Teleskop für meine Frau

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sumssa

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Ich heiße Roger, wohne am Bodensee in der Nähe von Friedrichshafen, bin 50 Jahre alt und mein Hobby ist Modellfliegen.
Meine Frau hat leider keine Hobbys und das will ich ändern. Sie hat sich früher für Astronomie interessiert und ich hoffe dass ich das mit einem Teleskop wieder anfachen kann.
Da wir Die Berge vorm Fenster und den See vor der Haustür haben soll das Teleskop auch für Naturbeobachtung geeignet sein.
Für die Sterne soll es vor allem das Interesse wecken, handlich und einfach zu bedienen sein.
Ich dachte an ein Spektiv oder ein kleineres Teleskop auf vernünftiger Montierung. Lieber etwas kleiner, aber robust. Ich wollte um die 100€ bis maximal 150€ ausgeben, da ich ja nichtweiß wie sich das entwickelt.
Ich bin für jede Hilfe dankbar, kann aber erst morgen antworten weil ich übers Wochenende Nachtschicht habe.
 
Hi Roger!

Erstmal : Willkommen im Forum :huhu:

Ein paar Fragen: 1. Hast du dunklen Himmel?
2. Würdest du, um dunklen Himmel zu
bekommen, auch ein paar Kilometer fahren?

Da du auch Naturbeobachtungen machen willst, wäre ein Refraktor auf guter Montierung die richtige Wahl. Dieser Refraktor hat bei Naturbeobachtungen ein deutlichen Vorteil, weil er das Bild richtig herum zeigt, nicht wie ein Newtonteleskop, welches das Bild gedreht zeigt.

Für dich wäre ein Lidlscope genau richtig: Klick mich! . Dort erkennst du Saturnringe , hellere Galaxien und Nebel , Kugelsternhaufen usw...

MfG
Sebi
 
Hi
Zitat von newtonsebi:
Für dich wäre ein Lidlscope genau richtig
Das denke ich auch - oder zumindest etwas in der Art.
Allerdings würde ich da eine parallaktische Montierung bevorzugen - man muss nur in einer Achse nachführen. Da wird dann ("oh mein Gott, parallaktisch"..) bestimmt gejammert, das sei kompliziert aufzubauen - aber sobald man weis wie das Teil auszurichten ist stehts praktisch sofort.
Zudem gibts diese Version für rund 50€ auf ebay mehrmals täglich.
Da wäre dann also noch etwas Geld für einzwei angenehmere Okulare und/oder ein Amici-Prisma. Letzteres braucht man, um tagsüber aufrecht und seitenrichtig beobachten zu können. Eine Umkehrlinse ist da zwar idr. dabei - aber die ist qualitativ nicht so dolle...
Ebenfalls interessant und eine nette Ergänzung wäre ein einfaches Fernglas. Und natürlich Literatur: Wenn man weis, was man wo und wie beobachten kann wirds deutlich interessanter. Auch online gibts da einiges an infos, was mit kleinen Teleskopen geht bzw. sich lohnt. Das könntest Du ihr ja zusammenstellen, am besten gleich Monats- oder Quartalweise (etwas 'selbstgemachtes' sozusagen, das kommt immer gut an)
Parallel dazu noch etwas Software wie Stellarium und Cartes du Ciel (beides kostenlose Planetarien).

cs
Jürgen
 
Hallo Roger,
bei 150 € verliert man in der Astronomie ziemlich schnell die Lust: Man sieht nix! Einfach und schnell aufzubauen sind kleine Teleskope mit GO TO Funktion. Klein und handlich sind die ETX Modelle von Meade.
Bei EBAY kann man immer sehr gute gebrauchte Teleskope von Hobbyastronomen ersteigern, die umsteigen oder gar aussteigen wollen. Da macht man auch nicht viel Geld kaputt. Es muss nicht immer neu sein. Hier ein Link zu EBAY:

http://foto.shop.ebay.de/Teleskope-...pe&_ipg=200&_trksid=p3286.c0.m14.l1513&_pgn=1

oder zum Teleskop-Service, der kommenden Samstag Tag der offenen Tür hat: Die GELEGENHEIT ZUM TESTEN!
http://www.teleskop-express.de/shop/

Und selbstverständlich zu empfehlen sind die RubrikenBIETEN und SUCHE hier im Forum!

