Hallo Udo,
vergiss die NiCd-Mignonakkus! Diese Dinger sind für Hochstrom bei 20° Celsius und kurzzeitiger Stromentnahme konzipiert. Wenn diese nicht immer bis zur Entladespannung entladen werden (aber auch keine Tiefentladung!) ergibt sich nach mehreren Ladezyklen ein Memory-Effekt. Den Ladezustand kannst Du ohne geregelte, mit Konstantstrom gefahrene Entladung(Zeit wird gemessen und mit dem Entladestrom multipliziert!) aber nicht kontrollieren, da diese Akkus bis kurz vor dem Exitus immer 1,2 Volt anzeigen!
Nein, nimm als Stromversorgung, wie dir hier schon ganz richtig geraten wurde, einen Blei(Gel)-Akku mit 12V/3,4AH oder wenn dein Lüfter mehr als 400mA Strom zieht einen 12V/7,2AH !
Die Dinger sind absolut robust, weitgehend kälteunempfindlich!
Achte darauf, dass pro Entladezyklus (also Beobachtungsnacht) nie mehr als 40-50% der Kapazität entnommen werden, bevor sie wieder geladen werden! Das heißt, nach jeder Beobachtungsnacht sofort wieder an ein Ladegerät für Blei-Akkus hängen!Kein Ladegerät für NiCd, NiHh oder Sonstige verwenden! Blei-Akkus werden mit konstanter Spannung (2V) geladen!
Natürlich kannst du deinen Lüfter auch mit Impulsbreitensteuerung, N-Kanal Mosfet mit 0,0001 Ohm in der Endstufe, u.s.w steuern...aber machs nicht so kompliziert!
Wenn Du des Lötens mächtig bist, weist wieviel Spannung und Strom der Lüfter zum Anlauf sowie Vollauf benötigt, nimmst einfach einen positiven Spannungsregler (z.B.: LM317), dazu noch eine handvoll Bauteile, alles in allem für unter 10.-€ zu haben und baust dir die Spannungsregelung selber.
Habe mir für meinen Tubus-Lüfter und für die Okularablage entsprechende stufenlose Regelschaltungen auf kleine winzige (ca. 20x50mm) große Platinen gebaut. Funktionieren seit Jahren ohne Probleme!
Siehe Bild von meiner Lüfterregelung:
Link zur Grafik:
http://www.ingold-altmannstein.de/luefterelek.jpg
Tja, viel Spass noch damit!