joetaiga
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
wollte gerade eben das neue VeraLux Curves Skript runterladen und ausprobieren. Der Autor haut ein Skript nach dem anderen raus. Curves ist wieder eins, das Siril grundlegend aufwertet, da es maskiertes Stretching ermöglicht. Das ist etwas, was in Siril gefehlt hat, um es wirklich zu einen Standalone Tool zu machen, wo man sein Bild tatsächlich zu Ende bearbeiten kann ohne aus Siril raus zu müssen.
Mir ist dabei ein neues Skript aufgefallen: SyQon Starless, ein KI basiertes Tool zur Sternentfernung. Mit Starnet stehe ich immer ein wenig auf Kriegsfuß. Einerseits ermöglicht es das Ergebnis eine Ebene weiter zu treiben, andererseits macht es immer wieder Artefakte, kann mit Hintergrundgalaxien überhaupt nicht umgehen und helle Sterne sind ein Grauß, wenn man es so wie es eigentlich angedacht ist beim fertig gestreckten Bild verwendet. Es gibt zwar die Option "Lineares Bild vordehnen" in Siril, das meistens gut funktioniert. Aber nur meistens. Gerne wird der Hintergrund sehr unruhig und fleckig und lässt sich nur viel Aufwand korrigieren.
Ich habe es mal runtergeladen und einen kleinen Vergleich gemacht mit Starnet++ und der Option "Lineares Bild vordehnen". Ausgangsmaterial war ein lineares, geebnetes und farbkalibriertes Bild. Darstellung ist einfach ein Screenshot im Autostretch Modus in Siril.
Starnet++ mit Option "Lineares Bild vordehnen"
SyQon Starless
Original
Sternmaske des SyQon Starless Bildes
Das Original und die Sternmaske sehen bisschen verschwommen aus. Das konnte ich im Gegensatz zu den anderen beiden leider nur mit reduzierter Auflösung posten. Keine Ahnung wieso.
Den Unterschied zwischen Starnet und SyQon sieht man sofort. Das SyQon Ergebnis ist deutlich sauber, glatter mit weniger Artefakten um helle Sterne. Dazu ist das Skript DEUTLICH performanter. Ich habe zwar Cuda Integration installiert, aber Starnet braucht insgesamt trotzdem 2min, während das Skript in 15sek fertig war.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass da etwas Struktur verloren gegangen ist. Meiner Meinung kommt es aber ganz gut hin. Die "verloren gegangene" Struktur sind eher das was ich anfangs angesprochen habe. Der löchrige und unruhige Hintergrund, den mir Starnet gerne macht.
Viel findet man im Web nicht dazu außer ein Spendenaufruf, wo der Autor meint, dass das Training tausende € verschlungen hat bzw. noch verschlingen wird. Vermutlich ist das nicht der Stromverbrauch sondern die Hardware. Das würde ich dann etwas komisch finden, da ich davon ausgehen würde, dass die eh schon vorhanden war für die Entwicklung der restlichen Software auf der Homepage von SyQon. Denn es gibt eine Website von SyQon, wo das Starless Tool als kommerzielles Tool für 27€ angeboten wird. Dort finden sich auch noch andere kommerzielle Astroprodukte, von denen ich ansonsten aber noch nie gehört habe. Unabhängig davon ist eine freiwillige Spende natürlich trotzdem angemessen für die Arbeit, die in das Tool geflossen ist. Ich finde nur die Argumentation etwas seltsam. Oder sind das doch alles Stromkosten? Hier ist der Link:
syqon.it
Auf Astrobin gibt es einen Beitrag mit einem Vergleich zu SXT, wo auch auf verloren gegangene Strukturen eingegangen wird. Aber dort steht nicht dabei, was der genau gemacht hat. Es steht leider auch nirgends, wie man das genau anwenden soll. Also auf linearen Bildern oder vorgestreckten Bilder usw. Hier kann sich jeder sein eigenes Bild dazu machen:
ssr.app.astrobin.com
Außerdem gibt es auch noch einen neuen Beitrag dazu auf Astrotreff:
www.astrotreff.de
In meinem Beispiel funktioniert das Skript meiner Meinung deutlich besser als Starnet++. Der Vorteil mit mehr Struktur ist meiner Meinung einfach auf Artefakte zurück zu führen. Starnet erhält allerdings subjektiv die Farben besser. Die Sternmaske ist etwas rotstichig, das sternlose Bild etwas grün/blaustichig, während das mit Starnet mehr oder weniger farbneutral bleibt.
Es ist auf jeden Fall einen neue Alternative in Siril, die die Software nochmals deutlich aufwertet.
Grüße
Joachim
wollte gerade eben das neue VeraLux Curves Skript runterladen und ausprobieren. Der Autor haut ein Skript nach dem anderen raus. Curves ist wieder eins, das Siril grundlegend aufwertet, da es maskiertes Stretching ermöglicht. Das ist etwas, was in Siril gefehlt hat, um es wirklich zu einen Standalone Tool zu machen, wo man sein Bild tatsächlich zu Ende bearbeiten kann ohne aus Siril raus zu müssen.
