Teleskop für Familie

N3cromancer

Neues Mitglied
Hi,

Ich bin neu hier und wir möchten als Familie mit der Sternbeobachtung anfangen.
Beide Kinder (10,6) haben sich ein Teleskop gewünscht und ich und meine Frau sind der Astronomie nicht abgeneigt.
Wir wohnen neben einer Großstadt mit relativ hoher Lichtverschmutzung, haben aber die Möglichkeit ein paar km abseits zu beobachten.

Als Einstiegsequipment hatte ich mir ungefähr vorgestellt:

Skywatcher? 8" Dobson
Baader Hyperion IV Zoom Okular 8-24mm
Evtl. Passend dazu eine Barlow Linse
Laserkollimator
Sternkarte + Literatur
Beim Sucher bin ich noch unentschlossen, wobei ich denke das es Sinn macht einen Sucher mit 90° Einblick zu kaufen.

Wir wollen rein visuell beobachten und anfangs Planeten und den Mond beobachten. Deep Sky Objekte finde ich spannend und ich würde ggf auch das Teleskop alleine benutzen.
Passt das zu meinen/unseren Vorstellungen?
Budgetmäßig wäre das oben genannt Equipment an der Obergrenze.

Vielen Dank

Brian
 
Hallo Brian,

willkommen im Forum und viel Spaß hier :y: .

Mal grob überschlagen, bin jetzt zu faul mir die Preise zu holen ;), so um die 1000,- €.

Einen 8" Dobson hatte ich selbst schon. Einfach einfach diese Teile.
Stabil, intuitiv zu bedienen.
Da kannst nix falsch machen.
Sky Watcher ist eine vernünftiger Hersteller. Dennoch schauen was andere Hersteller mit liefern.
Meist sind ein oder zwei Okulare dabei, die für den Start was taugen. Die mitgelieferten Barlows sind meistens :poop:.
Aber für die Zukunft andere Okulare einplanen.
Auch mal checken wie groß so ein Dobson ist, wegen der Kinder. Da wird wohl immer Papa oder Mama dabei sein müssen.

Das Zoom war auch mal in meinem Besitz. Bin da bestens mit klar gekommen.

Barlow ist schon was kniffeliger. Du bringst weiteres Glas in den Lichtweg. Da muss m.E. was qualitativ höher wertiges her. Ich habe zwar eine, hat damals irgendwas um 150,- / 200,- € gekostet. Nutze sie aber kaum bis gar nicht mehr. Visuell habe ich lieber mit Festbrennweiten gearbeitet. Okulare runter bis 6 mm Brennweite.
Da sind andere berufener was zu sagen.

Sucher, ich bin recht gut mit einem Telrad am Dobson klar gekommen. Da gibt es auch eine günstigere Variante als das originale Telrad.
Ein 90° Sucher ist auch gut zu handhaben. Hatte beides auf dem Dobson. Beides praktisch :D.

Mit so einem 8" Dobson mit 1200 mm Brennweite kannst Du gut Planeten und Deep Sky machen.
Ihr müsst Euch aber im klaren sein, das was Ihr da oben visuell seht ist schwarz/weiß/grau in verschiedenen Nuancen. Mit Farbe ist da oben nicht viel im visuellen Bereich. Mit Übung und Erfahrung geht aber auch da a weng was. Planten zeigen auf alle Fälle Farbe. Einige Sterne auch. Nebel wird es dann kniffelig, aber wie gesagt Übung :y:.
Aber auch nicht von Heute auf Morgen. Das visuelle Beobachten muss man erlernen.

Was zum Justieren ist beim Newton auch wichtig, geht leider nicht ohne. Wobei die Teile mittlerweile recht Justage stabil sind. Aber regelmäßiges überprüfen ist angesagt. Was jetzt das Best dafür ist, da gehen die Meinungen auseinander. Filmdose bis Laserkollimator ist da möglich. Ich selbst habe einen Laser und ein Cheshire Justierokular. Funktioniert beides. Man muss sich halt bei jeder Variante einarbeiten.

Sternkarten gibt es auch reichlich. Da gibt es zwei standard Werke die haben auch Telrad-Kreise drin. Hab die Bücher jetzt aber nicht im Kopf. Einfach mal per PN anschreiben, dann such ich das raus.

So mal mein Rundumschlag ;).

Gruß
Mathias
 
Hi

ein 8" f/6 Dobson ist ein universelles Gerät, das allemal genug zeigen kann und Eure Sehwünsche erfüllt.
Für die Kids allein, ist er zu groß. Ggf wird für das Beobachten für die Kids Stuhl oder Leiterchen nötig.

Sucher: Ich rate zum Peilsucher - Baader Skysurfer III. Der ist intuitiv und wäre von Kids auch anzuwenden.

Okulare: Mit einem Zoom kann man starten und es später auf Reisen mitnehmen um Gewicht zu sparen.
Optimal ist das allerdings bei weitem nicht. Stufenlose Vergrößerung wird überbewertet, so wie nicht im Hochvergrößerungsbereich sind.
Für Okulare etc. ist es gut wenigstens ein Budget in gleicher Höhe wie der Dob kostet zu planen.

Mit einem Newton kaufst Du Dir das Thema selbst justieren. Kann man gut lernen und selbst machen. Dann kostet es nichts.

Familienteleskop stelle ich mir als gemeinsam genutztes Teleskop vor, an dem einer nach dem anderen kuckt.
Wer kuckt führt an einem Dobson auch nach. Das ist für mache und für kleinere Kinder nicht immer einfach.
Und dann geht das Objekt ggf. verloren und muss neu gesucht werden.

Sternkarte und Atlas:
Da würde ich nicht kaufen.
Atlas: Während früher der Kostmos kompakt Atlas für 20 EUR zu haben gibt es ihn nicht mehr neu und gebraucht nur zu Phantasiepreisen.
Hier würde ich Sternkarten ausdrucken, z.B. diese OzSky Star Safari: Observing Resources - Toshimi Taki's 8.5 Magnitude Star Atlas'
Der reicht für eine Weile, ersetzt auch gleich die drehbare Karte und bringt etwas Bastelzeit mit den Kids.
Um den Himmel kennen zu lernen kommt bei Beginnern die App Stellarium mit Abstand am Besten an.

Alternative und vllt auch interessant:
Vor wenigen Tagen hatte ich eine Familie mit Tochter (frisch 11) bei mir. Die Tochter ist die treibende Kraft
und hat, nachdem ich ihnen verschiedene Teleskope , Stative , Montierungen gezeigt und vorgeführt habe entschieden,
was sie probieren wollte und das hab ich dann auch mit allen zusammen draußen aufgebaut. Und dann wurde probiert.
Es kam heraus: Peilsucher wie oben, ein kleinerer Newton f/5 und eine azimutale Montierung mit Feintrieb.
Das würde noch am gleichen Abend von ihnen bestellt, kam schnell an und hat schon einen Kurzeinsatz bestanden.

CS
 
Hallo Brian,

mit dem 8" f6 Dobson hast du einen guten Allrounder ausgesucht.
Die 25mm & 10mm Beilagen Okulare sollte da auch noch gut funktionieren und reichen für den Start aus.
Das teure Zoom Okular würde ich mir erst einmal sparen, genauso die Barlow.

Für höhere Vergrößerung eventuell noch ein günstiges 6mm Okular für den Einstieg, zb. eine 6mm Goldkante oder Planetary.
Zum Aufsuchen und Planen verweden ich keine Sternkarte sondern einfach die Freeware Stellarium.

Das zeigt dir genau den Himmel vor Ort. Teleskop und Okulare können dort auch eingegeben werden. Dann kann man sich die Objekte auch in der Okularansicht ansehen.

Zum Justieren reichte mir zu Beginn eine milchige Okularkappe mit mittigem Loch, also Prinzip Filmdose.
Inzwischen verwende ich einen Concenter.

Vom Thema Justage nicht abschrecken lassen, hier die Anleitung, die mir geholfen hat: Seeing1 Newton Justage
Bei mir hält die Justage fast ewig, da muss ich schon heftiger an den Dobson stoßen um die zu verstellen.

Sucher habe ich erst einmal den werkeitig verbauten Gradsichtigen an meinem GSO Dobson verwendet und bin auch dabei geblieben und zufrieden damit.

Mein Fazit: Mit dem Skywatcher 8" Dobson und dem mitgelieferten Zubehör bist du für den Einstieg ausreichend ausgestattet.
Nach den ersten Erfahrungen kannst du dann gezielt nachlegen. Man muss nicht gleich alles auf einmal haben.
Eventuell noch ein 6mm Okular für höhere Vergrößerung, der Rest kann später folgen.

