Hallo Robert!
Zu dem F/4 Newtons sollteste Du einiges bedenken:
Sicherlich sind die schnell, das spart Belichtungszeit. Aber die kleinste Fehljustierung oder Temperaturänderung während der Nacht bewirken erheblich schlechtere Abbildungen als bei langsameren Systemen wie f/6, f/8, etc. Außerdem ist ein f/4 Newton wesentlich schwieriger abzugleichen als langsamere Artgenossen. Und ein guter f/4 Spiegel kostet, einen guten f/6er herzustellen ist einfacher und wahrscheinlicher, da "fehlertoleranter".
Und wenn Du ein moderates Öffnungsverhältnis nimmst, etwa f/6,
dann werden Fehler nicht nur leichter verziehen, sondern das Koma hält sich auch noch in akzeptablen Grenzen, besonders bei kleinen Sensoren wie den weit verbreiteten KAF8300, so dass ein
Komakorrektor obsolet wird, der auf der optischen Achse eh immer eine Bildverschlechterung bewirkt! Außerdem ist F/6 ein guter Kompromiss zwischen Astrofotografie und Spechteln.
Mein Tipp: Der 250/1600 von Orion Optics, den ich auch habe
und so langsam mechanisch ausgereift ist. Die Optik ist wie immer Klasse. Detaisl auf meiner Seite, s.u.
Wenn Du noch kein Instrument hast, würde ich Dir allerdings für den Einstieg in der Adtrofotografie kleine Brennweiten (500-600mm)und Öffnungen empfehlen, da die Nachführung wesentlich einfacher ist. Ein Sternfreund von mir führt 600mm sogar per Hand nach und macht wirklich recht gute Bilder.
Gleich mit 1600-2000mm Brennweite bei Astrofotografie anzufangen als Anfänger, da ist Frustfaktor garantiert! Auch die Montierung muss schon wenigstens eine CGEM oder EQ6 sein,
bei dem favorisierten Newton eh sehr knapp, bei Cassegrains okda viel weniger Hebel. Bei einem Apo mit f=500-600 Tipp:80er Equinox oder Evostar)mm reicht eine HEQ5. Die CGEM DX lohnt sich vom Preis-Leistungsverhältnis nicht, denn für 2 kg mehr Tragkraft 400 € mehr zu verlangen gegenüber der soliden CGEM, ist ein schlechter Kurs.
Wenn Du erst einmal angefangen hast zu fotografieren, wirst Du sehr wahrscheinlich nicht mehr die Astronomie visuell betreiben, weil die Unterschiede riesig sind zu Gunsten der Fotos. Also fang besser erst einmal an mit der Fotografie, dann
erübrigt sich wahrscheinlich die Frage nach Instrumente fürs Visuelle, denn ein 80er Apo holt in wenigen Minuten fotografisch viel mehr raus als ein 20 Zoller visuell!
Clear skies
Scotty (www.scottys-universe.de)