Hallo Stefan und willkommen im Forum, hallo an die bereits geantwortet habenden und hallo allerseits,
Stefan:
- bist Du sicher, daß Du vor allem Planeten beobachten möchtest? Nur um sicher zu gehen, daß Du da Bescheid weißt: die Planeten werden in den nächsten zig Monaten eher mau sein: Jupiter verkriecht sich in den horizontnahen Dunst und die horizontnahe Luftunruhe, weil er immer südwärtiger wird, Saturns Ringöffnung wird immer geringer, die rund zweijährlichen Marsoppositionen sind arg klein. Merkur ist schon eine sehr ambitionierte Übung und die Venussichel siehst Du mit jedem Scope. Uranus und Neptun sind sehr kleine, schwache Scheibchen, keine üblichen Amateurobjekte für typische Planetenbeobachtung. Der Mond als Hochvergrößerungsobjekt ist meistens dankbar - mit jedem Scope. Allerdings nicht allzu vollmondnah (kaum Schattenwurf , relativ uninteressant) und auch eher nicht im Sommer, wo er so tief steht.
Deep-Sky-Objekte gibt es zahlreiche, die immer am Himmel stehen, vielleicht nicht zu unterschätzen. Von daher vielleicht ein Allround-Teleskop?
Der niederpreisige Allrounder mit großer Leistung und ungeschlagenem Preis-Leistungsverhältnis ist heute der 8"-f/6-Dobson, also ein 200mm Newton mit 1200 mm Brennweite, montiert auf eine einfache und sehr kostenschonende, aber durchaus sehr brauchbare Alt-Az (rechts/links-hoch/runter)-Montierung. Sieht etwas nach Möbelstück aus. Sehr verbreitet, sehr bewährt. Heute ein sehr typisches Einstiegstelekop. Viel Geld geht in die Optik. Was das Gerät alles kann und warum es so beliebt ist:
mit den unter allen Bedingungen bewährten, wirklich visuell allroundfähigen und kostenschonenden Dobsons 200/1200 (Achtzoll-f/6) gelingen freudvolle Beobachtungen in allen Vergrößerungsbereichen, und kaum wird je jemand ein solches Instrument wegen Unzufriedenheit wieder dringend loswerden wollen (eher wegen weiterem Aufstieg in einigen bis vielen Jahren). Ich habe selbst einen solchen und kenne so einige Sternfreunde, die auch voll zufrieden sind. Das Gerät bietet auch bei Bastelwillen Möglichkeiten zur Leistungssteigerung, das sind aber nur Optionen, auch ohne ist es ein solides Leistungsgerät. Bis man wirklich alles, was damit möglich ist am Himmel gesehen hat, kann man schon Uropa werden...
Das Gerät hat im Vergleich zu vielen kleineren Geräten im Budgetrahmen einige Vorteile, die ich mal kurz aufführen möchte:
- viel Geld geht in die Optik, kaum etwas in die solide brauchbare Montierung (Rockerbox, sozusagen "Möbelstück")
- 200 mm Öffnung bieten ordentliche Auflösung und Vergrößerungspotential. (Bei anderen geringer öffnenden Geräten im Budget wird schnell das Ende der Fahnenstange erreicht.) Öffnungs-Preis-Leistung ungeschlagen.
- mit f/6 ist das Gerät a) okularunkritisch (auch niederpreisigere Okulare arbeiten gut), b) universell einsetzbar (von richtiger Geringvergrößerung bei großen Feldern bis zur Hoch- und Höchstvergrößerung geht alles; andere bes. kompakte Geräte können oft nicht so gut weite Felder; vollständig nutzbarer AP-Bereich im Vergleich zu vielen anderen Geräten im Budget von 7mm-0,8mm ca.) c) justierbar, relativ justierstabil und justierunkritisch (gegenüber "schnelleren" Geräten: f/5...f/4)
- durch den Zwei-Zoll-Okular-Auszug können weitwinklige Zwei-Zoll-Okulare verwendet werden, die sehr freudvolle Spaziergänge am Firmament ermöglichen.