Gruß,
Holger
 
Guten Morgen in die Runde,

schon nach vier Antworten sind erste Tendenzen und Unterschiede da.
Nichts ungewöhnliches.
Zeigt aber, dass die Anschaffung des ersten Equipment nicht ganz so einfach ist. Eben auch persönliche Präferenzen und Erfahrungen.
Gut so.
Wenn von mehreren Seiten drauf geblickt wird, bekommt man eine Fülle an Informationen. Nicht immer einfach da Fuß zu fassen, aber die Mühe lohnt. Einfach nach fragen und man bekommt meist eine sachliche und fachliche Antwort.

ein kleinerer Newton f/5 und eine azimutale Montierung mit Feintrieb.
das was @Antares da aufwirft :y: .
Den Newton eine Nummer kleiner, 150/750 und eine AZ Montierung auf Stativ.
So ein "kleiner" Newton ist besser zu handhaben und Stativ und Montierung können einzeln transportiert werden. Hinsichtlich der Kinder wohl die bessere Wahl, zumal sie zu zweit sind.
So ein 8"-er ist schon etwas wuchtig und die Rockerbox, das Teil in den der Newton rein gehängt wird, ist in dieser Größenordnung auch nicht zu unterschätzen.
In der Funktionsweise unterscheidet sich die Rockerbox zu einer auf Stativ montierten nicht. Beides Alt/AZ Montierungen.
Alt = Altitude = Höhe = rauf/runter.
AZ = Azimut = Horizontale = links/rechts.

So ein Setup kann auch mal gut zu Hause von einer Einzelperson aufgebaut werden, um Mond oder Planten zu beobachten. Kommt jetzt allerdings darauf an, welche Möglichkeiten es zu Hause gibt.
Garten, Terrasse, Balkon. Balkon muss da schon eine gewisse Tiefe haben, da ein Newton den Einblick in das Okular vorne hat und somit von der Brüstung weg muss, sonst wird es gefährlich.

So mal weitere Anregungen.

Gruß
Mathias
 
Hi Matthias,

nach dem Crashkurs im Hardware habe ich die Tochter gefragt und letztlich hat sie entschieden, was Ihr zusagt.
Das wurde es auch nach der Praxiseinheit im Garten mit erstem Sucherfolg h und Chi.

Eine andere Bekannte hat den 8 Zöller Dob zum Startgewählt. Da krabbelt der Mini auf der Leiter rum zum Mitkucken.

Deshalb ist es eben gut sich das Live anzusehen und möglichst auch zu probieren, bevor man kauft.
cs
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Brian,

zwar ist es nicht nötig, für Karten oder Bücher (viel) Geld auszugeben, aber den "Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka, Kosmos Verlag, würde ich euch empfehlen. Dort findet ihr eine interessante Auswahl von Deep Sky Objekten, für den Fall, dass ihr mal "weiter draußen" gucken wollt als bis zum Neptun. Und eine App auf'm Handy ist sehr praktisch, denn dort könnt ihr auch nachschauen, welcher Lichtpunkt neben Jupiter welcher Mond ist oder - falls es einen zu sehen gibt - wo ein Komet steht. Und es hilft natürlich auch beim sog. Starhopping, wenn man sich Schwenk für Schwenk an das Ziel heranarbeitet.

Es ist schwierig, an einem aufgehellten Stadthimmel sich mit einem Peilsucher zu orientieren. Die Dinger sind super, ich habe da drei Varianten von im Einsatz (Telrad, Rigel QuikFinder, Baader SkySurfer), aber sie erfordern, dass man in der Nähe des Ziels irgendwelche Sterne erkennen kann. Mit einem lichtsammelnden Sucher kommt man da besser zurecht. Andererseits macht Deep Sky Beobachtung wenig Spaß, wenn man schon die Leitsterne zum "Anpirschen" an die Ziele kaum oder gar nicht sehen kann. Dann lieber bei Mond und Planeten bleiben und die Deep Sky Beobachtungen verschieben, wenn ihr an einen dunkleren Ort fahren könnt.

Zusätzlich zum Teleskop ist es auch interessant und nützlich, ein Fernglas zu benutzen. Weil es leicht und gut von den Kindern zu halten sein soll, kommt vielleicht ein 6*30 in Frage. Höhere Vergrößerungen als 8-fach kann man nicht mehr gut aus der freien Hand verwenden, weil es zu viel wackelt. Stärkere Ferngläser gehören auf ein Stativ, aber dann ist diese wunderbare Leichtigkeit des freihändigen Gebrauchs passé.

