Suche "Gelegenheitsteleskop"

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Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Hallo,

zum Thema Kontrastfilter und andere Filter würd ich mir mal den Artikel von Sven anschauen.

Formeln gibts zum Beispiel hier bei den Deepsky-Brothers als Exceltabelle. Eine sehr geniale Seite wo man auf einen Schlag einige berechnen konnte (AP, Vergrösserung und Feld von verschiedenen frei definierbaren Okulare ect.) finde ich leider nicht mehr weil meine Bookmarks fort sind :( Bitte mal posten wenn jemand weiss welche ich meine...

CS Benny
 
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Moin,

danke für den Link, hilft mir allerdings auch nicht weiter, weil es sich um einen "UCF"-Filter handelt, darüber habe ich noch nichts gefunden. Hier nochmal der Link:
http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Filter/filter.htm#TSUCF1

Bezüglich Formeln habe ich mittlerweile selbst einiges gefunden und auch schon das DeepSkyBrothers Excel-Sheet runtergeladen. Außerdem habe ich glaube ich den Link, den Du suchst:
http://avila.star-shine.ch/astro/vergr%f6sserung.html


Viele Grüße,
Bernhard
 
Hi Bernhard,

habe mir den Filter-Link mal angesehen und glaube, der von TS ist doch reine Augenwischerei: ...am Mond Kontrastgewinn gerade im Licht und Schattenbereich...
Wie will ich bei Vollmond z.B.einen Kontrastgewinn erreichen; oder im reinen Schattenbereich, wo`s eh nur schwarz ist?
-Verstehe ich absolut nicht (UCF-Filter).

Als Filter würde ich einfach einen Graufilter 4x für den Mond nehmen, der dämpft lediglich das helle Licht ab, damit es in den Augen nicht weh tut. Der kostet ein paar Euros, glaube so um die 15. Das sollte reichen.

CS
Winfried
 
Moin,

jetzt muß ich nochmal nachhaken:

1. Wäre ein variabler Polfilter nicht im Endeffekt besser als ein einzelner Graufilter mit fester Transmission? Der Mond ist doch allein schon aufgrund seiner Phasen unterschiedlich hell...

2. Wegen der Okulare bin ich mir auch noch nicht so sehr sicher... Das 32er Plössl ist gesetzt, die 2fach Barlow finde ich auch gut, weil man damit ja quasi jedes Okular "verdoppelt". Nur von dem 12er Plössl bin ich noch nicht überzeugt, nicht wegen der Qualität, sondern wegen des Augenabstandes. Meine Eltern sind beide Brillenträger, ist das 12er dafür ok oder ist der Augenabstand zu dicht? Gibt es vielleicht irgendwo eine Tabelle, wo die Augenabstände aufgelistet sind? Bei TS gibts das zwar für einige Okulare, aber nicht für Plössls.

3. Das zweite Thema, was mich bezüglich Okularen beschäftigt, ist das Gesichtsfeld. Plössl haben ja offenbar 50°, was bei nem 32er sicher auch ok ist, auch wenns dann mit Barlow quasi ein 16er wird. Aber nach allem, was ich bisher so gelesen habe, sind bei 12mm die 50° schon recht eng, ganz zu schweigen von 6mm... Wäre es da nicht gerade bei Anfängern besser, eventuell ein Weitwinkelobjektiv zu nehmen, damit man auch bei hoher Vergrößerung einen Bildausschnitt bekommt, bei dem man noch etwas Überblick hat?
Was wäre denn mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis als Plössl-Alternative zu empfehlen? Macht die Kombination "12er/2xBarlow" überhaupt noch Sinn als Weitwinkel?


Ich beziehe mich bei meinen Gedanken übrigens auf die Artikel von Sven Wienstein, Deepsky-Brothers und Co.


Viele Grüße,
Bernhard
 
Hi Bernhard,

danke exakt der Link war es den ich verlegt habe ;)

Weitwinkel ist eine feine Sache bei Deepskybeobachtung, erstens weil bei grossen Objekten einfach mehr reinpasst, bei kleineren schön noch ordentlich Feld dabei ist und der Effekt das man ein Objekt nahezu ohne Begrenzung sehen kann (Space-Walk-Effekt) schon toll ist.

Als Plösslalternative im WW Bereich gibt es die günstigen "Goldkanten" z.B. TSSWM oder die Reese WW (astrookulare.de unter Eigenimporte), die kosten im günstigsten Fall genausoviel wie Plössl bieten aber schon um die 68°. Richtig viel Feld zusammen mit einer hohen Qualität (Schärfe, Transmission ect.) bieten die Speers Waler, die sind aber nicht mehr günstig sondern eher im mittleren Bereich (neu etwa 150€ gebr. um die 90-100), die gibt man aber m.M. nach auch nicht mehr her bis was im hohen drei-stelligen Bereich angeschafft wird :)

CS Benny
 
Hallo Bernhard,

ein variabler Polfilter ist flexibler, also besser, aber auch deutlich teurer. Passt das zum Gelegenheitsteleskop?
Übrigens, ein Fehler: Die Flächenhelligkeit des Mondes bleibt immer in der gleichen Größenordnung, sie ändert sich kaum. Die Mondphase ändert nur die Gesamthelligkeit des Mondes, aber beim Filter-Einsatz kommt es gerade darauf nicht an. Man kann also bei Vollmond wie im ersten Viertel denselben Filter einsetzen.

Brillenträger - hat das jetzt schon wer geschrieben? Brille am Teleskop muss nur tragen, wer eine Hornhautverkrümmung hat (genannt Zylinder im Brillenpass). Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit (Alterssichtigkeit) wird durch die Fokussierung des Teleskops vollständig ausgeglichen. Also sollte man weitestmöglich ohne Brille arbeiten. Auch bei schwacher Hornhautverkrümmung (z.B. nur 0,5 Dioptrien beim Zylinder) kann man gewöhnlich ohne Brille beobachten. Es fällt übrigens dann eher bei schwachen Vergrößerungen auf, während es bei hohen Vergrößerungen nicht mehr sichtbar ist.

3. Weitwinkel beim Gelegenheitsteleskop - für Planetenbeobachtung braucht man die nicht, so groß werden Planeten in Amateurteleskopen einfach nicht. Der Mond schon, da kann es Spaß machen. Ist immer eine Preisfrage. Die Goldkanten bzw. Blaukanten kann man durchaus als Alternative zu Plössls nehmen. Der Effekt, dass durch die Barlow der Augenabstand verbessert wird, ist dann aber nicht mehr ohne Weiteres zu erwarten. Die Okulare haben bereits eine eigene "Barlow" eingebaut, und da verhält sich das nicht mehr so simpel. Überhaupt würde ich diese Okulare nicht mit einer Barlow kombinieren, ich habe da mal schlechte Erfahrungen gemacht, weil sie mit Barlow zu derben Reflexen neigten. Kann am Modell der Barlow gelegen haben, kann aber auch ein häufig auftretendes Problem sein.
Wenn man also Weitwinkel kauft, dann meine ich, sollte man die Palette so abstimmen, dass man ohne Barlow auskommt. Es gibt da zwar ein paar Ausnahmen, aber... nicht in unserem Preisbereich, denke ich.