Mir ist dabei ein neues Skript aufgefallen: SyQon Starless, ein KI basiertes Tool zur Sternentfernung. Mit Starnet stehe ich immer ein wenig auf Kriegsfuß. Einerseits ermöglicht es das Ergebnis eine Ebene weiter zu treiben, andererseits macht es immer wieder Artefakte, kann mit Hintergrundgalaxien überhaupt nicht umgehen und helle Sterne sind ein Grauß, wenn man es so wie es eigentlich angedacht ist beim fertig gestreckten Bild verwendet. Es gibt zwar die Option "Lineares Bild vordehnen" in Siril, das meistens gut funktioniert. Aber nur meistens. Gerne wird der Hintergrund sehr unruhig und fleckig und lässt sich nur viel Aufwand korrigieren.
Ich habe es mal runtergeladen und einen kleinen Vergleich gemacht mit Starnet++ und der Option "Lineares Bild vordehnen". Ausgangsmaterial war ein lineares, geebnetes und farbkalibriertes Bild. Darstellung ist einfach ein Screenshot im Autostretch Modus in Siril.
Starnet++ mit Option "Lineares Bild vordehnen"
SyQon Starless
Original
Sternmaske des SyQon Starless Bildes
Das Original und die Sternmaske sehen bisschen verschwommen aus. Das konnte ich im Gegensatz zu den anderen beiden leider nur mit reduzierter Auflösung posten. Keine Ahnung wieso.
Den Unterschied zwischen Starnet und SyQon sieht man sofort. Das SyQon Ergebnis ist deutlich sauber, glatter mit weniger Artefakten um helle Sterne. Dazu ist das Skript DEUTLICH performanter. Ich habe zwar Cuda Integration installiert, aber Starnet braucht insgesamt trotzdem 2min, während das Skript in 15sek fertig war.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass da etwas Struktur verloren gegangen ist. Meiner Meinung kommt es aber ganz gut hin. Die "verloren gegangene" Struktur sind eher das was ich anfangs angesprochen habe. Der löchrige und unruhige Hintergrund, den mir Starnet gerne macht.
Viel findet man im Web nicht dazu außer ein Spendenaufruf, wo der Autor meint, dass das Training tausende € verschlungen hat bzw. noch verschlingen wird. Vermutlich ist das nicht der Stromverbrauch sondern die Hardware. Das würde ich dann etwas komisch finden, da ich davon ausgehen würde, dass die eh schon vorhanden war für die Entwicklung der restlichen Software auf der Homepage von SyQon. Denn es gibt eine Website von SyQon, wo das Starless Tool als kommerzielles Tool für 27€ angeboten wird. Dort finden sich auch noch andere kommerzielle Astroprodukte, von denen ich ansonsten aber noch nie gehört habe. Unabhängig davon ist eine freiwillige Spende natürlich trotzdem angemessen für die Arbeit, die in das Tool geflossen ist. Ich finde nur die Argumentation etwas seltsam. Oder sind das doch alles Stromkosten? Hier ist der Link:
Starless1-5 – SyQon
syqon.it
Auf Astrobin gibt es einen Beitrag mit einem Vergleich zu SXT, wo auch auf verloren gegangene Strukturen eingegangen wird. Aber dort steht nicht dabei, was der genau gemacht hat. Es steht leider auch nirgends, wie man das genau anwenden soll. Also auf linearen Bildern oder vorgestreckten Bilder usw. Hier kann sich jeder sein eigenes Bild dazu machen:
Syqon StarLess vs PI StarXterminator first impressions comparison - Forums - AstroBin
Syqon StarLess vs PI StarXterminator - first impressions: I downloaded the current most recent version of the “new kid on the block” - Syqon.it . Syqon...
Außerdem gibt es auch noch einen neuen Beitrag dazu auf Astrotreff:
SyQon Bearbeitungs-SW - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community
In einem YT-Video über das Seestar S30PRO wurde die Bildbearbeitungs-SW "SyQon" genutzt. Da mir diese bisher unbekannt war, habe ich mal danach geforscht. Wer experimentierfreudig ist und investieren möchte: ;) https://syqon.it/ Folgende Pakete…
In meinem Beispiel funktioniert das Skript meiner Meinung deutlich besser als Starnet++. Der Vorteil mit mehr Struktur ist meiner Meinung einfach auf Artefakte zurück zu führen. Starnet erhält allerdings subjektiv die Farben besser. Die Sternmaske ist etwas rotstichig, das sternlose Bild etwas grün/blaustichig, während das mit Starnet mehr oder weniger farbneutral bleibt.
Es ist auf jeden Fall einen neue Alternative in Siril, die die Software nochmals deutlich aufwertet.
Grüße
Joachim
Zuletzt bearbeitet: