Zitat von newtonsebi:
Hallo Knut!
Hat jemand Erfahrung mit einem Bresser 150/1000 Kat Newton
Hi!
Bloß kein Katadiopter! Da geht sehr viel Licht verloren!
Nimm entweder ein Refraktor oder Reflektor aber kein Katadiopter oder Schmitd- Cassegrain!!
Hi!
Wo hast du denn die Weisheit her? Große Austrittspupillen gehen wegen der langen Brennweite zwar nicht, und der Kontrast ist geringer als z.B. in einem Refraktor mit gleicher Öffnung, aber der braucht dafür auch gleich wieder eine deutlich massivere Montierung wegen dem längeren Hebel. Genauso gut kannst du schreiben: Bloß kein Newton, der hat Spikes. Mannmannmann - alle Volkssternwarten, die SCTs einsetzen, irren...
Die Geräte sind zwar erst ab einer gewissen Öffnung interessant und haben wie alle anderen Bauarten auch ihre ganz speziellen Vor- und Nachteile, aber sie so zu verdammen tut ihnen unrecht. Ein SCT ist für Knut eher preislich vollkommen uninteressant. Die paar Millimeter mehr Obstruktion und das Prozent Lichtverlust an der vergüteten Schmidtplatte sind
von der Lichtsammelleistung her vernachlässigbar und hier kein Argument (Kontrast und Vor/Nachteile geschlossener Tuben sind eine andere Sache, in der 200-Euro-Klasse aber auch das kleinste Problem). Mit fünf Oberflächen (2x Schmidtplatte, 2x Spiegel und 1x Zenitspiegel stehen die SCT auch nicht schlechter da als z.B. ein Refraktor mit Bildfeldebner oder Petzval-Element.
Das Problem bei Kat-Newtons ist in der Regel, dass sie nicht justierbar sind - gerade Seben hat da ja Pionierarbeit geleistet, um mit dem Bigboss unbrauchbare Teleskope auf den Markt zu bringen. Deshalb klingeln auch bei mir alle Alarmglocken, wenn irgendwo "Kat-Newton" steht. Aber auch ein Schmidt-Newton ist ein Katadiopter, und fotografisch sehr interessant - wenn man ihn denn montiert kriegt.
Der oben angesprochene Kat-Newton (Bresser Blueline? Bin mir nicht sicher) hat da mechanisch einen deutlich stabileren Eindruck hinterlassen und das Korrektorelement wenn ich mich richtig erinnere vor dem Fangspiegel. Falls es mal klar werden sollte, besteht immerhin die Möglichkeit, ihn mal zu testen - ich kenne ihn auch nur vom Tag. Zumindest zeigt er mehr als ein "Tablettenröhrchen" und sieht nach Teleskop aus.
=> Günther: War der 114er das klassische Aussteigergerät mit Korrektor im Okularauszug oder einer mit Korrektor vor dem Umlenkspiegel?
=> Sternenfee: Cool - mit einem ähnlichen Gedanken - ein preiswertes, aber brauchbares Teleskop für den Einstieg, das die schönsten Objekte schon mal zeigt, nach Teleskop aussieht und die erste Neugier befriedigt, wurde für das Astronomie-Startpaket ein vergleichbares Teleskop (allerdings von der Stange und einen Tick kleiner) ausgesucht; im Beipackkurs gabs dann auch die Infos, um sich ein besseres Teleskop auszuwählen, wenn das erste ausgereizt ist. Das Echo im Forum war verheerend
Zitat von Sternenfee123:
Und mit dem eingesparten Geld kaufst viele Eintrittskarten für die Sternwarte in HN, oder gehst regelmäßig gemeinsam mit der Lütten ins nächste Planetarium... :super:
Hatte ich auch vorgeschlagen, ich hab die dortigen Geräte auch ein Jahrzehnt genutzt, bevor ich mir was eigenes gekauft hatte. Der Vorteil: Man kann rausfinden, was man an ein Teleskop für Ansprüche stellt. An Ausleihgeräten für Mitglieder haben wir u.a. einen computergesteuerten ED80 auf NexStar GT und ein parallaktisch montiertes C8. Der Nachteil: Das ist halt nichts eigenes.
Aber die coolste Aktion, die ich bislang erlebt habe, war einer, der sein eigenes Teleskop wegen Nichtbenutzung verkauft hat und jetzt öfter im Urlaub Sternwarten besucht und auch Privatführungen bucht. Billiger kommt man nicht an viele verschiedene große Geräte, und man sieht nicht nur was vom All, sondern auch von der Welt. Das ist gar nicht so dumm - von dem Geld, was mein Teleskop gekostet hat, wären einige Kurzurlaube drin gewesen... aber man will ja was eigenes...
Gruß,
Alex