Clear Skies
Sven
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Moin,

ahja, vielen Dank für die wertvollen Infos. Also mittlerweile bin ich allein schon wegen der optischen Qualität wieder vom Polfilter weg. Ist auch zu umständlich, weil man den von außen nicht bedienen kann, zumindest nicht die einfachen Modelle für 50€. Dann lieber einen anständigen 4x oder 8x ND-Graufilter und gut ist.

Bezüglich Brille gibt es dann auch kein Problem mehr, da hätte ich auch so drauf kommen können...

Bleiben die Okulare, was bald zur Gretchenfrage ausartet: Wie hälst Dus mit der Barlow/Gesichtsfeld/Qualität etc...?

Bei einem 12er Plössl rutscht der Augenabstand unter 1mm, was ich eigentlich nicht unterschreiten will. Da bieten sich die Gold- bzw. Blaukanten an, die es aber merkwürdigerweise eigentlich nur von und bei TS gibt (abgesehen von Reese) und deren Qualität umstritten zu sein scheint.

Mittlerweile überlege ich, das mitgelieferte 20er Plössl zu behalten, das 6,3er gegen ein 32er auszutauschen, eine Barlow hinzuzunehmen und für den Bereich der Okularbrennweite <10mm ein etwas höherwertiges Okular zu nehmen, wobei ich diesen Kantendingern irgendwie nicht über den Weg traue.

Als einzig wirklich seriöse Lösung sind mir bisher nur die Baader Hyperion über den Weg gelaufen, entweder in 5 oder 8mm. Das scheinbare Gesichtsfeld beträgt 68°, Nachteil sind hier ganz klar die Kosten (120€).
Außerdem habe ich noch als günstige Alternative Okulare von Williams Swan entdeckt, gäbe es für meine Zwecke in 9mm, SG 72°, Preis 70€. Von denen weiß ich aber nichts genaues, während die Hyperions ja als hochwertige Okulare bekannt sind.

Tja und damit bin ich bezüglich Okularen schon mit meinem Latein am Ende. Alle anderen Alternativen liegen nahe oder jenseits der 200€ und lohnen sich nicht.

Kann denn jemand etwas genaueres über die Williams Swan sagen, würde sich ein Hyperion lohnen oder weiß sonst irgendwer einen Rat zum kurzbrennweitigen Okular? Wie gesagt, möglichst Weitwinkel und nicht zu geringer Augenabstand sollten es (möglichst) sein, sonst spendet es einem Anfänger vermutlich wenig Freude. Es sei denn ich verzettel mich...


Viele Grüße,
Bernhard


edit: Orthographie, man sollte seinen Text vor dem Losschicken lesen ;)
 
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Hallo Bernhard,

eine gute (und auch objektive, denke ich) Beschreibung und einzelne Testberichte der Hyperions findest Du hier:
Reese/Hyperions


Einen Bericht (in Englisch) zu den SWANs findest Du hier:
cloudynights/SWAN


Ich habe selber 2 Goldkanten (6 und 9mm) von Reese und das 13er Hyperion ... konnte allerdings leider erst 3x "gucken" (Anfänger) ... aber war soweit eigentlich mit allen zufrieden (Einblick etc.) ;) - soweit so eine Aussage von einem "Grünspechtel" ;) überhaupt relevant ist.
Der Mond im 6er war jedenfalls für mich als Einsteiger schon mal "bombastisch" (aufgehender, rotbrauner Halbmond - schöne Schattenspiele an der "Grenze" :) )

Übrigens werf auch mal einen Blick auf das Hyperion-Clickstop-Zoom bei Reese (Testbericht etc.) ... ist zwar etwas teurer, hat aber gerade bei den kurzen Brennweiten hervorragende "Bewertungen" (bei anderen Zooms ist es meist umgekehrt, soweit ich das bisher mitgekriegt habe, da sind die langen Brennweiten noch "erträglich" ;) )

Für Detailfragen gibts ja hier gottseidank die unermüdlichen "Intensivberater" :super: ... denen auch ich 'ne Menge Einsichten und Erkenntnisse zu verdanken habe :)
 
Hallo Bernhard,

"seriöse Okulare" - auch mal ein Kriterium...

Ich weiß nicht, mir gefällt dieses hin- und her überlegen viel weniger als der erste Vorschlag.

Soviel muss klar sein: Weitwinkel-Okulare sind immer ein Kompromiss zwischen Schärfe auf der Achse und Schärfe am Rand. Viele Linsen machen eine gute Korrektur bei schnellen Optiken, kosten aber Kontrast an langsamen Optiken, die eine solche Korrektur nicht brauchen.
Da sortieren sich die Goldkanten als 6-Linser ein und sie stehen dann gegen 4 Linsen beim Plössl. Aber sie bieten Weitwinkel.
Die Hyperion als "seriöser" zu betrachten ist sicher der falsche Blickwinkel. Die Hyperions sind Weitwinkel mit bequemem Augenabstand und die kurzen Brennweiten der Serie funktionieren an schnellen Optiken besser, als die Goldkanten es können. Ist das nun seriöser? Nein, es sind einfach andere Qualitäten.

Da hilft meiner Meinung nach ein Blick auf die Fakten: Fakt ist: Das 32mm Plössl ist nah dran am maximal machbaren wahren Himmelsausschnitt in 1,25". Vielleicht zeigt ein 40mm einen Hauch mehr, vielleicht aber auch genauso viel. Das ist ein Fakt, auf den es ankommt, hier ist ein Aufsuchokular mit hellem Bild, das für einige Deepsky-Objekte willkommen sein wird. Es lässt sich nicht so einfach ersetzen, es sei denn durch ein 2" Okular.
Ein 20mm als nächste Abstufung? Der Sprung ist deutlich, aber ist er deutlich genug? Ist das nicht eher eine Zwischenvergrößerung, die zur Planetenbeobachtung gar nicht gebraucht wird, zur Deepsky-Beobachtung dann eher "gelegentlich am Gelegenheitsteleskop"?