Die Kollegen in Überlingen stehen bei solchen Fragen ebenfalls praktisch zur Seite:
http://www.sternwarte-ueberlingen.de/


Gruß und CS

Alex
 
Hallo!

GoTo gleich als erstes Teleskop halte ich für ziemlich unvorteilhaft. Man brauch eine gewisse Erfahrung am Firmament , um das Teleskop an 1-3 Sternen zu eichen, damit GoTo erstmal funktioniert. DAS Vorzeigebeispiel im unteren Preissegment ist und bleibt einfach das Lidlscope. Nicht zu teuer, gute Qualität, man lernt den Himmel damit kennen und noch vieles mehr. Außerdem: was ist wenn der Powertank / Bleigelakku mitten im Feld leer ist? Dann ist man aufgeschmißen, weil man sich nicht am Himmel auskennt :mauer:

MfG
Sebi
 
Hallo Sebi,
wieviel Erfahrung mehr braucht man ohne GO TO? Wieviel Zeit mehr zum Einstellen braucht man ohne GO TO ohne Erfahrung? Ich glaube nicht, dass Rogers Frau nachts durch die Dunkelheit streift und einen Powertank benötigt. Zu Hause im Garten oder auf dem Balkon gibt es womöglich Steckdosen für die Stromversorgung.
Ich komme noch aus der Zeit der Analoginstrumente aus den 80er Jahren und ganz ehrlich: Diese Zeit misse ich nicht.
Heutige Instrumente bieten ungleich mehr und sind ungleich preiswerter als damals. Man hat damals sehr viel Zeit benötigt um ein Objekt zu finden. Heute geht das per Knopfdruck.
Die Hellen Sterne am Himmel zum Ausrichten findet man auf jeder Sternkarte.

Gruß und CS

Alex
 
Moin Alex!

Ich habe mit nem ollen 114/900 auf eklig wackeliger EQ-1 angefangen. Damit schnupperte ich in die Astronomie rein. Durch den Karkoschka lernte ich die Sternbilder und die Sterne selbst.
Zum 254/1200 holte ich mir dann GoTo und ich musste eichen-zum ersten mal. Ich hatte i-wie richtig Bammel davor . Aber es klappte gleich beim ersten Mal. Aber dann - wie es so ist- der Powertank war leer ( Ja, ich weiß, Steckdose, aber ich war halt aufm Berg.) Dann musste ich "Starhopping" benutzen, ich fand sogut wie alles ... GoTo ist schon deutlich bequemer aber wenn ich das alles nicht gelernt hätte, wäre ich aufgeschmißen gewesen...

Deswegen : Ich bleib dabei: Ohne GoTo anfangen bringt viele Vorteile!

Aber : Jedem das sein :)
 
Für Astronomie und Naturbeobachtung ist ein Fernglas geeignet. Ein 10x50 Fernglas mit Sternenkarten und einem Buch zur Astronomie halte für die beste Wahl, um zu sehen, ob das Interesse dann reicht auch ein Teleskop anzuschaffen.
Viel Erfolg,
Guido
 
