Suche Mosaik-Grundsatz über Pi

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Via_Lactea

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Eigentlich wollte ich in die Bergen, für die bevorzugte Bortle 3 Klasse, aber das Wetter mit Sturm Ankündigung hat mir ein Strich gesetzt.

Hier mit Bortle6+ habe ich mich halt für mein erstes Mosaik Projekt IC-443 entschieden mit 4 Bildausschnitten. Wobei ich ab zwei Uhr morgens die Frames von 3 und 4 abbrechen musste wegen Seeing und aufkommenden Wind.

Da diese mein Erstes Mosaikbild ist, habe ich einige mühe mit der Zusammenführung von Bildern: Überlappung hat eine Linie (siehe Bild unten).
Mosaic_IC-443_01-2022.jpg


Nach dem WBPP (Pre-Process) war mein Workflow....
  • Geometry > DynamicCrop (Bilder Zuschneiden [Schwache Signale an den Rändern eliminieren])
  • Image > Stitistic (median Wert Auslesen)
  • ChannelManagment > ChannelExtraction (RGB, rot, grün und blaues Image generieren)
  • ColorCalibration > LinearFit (Referenz image R eingetragen und G+B Werte einlesen)
  • ChannelManagment > ChannelCombination (Die R G B Kanäle wieder zusammengefügt)

Über Statistic nochmals den median Wert überprüft, auf Beiden Bilder sind jetzt +/- die gleichen Werte.

Einige Versuche getätigt mit und Ohne diese Pi-Tools:
  • ColorCalibration > PhotometricColorCalibration
  • BackgroundModelization > AutomaticBackgroundExtractor
  • ColorCalibration > BackgroundNeutralization

Danach Bilder zusammengefügt über GMM und zusätzlich mit DNA-Script getestet.
  • ImageIntegration > GMM (Testen mit Overly und danach auch mit Average) das Mosaikbild zusammengeführt. Hier bekomme ich mit beide versuche; eine Line bei der Überlappung. Und kann diese nicht eliminier.

Ergänzung:
Ich habe mir danach DNA-LinearFit Script v0.1 (GradientMergeMosaic / GMM) Installiert. Das Zusammenführen von Mosaikbildern mit diesem Script, komme ich schon näher ans Ziel, aber eine Schwache Line ist immer noch ersichtlich.

Frage:
Soll man die Mosaikbilder erst die Grundlegenden Schritten durchlaufen lassen [ Color Calibration, Gradient Indentification, Background Neutralization und Noise Reduction] und danach GMM tätigen?

Auch ist die Frage offen, ob es bessere wäre, anstatt über Pre-Proccess den Post-Process über WBPP zu wählen, oder macht es hier kein Unterschied bei Mosaikbildern.

Danke für eure Hilfeleistung und Rat


CS john
 
Hallo John,

also das ist schon ein ganz brauchbarer Workflow. Vor dem Zusammenfügen der einzelnen Panels liegt das Augenmerk darauf, die alle so etwa auf ein gemeinsames Level zu bekommen. Das hast du schon richtig gemacht. Auch das Abschneiden der Ränder war wichtig.
Der Ablauf beim Zusammenfügen erfolgt dann aber in zwei Schritten:
Zunächst mal nimmst du dir deine Panels vor und fügst sie mit "StarAlignment" und dort mit dem "Working Mode" "Register Union - Mosaic" und ohne "Frame Adaptation" zu einem Bild zusammen. Das ist manchmal etwas fummelig, aber wenn man erst die beiden oberen Bilder zu einem Mosaik zusammenfügt, dann die beiden Unteren und diese beiden Teilmosaike dann ihrerseits zusammensetzt, dann klappt das meistens.
Das Ergebnis ist ein Mosaik mit mehr oder minder deutlichen Übergängen. Das ist aber zunächst mal ganz egal.
Dieses Mosaik verwendest du jetzt seinerseits im Prozess "StarAlignment" als Reference Image. Den Working Mode änderst du auf "Register Union - Seperate" und wendest den Prozess (jetzt ruhig mit "Frame Adaptation") auf alle vier Einzelpanels an (also Prozessdreieck der Reihe nach auf die kleinen Bilder ziehen). Du erhältst vier Bilder die zu 3/4 Schwarz sind und nur das jeweilige Panel in je einer Ecke zeigen.
Diese vier großen Bilder speicherst du in ein Verzeichnis.
Jetzt erst nimmst du den Prozess "GradientMergeMosaic" und lädst die vier eben gespeicherten Bilder dort hinein. Als "Type of Combination" wählst du "Overlay". Den Rest lässt du erst mal so wie vorgegeben.
Das Ergebnis sollte jetzt eigentlich besser sein. Es kommt manchmal zu Problemen, die sich aber meistens gut behandeln lassen. Das sehen wir dann.

Soll man die Mosaikbilder erst die Grundlegenden Schritten durchlaufen lassen [ Color Calibration, Gradient Indentification, Background Neutralization und Noise Reduction] und danach GMM tätigen?
Ja, das ist empfehlenswert. Gradienten müssen möglichst weg. Der Hintergrund sollte bei allen Bildern etwa gleich sein. Noise Reduction und Color Calibration kann man evtl. verschieben. Probiers mal. Bei ganz groben Unterschieden würde ich die Einzelbilder bearbeiten, sonst eher das fertige Mosaik.

Auch ist die Frage offen, ob es bessere wäre, anstatt über Pre-Proccess den Post-Process über WBPP zu wählen, oder macht es hier kein Unterschied bei Mosaikbildern.
Die Frage ist mir nicht ganz klar. Ich mache das so, dass ich das Grouping-Keyword "PANEL" vergebe und die Bilder entsprechend zuordne. Das PreProcessing registriert (und stackt ggf.) jedes Panel für sich und ich erhalte kalibrierte und registrierte Bilddateien für jedes Panel.

Ich hoffe das hilft dir ein bisschen weiter.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian

Vielen Danke für die Ausführliche Beschreibung :y:

Um ein positives Ergebnis zu erhalten, machte ich einige Durchläufe an den Einzelbilder, die Abläufe notiere ich mir und nach dem zusammen führen der Bilder sieht das neue Bild mehr oder weniger passend aus. Aber die Linien kann ich nicht eliminieren

Auch prüfe ich immer wieder über Statistic-Tool die Werten, damit alle Bilder den gleichen Wert aufweisen.


So viele Wege führen nach Rom – muss wohl mein Workflow ändern; mach mich an der Bereinigung der Gradienten und danach füge ich die Bilder zusammen, hoffe das endlich die Linien versiegen, danach arbeite ich am Kosmetischen teil.

WBPP: ich dachte wen man das Grouping-Keyword nutzt ist es ein Post-Process und ohne diese Gruppe Einträge nur ein Pre-Process.

Auch habe ich mir angewöhnt über Add Files meine Fits-Daten zu laden – da meine Verzeichnis Struktur auch so aufgebaut ist, dadurch werden einige Klicks eingespart.

CS john
 
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