80/910 habe ich im Kopf. Das steht an. Also f/11, langbrennweitig, für heutige Verhältnisse mehr als nur "moderat". Für die Planetenbeobachtung sind einfach Okulardesigns gefragt. Plössls mit Barlow machen wirklich einen guten Eindruck. Nehmen wir 0,7mm AP als Maximum für Jupiter und Mars, so landen wir beim 8mm Okular. Höher ran für Saturn und Mond, oder überhaupt "mit Absicht überzogen" durch 0,5mm AP liegen wir bei 5,7mm. Mit 3x Barlow also irgendwo zwischen 17mm und 24mm Okularbrennweite.
Das 32mm kombiniert mit 3x Barlow bringt und auf 10,7mm, dazu ein 12,5mm Plössl und die Abstufungen wären gut.
32mm, 20mm, 12,5mm, 10,6mm effektiv und 6,7mm effektiv. In Vergrößerung gerechnet 28x, 46x, 73x, 85x, 136x. Da wirkt das 12,5mm durchaus obsolet, und es ist noch dasjenige mit dem knappsten Augenabstand. Dann eher noch ein 5,2mm ED Okular für Höchstvergrößerung, vielleicht findet sich mal eines gebraucht, denn für Neupreis wäre ein Planetary HR besser und fast zum gleichen Preis zu haben (ggf. Versand bedenken).
Klar, Weitwinkel steckt in der Palette nicht drin, aber macht das Sinn bei einem Teleskop, dass man noch am ehesten zur Planeten- und Mondbeobachtung einsetzen kann? Natürlich kann man 17mm und/oder 20mm weitwinklig besetzen, aber das funktioniert dann mit einer Barlow nicht mehr so gut. Bei einem Gelegenheitsteleskop kann man das machen und liegt mit einem Hyperion oder einer Goldkante/Blaukante nicht schlecht...

Mir kommt es nicht so vor, als würden wir über ein Gelegenheitsteleskop sprechen. Mir kommt es so vor, als hätten wir eine Primäroptik als Gelegenheitsteleskop gewählt und würden nun eine Zubehörpalette für einen Spezialisten aussuchen.
Wie eierlegend ist unsere Wollmilchsau, und würden die Eier eines 114/900 wenn nicht gerade bunter, dann doch wenigstens schokoladiger schmecken? Wo steckt in alledem die Konsequenz? Ein konsequentes 80mm Planetenteleskop wäre ein APO oder ein 80/1200 "länger als FH". Ein konsequentes 80mm Deepskyteleskop wäre ein 80/400 Farbwerfer ("Comet Catcher"). Liegen wir mit 80/910 dazwischen, oder bei einem Gerät, das konsequent gar nichts kann? Nun, so schlimm ist es auch nicht, aber 80/910 sind schwer planetenlastig, und dabei doch letztendlich gehandicapped mit 80mm Öffnung. So muss man bescheiden sein mit seinen Erwartungen, bei 100x geht Planetenschauen los, 150x möchte jeder "mehr als Gelegenheitsgucker" am Planeten nutzen können. Aber 150x überziehen 80mm Öffnung, wenn es um Jupiters Pastelltöne geht...

Warscheinlich ist hier nun endlich, endlich die Situation erreicht, dass theoretisieren nichts mehr einbringt. Praxis ist gefragt, oder in Gedenken an Yoda: "Tue es, oder tue es nicht!"

Clear Skies
Sven
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Moin Gemeinde,

weitere interessante Beiträge...


@Ralf: Danke für die Links, da muß ich mich jetzt nochmal durchlesen. Findest Du, daß das Hyperion einen besseren Eindruck macht bezüglich Einblick, Verarbeitungsqualität, Vergütung etc., oder können die Kanten da gut mithalten?
Der Preis bei Reese für die WWs ist ja unschlagbar günstig (30-35€), da kann man kaum glauben, daß die in einer Liga mit den Hyperions spielen...


@Sven: vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Allerdings ist Dein Text - mit Verlaub - etwas kompliziert geschrieben ;) Ich versuche mal, auf die einzelnen Passagen zu antworten:

Zitat von Sven_Wienstein:
"seriöse Okulare" - auch mal ein Kriterium...

Ich weiß nicht, mir gefällt dieses hin- und her überlegen viel weniger als der erste Vorschlag.

Soviel muss klar sein: Weitwinkel-Okulare sind immer ein Kompromiss zwischen Schärfe auf der Achse und Schärfe am Rand. Viele Linsen machen eine gute Korrektur bei schnellen Optiken, kosten aber Kontrast an langsamen Optiken, die eine solche Korrektur nicht brauchen.
Da sortieren sich die Goldkanten als 6-Linser ein und sie stehen dann gegen 4 Linsen beim Plössl. Aber sie bieten Weitwinkel.

Mit "seriös" habe ich einfach nur ein paar Kriterien zusammengefasst. Die Hyperions sind für ihre Qualität bekannt und werden von allen Händlern verkauft. Sie sind von einem namhaften Hersteller, sind kein China-Ramsch und haben daher einen nicht geringen, aber wohl angemessenen Preis.
Die Kanten hingegen sind unglaublich günstig, was schonmal skeptisch macht. Sie sind aus China-Produktion, einen Hersteller kann ich nicht ausmachen. Außerdem kennen manche Händler die gar nicht, bei TS hingegen werden sie sehr beworben. Wie übrigens das ganze Sortiment. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie kommt mir TS einfach "unseriös" vor, klar will ein Händler verkaufen, aber wenn man über die Seite surft, ist jedes Teleskop toll und für alles geeignet und kann mit allem kombiniert werden. Kein Wort von extrem kurzen Augenabständen bei kurzbrennweitigen Plössln zum Beispiel. Daher bin ich skeptisch und daher das böse Wort "seriöse Lösung".

Die Hyperion als "seriöser" zu betrachten ist sicher der falsche Blickwinkel. Die Hyperions sind Weitwinkel mit bequemem Augenabstand und die kurzen Brennweiten der Serie funktionieren an schnellen Optiken besser, als die Goldkanten es können. Ist das nun seriöser? Nein, es sind einfach andere Qualitäten.

Siehe oben, außerdem geht es ja um Weitwinkel mit bequemem Augenabstand. Funktionieren an der langsamen f/11,38-Optik denn beide gleich gut? Und um Qualität geht es auch, die Blaukanten bei TS sind ja offenbar multivergütet, bei Reese gibts keine Angabe. Und Multivergütung ist auch nicht gleich Multivergütung. Bei den Hyperions kann man sich denke ich darauf verlassen, gute Qualität zu bekommen, die ihr Geld wert ist. Bei den Kanten bin ich mir halt nicht so sicher...

Da hilft meiner Meinung nach ein Blick auf die Fakten: Fakt ist: Das 32mm Plössl ist nah dran am maximal machbaren wahren Himmelsausschnitt in 1,25". Vielleicht zeigt ein 40mm einen Hauch mehr, vielleicht aber auch genauso viel. Das ist ein Fakt, auf den es ankommt, hier ist ein Aufsuchokular mit hellem Bild, das für einige Deepsky-Objekte willkommen sein wird. Es lässt sich nicht so einfach ersetzen, es sei denn durch ein 2" Okular.

