Suche verzweifelt Teleskop, Ratschläge?

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Hallo Erem,

du bist neu hier im Forum und willst deine Lebenszeit nicht mehr mit der Teleskopsuche verschwenden, gerade dann solltest du einfach mal das lesen, was dir die alten Hasen (speziell Fee gibt sich meist extrem viel Mühe) so raten.

Warum willst du bei deinem Budget unbedingt ne EQ-Montierung? Mit einem Dobson wärest du meiner Meinung nach deutlich besser beraten!

 
Hallo Erem,
Zitat von Astrophysx:
...VG" <- kurz dannach geschrieben, liest DU eigentlich meine Posts?
Ohne Grußformeln sehr ungern. Grußformeln gehören nunmal zum guten Stil und Du willst doch sicher, dass Dir Leute hier (gerne) helfen, oder?
Zitat von Astrophysx:
Mein Name ist Erem das habe ich auch bereits erwähnt. Und abgesehen davon bin ich neu im Forum.
Was möchtest Du damit sagen?
Findest Du es ausreichend, nur im Eingangspost einmal deinen Namen hinzuschreiben und ausserdem entschuldigt deine kurze Zugehörigkeit zum Board Alles?


 
Hallo Erem,
Zitat von Sodiac:
Du(...)willst deine Lebenszeit nicht mehr mit der Teleskopsuche verschwenden(...)
Das mit dem Mitlesen unterschreib ich - und setz noch einen drauf: Geh mal zu einem Teleskoptreffen. Oder schau nach einer Beobachtergruppe in deiner Gegend. Hätte den Nachteil, dass Du nicht sofort ein Teleskopartiges Optikdingens kaufen kannst, aber eben den Vorteil, verschiedene Geräte und deren Möglichkeiten kennenzulernen. Vom Spass und dem Lerneffekt mal ganz abgesehn.

Zitat von Sodiac:
Warum willst du bei deinem Budget unbedingt ne EQ-Montierung? Mit einem Dobson wärest du meiner Meinung nach deutlich besser beraten!
Ist leider so, aber vielleicht nicht jedermanns bzw. Erems Sache. Daher ja auch der Tipp mit dem Teleskopteffen. Da lassen sich verschiedenste Abneigungen zerstreuen - vom Dobson bis hin zum Gebrauchtkauf.
Man sollte sich da auch mal kurz vor Augen führen, dass so ein "Komplettpaket" alles andere als komplett ist. Kleinkram wie Aufsuchkarten, Rotlicht etc. lässt sich recht gut selbst machen bzw. downloaden. Bei den Okularen wird es schon kniffliger. Die Beilagenokulare sind zwar meist nicht mehr einfache Huygens - aber selbst wenn man ein 25mm RK oder ein 20mm Silberplössel bekommt, hat man noch lange keinen Spass an der Sache. Ok, grad die beiden erwähnten sind nicht direkt schlecht für den Preis, aber man hat eben nur diese eine Brennweite. Auch wenn man sich im untersten Segment eindeckt, kommen pro Okular noch gute 50 Euro hinzu. Vielleicht auch noch eine verwendbare 1,5-2x Barlow. Da ist man allein vom "Zubehör" schon schnell in dem Bereich, was eigentlich für das komplette Astrogeraffel ausgegeben werden soll.

Insofern wäre meine Strategie:
1. Mitbeobachten. Hier Fragen stellen, die "real" zu peinlich sind oder einfach zwischendurch aufkommen.
2. Die gewonnene Erfahrung nutzen, um selbst ein geeignetes Teleskop aussuchen zu können.
3. Das möglichst günstig gebraucht zu erwerben. Hier in Biete/Suche hab ich bislang nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn einem klar ist, was man will und was es wert ist, kann man selbst auf Ebay noch etwas finden.

Plan B wäre, schnurstracks den Skyluxs-Nachfolger zu kaufen. Da sind aber 200 Euro weg. Ein Vielfaches vom ursprünglichen Preis und daher kein Geheimtipp, nichtmal ein Tipp. Das wäre dumm.