All diese bekannten und gern genutzten Vorteile haben das Gerät zu DEM Allrounder für geringe Budgets in der Freizeitastronomieszene gemacht. Entsprechend groß ist auch die Konkurrenz, das Marktangebot, die Häufigkeit auf dem Gebrauchtmarkt, die sehr gute Preis-Leistung und überhaupt der relativ geringe Kostenrahmen.
Gegenüber Deinen Erstvorschlägen liegt der Dobson in einer ganz anderen Leistungsliga. Das schöne: im Preise kaum!
Anmerkung zum Transport: Dobson: Rockerbox und Rohr, passt auch in jeden Kleinwagen. Parallaktischer Newton: Tubus, Montierungskopf, Gegengewichtsstange mit Gegengewicht, Stativ, (evtl. biegsame Wellen, Steuerung, Batteriepack). Im Vergleich tut sich nicht viel. Wenn man die jeweils fürs schwerste Teil rund 10 kg körpernah trägt, gibt es eigentlich keine Probleme.
Anmerkung zu Okularen: ganz unabhängig davon, welches Gerät es auch immer wird (am besten mit Sternfreunden vor Ort vergleichen!!) - Du wirst Okulare brauchen. Meist ist die Minimal-Anfangsausstattung: Ein Übersichtsokular (lange Okularbrennweite, geringe Vergrößerung, großes Feld am Himmel, große AP=Lichtmenge, wenn 2-Zoll geht, dann sehr gern), ein mittleres und eins für hohe Vergrößerung (geringe Okularbrennweite). Die letzteren können unter Umständen auch erstmal durch eins der marktgängigen sehr niederpreisigen und bewährten Zooms ersetzt werden, ein gutes, meist weitwinkliges Hoch-Höchstvergrößerungsokular ist dann zu überlegen. Wenn Du Dein Gerät gefunden hast (wie gesagt, am besten mit Sternfreunden unterm Himmel), auf jeden Fall schlauerweise noch hier klar eine Okularberatungs-Diskussion anregen, da gibt es viel zu beachten und Du kannst auch hier durch kluge Wahl für Dein Budget das Maximum rausholen. Häufig sind die Beiliege-Okulare eher überflüssig, wenn man schon genau (oder wenigstens brennweitenmäßig) weiß, welche man haben wird oder mitbestellt, so kann das Beiliege-Okular eventuell gewandelt werden. Wäre ja schade Geld dafür auszugeben, wenn man es nicht oder nur sehr sporadisch nutzt.
Anmerkung zum Kauf: Pakete bringen oft Vergünstigungen, Messen, Aktionen und Teleskoptreffs sind auch typische Gelegenheiten nochmals einen Zusatznachlaß zu erzielen, direkt vor Ort (Messe, T-Treff) fallen auch keine Porto-Kosten an.
Anmerkung zu "Bastelwillen zur Leistungssteigerung" am Dobson (z. B. 8"-f/6), vieles auch für Newtons allgemein:
die zum typischen "Tuning" geforderten Arbeiten sind abschrauben und anschrauben, kleben und schneiden. Mit 2-3 Schraubendrehern und einer starken Schere ist die nötige Werkzeugausstattung schon komplett. Am Dobson umfaßt das typische Tuning einige Dinge, die ich kurz mal beschreiben will:
- Okularauszug: (nur bei Bedarf): gegen mögliches "Schlackern" Tesastreifen längs aufkleben. Dauer: Minuten, Kosten: Cents
- Tiefschwärzung: (anzuraten): durch Lösen der haltenden Schrauben wird die Hauptspiegeleinheit, der Okularauszug und die Fangspiegelspinne ausgebaut. Schwarzvelours-Selbstklebefolie aus dem Baumarkt für komplett vielleicht 18 Euro wird nach Absaugen und Fusselabrollen derselben in den Tubus und das Innere des Okularauszugs eingeklebt. Alle Abbauten wieder in umgekehrter Reihenfolge einbauen. Dauer: vielleicht 2-3 Stunden.
