Takahashi 60 CB - von Chinaware kalt erwischt?

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Hallo Kurt,

große Klasse daß du die von Rohr veröffentlichten I-Gramme
(mittlerweile scheinen diese schon wieder entfernt worden
zu sein?) ausgewertet hast.

Für Alle die nicht I-Gramme per Fringe XP auswerten können:
Merke:
Eine gute Optik macht keinen schlechten Sterntest. Wenn ihr
also Asti oder Koma im Sterntest seht dann laßt euch das Teleskop
nicht als eines mit 0.99 er Strehl verkaufen!

Gruß, Karsten
 
Hallo,
wenn ich eure Ansagen richtig beurteile, ist es mit der sogenannten "Test"-Weise bei Interstellarum nicht so weit her, wie es gern dargestellt wird:
Von wegen "wir stellen die harten Fakten - urteilen soll der Leser".
Aber wenn die Daten (wie hier scheinbar geschehen) zuumindest "unvollständig" scheinen, fällt es schwer, nicht an Intention zu denken... Nein, ich bin kein Anhänger jedweder Verschwörungstheorien - muß aber mal wieder einsehen, dass Skepsis auch bei diesem angeblich amateurorientierten Blatt mittlerweile hochnotwendig scheint. Schade.
Gruß
Thorsten
 
Hallo Karsten,

...große Klasse daß du die von Rohr veröffentlichten I-Gramme
(mittlerweile scheinen diese schon wieder entfernt worden
zu sein?) ausgewertet hast...

hab eben noch einmal nachgeschaut. Die I-Gramme die jetzt dort finden sind, sind identisch mit den von mir mit "openFringe" ausgewerteten. Die sind zwar wie üblich verkleinert dargestellt, aber man kann sie problemlos auswerten.

Gruß Kurt
 
Hallo zusammen,

die Zeitschrift "Interstellarum" kann scheinbar nicht ihre Versprechen, bezüglich eines seriösen Testverfahrens, halten, oder wie kann ich die Kritik verstehen?

Meine Frage begründet sich auf den Hintergrund ggf. kommendes Jahr eine Astrozeitschrift als Abo zu beziehen. Dabei sollte es eine neutrale und seriöse Astrozeitschrift sein. Nun besitze ich nicht die Kenntnisse und würde daher schneller auf eine falsche Fährte geführt werden können. Zur Zeit lese ich 2 Ausgaben und habe mit Interesse die Tests verfolgt, doch was ich hier im Forum lese beunruhigt mich doch sehr. Sollte es dann für einen praktisch orientierten Hobbyastronomen dann eher etwas anderes sein?

Entschuldigung, falls ich hiermit ein OT eröffne, nur es passt m.E gerade hier rein.

Viele Grüße und Clear Sky
Markus
 
Hallo Markus

Glaube ist eben alles ;)

So läuft nun mal das Geschäft, der Händler führt ein neues Produkt ein, ein Prüfer stellt eine Top Qualität fest und eine Fachzeitschrift verfasst einen Test für das Klientel, welches ja kräftig kaufen soll.

Der Händler hat seinen Absatz, der Prüfer seine Prozente und die Zeitschrift wird gesponsert und der Kunde lebt in dem Glauben ein gutes Produkt gekauft zu haben.

So schließt sich der Kreis und alle sind glücklich und zufrieden.

Gruß Uwe
 
Hallo Markus,

Interstellarum ist schon eine interessante Zeitschrift, aber die sogenannten "Tests" sollte man nicht allzu ernst nehmen - wie gesagt, es gibt da auch die Abhängigkeit von Werbeeinnahmen... :knuddel:

Richtig krass wird das übrigens wenn man sich Sky & Telescope anschaut, die äußern in ihren Tests (Reviews) eigentlich gar keine Kritik mehr, alles wird weichgespült und ist praktisch ohne Fehl und Tadel :augenrubbel:.

Dennoch habe ich neben Interstellarum auch Sky & Telescope abonniert, schließlich stehen auch andere Sachen drin als geschönte Testergebnisse :cool:.

Grüße Klaus
 
Hallo Uwe, liebe Mitleser,

...Der Händler hat seinen Absatz, der Prüfer seine Prozente und die Zeitschrift wird gesponsert und der Kunde lebt in dem Glauben ein gutes Produkt gekauft zu haben.

So schließt sich der Kreis und alle sind glücklich und zufrieden...

klar Uwe, wir sind alle glücklich und zufrieden. Zwecks Nachhaltigkeit des Glücksgefühls möchte ich noch etwas nachlegen.

Der Prüfer ist wegen seiner überragenden Aktivität besonders zu lobpreisen. Er tut doch echt etwas was für sein Geld :super:. So präsentiert er unter

http://www.astro-foren.de/showthread.php?t=12497

„System 1“ bis „System 6“ mit 5-dezimaligen also mittehochpräzise Zahlen zur „Schärfentiefe“ sowie zum „RC-Index“. Dazu kommen noch die leicht nachvollziehbaren Zahlen zu „F_Strehl5/Mittel“. (Wenn man letztere ernst nehmen müsste dann wären 5 der 6 vorgestellten „Systeme“ reif für die Schrottkiste).

Bemerkenswert genial erschafft er all diese „Systemdaten“ auf Grund von Messungen an jeweils einem einzigen Exemplar. So etwas hat bisher noch kein anderer Prüfer serviert. Besonders vorteilhaft: man kann sich jetzt aus den oben präsentierten Daten und den in Interstellarum veröffentlichten die „richtige“ heraussuchen. So viel Info auf einem Haufen findet man nicht einmal bei Mainz wie es singt und lacht oder bei prominent besetzten Talkshows.

