Teleskop für 12 jährige

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ottily

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Hallo, liebe Astronomen.
Meine Tochter (12Jahre) wünscht sich zu Weihnachten ihr erstes Teleskop. Ich denke, es sollte noch nicht ein Highlight sein, denn man weiss ja noch nicht, ob sie die Interessen an der Astronomie nicht wieder verliert.

Bei www.conrad.de habe ich eins mit der Bestell-Nr. 670775-20 entdeckt. Was haltet ihr denn von diesem Gerät.
Auf was sollte ich beim Kauf eines Teleskopes achten?
Was ist wichtig?
Wo findet man kindsgerechtige Info´s im Internet.

Vielen Dank für eure Bemühungen.
Gruß ottily
 
Ich habe als 12-jähriger auch ein Teleskop bekommen.
Es hatte eine sehr kleine Öffnung, ein wackliges Stativ
und billige Plastikokulare.
Für den Mond, die Jupitermonde und den Saturnring hat´s
gereicht, für mehr nicht.

Gute Einsteigerteleskope findest Du z.B. auch hier:

http://www.teleskop-service.de/


Viele Grüße
Dirk Mohlitz
Teleskope, Zubehör & mehr
mohlitz@t-online.de
 
Hi Ottily,

also ich würde Dir dringend empfehlen, das erste Teleskop nicht bei Conrad oder Ebay, oder... zu kaufen. Weder für Dich noch für Deine Tochter.

Du solltest ein Angebot für ein Teleskop anstreben, welches 2 wesentliche Punkte erfüllt:
1. Okulare nicht aus Plastik (besonders die Linsen!)
2. nicht wackelig montiert

Das Problem ist einfach, daß jeder sehr schnell den Spaß am Hobby verliert, wenn die Okulare nicht scharf abbilden, so daß von Jupiter nur ein weisser Ball mit trübem Rand bleibt. Wenn es dann noch bei jeder Berührung des Teleskopes (beim Scharfstellen) für lange Sekunden wackelt und schwingt, kann man nur erraten, ob man scharfgestellt hat, oder nicht.

Was also tun?

Also erste Überlegung: Ein Feldstecher (7x50 oder 10x50, besser kein Zoom) könnte einen viel besseren Einstieg bieten. Damit ist schon so viel zu sehen: Sternhaufen, Mond, Jupitermonde. Wenn man dann mit der Tochter mal aus der Stadt rausfährt, gibt es noch viele Objekte mehr. Da man als Sternfreund immer mal den Feldstecher braucht (z.B. für Kometenbeobachtung) ist das keine Fehlinvestition.

Jetzt mal Überlegungen zum Teleskop:

Es gibt kein vernünftiges Teleskop mit 50mm Öffnung.
Es gibt fast kein vernünftiges Teleskop mit 60mm Öffnungen (Ausnahmen sind schwer zu finden)
Vernünftige Teleskope mit 70mm (Linse) oder 76mm (Newotn-Spiegel) Öffnung, werden sehr oft mit erwähnten Plastikokularen verkauft. Das verdirbt die Freude.

Bleibt also als Alternative:
Ein gebrauchtes Spiegelteleskop 114/900, wobei man darauf achten sollte, 3 Okulare dazu zu bekommen. Nachkaufen wird teuer.

Ich muß aber auch sagen, daß ich ziemlich im Dunkeln tappe, solange ich keine Preisgrenze kenne. Eine klare Ansage würde mir da helfen.
Ansonsten empfehle ich mal die Einsteiger-Ecke meiner Homepage. Da findet sich einiges, was für den Kauf des ersten Teleskopes sinnvoll ist.

Clear Skies
Sven

PS: OK, dann habe ich mal den Link korrigiert, danke für den Hinweis!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Ottily!

Wie Du den anderen AW's wohl schon entkommen hast, sollte man ein Teleskop (auch ein günstiges!) besser im Fachhandel kaufen, als bei Ebay oder Conrad...

Mit 100.- Euro Preisvorstellung gibt's aber nicht mehr viel brauchbare Teleskope im Fachhandel...

In Deinem Fall könnte ich 2 Lösungswege vorschlagen:

a: anstelle des Conrad-Teiles ein 76/700 Newtonteleskop.