- Lüfter: (anzuraten): die einfachste Möglichkeit meines Erachtens ist ein Computerzubehör-Lüfter, der auf schwarze Hartschaumplatte angebracht wird. Die billige Hartschaumplatte ist schwarz, wetterfest, leicht und mit einer starken Schere zu schneiden. So wird für den Lüfter ein Loch und am Umfang der Hauptspiegelzelle unten ein entsprechender Ausschnitt ausgeschnitten, daß eine Lüfterverplattung entsteht, und der Venti die Luft aus dem Tubus am Hauptspiegel vorbei nach unten außen weg zieht. Abdichtung kann durch Moosgummi erfolgen, Fixierung über Gurte, Klett, Gummiband oder Magneten. So kühlt das Instrument schneller aus, läuft der fallenden Nachtkühle nicht weit hinterher - bildverschlechterndes Tubus-Seeing bleibt aus - und schließlich wird noch überhaupt für Hochvergrößerung die Luftströmung koordiniert, was der Abbildung zuträglich ist. Mit Akkus vom Discounter, einem Batteriehalter von einem beliebigen Elektro-Discounter und der benötigten 20x40cm²-Hartschaumplatte aus dem Baumarkt kann eigentlich nichts schief gehen. Das ganze ist einfach spurenlos abnehmbar und für rund 20 Euro komplett zu realisieren. Bei gewissenhafter Ausführung wird der Anfänger wohl einen Nachmittag brauchen.
- Tubusverlängerung himmelwärts: (empfehlenswert) bringt bessere Abschirmung von Streulicht und der Atemwärme des Beobachters, schützt noch zusätzlich den Fangspiegel vor Tau und Reif, spurenlos abnehmbar. Ich empfehle einen dreischichtigen Aufbau: innen Selbstklebe-Schwarzvelours, mittig: 1,25-mm-PE-Folie (Meterware Baumarkt, Eurofuffzich) und außen Heizkörpertapete (ca. 8 Euro für das ganze Rohr). Die Tubusverlängerung sollte leicht trichterförmig öffnen zum Himmel hin (für die üblichen Tuben des Marktes). Vielleicht eine halbe Stunde Aufwand.
- Tubusisolierung: "Heizkörpertapete"=biegsames Styropor, mit Aluminiumfolie beklebt mit der Alufolie nach außen auf der Rolle für wenig Euro im Baumarkt: In mehreren Stücken um den Tubus gelegt, eventuell Zuschnitt für Höhenräder mit der Schere. Befestigung durch Gurte, Riemen oder Gummispannringe. Spurenlos abnehmbar. Beruhigt die Luft noch weiter im Rohr, schirmt vor Beobachterwärme ab, denn jede Wärmeschwade stört die Wellenfront der Objekte massiv. Bildverbesserung. Schnell und unkompliziert.
-Rockerbox: meiner Erfahrung nach hilft für etwaige Probleme der AZ-Drehbewegung (rechts/links) das saubere Einstellen der Zentralmutter und gegebenenfalls Anbringen einer Kontermutter (Cents, Sekunden). Im Höhenlager half mir das einseitige Aushängen der Spannfeder und Anbringen von Aquarienmagneten (3 Stck aus dem Discounter, sind schön velourst) als "Gegengewicht" in Hauptspiegelnähe. Tipp: von unten her anbringen, dann bleibt das Gleichgewicht auch bei unterschiedlicher Höhenausrichtung erhalten.
Mit diesen Maßnahmen ist die Leistung jedwelchen Newton-Geräts, gleich ob Dobson oder parallaktisch nochmals deutlich höher, wenn er nicht bereits so sein sollte (im High-End-Bereich durchaus möglich). Gerade für budgetlimitierte Einsteiger kann so nochmals kostenschonend ein Leistungsschub erzielt werden. All diese Bastelarbeiten kommen mit Schrauben, Kleben und Schneiden aus, so daß weder ein Maschinenpark noch sonstwelche Fachfertigkeiten nötig sind. Die Materialien sind niederpreisig und gut verfügbar. Die einzelnen Maßnahmen sind auf vielen Homepages von Mitgliedern dokumentiert und genau beschrieben. Auch ist es gang und gäbe, sich dabei unter Sternfreunden zu helfen. Schließlich: bis auf die Tubusinnenschwärzung durch das Klebevelours sind alle Maßnahmen spurenlos abnehmbar. Falls also - entgegen den Erwartungen - doch einmal ein Weiterverkauf anstehen sollte oder beim Basteln etwas nicht perfekt gelingt, macht das dem Gerät selbst nichts. Der für Anfänger als problematischst anzusehende Knackpunkt ist vielleicht die Grundjustage nach dem Velours-Tuning, hier sollte man sich vielleicht einen bewanderten Sternfreund zu einladen, oder die Justage bei einer gemeinsamen Beobachtung unterm Firmament mit diesem zusammen machen. Die Kenntnis um die Justage brauchst Du sowieso, so daß auch dies relativiert zu sehen ist.