Ja, das bestätigt meine Wahl, das 32er Plössl kann ich also bedenkenlos nehmen.

Ein 20mm als nächste Abstufung? Der Sprung ist deutlich, aber ist er deutlich genug? Ist das nicht eher eine Zwischenvergrößerung, die zur Planetenbeobachtung gar nicht gebraucht wird, zur Deepsky-Beobachtung dann eher "gelegentlich am Gelegenheitsteleskop"?

Das seh ich ein, der praktische Nutzen ist wohl eher gering...

80/910 habe ich im Kopf. Das steht an. Also f/11, langbrennweitig, für heutige Verhältnisse mehr als nur "moderat". Für die Planetenbeobachtung sind einfach Okulardesigns gefragt. Plössls mit Barlow machen wirklich einen guten Eindruck.

Aber genau von dieser Kombination haben mir die befragten Händler abgeraten. Der Tenor ihrer Aussagen war: lieber 6,3 Plössl als 12er Plössl mit 2fach-Barlow.

Nehmen wir 0,7mm AP als Maximum für Jupiter und Mars, so landen wir beim 8mm Okular. Höher ran für Saturn und Mond, oder überhaupt "mit Absicht überzogen" durch 0,5mm AP liegen wir bei 5,7mm. Mit 3x Barlow also irgendwo zwischen 17mm und 24mm Okularbrennweite.
Das 32mm kombiniert mit 3x Barlow bringt und auf 10,7mm, dazu ein 12,5mm Plössl und die Abstufungen wären gut.
32mm, 20mm, 12,5mm, 10,6mm effektiv und 6,7mm effektiv. In Vergrößerung gerechnet 28x, 46x, 73x, 85x, 136x. Da wirkt das 12,5mm durchaus obsolet, und es ist noch dasjenige mit dem knappsten Augenabstand. Dann eher noch ein 5,2mm ED Okular für Höchstvergrößerung, vielleicht findet sich mal eines gebraucht, denn für Neupreis wäre ein Planetary HR besser und fast zum gleichen Preis zu haben (ggf. Versand bedenken).

Soweit zur Theorie, ist denn eine 3x-Barlow auch als 2x-Barlow zu nutzen? Ist denn ein 32er Plössl in einer 3x-Barlow gleichwertig mit einem 10er-Plössl? Laut Händlern nämlich keineswegs...
Für die Planetary HRs gilt nun dasselbe wie für die Kanten: viele Händler kennen die nicht, kommen wohl aus China, Qualität nicht nachvollziehbar. Außerdem kein Weitwinkel...

Klar, Weitwinkel steckt in der Palette nicht drin, aber macht das Sinn bei einem Teleskop, dass man noch am ehesten zur Planeten- und Mondbeobachtung einsetzen kann?

Ja, weil es für absolute Laien ist, die sich bei Weitwinkeleinblick viel leichter tun werden, Objekte zu finden und auf der Azimuth-Montage im Gesichtsfeld zu behalten.

Natürlich kann man 17mm und/oder 20mm weitwinklig besetzen, aber das funktioniert dann mit einer Barlow nicht mehr so gut. Bei einem Gelegenheitsteleskop kann man das machen und liegt mit einem Hyperion oder einer Goldkante/Blaukante nicht schlecht...

Gut, das haben auch die Händler durchweg gesagt: WW und Barlow geht nicht gut. Wiederum hier die Frage: Spielen die Kanten in der gleichen Liga wie die Hyperions?

Mir kommt es nicht so vor, als würden wir über ein Gelegenheitsteleskop sprechen. Mir kommt es so vor, als hätten wir eine Primäroptik als Gelegenheitsteleskop gewählt und würden nun eine Zubehörpalette für einen Spezialisten aussuchen.

Nein! Ich nenne das ein Allroundgerät mit Allround-Zubehör. Wieso ist denn ein WW-Okular Spezialisten-Zubehör. Ich habe keineswegs bestimmte Beobachtungsobjekte im Visier, ich möchte nur eine sinnvolle Vergrößerungspalette abdecken und das möglichst mit Okularen, bei denen man nicht den Eindruck bekommt, durch ein kleines Löchlein in den Himmel zu sehen, weil das für Einsteiger denke ich schwierig ist. Ich persönlich schätze große Gesichtsfelder an Optiken, es macht die Beobachtung m.E. wesentlich einfacher, zumindest was die Naturbeobachtung mit Ferngläsern angeht...

Wie eierlegend ist unsere Wollmilchsau, und würden die Eier eines 114/900 wenn nicht gerade bunter, dann doch wenigstens schokoladiger schmecken?

Mag sein, aber - um metaphorisch zu bleiben - Schokolade ist temperaturempfindlich, genau wie ein Newton. Erst auskühlen lassen, wo man doch nur mal kurz das Teleskop auf den Balkon stellen will und spontan beobachten, das passt nicht zusammen.

Wo steckt in alledem die Konsequenz? Ein konsequentes 80mm Planetenteleskop wäre ein APO oder ein 80/1200 "länger als FH". Ein konsequentes 80mm Deepskyteleskop wäre ein 80/400 Farbwerfer ("Comet Catcher"). Liegen wir mit 80/910 dazwischen, oder bei einem Gerät, das konsequent gar nichts kann?

Falsch, wir liegen bei einem Allrounder, der sicherlich nichts toll kann, aber alles ein bißchen. Und mehr muß er auch nicht können, vergiß den Anspruch nicht. Der ist gering, es ist ja nicht mal ein Hobby. Vielleicht wird es mal eins, was ich jedoch stark bezweifele. Und dann würde man als nächstes bestimmt einen Dobson anschaffen, bis dahin ist "von allem ein bißchen was" das Gebot der Stunde.

Nun, so schlimm ist es auch nicht, aber 80/910 sind schwer planetenlastig, und dabei doch letztendlich gehandicapped mit 80mm Öffnung. So muss man bescheiden sein mit seinen Erwartungen, bei 100x geht Planetenschauen los, 150x möchte jeder "mehr als Gelegenheitsgucker" am Planeten nutzen können. Aber 150x überziehen 80mm Öffnung, wenn es um Jupiters Pastelltöne geht...

Wie gesagt, es gibt keine "mehr als Gelegenheitsgucker" bei uns, die Erwartungen sind bescheiden, und Jupiter bei 100fach oder 150fach wird eh eine Sensation sein, Pastelltöne hin oder her. Das ist nicht so wichtig, hauptsache man sieht ein einigermaßen scharfes Bild, auf dem man erkennt, um was es sich handelt.

Warscheinlich ist hier nun endlich, endlich die Situation erreicht, dass theoretisieren nichts mehr einbringt. Praxis ist gefragt, oder in Gedenken an Yoda: "Tue es, oder tue es nicht!"

Clear Skies
Sven

Etwas abstrakt ausgedrückt :/ , aber ok. Mehr als theoretisieren bleibt mir leider momentan nicht übrig, aber ich hoffe auch, daß ich nun bald am Ziel bin.