Plan C - schau bei den Fachhändlern nach der EQ 3-1. Und nimm das kleinste und kürzeste Teleskop, das darauf angeboten wird. Das ist noch keine "richtige" Montierung, aber nicht so grottig wie eq-1 und eg-2.

Plan D - eine grottige eq-1 oder eq-2 mit einem 80/400 Refaktor (Farbwerfer, keine hohen Vergrößerungen möglich, aber kompakt, bezahlbar und nett für Übersichtsbeobachtungen) oder gleich einem 90/1250 Maksutov-Cassegrain ( Mond, Planeten, Kugelsternhaufen; Kern von M31 und M42, aber nix mit großer Ausdehnung und geringer Flächenhelligkeit). Außer den beiden Optiken kann man halt nix auf diese billigen Montierungen packen. Und selbst die verlangen eine gewisse Leidensfähigkeit.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

ich gebe dir in nahezu allen Punkten Recht.

Jedoch bin ich der Ansicht, dass ein 80/400er bzw. ein gebrauchter 100/500er mehr ist als nur ein Mega-Sucher oder für "nette Übersichtsbeobachtungen" (was für mich ein bißchen abwertend rüberkam).

Hunderte von Objekten liegen in seiner Reichweite, und Kometen mit Schweif sind in solchen Optiken ein Leckerbissen. Ich konnte mich bereits selbst von den Deep Sky-Qualitäten eines 100/500er Kurz-FH überzeugen.

Dass sie einen starken Farbfehler haben, sehe ich in sofern nicht als unmittelbaren Nachteil an, da solche Teleskope für schwache Vergrößerungen und große Gesichtsfelder konzipiert sind. Sie heißen ja nicht umsonst Richfielder.

Umgekehrt der angesprochene Mak: Da wird ja auch nicht rumgemeckert oder das Teleskop gar für untauglich erklärt, da er kein Vier-Grad-Gesichtsfeld und keine großen AP's für ausgedehnte Objekte hinbekommt, da dieser ja für (im verhältnis zur Öffnung) hohe Vergrößerungen und somit für andere Beobachtungsziele konzipiert ist (Mond, Planeten, Doppelsterne, Kugelsternhaufen...).

Ein APO bzw. ED der 80/600er-Klasse bringt Beides unter einen Hut, aber zu einem Mehrfachen des Preises als für beide Optiken zusammen. Man muss also i.d.R. Kompromisse machen, wenn das Budget knapp ist.

VG Christian
 
Hi!

Zitat von Nasus:
Plan D - eine grottige eq-1 oder eq-2 mit einem 80/400 Refaktor (Farbwerfer, keine hohen Vergrößerungen möglich, aber kompakt, bezahlbar und nett für Übersichtsbeobachtungen) oder gleich einem 90/1250 Maksutov-Cassegrain ( Mond, Planeten, Kugelsternhaufen; Kern von M31 und M42, aber nix mit großer Ausdehnung und geringer Flächenhelligkeit). Außer den beiden Optiken kann man halt nix auf diese billigen Montierungen packen. Und selbst die verlangen eine gewisse Leidensfähigkeit.
Die EQ1 trägt auch einen TS IN ED 70, aber wie auch bei den beiden anderen Instrumenten ist Windstille eine Grundvoraussetzung. Die EQ2 hat laut Deepsky Brothers mit beiden keine Probleme (Schulnote 1) und trägt auch noch den 102-mm-Mak recht gut.

Wer es braucht, kann sich gleich Mak und Farbwerfer zulegen, dann ist er für beide Bereich ordentlich ausgestattet.

Grüße

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

ich würde die kurzen FH's nicht pauschal abwertend als Farbwerfer bezeichnen.