Anmerkung zu sonstigem Zubehör für den Sternfreund: eine verstellbare Sitzgelegenheit (Bügelstuhl z. B

, eine Rotlichtlampe (Fahrrad-LED-Licht, vielleicht etwas mit Klebeband abkleben) und einen (Taschen)-Himmelsatlas (z. B. Karkoschka) halte ich für die unverzichtbaren nichtoptischen Ausrüstungsgegenstände des Sternguckers. Hier findet sich aber fast immer schon das ein oder andere daheim.
Sicherlich helfen Dir unsere beratrischen Hinweise und Hintergründe. Das Beste aber ist es, Kontakt zu Sternfreunden in der Nähe aufzubauen und mit diesen gemeinsam unterm Sternenzelt zu quatschen und mit deren Geräten mal zu beobachten. Dies ist sehr hilfreich, wertvoll und nicht zu ersetzen. Eine Kontaktaufnahme könnte durch unser Treffpunktforum gelingen, über unsere Mailfreundschaften (Astronomie.de-Portalseite links in der Linkleiste, nicht auf der Foren-Start-Seite) oder über unser Vereinsverzeichnis zur Freizeitastronomie hier (GAD, ebenda).
Die Geräte die Du vorgeschlagen hast, sind allesamt recht knapp zur Planetenbeobachtung (in vielen Monaten, wenns dann richtig lohnt) von ihrer Vergrößerungsfähigkeit her. Mit f/5ern werden Okulare eher kostspielig gegenüber f/6ern. Wenn man freudvoll Planeten beobachten möchte, ist eine stabile Montierung sehr schlau, da sehen mir die Geräte eher untermontiert aus. All diese Probleme hat übrigens der oben vorgeschlagene Dobson nicht: 200 mm Öffnung und damit Auflösung und Vergrößerungsfähigkeit (damit man auch was sieht an Detail), f/6 für preisgünstige Okulare und Okularbrennweiten, gut einstellbare Montierung (anderes Prinzip). Nachführung ist schon eine schöne Sache für einen Planetenfan - hier kann eine EQ-Plattform helfen, sei es im Selbstbau oder als Anschaffung.
Du fragst: wie wirkt sich die Brennweite aus? Die Vergrößerung ergibt sich: Teleskopbrennweite geteilt durch Okularbrennweite. Die kleinen Winkel am Himmel werden um den Vergrößerungsfaktor vergrößert. Also kannst Du über andere Okularbrennweiten die Vergrößerung zweier Geräte angleichen.
Sehr kleine Geräte bieten allerdings nicht die Auflösung für hohe Vergrößerungen (für Planeten nötig), das Bild wird dann dunkel, flau und enthält auch gegenüber geringeren Vergrößerungen keine neuen Details mehr. Die max. Vergrößerung eines Teleskops hängt mit seiner Öffnung zusammen, etwa 1,5x der Öffnung in mm ist so ein Anhaltswert für helle Flächenobjekte wie Planeten. Ein 150er öffnendes Gerät fährt also mit 200x nah am Limit, ein 200er hat noch ordentlich Reserven (helles Bild, Details, Farbwahrnehmung klappt noch am Planeten, Auflösung stimmt). Für 300x bräuchte ein 200mm öffnendes Teleskop ein 4 mm Okular (1200mm/300=4mm).
Für Übersichtsbeobachtungen interessiert die Minimalvergrößerung (großes Feld). Auch diese Angabe ist bei Allroundern sehr wichtig.
