Teleskop als Geschenk...schwierig...

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Ein paar allerletzte Gedanken noch, weshalb ganz zu Anfang hier im Thread etliche andere erfahrene Leute Zweifel an einem Schnellschuss anmeldeten und zu einem längeren Prozess rieten, mit mehr Bedacht, mit mehr Selbstinformation, und mehr Selbsterkenntnis der eigenen Ziele und dem Einbeziehen der Beschenkten. Bevor dann die Dobsontruppen aufmarschierten und die Kkontrolle übernahmen. Warum hatten die leichtes Spiel?

Die Psychologen haben herausgefunden, dass wir uns alle selbst massiv falsch einschätzen, die meisten überschätzen sich extrem, nur wenige stapeln zu tief. Vielleicht ist der Anspruch nach dem schnellstmöglichen grösstmöglichen Maximalen und das Programmiert-sein auf grosse Zahlen von Anfang an, auch wenn es um Einsteigerteleskope geht, nur eine weitere Bestätigung dieser empirischen Verhaltenstatsache. Der zwangsläufig nicht immer erfreuliche Abgleich mit der Realität kommt später - das Ding ist doch schwerer umständlicher und zeitraubender eben grösser als gedacht. Sowas wird anfangs verdrängt. Aber das Unterbewusstsein lässt sich nicht andauernd Bemogeln und so ziehen manche aus dem Misserlebnis irgendwann den falschen Schluss, statt die Ansprüche auf etwas kleineres zu reduzieren, es lieber gar nicht mehr zu versuchen. Da ist dann Schluss. Irgendwo hiess es doch sinngemäss sogar einschüchternd, wer mit einem 8" Dobson reinfällt, fällt erst recht mt jedem anderen Teleskop rein.

Wenn sowas geglaubt wird wäre das fatal. Denn dann wäre der Rat "nimm soviel Öffnung wie Du kriegen kannst und ignoriere jeden anderen Beobachtungsaspekt" zugleich eine Sackgasse und ein Killer für jeden anderen Neuversuch.

Das sollte nie geschehen, denn man sollte nie vergessen, dass viele Leute mit hier gern verächtlich gemachten kleineren Geräten ganz vergnügt beobachten. Und wer gegen etwas Öffnung häufigereres oder bequemeres automatisch geführtes Beobachten eintauscht, erlebt gerade in Zeiten klimatisch und lichttechnisch immer schlechter werdender sehr wechselhafter Bedingungen vielleicht sogar öfter und einfacher ganz spontane Augenblicke der Freude, die einem auf besseres Wetter herumwartenden grösseren Gerät entgehen müssen. Mein Wort zum Sonntag.

CS Nevi
 
Hallo Dennis

kann meinem Vorposter Nevi nur zu 100 Prozent zustimmen.

langsam angehen lassen ist die Divise.

Niemand, wirklich niemand hier weiß wo die Reise bei der Freundin hingeht, nicht mal der eigene Freund kann das Vorhersagen. Und dann sofort ein Teleskop Empfehlen ???

Der sanfteste und langsamste Aufbau / Einstieg ist, wie schon mehrmals geschrieben ein gutes Verständliches Einsteiger Buch zu kaufen und einen Gutschein für einen Besuch einer Sternwarte.

Wenn man darüber hinaus wirklich noch ein optisches Gerät kaufen will, finde ich ein Fernglas die allerbeste Wahl.

1. Mit einem Fernglas der 500 Euro Klasse hat man schon ein wirklich recht brauchbares, recht gutes Einstiegsinstrument.

2. Sehr sehr klein bei der Lagerung, nimmt im Gegensatz zu einem Dobson kaum Platz weg.

3. Kann man auch mit in den Urlaub nehmen und oder beim Spazieren gehen mitnehmen.

4. Fast alle Astronomen haben eins, warum also nicht mit diesem Gerät anfangen. Früher oder später wird sie sich dann so oder so eines zulegen. ( in den aller meisten Fällen )

5. Selbst wenn sie merkt das ihr der Astrokram doch nicht so zusagt, hat man ein gutes allround- Fernglas für viele verschiedene Zwecke.