WICHTIG: Der Okularauszug (also das Rohr, was sich beim Scharfstellen bewegt) sollte 1,25" (31,5mm) Steckdurchmesser haben.
Früher hatten die Einsteigergeräte 0,96" (24,5mm) solche Okulare sind heute nur schwer zu kriegen! Trotzdem werden sie z.T. noch in Billigstgeräten (im Komplettset) angeboten. "Nachrüsten" ist bei solchen Geräten fast unmöglich!!

z.B. das von Teleskop-Service, zu knapp 80.-€, erfüllt diese Bedingung.


oder

b) Diese Lösung würde ich bevorzugen, wenn Deine Tochter gerne bastelt:
Karton - Dobson

Das Teil macht wirklich Spass. Es Aufzubauen dauert gut 8-12 Stunden (gute "Regen-Wochenende - Beschäftigung"), es ist äusserst lehrreich (!) und die optische Leistung dieses Gerätes liegt deutlich ÜBER derjenigen eines schlechten Feldstechers! (besonders, weil auch bis 30x vergrössert werden kann. Das reicht für viele Mondkrater, den Saturnring, Jupitermonde, Sonnenflecken, einige Sternenhaufen und wenige Details im Orionnebel.)

Viel mehr Leistung steckt in einem 76/700 nicht!
(nur der Vorteil, Standard-Okulare verwenden zu können)


Vorschlag b) bringt gegenüber dem Conrad-Teleskop nur minimale Beobachtungseinbussen, ist aber "pädagogisch wertvoll" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> und erspart etwa 80.-€

Falls Deine Tochter dann wirklich Spass an der Sache hat, wird sie bald nach einem "anständigen Einsteigerteleskop" (Kaliber 114/900, oder 6" Dobson, oder so) schreien - da sind die "Überschüssigen" 80.- € dann schnell wieder verbraten... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Bedenke: Auch mit dem 76/700 könnte sie nicht viel mehr als "blut lecken"!


Nachtrag: Ups, jetzt sehîch gerade, dass die Bausätze KOMPLETT gestanzt sind. (bei meinem waren's 11 Kartonbogen DIN A4, da musste ich alle Einzelteile erst ausschneiden!)

Das wird die Fertigungszeit etwa halbieren! (und besonders bei "Schnellbauern" die Qualität heben...)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Ottily,

Svens ausführlichen Tipps gibt´s nicht viel zu ergänzen.
Wichtig bei den Überlegungen ist unter Umständen auch die Körpergröße Deiner Tochter. Ein gutes Stativ mit einem Reflektor drauf hat nämlich eine gewisse Höhe. Ich erinnere mich noch an den Astroeinstieg meiner Tochter, der ich wie Sven Dir empfiehlt, ein 114/900 auf einer EQ5 gekauft hatte. Eine wirkliche schöne Kombination, auch wenn es zu Anfang eine etwas schwächere Montierung getan hätte - ich wollte halt ein wenig Reserve haben. Jedenfalls waren Beobachtungen ab einer bestimmten Höhe unbequem bis nicht möglich. Hier wäre vielleicht ein kleiner Refraktor eine alternative Möglichkeit. Auch wenn die Abbildungsleistung, wegen z.B. möglichen Farbfehler eines FH, beim Reflektor in der gleichen Preisklasse wahrscheinlich besser sein wird.
Auch solltest Du bedenken, dass Kinder manchmal genauso schnell den Spaß an etwas Neuem verlieren wie sie ihn entdeckt haben. Und dann wäre ein Teleskop das entweder auch dem Papa zusagt, oder wegen guter Qualität wieder zu einem vernünftigen Preis verkauft werden kann, von Vorteil.