Viel Spaß, viel Erfolg!
Tom
 
Hallo

Peilsucher? Ja Telrad eben, weil der mit den Kreisen schön einen Maßstab setzt und es auch Kartenwerk mit diesen Kreisen gibt.
Das setzt voraus das man einen Himmel hat der auch genug Sterne mit freiem Auge zeigt.
Das Zoom hat recht wenig Bildfeld und wars heimlich verliert es den Focus wenn man die Brennweite wechselt, das macht dann keinen Spaß. Wie schon angedeutet wird bei ca 6mm Ende si nvolle Vergrößerung sein, man könnte.es noch bis 4mm treiben, da wäre das SV Bony 3-8mm Zoom durchaus schön.
Den Rest eher Okulare mit 82° Bildfeld. Ein 14mm und ein 30mm wäre schön, vielleicht von ES? Aber an F/6 gehen vielleicht auch günstigere.... Barlow bringt nicht viel, lieber ein Okular mehr. Oder einen UHC Filter.
DeepSky Reise Atlas wäre zu empfehlendes Kartenwerk.
Rotlichtlampe.

Gruß Frank
 
Vielen Dank für den Input.
Ich glaub dann werde ich erstmal den 8" Dobson kaufen inklusive mitgeliefertem Zubehör und "ausprobieren" was ich danach noch brauche.
Nichtsdestotrotz würde ich gerne noch 1-2 Okulare mit Festbrennweite dazu kaufen.
Welche Okulare lohnen sich denn im mittleren Preissegment am meisten? Direkt auf 2" gehen?
Grüße

Brian
 
Wenn du 2" nimmst hast du bei gleicher her Vergrößerung mehr Bildfeld, das hilft beim Aufsuchen sehr, gerade bei dem Okular mit wenig Vergrößerung.
Auch bei hoher Vergrößerung hat es nutzen der Planet bleibt einfach statt 5s dann 8s sichtbar bevor er durchs Bild geflogen ist.
Es geht nicht um 1.25 oder 2" sonder um das scheinbare Bildfeld,
82° ist ganz gut, mehr ist schwer zu überblicken .
Wenn ich mir den Preis vom 31er Nagler ansehe wo ist dann Mittelklasse? Am eindrucksvollsten wäre ein Okular das schon mit bei ist durch was gutes zu ersetzen, das macht man aber ungern.
Du solltest erst mal das mitgelieferte nutzen um zu sehen wo es am meisten fehlt. Testen bevor man kauft wäre bestimmt das beste.

Gruß Frank

Gruß Frank
 
Wir wohnen neben einer Großstadt mit relativ hoher Lichtverschmutzung, haben aber die Möglichkeit ein paar km abseits zu beobachten.
Wie sieht denn der Platz vor Ort aus ?
Garten vorhanden ?

Nichtsdestotrotz würde ich gerne noch 1-2 Okulare mit Festbrennweite dazu kaufen.
Welche Okulare lohnen sich denn im mittleren Preissegment am meisten? Direkt auf 2" gehen?
Wir wollen rein visuell beobachten und anfangs Planeten und den Mond beobachten
Suchbegriff: 6mm Goldkante Ultra Wide 1,25" Okular
Das kostet je nach Hersteller (mal goldnener Ring, mal rot usw...) teilweise sogar unter 40 Euro und das halte ich für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Dann wärst du mit 6 / 10 / 25mm erst einmal gut aufgestellt. Das reicht für den Anfang locker aus.
Damit könnt ihr Erfahrungen sammeln und wenn euch das neue Hobby richtig gepackt hat, können ja immer noch hochwertigere teure Okulare angeschafft werden.
Die 40 Euro sind dann dennoch keine Fehlinvestition und immer noch besser als gleich mehrere hundert Euro auszugeben um dann vielleicht festzustellen, dass das doch nichts Langfristiges wird.

Gruß,
Holger
 
Hallo

Das 14er 82° ES zB.
Vielei ht fängst du mit sowas an
14mm ist die Grenze zwischen 1.25 und 2"
Das 30er ES 82° wäre zum Aufsuchen wirklich schön und auch für große Nebel mit UHC oder O3 Filter
Probier erst mal das 14er ob dich das Bildfeld begeistert, das.30er ist nicht zu teuer, aber an F/6 könnte es günstigere Alternativen geben, vielleicht APM oder Omegon.
Ich kenne es aber so das man den Preisunterschied auch sieht, habe aber wenn visuell noch schnellere Öffnung unten wo es kritisch ist und kenne sie wirklich nicht.
Du solltest für Okularempfehlungen eine Extrafrage aufmachen, da kommen bestimmt mehr Antworten, In So Anfängerteleskopfrage... da gehen viele drüber weg.
Filter geht auch bisschen später, dr Orionnebel brau ht es erst mal nicht.