Zu den Gold-/Blaukanten nochmal: ich hoffe, da fühlt sich keiner auf den Schlips getreten. Es ist ein subjektiver Eindruck von mir, daß die Dinger nicht so toll sind. Das liegt daran, daß ich immer skeptisch bin, wenn etwas relativ billig ist, dabei aber genausogut sein soll wie höherpreisige Dinge. Bis zu einem gewissen Rahmen ist ein Preisunterschied ja immer zu erklären (Marke, Popularität etc.), aber wir sprechen hier ja über Preisunterschiede von 100% und mehr, wenn wir die Kanten mit den Hyperions vergleichen. Da ist Skepsis ja wohl angebracht.
Und nichts für ungut wegen TS, sicherlich verkauft der auch gute Sachen, aber es wird alles etwas undifferenziert angepriesen, so wie es zum Beispiel in der Elektro-Bucht üblich ist. Anfangs hätte ich ja auch aufgrund der Artikelbeschreibung dort fast den Skywatcher 90/900 auf EQ2 ausgewählt, bis ich nun mittlerweile feststellen mußte, daß das Ding nichts taugt. Deswegen bin ich da vorsichtig. Klar wird das oft so angeboten, aber bei anderen Händlern habe ich sofort den Hinweis gekriegt, daß die Kombi zwar so von Synta an die Händler verkauft wird, aber sinnlos ist.


Nun denn, berichtigt mich, wenn ich irgendwo falsch liege, für konstruktive Kritik bin ich weiterhin dankbar.

Viele Grüße,
Bernhard


edit: Quotemark korrigiert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Bernhard,

"nun mal Butter bei die Fische"!

Ich glaube, hier wurde nun sehr lange hin und her gefachsimpelt und das eine gegen das andere abgewogen. Jetzt wäre es an der Zeit, sich zu entscheiden.

Mit immer neuen Fragen, - was wir zwar verstehen können, - wird die Entscheidung immer schwerer und am Ende gar unmöglich.
Beim Kauf eines Autos für 30.000 Euro kann ich nachvollziehen, daß man dazu recht lange brauchen kann, nummt man dieses oder jenes Auto, Diesel oder Hybrid, Leder oder Stoff. Aber bei einem Gelegenheitsteleskop?

Verunsichere Dich nicht selbst, Du hast doch gute Anregungen bekommen. Sonst liegt am Ende nur ein Geschenkgutschein auf dem Garbentisch...

CS
Winfried
 
Hallo Bernhard,

ach je, wo fange ich an?

Egal, quer Kraut:
Hyperions: "Nahmhafter Hersteller" - Chinaprodukt! Baugleich Stratus bis auf Gehäuse! Für mich sind das ganz normale China-Okulare die bezüglich des Produktions-Standards auf gleicher Höhe mit den Gold- oder Blaukanten sind. Optisch sind es natürlich völlig unterschiedliche Systeme, aber wenn man zu den Hyperions das "Qualitätsokular" sehen will, dann betrachte man sich das Vixen LVW made in Japan!

Zum Thema Barlow und Plössls:
Also wenn ich konsequent für Planeten etwas empfehlen will, dann auch bei f/11 ein Mono oder ein Ortho. Plössl kann man nehmen, geht auch, ja. Aber hochwertig.
Allround an dem Gerät: Klar, auch da Plössls wegen 50° Feld, oder auch Kellner mit ebenfalls 50°.
Barlow - vermeiden wenn möglich.
ABER: Augenabstand! Ein Augenabstand über 10mm ist nicht meine Forderung, aber durchaus eine Forderung, die ich am Gelegenheitsteleskop unterstütze!

Keine "mehr als Gelegenheitsgucker" - "Pastelltöne egal". Das ist gelinde gesagt Quark, Jupiter besteht nunmal aus Pastelltönen, bitteschön. Überhaupt, wenn alles egal ist, dann empfehle ich Plastikokulare vom Lidlscope. Sorry, so isses nunmal! Entweder man kauft hier konsequent High-End, oder die ganze Diskussion ist großer Mumpitz. Dann kann man drei Plössl-Okulare kaufen 32mm, 12mm und 6mm und fertig! Oder eben drei Goldkanten: 20mm, 15mm und 6mm.
Ist Augenabstand gefragt? Hyperion, ED oder Planetary HR. (Ach, kennen die Händler nicht? Dafür, dass die Okulare bereits lange am Markt sind und rege diskutiert werden, eine erstaunliche Händleraussage!)

Händler: Profitorientiert.
Undifferenziert anpreisen: Normal.
Newton: Thermisch schwierig? Nicht bei 114/900. Auskühlzeit = Aufbauzeit.
Differenzierte Sichtweise: Fehlt.

Ergebnis bisher: Es wird ein teures Teleskop gekauft, mit komisch ausgewähltem Zubehör, dabei wird mittelmäßiger Anspruch betont, und Kompromisse betreffen scheinbar beliebige (oder händlergesteuert preisegalisierte) Details des Gesamtpakets.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Bernhard,

vergiss nicht, ich bin selber noch ein ziemlicher "Grünspechtler", daher kann ich nichts detailiert zum technischen "Okularkram" beitragen ...

Das hier sind die "Goldkanten" von Reese:
Reese/Goldkanten
Ich denke mal, dass (der Herr) Reese hier auch ein gutes Renommee hat, und absolut nicht daran interesiert ist, Augenwischerei zu betreiben (siehe die Testberichte). Sogesehen sind diese GK-Okulare wirklich äusserst günstige WW-Einsteigerokulare, mit Preisen um/unter 30 EUR.

Das Hyperion macht natürlich in der Hand mehr her ;) , und hat noch einige "Gimmicks", die aber wohl in Deinem Fall wohl kaum von nutzen sein dürften.

Was Aussagen zur Qualität, Güte und Nutzbereiche von Okularen betrifft, solltest Du ruhig auf die Aussagen vom (mittlerweile schon etwas "ungeduldigen" ;) ) Sven ( & Co.) vertrauen.

Vielleicht machst es ja wie ich, kaufst Dir erstmal 2 GK und ein Hyperion ... und dann erst die "Naglers" und wie sie alle heissen :schwitz: ;)
 
Moin,

bitte nicht ungeduldig werden, ich möchte einfach eine anständige Qualität zu einem vernünftigen Preis.
Der Markt ist groß und sehr unübersichtlich, das macht es einem wirklich nicht einfach.

@ Sven:
Zitat von Sven_Wienstein:
Keine "mehr als Gelegenheitsgucker" - "Pastelltöne egal". Das ist gelinde gesagt Quark, Jupiter besteht nunmal aus Pastelltönen, bitteschön. Überhaupt, wenn alles egal ist, dann empfehle ich Plastikokulare vom Lidlscope. Sorry, so isses nunmal! Entweder man kauft hier konsequent High-End, oder die ganze Diskussion ist großer Mumpitz.