Bei Mond und Planeten wird's schnell unerträglich bunt, wenn höher vergrößert wird, da gibt es keine Diskussion drüber. Dafür sind sie auch gar nicht konstruiert:

Verwendet man sie jedoch bestimmungsgemäß, nämlich mit schwacher Vergrößerung bei großer bis größtmöglicher AP (sie heißen ja nicht umsonst "Richfielder"), wird man mit dem starken Farbfehler kaum oder nur in einem sehr geringen, erträglichen Maße konfrontiert.

VG Christian
 
Hi Christian,
Zitat von copernicus:
ich würde die kurzen FH's nicht pauschal abwertend als Farbwerfer bezeichnen.
das mit den "Farbwerfern" war ich. ;)
Zusammen mit dem Mak wollte ich kurz die beiden Exterme aufführen, die einerseits von derartigen Montierungen getragen werden, andererseits aber in ihren speziellen Bereichen recht gut sind. Und in anderen eben nicht.
Innerhalb der Prämissen - Neu, parallaktisch montiert, maximal 220Euro und den Beobachtungswünschen wird es halt eng...
Vielleicht wäre ein 114/450 Newton auch noch erwähnenswert. Da ich aber noch nie mit einem beobachtet habe, kann ich nur mutmaßen: Man sollte sicher sein, ein Modell mit Parabolspiegel erwischt zu haben. Man sollte bei dem Öffnungsverhältnis die Justage wirklich beherrschen. Man sollte nicht allzusehr kritisch sein, was Okulare angeht oder Geld dafür übrig haben.

cs
Jürgen
 
Mojen zusammen....Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/images/moods/default/gaehn.gif noch viel zu früh, gäähhhnnn!

Zum 114/450 Newton hab ich schon einiges hier(1.) und hier(2.) und noch einiges mehr in anderen Threads gesagt; find ich momentan nicht auf die schnelle!

Zu 1.: da wäre auch das Thema Fernglas mit drin, wäre auch noch eine Option zum Einstieg!
Und zu 2.: das hab ich dann aus dem guten Teil gebaut, damit sich der Spass-Faktor potenziert.

Und das ist der Newton den ich meine, echt ein gutes Preis/Leistungsverhältniss!

Und noch etwas zum höflichen Benimm hier im Forum.

Lieber Erem, geh mal auf den Reiter "Mein Bereich", dann weiter auf "Mein Profil", dort bis fast ganz runter scrollen. Da ist ein großes freies Feld frei worüber "Signatur" steht. Dort darfst Du einen Dir persönlichen netten Gruß für die Astrogemeinde ausdenken und dann noch Deinen Namen dazu und alle sind glücklich, weil sie nicht dauernd Deinen Namen im Thread suchen müssen!



 
Hallo Erem,

Du scheinst ja schon länger zu suchen und ich bekomme das Gefühl, dass das auch noch weiter so geht. Da informiert man sich immer mehr und kommt doch nicht weiter.

Dein Interesse muss ja irgendwo herkommen, also gehe ich mal davon aus, dass Du schon einmal durch ein Teleskop geblickt hast.

Bei dem knappen Budget liegt für mich die Lösung doch auf der Hand. Suche mal im Internet nach einem gebrauchten Dobson idealerweise in Deiner Nähe. Dann könntest Du den persönlich abholen und begutachten.

Ich habe ja mit einem gebrauchten 114/900mm Teleskop auf Wackelmontierung angefangen. Das geht zwar, aber wo ich jetzt den Dobson habe, weiß ich die Stabilität und auch den praktischen Einsatz zu schätzen.
Einfach aus der Garage raustragen, hinstellen, loslegen. Kein Ausrichten auf den Polarstern, einfach frei in alle Richtungen schwenken und den Himmel erkunden. Ich persönlich bin davon begeistert und halte das als Einstieg für die perfekte Lösung.