Gruß Frank
 
Hallo Brian,

noch ein Nachtrag:
Du könntest auch noch auf dem Gebrauchtmarkt / Kleinanzeigen nachsehen ob ein 8" Dobson in deine Nähe angeboten wird.
Da müssten 200-300 Euro möglich sein.

Gruß,
Holger
 
Hallo Brian,

toll, wenn das was mit der ganzen Familie wird
:cool:
Meine Enkel sind im selben Alter - daher meine Gedanken mit diesem Hintergrund:
Winkelsucher würde ich nicht nehmen - ich finde die Orientierung damit schwierig. Lieber den geradsichtigen, der dabei ist nutzen. Mit dem kann man nämlich mit beiden Augen offen das Fadenkreuz sehr schnell auf das Objekt ziehen, um dann mit dem Auge am Sucher die Feineinstellung zu machen.
Ich finde gerade mit Kindern, besonders den kleinen folgendes wichtig:

Höhe zum Reinschauen, ohne gehoben zu werden - Stuhl / Leiter.

Ist das Objekt scharf? Am besten mit Sehhilfe schauen - dann muss von Person zu Person am wenigsten geändert werden?

Ist das Objekt noch im Gesichtsfeld?
Hier finde ich den StarSenseExplorer von Celestron sehr hilfreich, da sich Objekte damit sehr schnell und genau einstellen lassen, und ich auch ohne Blick durch's Teleskop auf dem Phone sehe, ob das Objekt noch drinnen ist.
Die Teleskope von Celestron kosten zwar mehr ... aber andere hier kaufen ein solches, nur um den StarSense Explorer auf ein anderes Teleskop umzubauen.

Die Entwicklung von Müdigkeit und Kälteempfinden ist bei solchen Familienprojekten auch oft eine besondere Herausforderung.
Z.B.: Du möchtest noch beobachten, das Kleine ist müde, der Frau kalt,... oder so ähnlich.

Gutes Gelingen ;-)
Thomas
 
hallo Brian,

sicherlich kein einfaches Thema. Irgendwie kommen da oft persönliche Neigungen mit durch. (so auch nun von mir ;) )
Weiter oben kam ja schon der Ratschlag, sich etwas vergleichbares mal live (Verein, Teleskoptreffen, ...) anzuschauen.
Das wäre auch mein erster Hinweis gewesen.
Da nun schon von Dir ein Dobson zur Diskussion gestellt wurde, stellt sich mir die Frage, ob Du mit so einem Gerät schon praktische Erfahrungen gemacht hast?
Ich habe das in der Vergangenheit leider mehrmals erlebt, dass der Vorbeobachter den Dobson nicht weit genug "nachgeführt" hat, so dass man dann eben nichts mehr gesehen hat, weil das Objekt der Begierde außerhalb des Sehfeldes war. Natürlich reicht auch für diesen Effekt ein unbeabsichtigtes Anstoßen am Teleskop und die Sucherei geht von vorne los.
Es gibt Dobsonteleskope mit Nachführung und GoTo-Steuerung. Gerade mit Deinen Kindern könnte ich mir vorstellen, dass das "Seherlebnis" eher im Vordergrund steht, als per Starhopping sich zum Objekt zu hangeln. Und wenn Du Deiner Familie dann noch ein richtiges Beobachtungserlebnis bescheren willst, dann denke mal (für später) über ein Smart Eye nach. Dazu hatte ich hier im Forum, als auch im blauen, etwas geschrieben.
Ich hab´s ja eingangs in Zeile 1 "angedroht".

Ich halte eine Diskussion hinsichtlich eines eventuellen Budgets nicht für sonderlich hilfreich, wenn dabei der Beobachtungsspaß bzw. Erfolg sich nicht so richtig einstellen will. Und ob Deine Kinder in 3...4...5 Jahren noch bei diesem Hobby bleiben, steht auf einem anderen Blatt. Ich würde da wahrscheinlich erst mal eine Lösung für die Eltern suchen. An einer kleinen Leiter wird es später garantiert nicht scheitern.

cs eike
 
Hallo Brian,

abseits der vielen guten Ratschläge - wie bist du eigentlich bei der Auswahl auf Grund deiner Präferenzen auf den Dobson 8" gekommen?
Hallo Dominique,
alles was man hier im Forum und auch im restlichen Internet zu meinem Anforderungsprofil findet, deutet eigentlich auf ein 8" Dobson hin.
Entscheidend war für mich das gebotene Leistungsspektrum für ein noch überschaubares Budget. Die Größe und Gewicht des Teleskops find ich noch im Rahmen um es zu transportieren. Haben nen 8-Sitzer Bus als Auto.