hi

ich sehe das wie guido und hab es sogar genau so gemacht. nach etwa 2 wochen bemerkte ich, wie kinderleicht es ist objekte zu finden. mit sternenkarte und "atlas für himmelsbeobachter" hab ich bis jetzt (fast) alles gefunden.
und das ist bis jetzt schon einiges! etwa 20 objekte locker.
es ist wirklich nicht so schwer.
danach wollte ich mal saturn sehen und die objekte , die im fernglas zu klein waren höher vergrößern. da kam ich auf das teleskop
http://www.apm-telescopes.de/kson-d...-mit-grossem-zubehoerpaket_proinfo_91332.html
es ist nicht so hochwertig aber für den anfang nicht schlecht.
es wird jetzt leider nicht mehr genutzt (wegen dem http://www.teleskop-express.de/shop...----200-1200mm-Teleskop---Deluxe-Version.html )
soll aber im dunklen urlaubsort noch zum schweifen durch den himmel verwendet werden, da es super zu verstauen ist.
das fernglas kann man auch für tag nutzen.
10x ist nicht viel aber es gibt objekte, die einfach sooooooo groß sind, dass sie in großen teleskopen (mit der minimalvergrößerung) einfach zu groß sind, um sie gut u beobachten. deswegen bleibt eben das fg auch bei mir. es ist auch super um mal 10min schauen zu gehen.
da müsst ihr aber mal testen, ob deine frau das mal eben 20 min ruhig in der hand halten kann. das ist nicht so einfach und dann wackel das bild sehr. da muss man sich dann entscheiden, ob man 10x nimmt oder doch besser 8x.
vielleicht habt ihr ja sogar eins zu hause.

bye michael

ps.: ohne jemals goto gehabt zu haben auch sehe ich das für übertrieben in dem budget. es kostet ja auch geld, welches man dann echt in die optik stecken sollte. dann sieht man von den deep-sky-objekten, die man findet mehr. besser als alles zu finden und nichts zu sehen.
bezieht sich jetzt auf dein budget. wenn ich 5000,- hätte wär goto fast ein muss ;-)
 
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Hi Alex
Zitat von planet9:
Man hat damals sehr viel Zeit benötigt um ein Objekt zu finden. Heute geht das per Knopfdruck.
Aus dem Stehgreif ists wirklich nicht einfach, zumindest am Anfang. Aber mit einem brauchbaren Sucher und einer Karte bin ich bis jetzt überall hingekommen. Auch bei den allerersten Beobachtungen. Nebenbei finde ich das gerade bei kleinen Optiken fast schon das Spannendste - es ist ein unglich größeres Erfolgserlebnis, das selbst zu finden.

Trotzdem ist GoTo schon ein Komfort, den man nicht wirklich missen möchte, wenn man ihn mal hat. Im Übrigen wird ja niemand dazu gezwungen, GoTo permanent zu benutzen - man könnte es ja auch so als "Lösungsbuch" betrachten, wenn man mal nicht weiterkommt.

Ich seh bei GoTo und max. 150€ eigentlich nur ein einziges Problem:
Es lohnt sich nicht. Die kleinen Optiken zeigen zu wenig und es fließt fast das gesamte Geld in die Montierung. Und mit Enttäuschungen ists auch noch gekoppelt - da klickt man eines der 4000 Objekte an und meint, das Teil funktioniert nicht. Dabei wäre das Objekt indirekt als schwaches graues Fleckchen zu sehen gewesen oder besser gesagt zu erkennen. Per Klick gehts dann einfach zum Nächsten, ohne sich näher damit zu beschäftigen.
Interessant find ich das erst ab min. 6" oder wenns fotografisch genutzt wird, um visuell nicht wirklich erkennbares schnell aufzusuchen und die knappe Zeit unter gutem Himmel möglichst effizient zu nutzen.