Viele Grüße
Alex
 
hallo,

also mein einsteigerteleskop war vor 20 jahren ein 60/700er refraktor und es is bis heute mein hauptgerät geblieben (explorer 230). daneben benutze ich noch ein 8x56 feldstecher. diese beiden geräte bieten mir persönlich soviel an beobachtungsmöglichkeiten, dasz ich eigentlich gar nich bestrebt bin, mir ein wesentlich gröszeres teleskop zu kaufen. ich musz dazu sagen, dasz ich noch einen katadioptrischen 114er newton besitze, nur habe ich mit dem arge probleme in bezug auf die parallaktische montierung. ich musz ein teleskop am rohr bewegen können mit hilfe des suchers, das geht bei dem newton nich, die dreherei mit den teilkreisen is für mich nervend als das ich das für mich als vorteil sehen würde. einzig mal für den jupiter kommt es raus, aber sonst sind eher die beiden erstgenannten meine einsatzgeräte.
ich musz hier lesen, dasz solche 60/700er keine vernünftigen teleskope sind. warum?
man kann damit alles mögliche beobachten, man musz es nur sinnvoll einsetzen. natürlich sind so einem teleskop grenzen gesetzt und wie alle teleskope hat es vor- und nachteile.
den gröszten nachteil, da musz ich meinen vorrednern recht geben, is die montierung mit dem stativ, is natürlich alles sehr leicht, ich selber versuche dies immer durch einen windgeschützten platz auszugleichen und ich beschwere das auch noch immer ein wenig.
was den sucher angeht, den hab ich mittlerweile durch einen 6x30 sucher ausgetauscht, weil dieser plastik 5x24 nix ist.
und zubehör kann man ergänzen oder austauschen durch bessere okulare und entsprechende filter.
dann zur beobachtung:
zum ersten sollte man all die tollen bildern aus büchern aus dem kopf verbannen. sowas wird man mit keinem kleinen gerät erblicken können. man sollte seine erwartungen zurückschrauben und auch mit etwas leichtem beginnen. dazu eignet sich eigentlich am besten der mond. nun ja, viele werden sagen, der mond, der is doch schon ausgelutscht. ich musz sagen, es is immer wieder intereszant, den mond in verschiedenen phasen zu beobachten, die krater mit schattenbildung, die rillen etc. natürlich will man nach einer gewiszen zeit auch mal was andres sehen, planeten z. b., da sind zum einen der jupiter mit seinen bändern und den vier monden ein schönes objekt, der saturn mit seinen ringen und titan, die venus in ihren verschiedenen phasengestalten, dann der mars, aber auch nur in einer günstigen opposition.
kometen laszen sich auch ganz gut beobachten, ich konnte mit so einem teil schon einige sehen.
etliche sternhaufen, einige nebel usw. laszen sich gut beobachten, ebenso doppelsterne.
auch die sonne is ein gutes objekt, zeigt sie doch immer veränderungen auf ihrer oberfläche in form von flecken z. b., aber hier musz man vorsicht walten laszen. an die sonnenbeobachtung würde ich deine tochter noch nich ranlaszen, da können einem als anfänger zu viele fehler passieren, die gefährlich sein können.
man sollte aber nich zu viel auf einmal wollen. auch nich von gewiszen berichten blenden laszen, was erfahrene darin schreiben und alles gesehen haben. man will dann selber mit gewalt auch sehen und wird enttäuscht. das liegt einfach daran, dasz das, was die erfahrenen sehen, nich gleich ein anfänger siehet. das schult mit laufe der beobachtungsjahre.
als ich das erste mal den jupiter, saturn und die venus als sichel sah, war ich hellauf begeistert und auch heute kann ich dem ganzen immer wieder was schönes abgewinnen, ohne dasz ich mit einem groszen gerät beobachten musz.
ich persönlich finde einen 60/700er teleskop durchaus ein gutes einsteigermodell, bei teleskop-service gibt es diese 70/900er, die man leistungsmäszig gleichsetzen kann und somit empfehlenswert wären. dazu einen guten feldstecher, das reicht für den anfang. ein teleskop sollte in der bedienung nicht zu kompliziert sein für anfänger.
vielleicht gibt es in deiner nähe amateure, die ähnliche geräte besitzen und euch beide mal beobachten laszen. dann könnt ihr noch einen besseren eindruck gewinnen. oder einen astronomischen verein.
ich hoffe, ich konnte ein wenig hilfreich sein.
achja, literatur is auch nicht verkehrt. z. b. ein jahrbuch wie das himmelsjahr, den karkoschka atlas für himmelsbeobachter oder den naturführer von kosmos astronmie für einsteiger. leider gibt es das buch "der amateurastronom" von joachim herrmann nich mehr im handel, aber vielleicht könnt ihr das aus einer bücherei ausleihen. in dem buch steht sehr gut beschrieben, wie man mit kleinen teleskopen umgeht und was für beobachtungsmöglichkeiten es gibt.

orange - blaue grüsze

dieter
 
Bitte nicht bei Conrad,Neckermann,Quelle etc........
Ich habe mein erstes Teleskop bei Neckermann gekauft und das doppelte drauf gezahlt,weil die Okulare und andere Materialien bei http://www.teleskop-service.de nach kaufen mußte.Bei Teleskop-Service bin ich super bedient worden.Kauf dort und das ist mein ernstgemeinter Rat
 