Selbstversändlich weiß dieser Prüfer auch von anderen technisch- wissenschaftlich gestützten Mess- und Beurteilungsverfahren, wie z. B. von der an die Augeepfindlichkeit angepassten polychromatischen Bewertung der Strehlzahlen. Davor warnt er dankenswerterweise nachdrücklich, Zitat aus

http://www.astro-foren.de/showthread.php?t=12497

"...weshalb die Optik-Designer auf den Begriff
"PolyStrehl" verfallen sind, und lassen sich die schönsten Diagramme rechnen von ihren Opical Design Programmen.
Siehe hier: http://rohr.aiax.de/TSA-102_PSF_700.png, http://rohr.aiax.de/TMB_PolyStrehl-Tabelle.jpg
Aus dem Blickwinkel der Meßtechnik ist das eine ungemein schweißtreibende Angelegenheit und kein Zeiss-Hersteller oder LZOS käme auf die Idee, über den
meßtechnischen Weg einen PolyStrehl über 30 Einzelfarben ermitteln zu wollen, wie das von den allereifrigsten Experten auf einem Forum einmal gefordert
wurde. Das hatte mich zu folgendem Bericht animiert
: Der Unfug mit dem Polychromatischen Strehl....“


Neuerdings erkennt er sogar auf „groben Unfug“, weil trotz obiger Warnung vielfach praktiziert, Zitat aus

http://www.astro-foren.de/showthread.php?t=12492
Beitrag # 7

„...Übrigens: Meßtechnisch gesehen ist die Poly-Strehl-Ermittlung grober Unfug, sie bleibt Sache von Optik-Design-Programmen mit begrenzter Aussage für
das reale Teleskop:...“


Da ich zu den Tätern gehöre der vielfach derartigen „groben Unfung“ betrieben und dazu angestiftet hat droht mir wohl ein Strafverfahren weil grober Unfug als Delikt im Sinne des STGB § 330 geahndet wird. Vielleicht kann ich durch Selbstanzeige Strafmilderung bewirken.

Mit den folgenden Fazit möchte ich mich aus diesen Thread verabschieden:

Wer sich an den Werken des großartigen Prüfers nicht erfreuen kann ist selber Schuld.

meint Kurt




 
Moin,

Bei dem Bericht auf dem "zensierten" Forum geht für mich als Fazit sehr eindeutig hervor, daß der Takahashi die beste Optik hat und der Borg kommt dann als zweites. Erstens sehen die Sterntest-Bilder klar am besten aus und zweitens bei den Balkendiagrammen mit den Strehlwerten ist der Tak auch eindeutig am besten.

Was nun von den Ergebnissen allen genau dann in der Zeitschrift veröffentlicht wurde, weiß ich ehrlich gesagt nicht – da ich Zeitschriften-Tests wegen der dort notwendigen Verkürzung und somit fehlender Nachvollziehbarkeit der Test-Sachverhalte, und weil ich generell aufgrund vieler Erfahrungswerte branchenübergreifend bei fast allen Fachzeitschriftentests grundsätzlich Parteilichkeit unterstelle, eh nicht groß lese.

Das scheint ja hier auch in gewisser Weise wieder passiert zu sein, da offenbar nur manche der Testergebnisse in der Zeitschrift drinstehen, und zwar vor allem die Werte, wo man die Qualitätsunterschiede der verschiedenen Fernrohre gar nicht richtig erkennen kann. Sowas fällt für mich dann wieder unter das Problem der Parteilichkeit, da diese Zeitschriften doch fast alle von irgendwem "gesponsert" werden heutzutage..... das ist doch mehr eine Werbeveranstaltung.

In dem zensierten Forum tauchte dann auch das Problemthema "Serienstreuung" auf, nunja da braucht man eigentlich auch nicht viel, um für sich daraus schließen zu können, daß die bei den China-Angeboten sicherlich deutlich höher sein wird als bei dem Tak.

Summa summarum sehe ich da als Fazit eigentlich nur:

"Chinaware – von Takahashi 60 CB kalt erwischt" ....

LG
Thomas
 
Hallo Klaus,

Du schreibst:
Zitat von synosontis:
Richtig krass wird das übrigens wenn man sich Sky & Telescope anschaut, die äußern in ihren Tests (Reviews) eigentlich gar keine Kritik mehr, alles wird weichgespült und ist praktisch ohne Fehl und Tadel

Das war früher auch mal anders. Da wurden dort in einem Test fast alle Spiegel verrissen, nur einer nicht. Der bekam dann "1/4 lambda, PV, wavefront" bestätigt, also die Mindestanforderung. Und bei einem Okulartest wurde zu den Plössl geraten, markenunabhängig und gegen die Weitwinkelkonkurrenz.

Grüße

fquadrat
 
Ich meinte natürlich einen Menschen mit Augen :)

Wer mit Filtern fotografiert stellt natürlich die jeweilige Farbe scharf.
Hier zählt aber nur der Strehl der scharfgestellten Farbe.
Der Abstand zu den vom Filter blockierten Farben interessiert dann überhaupt nicht,
die publizierten Fokusdifferenzen und Chromasiewerte sind dann noch sinnloser.

Klaren Himmel

Martin Birkmaier
 
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