Bitte nicht polemisieren, das bringt mich überhaupt nicht weiter. Im übrigen bin ich kein Kind, das man belehrt, ein wenig Respekt wäre wohl angebracht, auch wenn ich Dich und die anderen etwas frage und nicht umgekehrt.

Das "Pastelltöne egal" war wohl etwas flapsig formuliert und bezog sich keineswegs auf die optische Qualität, sondern auf die Vergrößerung, wobei Du als Minimum 150fach für die Pastelltöne angegeben und dies aufgrund der 80mm-Öffnung bezweifelt hast. Und es ist eben überhaupt nicht "alles egal". Außerdem gibt es ja wohl einen Mittelweg zwischen "Plastik von Lidl" und "konsequent High-End", und genau den versuche ich hier zu finden.

Der Tenor hier besagt, die Kanten sind gut und die Hyperions auch nicht besser. Und anscheinend sind die Barlows nun doch nicht so unbedenklich wie zuvor versichert, schön.

Ich habe nun glaube ich hinreichend deutlich gemacht, daß ein "angenehmer" Augenabstand und in den hohen Vergrößerungen ein nicht zu sehr beengtes Gesichtsfeld wichtig sind. Warum? Weil diejenigen, die das Teleskop benutzen wollen, zwar vielleicht keinen besonders hohen Anspruch an eine Optik stellen, aber 3 wesentliche Dinge sollten vorhanden bzw. möglich sein, sonst wird das Ding einfach nicht benutzt werden, weil es zu unpraktisch ist.

1. Vernünftiger Augenabstand, weil es keinen Spaß macht, die Augen an die Optik zu klemmen und dabei das ganze auch noch ständig mit den Wimpern schmutzig zu machen.

2. Vernünftiges Gesichtsfeld, weil es ebenfalls keinen Spaß macht, Obejekte zwar stark vergrößert, aber nur in einem winzigen Ausschnitt zu sehen, aus dem das anvisierte Objekt innerhalb von kürzester Zeit verschwindet. Man beachte auch, das die Nachführung wegen der Azimuth-Montage nicht so einfach ist wie bei einer parallaktischen Montage.

3. Die Optik muß keineswegs perfekt sein, aber Plastikramsch möchte ich auch nicht. Wie schon gesagt, die goldene Mitte machts.


Bleibt noch zu erwähnen, daß ich zum Thema Spiegel doch schon gesagt habe, wieso das nicht geht: Ok, der 114/900 braucht nicht lang zum Auskühlen, aber wer soll das Ding denn justieren? Etwas Pflegeleichtes muß her, und das ist nunmal der Refraktor und kein Reflektor.


Ich fasse mal zusammen:

Nach allem, was ich bisher hier gelesen habe, werde ich folgendes Zubehör wählen:
1. Graufilter
2. Es sind 20mm und 6,3mm Plössl mitgeliefert, werden gegen 32mm und 15mm ausgetauscht.
3. Es wird entweder ein 5mm Hyperion oder jeweils eine 6mm und 9mm Goldkante von Reese oder jeweils eine 6mm und 9mm Blaukante von TS dazubesorgt.
4. Barlow lass ich weg.
5. Ein Amici-Prisma wird mitbesorgt.
6. Eventuell noch ein Objektiv-Sonnenfilter.

Ist das vernünftig so? Werde nochmal mit dem Händler sprechen.


Nochmal an Sven:
Ergebnis bisher: Es wird ein teures Teleskop gekauft, mit komisch ausgewähltem Zubehör, dabei wird mittelmäßiger Anspruch betont, und Kompromisse betreffen scheinbar beliebige (oder händlergesteuert preisegalisierte) Details des Gesamtpakets.

Dann mach doch mal bitte einen konstruktiven Vorschlag, was nicht in die Kategorie "komisches Zubehör" fällt. Immerhin hast Du ja bisher die Plössl/Barlow-Kombi empfohlen, um dann in Deinem letzten Post zu empfehlen, Barlows zu vermeiden...
Ich bin ja offen für alles, aber es muß auch Hand und Fuss haben.


Nichts für ungut und nochmals vielen, vielen Dank für die intensive Hilfe, ich bin sicher nicht einfach zu beraten, aber ich weiß jeden Beitrag zu schätzen ;)

Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

Zitat von Romulus:
1. Vernünftiger Augenabstand, weil es keinen Spaß macht, die Augen an die Optik zu klemmen und dabei das ganze auch noch ständig mit den Wimpern schmutzig zu machen.

2. Vernünftiges Gesichtsfeld, weil es ebenfalls keinen Spaß macht, Obejekte zwar stark vergrößert, aber nur in einem winzigen Ausschnitt zu sehen, aus dem das anvisierte Objekt innerhalb von kürzester Zeit verschwindet. Man beachte auch, das die Nachführung wegen der Azimuth-Montage nicht so einfach ist wie bei einer parallaktischen Montage.

3. Die Optik muß keineswegs perfekt sein, aber Plastikramsch möchte ich auch nicht. Wie schon gesagt, die goldene Mitte machts.
Kopf -> Wand -> Schmerz!

Mein konstruktiver Vorschlag steht ganz oben. Das gewisse Eigenschaften einander ausschließen sollte klar sein.

Zitat von Romulus:
Bitte nicht polemisieren, das bringt mich überhaupt nicht weiter. Im übrigen bin ich kein Kind, das man belehrt, ein wenig Respekt wäre wohl angebracht, auch wenn ich Dich und die anderen etwas frage und nicht umgekehrt.
Fakten und Vorschläge scheinen aber auch nicht zum Erfolg zu führen. Respekt Einfordern ist Dein gutes Recht. Trotzdem steige ich an dieser Stelle aus!

CS
Sven
 
Herrje...

Bitte, ich glaube ich verstehe die optischen Zusammenhänge einfach noch nicht wirklich, daher verstehe ich auch offenbar Eure Argumente nicht. Kann das jemand laiengerecht erklären?
Ich verstehe nicht, wieso meine 3 Kriterien nicht zusammenpassen... ich ging nun eigentlich davon aus, das als Anwort kommt: genau das sind Hyperion und/oder die Kanten. Anscheinend Fehlanzeige...

Need help...


Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

ich habe mich entschlossen, im Thread zu antworten, statt via PN. Vielleicht interessiert das ja sonst noch wen.

Alles hängt an dem einen Punkt:

Okulare mit größerem Augenabstand haben eine "Barlow" fest eingebaut. Das erhöht die Linsenzahl und aus diesem Grunde reduziert sich je nach Verarbeitung die Planetenleistung. Somit schließt es sich aus, eine absolut perfekte Planetenleistung und einen guten Augenabstand in einem Okular mit weniger als 10 bzw. je nach Anspruch 12mm Brennweite zu erzielen.
"Weitwinkel" als Eigenschaft ist ähnlich einzuschätzen, es gibt ein paar wenige Weitwinkel-Okulare, die mit nur fünf Linsen auskommen. Bei Hyperions sind es schon 8.