Hallo Ottily!

was mich ja echt wundert ist, daß noch keiner ein Wort über das Einsteigerteleskop schlechthin verloren hat: das Lidlscope.
Also tu ichs: in den vergangenen Jahren gab es jedes Jahr bei Lidl ein 70/700-Teleskop (also 70mm Öffnung, 700mm Brennweite). Letztes Jahr gabs das in der ersten Dezemberwoche und es hat 99 Euro gekostet. Von der optischen Qualität ist es echt nicht schlecht und im Vergleich zu dem Conrad-Teleskop hat es zwei WESENTLICHE Vorteile:

- Die Öffnung ist größer, was eine der wichtigsten Daten eines Teleskops ist (wobei es mit 70mm halt eindeutig ein 'kleines' ist)

- Es hat eine 'parallaktische' Montierung.
Fast alle billigen Teleskopen (um die 100 Euro) sind so 'befestigt', daß man sie leicht nach 'links-rechts' und 'oben-unten' schwenken kann (auch das billige beim Teleskopservice). Dummerweise bewegen sich die Dinge am Himmel aber nicht nur li/re oder ob/un, sondern simpel gesagt auf einer Kreisbahn (denk mal daran, wie die Sonne über den Himmel wandert).
Wenn Du nun z.B. einen Planeten beobachtest (und das sind die wichtigsten Objekte für einen Einsteiger mit einem Einsteigerteleskop), dann wandert der sehr schnell aus dem Gesichtsfeld raus und Du mußt das Rohr 'hinterherschieben'. Bei einer 'parallaktischen' Montierung genügt da ein leichtes drehen an einem einzigen Rad.
Wenn Du es noch nie selbst gesehen hast, wird Dir das nicht wichtig vorkommen, aber man wird sehr schnell wahnsinnig ohne sowas - finde ich zumindest (vielleicht können die anderen Anwesenden hier nochwas dazu sagen).

Das restliche Zubehör bestand aus zwei Okularen (Qualitativ für einen Einsteiger ausreichend, aber natürlich nicht super. Die von dem Gerät beim Teleskopservice sind da schon besser), einem Zenithprisma (zum schräg reinschauen), einer Linse, die das Bild richtigherum dreht (für Erdbeobachtung) UND einer sehr guten Software, die den Himmel simuliert. Damit kann man bei schlechtem Wetter quasi den virtuellen Himmel nach interessanten Objekten absuchen und vor allem weiß man, wo die Planeten zu finden sind!

Ich hab auch mit dem Gerät angefangen und war sofort begeistert.

Die Frage an Dich ist aber, wieviel Du maximal ausgeben möchtest? (Man kann Teleskope notfalls auch verkaufen. Hier im Forum zum Beispiel). Vielleicht ist es besser, gleich etwas besseres zu kaufen, was man dann auch länger nutzen kann. (Das typische 114mm Einsteigerteleskop beispielsweise)

Und wenn es wirklich eher wenig Geld sein soll (mit 12 Jahren kann man das Interesse halt echt schnell verlieren), dann würde ich an Deiner Stelle wirklich den von Slyv vorgeschalgenen Karton-Dobson nehmen, aber dann doch bitte gleich mit Sonnenfilter. 23 Euro ist einfach ein klasse Preis. Selbst wenn Deine Tochter später was größeres will, dieses Karton-Teleskop wird ihr bestimmt auch in 20 Jahren noch gefallen, einfach weils cool ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
(Allerdings braucht sie dann irgendein Buch, um überhaupt was am Himmel zu finden. Denn das ist für einen Anfänger kein geringes Problem)

