Suche "Gelegenheitsteleskop"

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Moin an alle,

@ Martin: Vielen Dank für den Hinweis, das Tele hatte ich auch schon mal auf dem Zettel, habe es dann aber wieder verworfen, weil es mir zu teuer war. Allerdings muß ich schon zugeben, daß es sehr komfortabel ist und der Test bei Reese spricht für sich. Auch wenn dort betont wird, daß es seine stärken an langsamen Optiken etwas verspielt und eher für was schnelles gedacht ist... mal sehen.

Danke auch für den Hinweis auf das Fernrohrland-Angebot. Ich habe mir das angesehen, allerdings ist es der A80MF in der ganz normalen Standardausstattung (ok, es gibt eine 2x-Barlow, aber es steht "Sonderausstattung" dabei), und zwar OTA, für 199€. Dazu wird die Porta-Montage geboten, für 165€ als Ausstellungststück oder für 195,10 OVP.
Nun, ich bekomme meinen A80Mf auf Porta für unter 370€, also ca. soviel wie Ausstellungsmontage und Tubus bei Fernrohrland. Meiner ist dann aber OVP...

Übrigens ist bei dem OTA-Angebot für den A80Mf ein Bild des A80M im Angebot (siehe Klappspiegeleinheit), man bekommt den Eindruck, daß die den Unterschied zwischen M und MF nicht kennen...


Also, ich versuche jetzt mal zusammenzufassen:
1. Das Teleskop wird ein Vixen A80MF auf der azimuthalen Porta-Montage.
2. Außer dem mitgelieferten Zenitspiegel besorge ich ein etwas höherwertiges Amici von Williams mit dazu, damit Erd- und Mondbeobachtung für meine Eltern stressfrei ablaufen (Bild kopfüber kommt da nicht so gut)
3. Ein Graufilter für angenehme Mondbeobachtung kommt dazu, Kontrast- bzw. Nebelfilter gibts später wenn Interesse da ist.
4. Eine Barlow lasse ich weg
5. Ein Telrad-Sucher wird den 6x30 unterstützen, das hat m.E. bei meinen Eltern einfach mehr Sinn, dazu eine Telrad- Schablone für den Karkoschka und ich denke, damit werden sie in der Lage sein, etwas zu finden.

6. Die Okulare:
Das allerletzte Wort ist noch nicht gesprochen, aber ich gehe nun von folgendem aus:
a) 32mm Plössl als Übersichtsokular
b) Die Palette der mittleren Brennweiten wird vielleicht eine 20mm Goldkante (oder Alternative) für Erde und Mond, aber auch für DS, und ein 15er oder 12er Plössl enthalten, eher für Planeten...
c) Die kurzen Brennweiten:
Eine 9mm Goldkante (oder Alternative) sowie eventuell ein Planetary in 8, 7 oder 6 oder auch eine 6er Goldkante (oder eben Alternative)
d) Wie schon gesagt, die Alternative für die mittleren und kurzen Brennweiten wäre das Hyperion Zoom, aber davon wurde mir nun auch schon wieder abgeraten, weswegen ich auf Abstand gehe...

7. Last but not least, einen einfachen Objektiv-Sonnenfilter


Also dann, ich hoffe, ich habe nichts vergessen.
Ich hoffe, ich habe damit den Durchblick. Ansonsten schont mich nicht, wenn ich es nicht kapiert habe, manchmal muß man ja auf die harte Tour lernen, wenn sonst nichts mehr geht ;)


Viele Grüße,
Bernhard
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Hallo Bernhard,

jetzt blick ich gar nimmer durch mit M und Mf, ist auch egal, scheinbar ist das Fernrohrland-Angebot doch nicht soooo weit weg vom Listenpreis, wie es den Anschein hatte.

Na gut, egal.

Zu Deinem Punkt 1: Wenn das TAL 75R derzeit lieferbr wäre, hätte ich das auch noch ins Feld geführt, aber mit dem Vixen machst Du bestimmt nix verkehrt.

Zu Deinem Punkt 2: Im Zenitspiegel ist das Bild nicht kopfüber, sondern nur links und rechts vertauscht. Wenn aus dem zunehmenden Mond im Rohr ein abnehmender wird, kann das schon irritieren. Aber daran gewöhnt man sich schnell. Für das Amici sehe ich nur für den Fall eine Notwendigkeit, dass das gespiegelte Bild nach den ersten Beobachtungen weiterhin stören sollte.

Zu 3 bis 5 und 7: Paßt.

Zu 6. Okulare steht oben im Thread mehr als genug, um alle Klarheiten zu beseitigen.

Ciao
Martin
 
Moin Martin,

das mit dem M und dem MF habe ich ein Stück weiter oben in meinem Post #441672 erklärt.