Weder eingebaute Barlow noch externe Barlow noch Weitwinkel schließt schöne, genußvolle Planetenbeobachtung aus! Wer jedoch High-End-Ansprüche macht, muss auf die Qualität und Verarbeitung aller Optikteile achten und eben aufgrund von obigen Feststellungen Kompromisse machen.

Wenn also Händler von der Kombination aus Barlow und Plössl zur Planetenbeobachtung abraten, dann in meinen Augen aus drei in Frage kommenden Gründen:
1. High-End-Planetenbeobachtung geht an f/11 mit Okularen aus drei bis vier Linsen (aber mit schlechtem Augenabstand).
2. Die Qualität der angedachten Barlow ist nicht astrein, selbst bei f/11, und versaut das Bild über Gebühr. (Kommt für manche Billigbarlow in Frage.)
3. Weitwinkelokulare machen mehr Umsatz!

Wichtig ist nun, welches Kriterium an erster Stelle steht. Ich empfehle für Gelegenheitsbeobachter dringendst, den Augenabstand zu wählen. In diesem Falle sind wir bei meinem ersten Vorschlag mit Barlow-Kombinationen oder bei meinen Alternativen mit TS Planetary HR, Hyperion und ED (meiner Meinung nach in dieser Reihenfolge). Danach kommen die Goldkanten, deren Augenabstand etwas schlechter ist (aber auch nicht gerade unbequem).

Ich hoffe, dies schafft eine brauchbare Sichtweise auf die Kriterien!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Bernhard,

ein wenig kann ich die "Verzweiflung" von Sven schon verstehen.
Ich war nun eine Woche nicht da und das Teleskop ist gewählt, es wurde die günstigste brauchbare Variante, das ist ok.

Nun bleib auch bei der günstigsten Okularvariante und die hat Dir Sven mit Plössl/Barlow aufgezeigt.
Diese Variante ist an dem Teleskop nicht nur finanziell die günstigste, sondern auch an den Beobachtungszielen orientiert "optisch" sehr gut nutzbar.

Da ich es nicht lassen kann....mach das mit den Hyperions zwei Mal und Du hast damit die Möglichkeit zum 80er ED oder zumindest zum 2" OAZ aus gleicherm Hause vergeigt.

CS
*entfernt*
 
Moin,

ok, das leuchtet mir schonmal ein.

Aber mein Verwendungszweck ist nicht die perfekte Planetenbeobachtung. Klar, man soll die Planeten erkennen können, aber hier sind ein etwas größeres Gesichtsfeld, aber vor allem ein etwas größerer Augenabstand wichtiger als der perfekte Planetenanblick. Und wie gesagt, ich habe keinen High-End-Anspruch, ich habe nur den Anspruch, nicht den billigsten Ramsch zu kaufen.

Aber nun gut, mit der Reihe von Sven kann ich durchaus etwas anfangen. Gibt es die Planetarys eigentlich auch woanders als bei TS? Würde nur mal gerne sehen, was die dann darüber so schreiben.
Und wo bekommt man die EDs bzw. welchen Handelsnamen haben die?

Da ich davon ausgehe, daß ich bei einem Planetary oder einer Goldkante mehr optische Qualität bekomme als bei einer Plössl/Barlow-Kombi und das zu einem ähnlichen Preis, würde ich ersteres vorziehen.
Günther, Du schreibst, Plössl/Barlow wäre das günstigste. Aber wenn man doch etwas besseres für nur wenig mehr Geld bekommt oder sogar günstiger (Goldkanten), dann nehme ich doch lieber das... Bitte Berichtigung falls falsch.

Da ich es nicht lassen kann....mach das mit den Hyperions zwei Mal und Du hast damit die Möglichkeit zum 80er ED oder zumindest zum 2" OAZ aus gleicherm Hause vergeigt.

Da kann ich Dir nicht folgen. Auch für einen ED-Refraktor und für einen Refraktor mit 2"-OAZ brauche ich Okulare. Oder hälst Du die Hyperions für nicht sinnvoll? Was wäre denn Deiner Meinung nach das Passendste?


Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

kann ja sein, ich liege wieder daneben, aber es geht doch um etwasd in der
http://www.fernrohrland-online.de/a...63.09116378&VIXEN-PORTA-A-80MF-(80_910MM-FH)&
Art. Sorry für den direkten händlerlink, aber manchmal muss so was sein.

Da haben wir also das Gerät mit der Option auf 2" Zubehör, auch wenn es zunächst nur auf 1 1/4" hinaus läuft 2" von Beginn an ist über dem Limit auch wenn schon auf 5-600 € aufgestockt ist.
So viel billiger kann der Vixen ohne 2" Anschluss gar nicht sein, dass man diese Option weg lässt, um dann auf immer und ewig, auf 1 1/4" beschränkt plötzlich noch Hyperions, Stratus und Planetarys zu kaufen und dabei zu denken, man habe einen guten Deal gemacht.
Gerade in der Übersicht, für die Eltern als "Astronomieeinsteiger" ist, selbst bei Schwerpunkt Mond/Planeten/Natur die 2" Option bei wachsendem interesse von entscheidender Bedeutung. Begegnungen von Mond und Planeten und/oder mit Deepsky-Objekten, Kometen und so weiter lassen sich mit dem erheblich größeren möglichen Feld von 2" Zubehör im relevanten Okularbrennweitenbereich vom 50-25 mm wesentlich öfter und angenehmer beobachten als mit 1 1/4" Zubehör.
Sorry, meine Meinung ist, dass zumindest diese Zukunftsoption offen gehalten werden kann und durch den ersatzweisen Vorzug von Hyperions gegenüber der Plössl/Barlow Variante bei weitem nicht aufgewogen wird.

CS
*entfernt*
 
Nunja, so habe ich es noch gar nicht gesehen.

Aber der Unterschied ist immerhin einer von 250€, also entweder 400€ oder 650€. Schon recht erheblich wie ich finde...

Aber mir ging es auch eher um größere Gesichtsfelder bei hoher Vergrößerung, da spielt es dann ja eh keine Rolle, ob 1,1/4" oder 2". Das ist ja nur bei geringeren Vergrößerungen interessant, wenn ich das richtig verstanden habe. Und hier reichen die 50° des 32mm-Plössl, zumindest lohnt es die 250€-Aufpreis nicht. Nun gut, für die 250€ gibt es auch noch einen Klappspiegel, den brauch ich aber nicht. Und "Made in Japan", aber der Qualitätsunterschied zwischen den beiden Vixen, also Japan und China, ist wohl laut Händleraussage nicht so gravierend und für einen Laien kaum zu erkennen...