...Toni
 
Hallo!
Soll es wirklich ein Teleskop sein, so ist wichtig, daß der Okularstutzen einen Durchmesser von 1 1/4" = 31,7mm hat und zwar deshalb, weil dann auch hochwertigere Okulare und Zubehör verwendet werden können, die meist diesen Durchmesser aufweisen. Außerdem ist wichtig, daß das Stativ und die Montierung (Verbindung zwischen Teleskop und Stativ) möglichst schwingungsarm ist. Schaut man durch das Rohr und stößt dabei leicht an das Stativ, so sollte das Bild nach anfänglichem Zittern schnell wieder zur Ruhe kommen. Das Rohr sollte nach Anziehen der Klemmungen nicht mehr selbstständig weiterschwenken (durchsacken), sondern seine Position halten. Das Sucherfernrohr zum Anpeilen sollte wenigstens 6x30mm haben, da man sonst am Himmel nur mühsam etwas finden kann. Okulare sollten nicht aus Kunststofflinsen bestehen. Der Tip mit dem Fernglas ist auch nicht schlecht, da man für wenig Geld hier schon einiges zu sehen bekommt (offene Sternhaufen, Andromeda- und Dreiecksgalaxie,helle Gasnebel usw.)und man es überall hin mitnehmen kann. Hier sollte man mindestens zum 7x42, besser 7x50 oder 10x50 greifen. Vergrößerungen über 10x verlangen ein Stativ. Für den Saturnring oder die Wolkenstreifen auf Jupiter muß man allerdings mindestens 30x vergrößern. Will man das sehen, so muß ein Teleskop her.
Ein gutes Einsteigerbuch für Jugendliche ist meiner Meinung nach "Safari ins Reich der Sterne" von Helmut Hornung, das aber eher allgemein gehalten und nicht auf die Beobachtung spezialisiert ist.
Gruß Florian Meier
 
Ach ja an dieser Stelle möchte ich auch noch das Tal-M Newtonteleskop 80/525mm ins Spiel bringen, das gelegentlich auch unter dem Namen Galaxy oder Siberia angeboten wird. Neben dem genanntem Lidl-Refraktor würde ich es als ordentliches Einsteigergerät einschätzen, das noch schön kompakt ist.
 
Eine schöne erfrischende Geschichte wie man Kinder zur Astronomie begeistern kann:
Kauf eines Bresser Pluto S 114 / 500 im Februar.Mein 11 jähriger hellauf begeistert.Der Papa hat ein Telskop gekauft.Als alles montiert war kam die erste Frage:Darf ich auch mal durchsehen?Da Vollmond war,konnte man die ersten Gehversuche gemeinsam durchführen.Viele Beobachtungen wurden gemacht.Sein Geburtstag kam und sein größter Wunsch:Ein eigenes Teleskop.Ok und er bekam sein TCM 76 / 700(Tschiboröhre).Vater und Sohn konnten endlich in Ruhe den Himmel beobachten.Ab und gab es mal Rangeleien wegen den Okularen,aber es wurde sich meistens geeinigt.
Auch die Teleskope wurden getauscht.Friede und Freude am Stern.Ein Angebot eines Intes Micro Alter M 500 schwebte ins Haus.Gegenüber den anderen Teleskopen endlich mal ein Hightec Instrument.Die ersten Blicke dadurch ein sehr großer Unterschied.Hellauf Begeisterung und ein sanftes Druckmittel für nicht gemachte Hausaufgaben.Zu Hause heißt es bisweilen die beklo....Astronomen ziehen los.Das "Beklo..."bezieht allerdings darauf,das man sich jetzt bei der Kälte auf dem Acker begibt.Wenn das Beobachten beendet und man wieder im Warmen und Trockenen sitzt, erzählt der 11 jährige stolz was er gesehen hat.Die Ringe vom Saturn,die Plejaden,den Orionnebel etc..Auf den hellen Mond wird herum gemeckert wie ein Rohrspatz,weil es so hell und die anderen Sterne nicht sehen kann.
 
hallo.
ich selbst habe mir vor einem jahr einen guten 8 zöller zugelegt. zuvor hatte ich auch so ein teleskop wie das bei conrad. -- und es war völlig doof. ich hatte ständig damit zu kämpfen das das tele nicht wieder wegdreht.
achte also auf ein gutes stativ (am besten dobson) und gute okulare.
viel erfolg tobias
 
Hi Leute,

ganz interessant für Kinder finde ich das Orion Starblast:

Link zur Grafik: http://www.scsastro.co.uk/fl050010.jpg
Quelle

ist natürlich ausserhalb der Preisklasse, kostet laut "Astronomie Heute" (5/2003) 259 €. Hab dort nur mal den ausführlichen Testbericht über die Kindertauglichkeit des Teleskops gelesen, weil ich auch wilden Nachwuchs habe (9 Jahre). Leider ist bei ihm das Interesse nicht so gross, wenn er mal durch mein Scope schaut, schaut er eher desinteressiert auf die Saturnringe *seufz
Vielleicht wirds ja noch...

