SuW Artikel: 24 Zoll Minimalist Dobson Teleskop

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Stathis

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In der nächsten Sterne und Weltraum erscheint mein Artikel vom Spiegelschleifen und Bau meines 61 cm Dobsons. Der Artikel ist betreits vorab unter Artikel veröffentlicht.

Dort ist auch ein Praxis Forum eingerichtet zur Diskussion um das Thema.

Kommentare erwünscht.
 
Hallo Stathis,

ein toller Artikel. Ich habe ihn mir gleich zweimal durchgelesen. Da kommt man echt ins träumen und möchte am liebsten sofort selbst anfangen. Schade, das dein Spiegelschleifkurs nur in München angeboten wird. Sonst hättest du jetzt schon den nächsten "Glaskratzer" in deinem Kreis. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Auf jeden Fall werde ich mir diesmal die Sterne und Weltraum kaufen.
 
Hi Stathis,

es wurde auch Zeit, daß dein super Teleskop nicht nur den Kennern deiner Homepage vorgestellt wird. Dein Kyklopas ist für mich das Maß aller Dinge in der ATM-Szene, meine ehrliche Meinung!

Lege Dir schon mal einen Anrufbeantworter zu, nach dem Durck des Artikels wird dein Telefon nicht mehr stillstehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Beste Grüße

Achim

 
Hallo Stathis,

die Sterne und Weltraum leidet unter einem Mangel von solchen Artikeln! Verglichen mit der Sky And Telescopes ist alles zum Thema Amateur Equipment ja weitgehend flau.

Da tut es gut, solche Artikel zu finden!

Danke
 
Hallo Stathis,
Glückwunsch zu dem Artikel und zu dem Teleskop! Nicht nur, daß das vorgestellte Teleskop in seiner Art außergewöhnlich ist, auch der Artikel ist sehr informativ und regt zu sofortigem Nachmachen an!
(Was kostet denn ein 24" * 4cm Rohling aus Pyrex) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Vor allem gefällt mir da auch die Erklärung des Konzeptes beginnend mit der Vermessung der Wohnungstüren und das Einplanen der Tragegriffe.
Ich habe mal eine Art Sänftentrage bei meinem Telekops ausprobiert, es hat leider nicht geklappt, da man in meinem Keller damit nicht um die Ecke kommt! Ich muß es nach wie vor in Einzelteilen aus dem Keller tragen.
Grüße Martin

 
Re: Materialkosten

Danke für die Blumen.

Aufgrund wiederholter Nachfragen, hier noch ein paar Eckdaten zu den Kosten. Ich hatte etwas über 5.500 Euro reine Materialkosten:

Rohling: 2.200,- Eur (incl. allen Nebenkosten)
Schleifmaterial: 200,-
Verspiegelung: 800,-
Fangspiegel: 650,-
Okularauzzug: 150,-
Karbonstangen: 500,-
Die Edelstahlschrauben gehen auch ganz schön in's Geld. Das Holz fällt trotz verschwenderischer Sandwichbauweise hingegen vergleisweise wenig in's Gewicht. Eigentlich kommt noch etwas mehr hinzu, da man ja den ein oder anderen Gewindebohrer kauft usw. Zu dem Anlass hatte ich mir eine Oberfräse zugelegt. Ebenfalls nicht mitgerechnet ist all der Schweiss, die Nudeln und Brote, die beim Polieren verbrannt wurden. Ich habe sie einfach unter "Marathontraining" verbucht.

Es geht aber auch günstiger, wie z.B. Rüdiger Heins gebaut hat.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stathis,
dieser tolle Artikel ist mindestens
5 Sterne wert.
Wenns zwölf geben würde, hättest Du auch von mir 12
bekommen, wie der beste Metaxa!!
Gruß, Gerd Huissel von den Backnanger Sternguckern
(auch Dobsonbauer/aber leider kein Spiegelschleifer!)
 
Hallo Stathis,

schönes Teleskop, ich konnte es auf dem ITV schon bewundern. Letztlich war es genau dieses Teleskop, das mich dazu bewogen hat, um die Optik meines 10" Starfinder EQ ein ultra-light Dobson zu bauen. Baubeginn ist Anfang nächsten Jahres und hoffentlich bin ich bis zum ITV '03 fertig.

Schöne Grüße
Christian Liesenfeld
 
Wie gut bleibt denn die Optik beim Verlagern/Kippen des Teleskopes ?

Damit sprichst du ein delikates Thema an, das auf der amerikanischen ATM Liste sehr leidenschaftlich diskutiert wurde. Ich habe es im Artikel extra weggelassen, da man darüber ganze Bücher schreiben könnte. Eine sehr schöne Seite zur Lagerung der Großen Dünnen ist auch vom Franzosen Frederick Gea astatic supports und lateral supports

Bei mir sind die Deformationen vorhanden, aber kaum der Rede wert. Beim Schwenk des optimal kollimierten Gerätes vom Zenit in 45° Stellung sehe ich manchmal bei hoher Vergrößerung (525x) leichten Astigmatismus, der manchmal auch beim Zurückschwenken in den Zenit erhalten bleibt. Ein sanfter Tritt von hinten gegen den Spiegel macht die Sache wieder Rund. Manchmal muss ich auch im Laufe der Nacht etwas Nachjustieren. Am Foucault test Stand konnte ich am senkrecht gestellten sphärischen Spiegel den Potato Chip Effekt direkt sehen (da macht das Testen richtig Spass <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />), am Stern war dies aber bisher kaum sichtbar, da am Horizont das Seeing zu schlecht ist.