So, ich gehe nun ins Bett und schlafe nochmal darüber, Morgen noch Gespräch mit Händler und nochmaliges Wälzen der verschiedenen Okulatests (tausend Dank für die vielen Links, besonders den von Reese) und dann bin ich hoffentlich endlich im Bilde...

Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

hast Du das Angebot gelesen?
Da stehen unter 400 € zu Buche oder ist das ein Druckfehler? Selbst wenn.....????!!!!

CS
*entfernt*
 
Hallo,

das Vixenangebot ist preislich wirklich verlockend, wundert mich aber irgendwie, ist doch die Preisempfehlung für den OTA mit 450€ (!!) teurer als das Set mit der Porta, wie das? Auch in den offiziellen Preislisten von Vixen sieht man die selbe Diskrepanz. Natürlich sind Paketpreise vielfach günstiger aber mit Montierung weniger als OTA? Ein Tippfehler ist es aber nicht, wie gesagt Vixen-Europe sagt das selbe.

CS Benny
 
Ah achso,

ne das ist ein Druckfehler vom Fernrohrland.
Es gibt nämlich zwei Versionen des Vixen A80, den M und den Mf.

Der M ist die "edlere" Version, die ist "Made in Japan", hat einen 2"-OAZ, einen LED-Peilsucher und eine Klappspiegeleinheit:
Beschreibung bei Vixen
Den A80M gibt es beim Fernrohrland nur auf GP2-Montage.

Der Mf ist die einfachere Version, die ist "Made in China", hat einen 1,1/4"-OAZ, einen 6x30-Sucher und einen Zenitspiegel:
Beschreibung bei Vixen
Bei Fernrohrland gibt es den sowohl auf GP2-Montage als auch auf der Porta-Montage.
Man beachte dabei, daß der A80MF hier bei der GP2-Montage analog zu Vixens Homepage beschrieben ist, beim selben Modell auf der Porta-Montage steht aber die Beschreibung zum A80M. Letzte Zweifel werden durch die Abbildung des A80MF bei Fernrohrland ausgeräumt, hier sieht man z.B. deutlich, daß ein Zenitspiegel montiert ist und keine Klappspiegeleinheit.

Tja, wäre ja schön gewesen, ein Vixen-Refraktor mit 2"-OAZ für 400€... gibts aber leider nicht. Bei Fernrohrland sind die offenbar auch nicht sonderlich sorgfältig mit ihren Produktbeschreibungen, dieser Vixen-ED hat zum Beispiel 80/910 im Titel stehen, das Bild und die Beschreibung machen jedoch deutlich, daß es sich um einen 80/600 handelt...

Also, wie schon gesagt, der A80Mf kostet um die 400€, der A80M um die 650€, jeweils auf der Porta azimuthal montiert, mit deutscher Montage wirds deutlich teurer.


Viele Grüße,
Bernhard
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

danke für die Aufklärung das hatte ich wohl einfach überlesen, dann sieht die Sache wieder anders aus, dann wird er wohl keinerlei Vorteil vor einem Chinarefraktor anderen Herstellers haben.

CS Benny
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Moin,

also laut Aussage einiger Leute - nicht nur Händler - hat er eben doch einen Vorteil. Das ist auch leicht erklärbar und findet Parallelen in anderen Industriezweigen, da mittlerweile ja viel in China gefertigt wird, die Globalisierung läßt grüßen.

Natürlich ist die Qualität eines Vixen "Made in China" nicht so gut wie die eines Vixen "Made in Japan". Aber ersterer ist immernoch besser als die Standardware aus China, denn Skywatcher und Co werden nicht nur von Chinesen gebaut, sondern auch von denen entwickelt, sprich das Knowhow ist nicht unbedingt das beste.
Vixen fertigt in China, weil die Lohn- und Produktionskosten (z.B. Wasser und Energie) dort günstiger sind, was die Stückkosten senkt. Sie fertigen aber mit ihrem Knowhow aus Japan.

Um es an einem bekannten Beispiel zu verdeutlichen: ein VW made in China ist natürlich nicht so hochwertig wie einer made in Germany, aber immerhin vergleichbar. Ein chinesisches Auto wie z.B. der Brilliance ist da schon wesentlich schlechter, siehe die einschlägigem Crashtest-Publikationen.
Gut, ein Teleskop ist kein Auto (Äpfel und Birnen?), aber mein Beispiel soll auch nur eine Vorstellung davon geben, was gemeint ist.


Viele Grüße,
Bernhard


P.S.: ich weiß, der Preis ist nicht alles, aber der Vixen A80MF (made in China) auf einer parallaktischen Montage kostet ungefähr doppelt so viel wie der Skywatcher 90/900 auf einer vergleichbaren Montage, das wird mehr Gründe haben als nur den Markennamen bei dem Preisunterschied...

edit: PS
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Hallo Bernhard,

eigentlich wollte ich nicht noch was ins Rennen werfen, weiß auch nicht, ob es schon mal angesprochen wurde, aber das Baader Hyperion 8-24-Zoom scheint nicht schlecht zu sein.
Damit kommst Du bis auf 0,7 mm Austrittspupille runter und somit an die in der Praxis sinnvolle Untergrenze. Mit 114facher Vergrößerung ist auch am Planeten schon etwas zu erkennen, für den Mond ist das bei Anfängern auch schon richtig gut nutzbar.

Das Teil hat bei geringster Vergrößerung ein Plössl-ähnliches Gesichtsfeld, bei höchster Vergrößerung ist es ordentlich weitwinklig (siehe auch Messergebnisse bei Carsten Reese). Optisch sollte es für Einsteiger mehr als ausreichend sein.

Für den Anfang braucht's dann noch ein 32er Plössl zur Übersicht. Später (z. B. zu Ostern) kann dann noch ein Okular für 0,5 mm Austrittspupille her, also z. B. ein 6er Planetary.

Kosten:

Teleskop 400 Euro
32er "Super" Plössl null bei Verzicht auf Beipackokulare
Zoom 200 Euro

zusammen 600 Euro. Damit ist dann aber für längere Zeit Ruhe.

Ciao
Martin


P.S.: Und weil ich's gerade sehe: Den 80 Mf gibt's beim Fernrohrland derzeit für 200 Euro (ohne Porta)... siehe Biete-Board.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Martin,

Biete Bord fällt hier aus, da es ein Geschenk für die Eltern werden soll und da möchte er verständlicherweise nichts Gebrauchtes schenken.

CS
Winfried
 
Hallo Winfried,

wenn Du nur auch mal sorgfältiger lesen würdest :)
Es wurde ein neues Gerät von Fernrohrland empfohlen, welches am Biete-Board angeboten wurde.

Liebe Grüße,
Lothar
 
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