tasco 8-20x50

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Einen schönen Tag wünsche ich!

Was ich als "Pimpf" hier mitbekommen habe, taugen Zoom - Ferngläser fast nie was.

Hoffe ich habe die Komentare hier im Forum richtig erfasst? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Alexander
 
Hallo Alexander,

Hier wurde nach konkreten Erfahrungen mit dem konkreten Glas (Tasco 8-20x50) und nicht nach Pauschalmeinungen gefragt. Die Zoom-Ferngläser werden in diesem Forum tatsächlich ziemlich schlecht beurteilt. Ich besitze selbst zwei Zoom-Ferngläser, die gar nicht so schlecht sind. Wie ich bereits früher geschrieben habe, hatte ich einmal zum Vergleich zu meinem Nikon 7-15x35 ein festbrennweitiges Leica Trinovid 8x40 geliehen und mein Nikon war eindeutig besser. Ich habe mein Nikon auch noch mit anderen Gläsern verglichen und es hat immer eine sehr gute Figur gemacht. Deshalb würde ich das Tasco nicht ohne es zu kennen verreißen.

CS,
Gabriel
 
Hallo Gabriel,

jeder hat so seine Vorlieben, dafür gibt es ja dutzende verschiedener Gläser.
Ich selbt kann die oben gemachte Bemerkung über Zoomferngläser nur bestätigen. Ich habe schon durch einige hindurchgeblickt und alle waren, zumindest von der optischen Leistung her, abgrundtief schlecht!!!


"zum Vergleich zu meinem Nikon 7-15x35 ein festbrennweitiges Leica Trinovid 8x40 geliehen und mein Nikon war eindeutig besser. "

Hier meinst Du bestimmt den Preis, denn von der Optik her kann ich das nicht glauben, selbst wenn Du ein sehr altes Trinovid gehabt hättest. Allerdings hat Leica früher auch Dummies gebaut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> , vielleicht hast Du ja so eines erwischt.
Aber Spass beiseite, mich würde ehrlich interessieren wie Du das gemeint hast.

Von Tasco Gäsern bin ich generell nicht begeistert, meine Tochter (7) hat eines und beschwert sich schon, dass es schlechter ist als mein Markenglas. Die Optik ist gerade noch akzeptabel aber die Mechanik ist Schrott.

Grüße

Robert


 
Grüsse in die Runde!

Wenn ich auch lt. Gabriel ins Fettnäpfchen getreten bin, so hat doch meine allgemein gehaltene Info Schwung in die Sache gebracht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Hoffentlich geht's weiter so, dann kommt "pingels" wenigsten zu ein paar Info's!

Nix für ungut...

Alexander
 
Hallo Robert,
Aber Spass beiseite, mich würde ehrlich interessieren wie Du das gemeint hast
Ich habe das sehr ernst gemeint. Mein Freund, der eine höhere Stellung bei einem sehr bekannten deutschen Farma-Hersteller hat, hat sich für etliche tausend DM ein Leica-Fernglas gegönnt. Ich war neugierig zu sehen, was für einen Unterschied ein solches Spitzenglas bringt, für das man leicht das zehnfache des Geldes hinlegen muss, verglichen mit meinem Nikon. Daher habe ich ihn gebeten, für die Ferien mir sein Fernglas auszuleihen. In den schweizer Alpen habe ich zwei Wochen lang unter klarem Alpenhimmel drei Gläser verglichen (es waren dies: Leica Trinovid 8x40, Nikon (Action) Zoom 7-15x35 und Soligor 12-60x70). Ein sehr ungleiches Trio aber halt das, was ich zu Hause hatte + das Leica. Meine Enttäuschung über das Leica-Fernglas war umso größer, als ich in dieses Glas sehr hohe Erwartungen gesteckt habe. Die Geschichte liegt schon 3 Jahre zurück so dass ich nicht mehr alle Einzelheiten weiss.

Grundsätzliches Problem mit dem Leica war, dass ich das Glas nicht richtig scharf stellen konnte. Ob nun mit Brille oder nicht, blieb immer eine kleine Rest-Unschärfe im Bild, mindestens im Vergleich mit dem Nikon. Etwas milchig und nicht ganz scharf zu kriegen. Kurz gesagt: von allen drei Gläsern habe ich in allen Situationen - also am Tage, in der Dämmerung und in der Nacht, mit dem Nikon am meisten und am schärfsten gesehen - das heißt: mehr Kontrast, mehr Details, mehr Randschärfe. Immer wieder habe ich die beiden Gläser (Nikon und Leica) ans Auge gesetzt, um es mir wieder zu bestätigen - da ich selbst nicht ganz daran glauben konnte.