6. Mit sehr großen Abstand das am aller schnellsten einzusetzende Instrument ( bis 10 Fache Vergrößerung ohne Stativ)

und und und könnte jetzt noch 1000 weitere Argumente auführen, aber das sollte erst mal reichen.

Grüße Kevin

Ps. Meine allround- Empfehlung ein 8x 33 oder 8x42 je nach Lichtverschmutzung ist vollkommen ausreichend für den Einstieg. ( Umtauschrecht Beachten, also so schenken das nach der Schenkung noch eine kleine Testphase übrig bleibt ob deiner Freundin das Fernglas auch past - Einblick verhalten.

viel Spaß
 
Hallo Holger,

hmmm ?) ...ich sehe ein ca 30 mm Okular in 2" (für 5 mm AP und großes Feld) eigentlich schon wichtiger für die erstausstattung als ein 6 mm oder eine Barlow, auch wenn es sicher nur zu einem einfachen Erfle reicht.
Nur was ich finde kann ich auch hoch vergrößern.

Gruß
*entfernt*
 
Zum Einstieg ein Fernglas um 500€...
Aha...


Am Dobson hatte ich 3x durch Zubehör einen weiteren besonderen Wow-Effekt. Und zwar in dieser Reihenfolge:

1) Mit dem Telrad einen Finder statt eines Suchers

2) Ein hochwertiges Übersichtsokular statt des Beilagepössls

3) Ein guter OIII-Filter

Gruß Becky
 
Hallo Becky,

welcher o iii Filter? Passt der noch ins Budget?


Hallo Nevi,

das war jetzt nicht so ein mega konstruktiver Beitrag...

Welche Kamera mit welchem Teleskop auf welcher Montierung führt denn nun zu einer für dein Empfinden schönen und befriedigenden Beobachtung? Gerne Mehrfachnennungen.

CU
Klaus
 
Hallo zusammen,

ich denke nicht, dass Dennis das gute Übersichtsokular, den guten O III Filter, Barlow und weitere Okulare alles in das Anfangspaket stecken kann und sollte.
So ein 8" f/6 Dobson bleibt mit der Grundausstattung, einem brauchbaren 2" Übersichtsokular und einem Finder zum Sucher zunächst recht günstig, hat aber dann m.E. genügend Potenzial um einem Einsteiger zu zeigen, was unser Hobby zu bieten hat, was unser Hobby ausmacht.
Danach kann er/sie sich und seine Teleskopausstattung weiterentwickeln, auch gegebenenfalls zu spezialisieren oder er/sie lässt es eben und kommt ohne große Verluste aus der Nummer raus.
Für den Fall der Weiterentwicklung kann man dann weiteres, auch hochwertiges Zubehör oder auch zusätzliche Optiken, Montierungen, Kameras aufgrund bereits gemacher Erfahrungen und nach selbst erkannten Neigungen und Bedürfnissen anschaffen, die Möglichkeiten gehen einem so schnell nicht aus, egal wohin die Reise geht.
Wenn Dennis nun kommt und sagt, hey das mit dem Übersichtsokular sehe ich ein, das ist ja die Eintrittskarte zu den Beobachtungen, also muss das sehr gut und nicht nur brauchbar sein, ist das ein anderes Ding, weil es seine Entscheidung ist.

Entscheidungen bestimmen nun mal das Leben und hier wird nun eine Entscheidung und auch ihr Zustandekommen selbstverständlich wieder einmal kritisiert.

Da ist man sich in der Gegnerschaft zum Dobson einig und auch darin, dass alle Entscheidungsträger viel zu wenig wissen.
Die Kritiker wissen nichts mehr, hinterfragen auch nichts mehr, haben aber sehr wohl die 500 Euro des unwissenden Dennis genau so verbraten wie alle unwissenden Berater auch.
Sie wissen nur eines, ihr Vorschlag ist besser.
Da hört ja auch die Einigkeit schon wieder (unbemerkt?) auf. Aber es ist auch schon egal, ob nach erfolg- und (bis hier hin) substanzlosen Technisierungsvisionen der selbst ernannte psychologische Spiegelvorhalter nicht bemerkt, dass er nur sich selbst die Hosen runterlässt oder ob der Vernunftsmahner die 500 Euro in ein Fernglas investieren möchte, weil er ein 500 Euro Fernrohr für unvernünftig hält.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