Als Grund für diese Phänomene habe ich meine Schlinge in Verdacht - ja ich bin mir nach den Diskussionen auf der Ami- Liste ziemlich sicher, dass es daran liegt. Es ist ein Nylongurt aus dem Bergsteigerladen, der zwar Tonnen aushält aber offensichtlich durch das Eigengewicht des Spiegels sich etwas dehnt. Dadurch wandert der Spiegel in seiner Halterung. Durch die Reibung an den Lagerpunkten entstehen sog. Hystereseerscheinungen, die den Spiegel leicht verspannen. Das erklärt, warum der Effekt nur machnchmal auftritt. Bei dem Tritt gegen das Glas entspannt sich die Sache offensichtlich wieder.

Mögliche Auswege:
- Auto Sicherheitsgurt: Bei meinem 40 mm dicken 17,5" funktioniert er prima. Er dehnt sich aber wahrscheinlich ganau so stark, sodass er bei dem 24" keine echte Alternative ist.
- Schlinge aus Stahl- oder Aluband: Dehnt sich praktisch nicht, ist aber zu steif in Achsrichtung und erzeut noch schlimmere Deformationen.
- Wippen oder sonstige Stopper statt Schlinge. Könnte klappen, wenn die Reibung durch z.B. Teflon klein genug gehalten wird. So macht es Starmaster Telscopes, deren Spiegel sind aber etwas dicker.
- Doppel Stahldraht Schlinge a la Jan van Gastel : Ist justierstabil, Jan hatte aber immer noch manchmal Astigmatismus, da der Draht am Spiegel reibt und ihn offensichtlich immer noch leicht deformiert.
- Klavierseiten Stopper à la Frederick Gea. Diese können sich axial frei bewegen, während sie radial den Spiegel sicher halten. Für mich die aussichtsreichste Methode. Frederick lagert seinen 40 mm dicken 32" damit und ist begeistert.

Was ich mache, wenn ich mal Zeit und Lust finde, weiss ich noch nicht. Der Leidensdruck ist auch nicht so hoch, da der Effekt wirklich klein ist. Ein dickerer Rohling ist, abgesehen von den üblichen Nachteilen (deutlich langsamere Auskühlung, mehr Geschleppe)auch hier keine Alternative, da er zwar stabiler ist, aber durch das höhere Gewicht die Schlinge noch mehr dehnt.

Um hier keine Verwirrung bei angehenden Spiegelzelenbauern zu stiften: Wer einen 16" mit 40 mm Dicke, oder einen 20" mit 50 mm Dicke lagern will, kommt mit einer ganz normalem David Kriege Zelle mit Sicherheitsgurt völlig aus und braucht sich um "Hysteresen" und "Potato Chipping" keinen heissen Kopf zu machen. Bei den richtig großen Scherben ab 25" muss man allerdings mit einem gewissen Eigenleben rechnen und sie entsprechend lagern.

Letztendlich ist meine Philosophie hierzu: Wenn man einen Spiegel gegebender Größe und Dicke gut genug parabolisiert kriegt, kriegt man ihn hinterher auch gut genug gelagert. Ersteres steht mir ja bei unserem 32-Zöller noch bevor.
 
Re: SuW Artikel: 24 Zoll Minimalist Dobson Telesko

Hi Statis,

auch von mir Glückwunsch zu dem tollen Artikel.
Ein Hinweis noch: der Astigmatismus durch das Eigengewicht ist bei dickeren Spiegeln am Horizont genau gleich groß wie bei dünnen. Der Spiegel ist zwar steifer, wiegt aber auch mehr. Kann man prima an einem FEM Programm sehen.
Am besten ist ein Stahlband, was mit einer dünnen Teflonfolie beklebt ist. Dann ist auch der Hystereseeffekt weg, den du schon beobachtet hast.

Ciao

Philipp


 
Ciao all,

meine Denke geht vor allem in die Richtung, ob man solche dünnen Spiegel auch parallaktisch montieren kann. Oder ist die Deformation einfach viel zu schlimm, und was sind die Grenzen hier (bei gegebenen optischen Specs) ? Wenn man ein Teleskop auch für den photographischen/CCD-Einsatz haben will, was ist dann die 'Grenze' (klar die 'Grenze' ist iimmer in Bezug zu sehen auf die wave-Abweichungs-Specs, die man haben will zum Beobachtungs-Zeitpunkt).

Wenn es wirklich so ist dass der Astigmatismus gleich ist, dann besteht von dieser Seite her ja KEIN Grund einen dicken Spiegel zu verwenden...

Hat denn jemand schonmal reelle Erfahrungen mit dünnen Spiegeln in parallaktischer Montierung (und entsprechend anderen Spiegelzellen)
gemacht ? Und: Werden dünne Spiegel dann vielleicht bald Standard in Amateurteleskopen... (weil man immer mehr Öffnung haben will - wie es ja schon geschehen sein soll, z.B. hier im Fall 'Stathis' :-)

Schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wenn man ein Teleskop auch für den photographischen/CCD-Einsatz haben will, was ist dann die 'Grenze' (klar die 'Grenze' ist iimmer in Bezug zu sehen auf die wave-Abweichungs-Specs, die man haben will zum Beobachtungs-Zeitpunkt).

Das kommt doch einfach auf die Grösse des Filmkorns bzw. der CCD-Pixel an. Astigmatismus, bzw. Koma in der Grössenordnung von 2x2 Pixeln kann man ja nicht wahrnehmen. Selbst bei 3x3 wird es erst ganz allmählich sichtbar. Und wenn man dann noch grosse Pixel hat (oder grosses Korn bei schnellem Film) dann kann man ein erstaunlich grosses Ausmaß an Astigmatismus bzw. Koma tolerieren!

Zusätzlich kühlt dann der dünne Spiegel noch schneller aus. Ich denke mit einer schön gemachten Zelle (min. 18-Punkt-Lagerung) sollte man da keine grossen Probleme haben.
 
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