Nun will ich natürlich keinesweges der bestimmt sehr großen Leica Fan-Gemeinde allzu nahe treten; das waren meine persönlichen Erfahrungen mit einem Trinovid-Glas, was nichts über die Qualität der anderen baugleichen Leica-Gläser aussagen soll. Das Leica habe ich meinem Freund zurückgegeben ohne ihm über meine Erfahrungen zu berichten; ich wollte ihn nicht kränken. Das Leica war übrigens in einem sehr guten gepflegten Zustand, sah wie neu aus.
Übrigens habe ich mein Nikon auch mit einem Vixen Foresta 8x42 verglichen, das mich wegen des sehr großen Gesichtsfeldes von 8,8° bzw. 70° interessiert hat. In diesem Vergleich hat sich die hohe Qualität des Nikon noch einmal gezeigt.

Was ich mit meiner Geschichte sagen will: es sind nicht alle Zoom-Ferngläser schlecht! In der optischen Qualität kann das Nikon mit vielen festbrennweitigen Gläsern Schritt halten. Das einzige was man bei Zoom-Okularen nicht haben kann, ist ein großes Gesichtsfeld. Das Nikon-Glas ist etwa 8 Jahre alt, ich habe es von meinem Schwiegervater aus den USA Geschenk bekommen und ist in Süd-Korea hergestellt (also noch keine China-Ware). Und eine letzte Bemerkung: Leica selbst baut neuerdings auch bei den höchstpreisigen Ferngläsern zwei Zoom-Modelle (die beiden Duovid-Gläser 8+12x42 und 10+15x50).

CS,
Gabriel
 
Trinovid?

Hallo Gabriel,

da Du nun zum wiederholten mal vom "Leica Trinovid 8x40" sprichst, muß ich doch mal nachhaken, was Du eigentlich meinst. Leica baut ein Trinovid 8x42 (nicht 40) und Leitz hat früher ein 8x40 (nicht 42) gebaut. Kurz bevor Leitz Leica wurde, gab es das alte 8x40 Trinovid wohl auch mit rotem Punkt und Leica als Inschrift. Was hattest Du denn nun genau? Ein 8x40 oder 8x42, Leitz oder Leica?

Eins halte ich aber für sehr wahrscheinlich.

> Grundsätzliches Problem mit dem Leica war, dass ich das Glas nicht richtig scharf stellen konnte. Ob nun mit Brille oder nicht, blieb immer eine kleine Rest-Unschärfe im Bild, mindestens im Vergleich mit dem Nikon. Etwas milchig und nicht ganz scharf zu kriegen.

Bei der Beurteilung muß das Leica oder Leitz ein kräftiger Ausreißer nach unten gewesen sein. Ich habe noch kein Trinovid erlebt, auf das diese Beschreibung paßt. Und ich bin nun wirklich kein Leica Fan, mein Fan-Club fängt nämlich mit Z an <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Re: Trinovid?

Hi Frank,
Ich gehe auch davon aus, dass das entweder ein Ausreißer war und in die Hände von einem geraten ist, der das nicht bemerkt und nicht reklamiert hat oder aber dass das Glas nach dem Kauf irgendwie beschädigt wurde (z. B. heruntergefallen, was aber äußerlich nicht zu erkennen war). Ich versuche das wie auch die genaue Modellbezeichnung noch zu klären.

Gruß,
Gabriel
 
Re: Trinovid?

Hallo Gabriel,

das Leitz Trinovid 8x40 BA gab es bis 1987 oder 1988 (in meinem Leitz-Katalog von 1987 steht's noch drin, in meinem Katalog von 1989 schon das neue, und den Katalog von 1988 habe ich leider nicht). Es war schlanker und leichter (600 g) als das nachfolgende Trinovod 8x42 BA bzw. das heutige 8x42 BN (beide je 890 g). Es hatte eine umstülpbare Okularmuschel, die 8x42er haben herausziehbare Okularhülsen. Das alte Modell 8x40 hatte ein Rad zum Dioptrienausgleich am objektivseitigen Ende der Knickbrücke, die neuen 8x42er haben den Diptrienausgleich mit der Fokussierwalze kombiniert am okularseitigen Ende. Das alte 8x40 hatte zuletzt zwar die rote Logo-Kreisfläche, aber mit dem Namen „Leitz” und nicht „Leica” wie alle 8x42er.