kann ich nur bestätigen. Die vielen weiteren nützlichen und sinvollen Ergänzungen können je nach Interessenlage ja später noch kommen.
Ob jetzt ein gutes Übersichtsokular oder eher ein Okular für hohe Vergrößerung zuerst angeschafft wird hängt auch von den bevorzugten Beobachtungsobjekten ab.
Will ich mehr den Mond und die Planeten beobachten wäre z.B. ein 6mm Okular oder die Barlow erste Wahl, bei Deepsky Objekten sieht das dann wieder anders aus.
Dies lässt sich von uns natürlich schwer beantworten, daher sollten vielleicht doch erst einmal die Beilagenokulare getestet werden.
Es wird sich dann schon in der Praxis zeigen was da persönlich wichtiger ist.
Sie wird mit dem 25mm Okular schon merken ob das reicht oder mehr Feld nötig ist. Genauso lässt sich z.B. der Mond schon gut mit dem 10mm Okular beobachten und beurteilen, ob man da noch näher ran möchte.
Um das alles heraus zu finden reicht meiner Meinung nach die Grundausstattung erst einmal aus.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

auch wieder richtig. Die Vorschläge hat Dennis nun und ob nun zuerst mal das Naheliegende (Mond/Planeten) mit leichter Aufsuche oder eher Deepsky in den Vordergrund rückt, mag er nochmal mittielen.
Den zusätzlichen Peiler halte ich aber in jedem Fall für hilfreich, weil so ein Geradsichtsucher bei längerer Sucherei (und die bleibt am Anfang nun mal nicht aus) doch recht unbequem werden kann.

Gruß
*entfernt*
 
Auf eben einen solchen Leuchtpunktpeiler wollte ich mit meinem letzen Posting hinaus. Der Telrad war für mich die effektivste Zubehöranschaffung und zumindest ich würde ihn in eine Grundausstattung mit einbauen...

Gruß Becky
 
Hallo Zusammen,

Ich verfolge die hochinteressante Diskussion nun seit Beginn und möchte nun auch etwas dazu schreiben.

Meiner Ansicht nach sind die 500Euro ein sehr überschaubarer Rahmen für einen Anfang.
Vielleicht, da man ja noch nicht weiß, ob es gefallen wird, etwas hoch.
Mein erstes Teleskop hatte 250Euro gekostet und verrottet nun auf dem Dachboden.

Man sollte also vorab überlegen, ob es für sich selbst OK ist, wenn das Geld quasi weg ist.

Wenn das OK ist, dann sehe ich kein Problem darin mit dem nun zur Wahl stehenden Teleskop zu beginnen.

Es wird sich sehr schnell zeigen, ob es Ihr gefällt und sie dabei bleiben möchte, oder nicht.

In den meisten Fällen ist das erste Teleskop der Anfang oder das Ende eines tollen Hobbys, daß sich dann noch in zwei Gruppen Teilt.
Beobachter und Fotografierer.

Mit dem ersten Teleskop findet man heraus, in welche Richtung man gehen möchte und wird sich dann ggf. neu ausstatten, bzw dazu kaufen.

Von daher sehe ich es als relativ unrelevant an, mit was man reinschnuppert.
Es wird nicht für lange sein.

Zu dem Zubehör wurde bereits genug geschrieben, was Sinn macht und was nicht.
Ich für meinen Teil würde auf jeden Fall die Filter erstmal weg lassen.
Die drehbare Himmelskarte ist in der ersten Zeit ganz interessant, um zu begreifen was sich über das Jahr am Himmel tut und wo sich welches Sternbild befindet.

Ein 8x40 Fernglas sehe ich noch als sinnvolle Ergänzung an.
Damit habe ich am Anfang gerne den Himmel abgesucht und bei interessanten Objekten dann mit dem Teleskop genauer nachgesehen.
Ich nehme es auch jetzt gerne mit raus um mir die Zeit während der Aufnahmen zu vertreiben.