Ich habe eben mal im Internet gesucht und gleich mehrere gute Angebote gefunden, z.B eins vom 16.10. 150/1200mm Skywatcher Dobson für 150 EUR. Also noch deutlich unter Deinem Budget und wie gesagt mit der Rockerbox auch sehr stabil. Da muss man sich keine Gedanken machen, ob die Montierung auch den Tubus vernünftig trägt.

Die häufig beigelegten Super25mm und 10mm Okulare halte ich für den Einstieg auch für brauchbar. Also ich habe die als 20mm und 10mm und habe die lange Zeit benutzt und mir dann nach und nach weitere Brennweiten zugelegt. Z.B. Planetary 8mm, TSSW15mm und Vixen NPL25mm.

Außerdem komme ich fast ohne weiteres Zubehör aus.
Justiert habe ich nach dem Prinzip Filmdose.
Am Himmel orientiere ich mich mit der Freeware Stellarium.
Das Programm solltest Du Dir mal ansehen.

So, ich hoffe ich konnte Dir bei Deiner Entscheidungsfindung weiter helfen.
Eins muss ich aber noch loswerden.
Ich wusste damals natürlich vor meiner Anschaffung was mich ungefähr für ein Anblick erwartet. Es ist halt nicht mit den Fotos hier im Forum zu vergleichen.
Wenn Du da noch keine Erfahrungen hast, dann würde ich erst einmal zu einer Sternwarte oder Teleskoptreffen gehen.

Ich selbst war bei einer Sternwarte, das hat mir gereicht.

Gruß,
Holger





 
Hallo nochmal,

muss es eine parallaktische Montierung sein?

Ich schicke mal die azimutale AZ-3 ins Rennen: http://www.teleskop-express.de/shop...ale-Montierung-mit-Feinverstellung---5kg.html

Sie ist preiswert, mit einem kleinen Gerät der Größenklasse 90er Mak oder 80/400er FH überdimensioniert, was zum Beobachtungsspaß beiträgt, wenn es nicht dauernd wackelt. Mit einem kurzen 80er FH oder gebrauchtem 90er Mak hat man im direkten Wortsinn eine sehr solide Kombination und Reserve für ggf. später hinzu kommende größere Geräte..

VG Christian
 
Hallo nochmal,

Danke für alle Antworten ich lese mir jedes gerne durch, meine Emtscheidung tendiert zum 130/650 Heritage, ich wollte nebenbei noch erwähnen falls es wirklich lohnenswert ist gehen auch 250€. Den Gebrauchtangeboten gehe ich vtl. auch nach. Ihr könnt mir natürlich auch zu Dobson's raten es muss kein AZ oder EQ sein.

MfG Erem.
 
Zitat von Nasus:
Hi Christian,
Zitat von copernicus:
ich würde die kurzen FH's nicht pauschal abwertend als Farbwerfer bezeichnen.
das mit den "Farbwerfern" war ich. ;)
Ich aber auch, dabei besitze ich zwei (80/400 und 102/500) davon! Letzterer ist aber noch zu selten im Einsatz gewesen. Beide Teleskope sind Spezialisten für weite Gesichtsfelder und große Austrittspupillen, gut für diffuse Gasnebel, M31, große offene Sternhaufen, Assoziationen, ein paar andere Objekte und lockeres Spazierensehen. Der 80/400 wurde auch schon als Spektiv eingesetzt.

Zusammen mit dem Mak wollte ich kurz die beiden Exterme aufführen, die einerseits von derartigen Montierungen getragen werden, andererseits aber in ihren speziellen Bereichen recht gut sind. Und in anderen eben nicht.
Innerhalb der Prämissen - Neu, parallaktisch montiert, maximal 220Euro und den Beobachtungswünschen wird es halt eng...
Sehe ich auch so. Bei mir teilen sich 80/400 und 90/1250 die Aufgabe, ein Reiseteleskop zu sein. Läßt die Qualität des Refraktors nach, beginnt der Bereich des MCs. Reicht andererseits dessen Gesichtsfeld nicht aus, muß sich der Achromat darum kümmern.

Grüße

fquadrat
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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