Das alte 8x40 hatte andere Prismen (Uppendahl), was man aber von außen nicht erkennt, die neuen 8x42er haben Schmidt-Pechan-Prismen. Auch die Optik muß eine andere gewesen sein, denn die alten Modelle sind länger, obwohl das Uppendahl-Prisma eigentlich die etwas kürzere Baulänge ergeben müßte. Das alte 8x40 hatte noch keinen Phasenbeleg und eine schlechtere Vergütung mit geringerer Transmission und mehr Streulicht als die neuen 8x42er. Das alte 8x40 kostete zuletzt ca. 1400 DM und nicht „mehrere tausend DM”.

Wenn das von Dir getestete Leica-Fernglas dieses alte 8x40 war, entspricht es absolut nicht dem heutigen Leica-Standard und kann daher kein Maßstab für die Leistung aktueller Leica-Ferngläser sein. Abgesehen davon sollte aber auch das alte Modell nicht die von Dir beschriebenen Mängel zeigen. Ich hatte selbst ca. 20 Jahre lang ein Leica Trinovid 8x32 BA (also die etwas kleinere Version aus derselben Zeit, und das war auch noch heutigen Maßstäben sehr scharf, wenn auch nicht ganz so scharf wie und erkennbar weniger hell und kontrastreich als die Nachfolgemodelle.

An einen Ausreißer glaube ich nicht, denn ein so krasser Mangel entgeht den Leica-Kontrolleuren nicht. Sturz oder Stoß scheint auch nicht Ursache des Mangels zu sein, denn da wäre eher eine Dejustage zu erwarten (nicht deckungsgleiche Bilder) als Unschärfe. Könnte es vielleicht sein, daß innen auf den Linsen- oder Prismenflächen ein Belag war (Pitzbefall, Staub) oder daß eine Linsenverkittung Ablöseerscheinungen zeigte? Beides wäre gut erkennbar, wenn Du von der Objektivseite her aus ca. 30 cm Abstand gegen einen schwarzen Hintergrund durchschaust und von der Okularseite gleichzeitig mit einen kleinen Taschenlampe hineinleuchtest (aber so schräg, daß Du nicht die Taschenlampe durchs Objektiv hindurch siehst, also sog. „Dunkelfeldbeleuchtung”). Oder war vielleicht der Dioptrienausgleich verstellt, so daß Du beim Scharfstellen fürs linke Auge rechts ein unscharfes Bild hattest und umgekehrt?

MfG Walter E. Schön
 
Hallo Pingels,

wo hast Du das denn gesehen? Auf der Tasco-website www.tasco.com ist es nicht mehr enthalten.
Andererseits muß doch auch mal gesagt sein, daß bei "billigen" Zoomgläsern das Zoomokular nur aus einer
zusätzlichen Linse gegenüber den gängigen (und auch schon schlecht genugen) Kellner - Okularen bei
den Festbrennweiten besteht. Damit läßt sich aber keine vernünftige Abbildungsqualität bei halbwegs
akzeptablem Gesichtsfeld verwirklichen, normalerweise sind diese Gläser also

1) nur bei einer der einstellbaren Brennweiten optisch gut korrigiert, die anderen Brennweiten
sind deutlich schlechter. Oft läßt sich die höchste Vergrößerung gar nicht mehr sauber scharf stellen.

2) ist das scheinbare Gesichtsfeld (der Winkel unter dem das Bild beim Betrachten dem Auge erscheint)
dann wirklich meist unter 30° bei der geringsten Vergrößerung - extremer Tunnelblick!
Und da zoomt man dann schnell hoch, um mehr zu sehen - dann wird's aber wacklig und deshalb sieht man
die Unschärfe nicht mehr so (vielleicht der Grund, warum einige hier doch Zoomgläser akzeptieren?). Es
handelt sich eigentlich also gar nicht um ein richtiges Zoom, sondern eine hohe Vergrößerung, bei der man das
Bild auch kleiner stellen kann (was natürlich außer mehr Helligkeit nichts an Wahrnehmung bringt). Ein
richtiges Zoom (Fotoapparat) hat bei allen Vergrößerungen zumindest +/-dasselbe Gesichtsfeld.