Wie sieht denn der Platz vor Ort aus ?
Garten vorhanden ?



Suchbegriff: 6mm Goldkante Ultra Wide 1,25" Okular
Das kostet je nach Hersteller (mal goldnener Ring, mal rot usw...) teilweise sogar unter 40 Euro und das halte ich für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Dann wärst du mit 6 / 10 / 25mm erst einmal gut aufgestellt. Das reicht für den Anfang locker aus.
Damit könnt ihr Erfahrungen sammeln und wenn euch das neue Hobby richtig gepackt hat, können ja immer noch hochwertigere teure Okulare angeschafft werden.
Die 40 Euro sind dann dennoch keine Fehlinvestition und immer noch besser als gleich mehrere hundert Euro auszugeben um dann vielleicht festzustellen, dass das doch nichts Langfristiges wird.

Gruß,
Holger

Hallo Holger,

wir haben direkt einen Garten an unserer Wohnung, aber durch die Bebauung könnten wir nur einen Teil des nördlichen Nachthimmels beobachten und davon auch nur alles was ca. 20° über dem Horizont liegt. Das Goldkante Okular schau ich mir mal an.
Der Gebrauchtmarkt gibt in meiner Umgebung leider gar nichts her. Alles 300km+ entfernt.
Hallo Brian,

toll, wenn das was mit der ganzen Familie wird
:cool:
Meine Enkel sind im selben Alter - daher meine Gedanken mit diesem Hintergrund:
Winkelsucher würde ich nicht nehmen - ich finde die Orientierung damit schwierig. Lieber den geradsichtigen, der dabei ist nutzen. Mit dem kann man nämlich mit beiden Augen offen das Fadenkreuz sehr schnell auf das Objekt ziehen, um dann mit dem Auge am Sucher die Feineinstellung zu machen.
Ich finde gerade mit Kindern, besonders den kleinen folgendes wichtig:

Höhe zum Reinschauen, ohne gehoben zu werden - Stuhl / Leiter.

Ist das Objekt scharf? Am besten mit Sehhilfe schauen - dann muss von Person zu Person am wenigsten geändert werden?

Ist das Objekt noch im Gesichtsfeld?
Hier finde ich den StarSenseExplorer von Celestron sehr hilfreich, da sich Objekte damit sehr schnell und genau einstellen lassen, und ich auch ohne Blick durch's Teleskop auf dem Phone sehe, ob das Objekt noch drinnen ist.
Die Teleskope von Celestron kosten zwar mehr ... aber andere hier kaufen ein solches, nur um den StarSense Explorer auf ein anderes Teleskop umzubauen.

Die Entwicklung von Müdigkeit und Kälteempfinden ist bei solchen Familienprojekten auch oft eine besondere Herausforderung.
Z.B.: Du möchtest noch beobachten, das Kleine ist müde, der Frau kalt,... oder so ähnlich.

Gutes Gelingen ;-)
Thomas
Hallo Thomas,

sowas hatte ich zwischenzeitlich auch immer mal im Blick, es dann aber wieder verworfen. Zum PrimeDay gab es auch das Celestron Nexstar 8e für 1399€ im Angebot. Klang eigentlich nach einem soliden Angebot und alles was ich darüber gefunden habe, war größtenteils positiv.

Müdigkeit und Kälteempfinden sind eher zu vernachlässigen, da an dem anderen potenziellen Beobachtungspunkt unser Wohnwagen steht.


Grüße

Brian
 
alles was man hier im Forum und auch im restlichen Internet zu meinem Anforderungsprofil findet, deutet eigentlich auf ein 8" Dobson hin.
danke für die Rückmeldung, nett von dir.
Nun ja, ich habe immer so meine - sicher in vielen Augen - eine doch sehr abweichende Ansicht und die ist nur anders - ggf. nicht besser.
Abgesehen davon,
was ich anraten möchte, sofern du mit mit dem favorisierten Gerät noch keine Bekanntschaft gemacht haben solltest - gilt auch für alle anderen Bauarten - eine Livebesichtigung und ein Handhabungstest kann deine Wahl absichern oder gar auch verwerfen.

Alles wird gut - Geduld!
 
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