Liebe Grüße
Heiko
 
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Hallo Nevi,
Nun, es ist aber noch nicht Sonntag und man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
Du bist hier mit hoher Aktivität oder sagen wir einer Art Aktionismus eingestiegen und es verwundert mich doch, dass Du nicht auch ein wenig in Selbstreflexion gehst und das hinterfragst, was Du selbst sehr aggressiv propagierst.

Nüchtern betrachtet braucht man ja den Widerspruch, den hinterfragenden Geist, denn er bietet die Chance, sich der Pro-Argumentation bewusst zu werden. Und so bleibt es eine Tatsache, dass jedes Teleskop seinen Himmel hat und jener eines kleinen Teleskops (bezüglich des Öffnungsdurchmessers) ist eben klein und weit weniger vergrößert - was auch sehr reizvoll sein kann, aber doch seine natürlichen Grenzen findet. Vor derweil 30 Jahren schon hieß es in der Einsteigerliteratur, dass der Einsteiger sich wenigstens 90mm Öffnung zulegen solle, da unterhalb davon der Nutzen für den visuellen Beobachter zweifelhaft sei. Nun, damals gab es zwar noch keine bezahlbaren ED-Optiken, aber das Nutzungsprofil kleiner, schneller ED-Refraktoren ist ja nun doch eher Widefield mit bescheidenen Ausflügen in Mond- und Planetenbeobachtung. Tiefere Deepskyobjekte bleiben ihnen teils verborgen oder beschränken den Beobachter auf die Bestätigung "ja... es war etwas am erwarteten Ort zu sehen". Dieser Kritik müssen sich die Kleingeräte stellen, lange bevor man überlegt, wie denn diese Geräte im meist angestrebten (und mit dem Dobson vergleichbaren) Preisbereich eine angenehme Handhabung versprechen.

Hier hinkt Dein lautstarker Protest, und mit allem Respekt: Du willst Störfeuer machen. Diesen Heiligenschein könntest Du abnehmen, der stört die Dunkeladaption eventueller Mitbeobachter.

Clear Skies
Sven
 
Hallo an alle,



Skywatcher Dobson Teleskop N 200/1200 Skyliner Classic DOB € 379,-

Oculum Verlag Deep Sky Reiseatlas € 29,90

Omegon LED Sucher € 19,90


TS Optics HR Planetenokular 6mm 1,25" € 69,-

Oculum Verlag Sternkarte Drehbare Himmelskarte € 14,90

======================================================================
Gesamtbetrag: € 512,70


So sähe es nun aus. Ich kann allerdings kein günstiges, passendes 2" Aufsuchokular finden, hättet ihr da noch konkrete Empfehlungen? Seht ihr dann noch Einsparpotenzial, da wir ja dann schon etwas über der geplanten Summe liegen oder meint ihr das wäre durchaus sinnvoll etwas höher zu stocken?

Um schnelle Hilfe wäre ich sehr dankbar ich muss die Bestellung nun bald rausschicken wenns noch was werden soll ;)

Gruß,
Dennis
 
Hallo Dennis,

die günstigste Klasse die bei den 2" Okularen geht, wäre so was
https://www.teleskop-express.de/sho...-30mm-2--Gro-feld-ERFLE-Okular---68-Grad.html

http://www.astroshop.de/skywatcher-swa-70d-32mm-2-/p,54062

Aber da du nun den Peiler mit im Paket hast, wird die Aufsuche (neben Mond und Planeten) auch an den leichteren Deepsky-Objekten gelingen, also habt ihr zunächst mal auch ohne so ein Okular genug zum Schauen.
Du hast Dich ja auch mit dem 6 mm Okular eher in Richtung Mond/Planeten orientiert und da sieht man schon spektakuläre Sachen.
Das Warten mit dem 2" Übersichtsokular öffnet dann wieder den Weg, sich nach ersten eigenen Erfahrungen und Bedürfnissen zu richten.
Mag sein, es reicht eine brauchbare Qualität, mach auch sein, Deine Freundin will nicht nur die Aufsuche, sondern auch die Übersicht, das große Feld, möglichst groß und perfekt.
Das wird dann deutlich teurer und kann leicht den Preis des Dobsons übersteigen.

Gruß
*entfernt*
 
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