3) Außerdem muß man bei jeder Brennweite nachfokussieren und alles ist meist etwas wacklig, so daß ich
da normalerweise schnell aufgebe.

4) Bei den kleinen Gesichtsfeldern wird das Auffinden der richtigen Objekte am Himmel auch zum Problem!
("Zielen").

Meine Erfahrungen mit Zoomgläsern sind begründet auf Tests des Soligor 50er und des Aldi/Lidl 50er im Laden
(alle beide gleich miserabel) und ein "noname" das ich neulich für einen Bekannten nachkollimiert habe
(war total verstellt - "Doppelbild") und bei der Gelegenheit auch an Mond und Sternbildern etwas geguckt habe.
Ich kenne inzwischen genug Gläser, die im Laden sehr gut aussehen und in der Praxis trotzdem nichts taugen
- da kommen Gläser, die bereits im Laden nichts taugen nicht bis zur Erprobung am Himmel.

Ich habe allerdings bisher noch kein Nikon Zoom in der Hand gehabt, aber nach den technischen Daten
haben die auch nicht gerade "Nagler-Zooms" als Okulare drin (und das Nagler-Zoom ist ganz bewußt
extrem kurzbrennweitig, so daß noch ein schön großes Gesichtsfeld möglich ist). Und seit meinem Reinfall
mit dem Minox 10x40 BR Asph habe ich gelernt, technische Daten (das Minox hat nur reversed Kellner Okus
für ein 60° Gesichtsfeld und daher ein scheußlich gewölbtes Bildfeld - na klar, mit Kellner Okus!) von Okularen
(so erhältlich) auch bei Ferngläsern ernst zu nehmen!
Und die technischen Daten von billigen Zooms sind halt: einlinsige Barlow vor Kellner-Oku.
Liebt hier jemand die einlinsigen Barlows, die z.B. in den Grundausrüstungen von Billigteleskopen enthalten
sind? Die sind nicht mal gut genug zum an Anfänger verschenken!

Gruß
 
Re: Trinovid?

Hallo Walter,
Vielen Dank für deinen Beitrag,
Die ganze Geschichte wurmt mich persönlich auch so dass ich meinen Bekannten gestern angerufen habe; nächste Woche bekomme ich das Glas wieder ausgeliehen so dass ich dann näheres sagen kann. Kennst Du vielleicht in meiner Nähe (Köln) einen kundigen Fernglas-Kenner, der vielleicht das Glas besser beurteilen kann?

Gruß,
Gabriel
 
Fernglaskenner im Raum Köln - leider unbekannt

Hallo Gabriel,

leider kann ich Dir da keine Empfehlung geben. Aber vielleicht meldet sich hier im Forum jemand, der in Köln oder Umgebung wohnt und über ausreichende Kenntnis und Erfahrung verfügt, um den Zustand des fraglichen Leica-Fernglases zu beurteilen.

Solltest Du niemanden finden, aber doch mehr darüber erfahren wollen, könntest Du es mir zuschicken. Ich würde es Dir dann nach spätestens drei Tagen wieder mit meinem Kommentar zurückschicken. Ich kann Dir allerdings nicht vorher versprechen, ob ich eine Abhilfe für das beschriebene Schärfeproblem finden werde - dazu müßte ich das Glas wirklich erst in Händen haben und prüfen können.

Wenn Du an diesem Angebot interessiert bist, schicke mir eine direkte eMail (Adresse siehe unten), damit ich Dir meine Postadresse mitteilen kann (ich will sie hier nicht veröffentlichen, weil mir ohnehin schon Werbematerial im Überfluß zugeschickt wird).

MfG Walter E. Schön
 
Re: Fernglaskenner im Raum Köln - leider unbekannt

Hallo Walter,
Herzlichen Dank für Dein Angebot;
wenn ich bis nächste Woche, wenn ich das Glas in Händen habe, nicht alleine zurecht komme, werde ich auf Dein Angebot zurückkommen.
Für die weitere Verfolgung des Problems schlage ich vor, einen neuen Thread aufzumachen, denn von dem Thema (Tasco Zoom-Glas) sind wir in weite Ferne gerückt.

Dankbare Grüße,
Gabriel
 
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