Die min. Vergrößerung ergibt sich über die Austrittspupillengröße. Das Lichtbündel, welches das Okular zum Auge hin verläßt muß ja durch Deine Pupille im Auge. Da sich die nur max. 7mm weitet, bei dunkelstem Himmel und langer Anpassung des Auges an die Dunkelheit, setzten wir hier 7mm ein: AP x Öffnungszahl = Okularbrennweite für min. Vergrößerung; 7 mm x 6 (bei f/6) = 42 mm Okular. Vergrößerung ist dann z. B. 1200/42 ca.= 29x.
Der Markt ist von 5-6 mm bis nach oben hinaus gut besetzt. Einzig für f/4-Teleskope sind die kurzen Brennweiten (Hoch und Höchstvergrößerung Richtung Planet) eher dünner auf dem Markt vertreten.
Ich wünsche Dir Kontakte zu Kollegen in der Nähe, eine besonnene Teleskopwahl und klare Himmel mit Top-Bedingungen.
- Manfred:
lange Brennweiten für Planeten: häufig, aber nicht immer. Ich sage jetzt mal lange Brennweite ist 900 mm und mehr. Auch mit 750ern kann man bei perfektem Gerätebeherrschen unter Top-Bedingungen mit gutem Okular durchaus freudvolle Planetenbeobachtungen anstellen. In der Regel haben Planetenfans eher längere Brennweiten, da hast Du schon Recht.
Auch f/8er Newtons sind hervorragende, benutzte Planetenteleskope. APOs werden auch sehr freudvoll am Planeten benutzt.
Planetenfans werden versuchen, jedes unnötige Glas möglichst zu vermeiden (Barlow) oder setzen auf ein perfekt abgestimmtes Hi-Endiges Setup (edle 3x-Barlow vor genialem RK mit perfektem Ergebnis in Sachen Abbildungsqualität und Einblickskomfort).
- Rayko:
max. Vergrößerung an allen Teleskopen für Flächenobjekte (z. B. Planeten) 1,5x (aufgeblasen übervergrößerte Detail-Beugungsscheibchen verlieren Helligkeit und damit Farbinformation, Detailgrad schrumpft für das normale Auge)
max. Vergrößerung an allen Teleskopen für punktförmige Objekte 2x (Doppelsterntrennung etc.). Allerdings können schwächste Sterne auch u. U. schon wegen ihres Flächencharakters unter die Wahrnehmungsschwelle fallen, daher hier auch geringer
- Pat: (und auch für Stefan sicherlich interessant)
Deine Ausführungen sind irreführend und leider recht undifferenziert. Um jetzt keine Romane zu schreiben nur ganz knapp: für großflächige schwache Nebel zählt vor allem die AP und dunkler Himmel, dann können schon "Mini"-Teleskope Spaß machen. Für kleine planetarische Nebel wird man eine ganz andere Vergrößerung und damit AP benutzten.
An Planeten finde ich Deinen vorgeschlagenen V-Bereich arg knapp. Ab 150x machts richtig Spaß meines Erachtens. Die Luftunruhe läßt meist zwar nur 180-220x zu, da gibts aber viele viele zu unterscheidende Komponenten. Planetenbeobachtung braucht viel Geduld. Erstmal für hochstehende Planeten. Dann für geduldiges Warten auf gute Luftruhe. Dann beim Beobachten nochmals Geduld für die besseren Phasen. Und dann letztlich nochmal Geduld für die Momente stehender Luft. Dann kommts auf viel Öffnung und hohe Vergrößerung an und dann wird der Seheindruck zum absoluten Erlebnis, an das man sich laaaange erinnert.
Von den genannten Scopes haben auf jeden Fall KEINEN katadioptertypischen Korrektor (Bird-Jones-Korr. vorm OAZ): 130/900, 130/650, 150/750. Ob der Bresser diesen hat, weiß ich nicht. Typische marktgängige katadioptrische Geräte sind 114/1000 und 150/1400. Diese Geräte sind aus mehreren Gründen für Anfänger nicht empfehlenswert, u. a. wegen der schwierigen Justage (aber auch möglich und es gibt Anleitungen im Netz), der häufig schwachen Montierung. Im korrigierten Bereich macht das Korrekturelement keine neue und schlimme Unschärfe, denn der Korrektor ist auf den kugelschalenförmigen (shärischen) Hauptspiegel gerechnet. Das ist keine einfache Barlow hinter einer Sphäre.
Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht allen
Matthias.