenn man das Notebook anschließen will wohl auch irgendwas 3A aufwärts, kleine Mini Komputer wollen auch schon mal 19V mit 6A, da wäre man bei 12V Aufwärtsnetzteil bei 10A
Und die geben sich auch mit 65W PD Netzteil nicht zufrieden weil scheinbar bar der Anlaufstrom noch höher ist, da muss man sehr aufpassen kein zu stromhungeriges Gerät zu haben, die si d ja nicht Akkugepuffert.

Gruß Frank
 
was auch immer, für das 4qmm ist 20A gut, da kannst du dann am Verteiler auf 4x5A oder anderes sinnvolles aufteilen und einzeln absichern.
für ein Notebooknetteil schon auch mal Zigarettenanzünderbuchse wenn du ein solches Netzteil hast oder von der Zigarettenbuchse auf PD Netzteil geht auch, da kann schon auch 10A Sicherung erforderlich sein, die Buchsen sind ansich nicht schlecht, mir sind immer nur die Stecker mit den eingesetzten Sicherungen weggeschmolzen.
das Meanwell Netzteil hat wohl elektronische Sicherung verbaut

Gruß Frank
 
Hallo zusammen,

um langsam das Ende des Fadens einzuleiten:

Die einzelnen Buchsen sind nun auch mit 5V Sicherungen, jede für sich, gesichert. Alles über Wago Verbindungsklemmen, die Lüster-/ Schraubklemmen sind raus. Das neue Voltmeter im Schaltkasten zeigt auch die Spannung vor Ort und gleichzeitig den Betrieb der Anlage an.
Für meinen Laptop habe ich ein Reisenetzteil gefunden, welches in eine 12V Buchse passt. Damit bin ich erstmal gut versorgt und die Anlage ist aus meiner Sicht erfolgreich überarbeitet. Zukünftige Erweiterungen lasse ich dann womöglich über eine Powerbox laufen.

Ich danke euch für eure vielen Anregungen und Rückmeldungen!

Liebe Grüße

Stephan
 
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