Gruss
Micha

P.S. hab grad noch nen nettes Bild gefunden, schöner Grössenvergleich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Link zur Grafik: http://ephemeris.sjaa.net/0308/b1.jpg
Quelle
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich weiß nicht genau an welche Art von kindgerechter Information Du denkst, es gibt einige Kinderseiten im Internet. Wie z.B.
http://www.blinde-kuh.de/weltall/
oder Nasa for Kids (englisch) oder http://www.sternwarte-neumarkt.de/html/fur_kids.html

Daneben kann sich Deine Tochter auch hier in den Foren beteiligen und sich ein paar Tips holen.

Ein weiterer Punkt ist, wie und wo will Deine Tochter beobachten. Alleine auf's Feld sicher nicht, im Hof könnte es zu hell sein, sehr nützlich wäre der Kontakt zu einer Volkssternenwarte oder Vereinigung in eurer Nähe. Das ist alleine schon wichtig um sich in die Materie einzufinden.

Hier findest Du entsprechende Adressen. Alternativ kannst Du hier im Board auch etwas ausmachen, Du wirst ziemlich sicher fündig.

Zum Gerät nochmal, ich schließe mich dem Tip mit dem Lidl an. Hierbei handelt es sich um einen kleinen 70mm Refraktor, wie bereits andererorts erwähnt, parallaktisch montiert. Ein Refrkator hat den Vorteil, daß er nicht erst justiert werden muß und ich halte das Gerät für etwas robuster was Kinderhände angeht. Für den Einstieg absolut o.k., welche Okulare dabei sind weiß ich nicht hier mußt Du ggf. noch ein oder zwei Okulare dazukaufen. Von einem 70er Newton würde ich die Finger lassen, vor allem dann wenn die azimutale Montierung AZ-1 heißt, auf dem das Ding garantiert sitzt.

Wenn Du Dich für ein Teleskop entschieden hast vielleicht noch den ein oder anderen Kontakt gefunden hast fehlt Dir immer noch etwas Literatur. Mindestens eine drehbare Sternenkarte und ein Jahrbuch wie das Himmelsjahr sind wichtige Utensilien. Falls Deine Tochter sich auch gerne einmal an den Rechner setzt gibt es eine ganze Reihe von kostenloser Software zu dem Thema.

So Du hast ja schon eine ganze Menge an Informationen bekommen das sollte an Verwirrung reichen.

sternenfreundliche Grüße
Adrian
 
Hallo zusammen,

hat in diesem Thread schon mal jemand auf die aktuelle Tchiboröhre hingewiesen?

Wenn ich mich recht erinnere, hat so etwas jeder 5te hier so ein Teil, naja egal, hauptsache
ziemlich viele Leute, und die sind doch ganz begeistert, vor allem zum Einstieg, oder?
 
Hallo,

meines wissens ist die Tschibo-Röhre genau dieser 70er Newton auf einer AZ-1. Dazu würde ich definitv nicht raten. Natürlich lassen sich auch damit schon erste Ergebnisse erzielen aber die Teile die ich bis jetzt gesehen habe hatten keine sonderlich guten Okulare mit dabei. Tauschst Du die gegen vernünftige Teile aus kaufst Du besser gleich was anderes. Mal ganz abgesehen von der lausigen Montierung.

Besser nicht.

CS
Adrian
 
Hi,
genau so ist es. Der Original Tchibo war ein 76/700 auf AZ1.
Hier ist die Monti der Knackpunkt, damit Planeten bei 10fach nachzuführen ist kaum möglich und beschert nur Frust.
Da ist die LIDL Monti mit dem LIDL drauf ne ganz andere Kategorie.
Auch ist das Zubehör beim LIDL, wie z.b. der Sucher besser, wenn da bei den Tchiboteilen nicht inzw. nachgebessert wurde.
Bis 100,- € sehe ich den LIDL konkurrenzlos (Nicht nur weil ich selbst einen hatte)
CS
 
Hallo Antares

Hab nicht alles Threads gelesen und weiß nich ob es schon erwähnt wurde.
Der jetzige Tchibo hat eine meiner Meinung nach sehr gute neuerung.
Und zwar ist der poplige 4x20 Sucher nicht mehr dabei und durch einen Skypointer ausgetauscht worden.

Gruß
Micha
 
Hallo Antares

Schau mal bei www.tchibo.de dann bei "Suche" Teleskop eingeben (bin zu Faul den Link einzutippen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> .

Gruß
Micha
 
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