Ok, links-rechts Verspiegelt ist für den Mond nicht schlimm, aber schlecht für Erde. Daher das Amici.

Bezüglich Okulare: Klarheiten beseitigt ist gut, aber dank der Geduld bestimmter User hier finde ich langsam auf den Pfad der Klarheit zurück... hoffe ich zumindest :schwitz:

Viele Grüße,
Bernhard
 
Zitat von Romulus:
Moin an alle,
5. Ein Telrad-Sucher wird den 6x30 unterstützen, das hat m.E. bei meinen Eltern einfach mehr Sinn, dazu eine Telrad- Schablone für den Karkoschka und ich denke, damit werden sie in der Lage sein, etwas zu finden.

Hallo,

einen Leuchtpunktsucher halte ich auch für sinnvoll, aber den Telrad-Sucher an einem 80er? Das Ding ist seeeehr groß und würde an deinem 80er etwas albern aussehen.


Gruß Oliver
 
Moin

wurde mir auch schon gesagt,
aber es geht. Von daher albern hin oder her, Hauptsache es funktioniert gut.

Grüße,
Bernhard
 
Richtig!

Oliver, Du mußt ganz weit zurückblättern, dieser Thread ist sehr lang! Dieses Gerät ist NICHT für Bernhard gedacht, sondern für seine ELTERN. Und da halte ich eine möglichst überschaubare Suchervariante für durchaus sinnvoll.
Gehe also nicht von Dir aus, sondern von einem unbedarften Menschen, der sich da oben überhaupt nicht auskennt.

Zusammen mit dem Deep Sxy Altas von Stoyan ist das sicherlich sinnvoll. Ganz ehrlich gesagt: ich nehme das auch so und finde einfach schneller.

CS
Winfried
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Moin,

hier das Endergebnis:

- Wie schon länger feststeht, ist es ein Vixen A80Mf Porta Refraktor (80/910) nach Fraunhofer geworden.

- Die beiden mitgelieferten 20mm und 6,3mm Plössls habe ich gegen ein 32mm Plössl getauscht.

- Als zweites Okular habe ich Baader Hyperion 8-24mm Zoom dazugekauft, weil es denke ich anfangs die praktikabelste und am besten nutzbare Lösung darstellt.

- Ferner habe ich dazu ein William Swan 45° Amici-Prisma genommen, um eine aufrechte Erd- und eine anfängergerechte Mondbeobachtung zu ermöglichen.

- Weiterhin kommt ein Telrad Sucher hinzu, da ich befürchte, daß meine Eltern mit dem kopfstehenden Bild des 6x30 Suchers nicht besonders gut zurecht kommen würden.

- Außerdem habe ich noch ein Stück Sonnenfilterfolie bestellt, aus dem ich dann einen Objektivfilter basteln werde (Kinder sollen ihren Eltern ja immer etwas Gebasteltes schenken ;) )

- Hinzu kommt noch ein Okular-Graufilter, damit der Mond nicht so blendet.


So, das ist es erstmal, vielleicht kommt noch eine 20mm Goldkante hinzu, um auch in niedrigeren Vergrößerungen etwas mit Weitwinkel zu haben.
Literatur ist reichlich vorhanden (Karkoschka inkl. Telrad-Schablone, Kosmos drehbare Sternkarte, Kosmos-Mondführer, Teleskop 1x1 etc.)


Vielen Dank an alle, die mir auf dem Weg bis hin zu diesem Post geholfen haben. Ich bin davon überzeugt, etwas vernünftiges gefunden zu haben, was einen hohen Nutzwert haben wird. Alleine hätte ich das nicht geschafft...


Viele Grüße,
Bernhard

edit: mehr Struktur
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Bernhard,

also habt viel Spaß mit dem Teil.

Schön fände ich es, wenn Du mal bei Gelegenheit Rückmeldung geben könntest, was denn nach Weihnachten daraus geworden ist. :)

CS
Volker
 
Mach ich natürlich!

Ich hoffe, es kommt vor Weihnachten bei mir an, Firstlight gibts dann hier bei mir, vielleicht kriegt meine Kamera ja ein schönes Mondfoto oder so hin :)

Viele Grüße,
Bernhard
 
Moin,

hier nun die versprochene Rückmeldung. Aus dem Firstlight bei mir wurde zwar noch was, allerdings war es Mitte Dezember mit dem Mond etwas schwierig ;)

Immerhin konnte ich hier unter Stadthimmel gegen Mitternacht M31, M42, Mizar/Alcor sowie den Mars beobachten. Gerade der Mars war erwartungsgemäß schwierig, außerdem war es wirklich kalt...
Trotzdem für einen Kurzeindruck recht ordentlich.

