hallo,
also mein einsteigerteleskop war vor 20 jahren ein 60/700er refraktor und es is bis heute mein hauptgerät geblieben (explorer 230). daneben benutze ich noch ein 8x56 feldstecher. diese beiden geräte bieten mir persönlich soviel an beobachtungsmöglichkeiten, dasz ich eigentlich gar nich bestrebt bin, mir ein wesentlich gröszeres teleskop zu kaufen. ich musz dazu sagen, dasz ich noch einen katadioptrischen 114er newton besitze, nur habe ich mit dem arge probleme in bezug auf die parallaktische montierung. ich musz ein teleskop am rohr bewegen können mit hilfe des suchers, das geht bei dem newton nich, die dreherei mit den teilkreisen is für mich nervend als das ich das für mich als vorteil sehen würde. einzig mal für den jupiter kommt es raus, aber sonst sind eher die beiden erstgenannten meine einsatzgeräte.
ich musz hier lesen, dasz solche 60/700er keine vernünftigen teleskope sind. warum?
man kann damit alles mögliche beobachten, man musz es nur sinnvoll einsetzen. natürlich sind so einem teleskop grenzen gesetzt und wie alle teleskope hat es vor- und nachteile.
den gröszten nachteil, da musz ich meinen vorrednern recht geben, is die montierung mit dem stativ, is natürlich alles sehr leicht, ich selber versuche dies immer durch einen windgeschützten platz auszugleichen und ich beschwere das auch noch immer ein wenig.
was den sucher angeht, den hab ich mittlerweile durch einen 6x30 sucher ausgetauscht, weil dieser plastik 5x24 nix ist.
und zubehör kann man ergänzen oder austauschen durch bessere okulare und entsprechende filter.
dann zur beobachtung:
zum ersten sollte man all die tollen bildern aus büchern aus dem kopf verbannen. sowas wird man mit keinem kleinen gerät erblicken können. man sollte seine erwartungen zurückschrauben und auch mit etwas leichtem beginnen. dazu eignet sich eigentlich am besten der mond. nun ja, viele werden sagen, der mond, der is doch schon ausgelutscht. ich musz sagen, es is immer wieder intereszant, den mond in verschiedenen phasen zu beobachten, die krater mit schattenbildung, die rillen etc. natürlich will man nach einer gewiszen zeit auch mal was andres sehen, planeten z. b., da sind zum einen der jupiter mit seinen bändern und den vier monden ein schönes objekt, der saturn mit seinen ringen und titan, die venus in ihren verschiedenen phasengestalten, dann der mars, aber auch nur in einer günstigen opposition.
kometen laszen sich auch ganz gut beobachten, ich konnte mit so einem teil schon einige sehen.
etliche sternhaufen, einige nebel usw. laszen sich gut beobachten, ebenso doppelsterne.
auch die sonne is ein gutes objekt, zeigt sie doch immer veränderungen auf ihrer oberfläche in form von flecken z. b., aber hier musz man vorsicht walten laszen. an die sonnenbeobachtung würde ich deine tochter noch nich ranlaszen, da können einem als anfänger zu viele fehler passieren, die gefährlich sein können.
man sollte aber nich zu viel auf einmal wollen. auch nich von gewiszen berichten blenden laszen, was erfahrene darin schreiben und alles gesehen haben. man will dann selber mit gewalt auch sehen und wird enttäuscht. das liegt einfach daran, dasz das, was die erfahrenen sehen, nich gleich ein anfänger siehet. das schult mit laufe der beobachtungsjahre.
als ich das erste mal den jupiter, saturn und die venus als sichel sah, war ich hellauf begeistert und auch heute kann ich dem ganzen immer wieder was schönes abgewinnen, ohne dasz ich mit einem groszen gerät beobachten musz.
ich persönlich finde einen 60/700er teleskop durchaus ein gutes einsteigermodell, bei teleskop-service gibt es diese 70/900er, die man leistungsmäszig gleichsetzen kann und somit empfehlenswert wären. dazu einen guten feldstecher, das reicht für den anfang. ein teleskop sollte in der bedienung nicht zu kompliziert sein für anfänger.
vielleicht gibt es in deiner nähe amateure, die ähnliche geräte besitzen und euch beide mal beobachten laszen. dann könnt ihr noch einen besseren eindruck gewinnen. oder einen astronomischen verein.
ich hoffe, ich konnte ein wenig hilfreich sein.
achja, literatur is auch nicht verkehrt. z. b. ein jahrbuch wie das himmelsjahr, den karkoschka atlas für himmelsbeobachter oder den naturführer von kosmos astronmie für einsteiger. leider gibt es das buch "der amateurastronom" von joachim herrmann nich mehr im handel, aber vielleicht könnt ihr das aus einer bücherei ausleihen. in dem buch steht sehr gut beschrieben, wie man mit kleinen teleskopen umgeht und was für beobachtungsmöglichkeiten es gibt.
orange - blaue grüsze
dieter