Nun gut, Weihnachten stand das Ding unter dem Baum und es ist gut angekommen. Hier noch mal die genauen Daten:

- Vixen A80Mf (80/910) mit 1,25" OAZ auf Porta-Azimuth-Montierung
- 90°-Zenitspiegel von Vixen und 45°-Amici von William
- 32mm Plössl-Okular
- 8-24mm Baader Hyperion Zoom
- 6mm Goldkantenokular von Reese
- Okular-Graufilter
- Telrad-Finder
- Objektiv-Sonnenfilter, selbstgebaut aus Baader-Folie, Kunststoffrohr und Metallobjektivdeckel, war aufwendig...

Diese Zusammenstellung ist schon einiges mehr, als sich komplette Laien (-> meine Eltern) unter einem Teleskop vorstellen und stellt in meinem Fall auch die absolute Obergrenze vor der Überforderung dar. Es sind halt schon viele Einzelteile, Schräubchen und Drehräder. Nach einigem Erklären und Zeigen kam aber ganz langsam Licht ins Dunkel. Überzeugend war übrigens der Telrad, der mitgelieferte 6x30-Sucher konnte gar nicht begeistern, der Telrad hat dafür viel Scheu vor dem Finden der Objekte und Einstellen im Okular genommen.

Es kam dann auch die erste Beobachtung am Mond zu stande, zwar nur durch Hochnebel und ob der Kälte auch nur kurz, aber immerhin wurden die Erwartungen bei meinen Eltern weit übertroffen. Das Zoomokular hat sich hierbei schonmal gut bewährt, hätte ich statt dieser 3 Okulare 4 oder gar 5 angeboten, hätte es sicher Resignation gegeben, frei nach dem Motto: "Ach ist das alles kompliziert, wir wollen doch nur mal gucken."

Wie gesagt, dazu kam es gerade eben so noch nicht. Alles ist bestens und die erste Begeisterung ist da. Hätte ich noch mehr Zeugs dazu besorgt oder gar eine parallaktische Montierung oder ein Spiegelteleskop geschenkt, wäre das Ganze eher nach hinten losgegangen. Vergleichbar mit einem Kind, welches einen Gameboy zum Spielen will und dann stattdessen einen PC bekommt ;) :D


Die Literaturauswahl habe ich zum Glück an diesem Szenario orientiert und mich an die Devise "Keep it simple" gehalten. Den Karkoschka hatte ich kurzem Durchblättern wieder ins Regal gestellt, den hätten meine Eltern niemals verwendet. Viel zu professionell, ohne Bilder und nur schwarz-weiß, das ist nichts für unbedarfte Laien, erst recht nicht zum Einstieg.

Stattdessen gabs das "Teleskop 1x1" aus dem Oculum-Verlag, um sich mit der Technik anzufreunden. Ferner "Welcher Stern ist das?" von Joachim Herrmann zum allgemeinen Einstieg in die Astronomie. Für die konkrete Beobachtung gabs "Stars am Nachthimmel" und den "Kosmos Mondführer" sowie die "Kosmos Himmelspraxis 2008" als 'Schmalspurjahrbuch' für die wichtigsten Ereignisse im neuen Jahr. Abgerundet wurde das ganze mit der drehbaren Sternkarte, auch von Kosmos. Auch hier war die Obergrenze zur Überforderung erreicht, mit einer Lesereihenfolge (erst 1x1, dann Herrmann, dann nach Bedarf den Rest) ging dann aber auch das.


Fazit: Das Gerät ist in dieser Zusammenstellung für den beabsichtigten Zweck und vor allem für die avisierte Zielgruppe (unbedarfte, "ältere" Erwachsene) recht optimal, stellt aber offenbar die Obergrenze des Zumutbaren dar, was den Umfang und den Schwierigkeitsgrad des neu zu erlernden Wissens betrifft. Aber das ist natürlich ein sehr individueller Faktor.
Weniger ist eben auch hier wie so oft mehr...

Noch ein Wort zu dem hier so oft diskutierten Farbfehler: dem erfahrenen Astronomen sticht er sicher mehr oder weniger stark ins Auge, ich habe ihn überhaupt nur bei dem 6mm-Okular wahrgenommen, da war er dann schon sichtbar, aber für meine laienhaften Begriffe absolut tragbar. Jedenfalls hat er nicht das Bild verstümmelt, so wie es teilweise suggeriert wurde. Falls also jemand ähnliches vorhat, kann er den Farbfehler - zumindest bei diesem Gerät - eher vernachlässigen, natürlich immer vorausgesetzt, es wird als Anfängergerät verwendet.


Ich hoffe, dieser Thread hat nicht nur mir, sondern auch allen Beteiligten und Lesern ein paar Erkenntnisse gebracht. Ich danke nochmals ganz herzlich für die umfangreiche Hilfe und wünsche allen ein glückliches neues Jahr.
Viele Grüße,
Bernhard
 
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