Ich bleib daher dabei:
Für 150€ bekommt man ein gebrauchtes Skylux, dazu noch:
- 2-3 etwas bessere Okulre
oder
- 1-2 etwas bessere Okulare und ein Amiciprisma
oder
- 1 etwas besseres Okular und ein 10x50 Fernglas.
und zu Ostern noch extra die selbstgemachten Beobachtungstouren oder Literatur.

cs
Jürgen
 
Hollo und Dank für die vielen Antworten
- Dunklern Himmel: das wichtigster an der Aktion ist: das ich meiner Frau verspreche mindestens einmal im Monat mit Ihr loszuziehen
 
Hallo Roger, hier noch ein Link mit Sternfreunden in Deiner Nähe:
http://www.ratt-rv.de/
Die Jungs und Mädels ziehen gerne mal nachts los. Auch am Stammtisch werden Erfahrungen der Astronomiebegeisterten gerne ausgetauscht!

Gruß und CS

Alex
 
Hi Roger,

Mond und Planeten sind so hell, dass ihr sie sowohl mit kleinen Optiken als auch aus der Stadt gut beobachten könnt. Ich denke, mal sollte das Teleskop einfach auch mal schnell aus der Wohnung auf den Balkon oder die Terasse bringen können. Wenn ihr immer nur woanders hinfahren müßt, ist das für den Anfang schwierig... man macht es dann wohl eher selten...

Also, Mond und Planeten könnt ihr immer sehen... geht da bei euch zuhause was?

Klare Nächte

Logi
 
Moin!

Es ist jetzt früh um 7.Uhr, meine Nachtschicht ist vorbei und ich habe erstmal meine Faforiten zu diesem Thema geordnet. Jetzt versuche ich alle Fragen der Reihe nach zu beantworten
- Liedelscope ist mir zu groß, das kriege ich im Südtirolurlaub auf keinen Berg geschleppt.
- Dobsen oder andere Newtons sind zu unhandlich, da verliert meine Frau beim ersten mal justieren die Gedult
- Parallaktische Montierung solltr aber sein
- Das mann für 150€ zu wenig sieht glaube ich nicht, es soll erstmal spaß machen einfach sein und die Neugierde wieder wecken. Wenn das klappt kaufe ich auch was grööößeres . Wenn nicht solles immer noch für die Singschwäne gehen.
- Feldstecher 10x50 Zeiss/Jena habe ich, kann meine Frau aber kaum ruhig halten.

- ich dachte eventuell an ein
Skymax 90 MAK auf EQ-1 oder ein
Skywatcher StaarTravel auf EQ-1
Ich danke Euch für Eure Mühe, Heute nachmittag oder morgen Früh schaaue ich nach den neuen Ratschlägen
Tschüß Roger
 
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Hallo Roger,
falls Du ein Maksutov willst, dann würde ich nur den Tubus kaufen und diesen dann auf ein vernünftiges(!) Fotostativ setzen. Ein gutes Fotostativ kann man immer brauchen, auch wenn es mit der Astronomie nicht so laufen sollte.

Gruß, Tilo
 
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Zitat von sumssa:
- Dobsen oder andere Newtons sind zu unhandlich, da verliert meine Frau beim ersten mal justieren die Gedult
- Parallaktische Montierung solltr aber sein

also bevor du jetzt eine parallaktische mont. kaufst solltest du dich informieren, wie du/ihr die einnordet. sonst ist die für den a.
und wenn deiner frau das justieren (was man nicht immer machen muss)schon nerft, glaubst du, es wird ihr spaß machen, VOR JEDER beobachtung da etwas einzustellen.
ich bin mir da nicht so sicher.
informier dich mal, wie das geht !!!

bye michael
 
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Hi
Zitat von michael888:
....solltest du dich informieren, wie du/ihr die einnordet....
Für visuelle Zwecke ist das wirklich easy. Die größeren ab EQ3 haben eh ein Loch für den Polsucher - da reichts aus, wenn man durch das Loch den Polarstern sehen kann. Das Allererste Einstellen dauert schon so 5 Minuten, aber wenn mans mal gemacht hat schlimmstenfalls 1 Minute.
Bei den kleinen ohne Polsuchervorbereitung setz ich außen am Gehäuse einfach einen normalen bzw. Leuchtpunktsucher an. Dauert so auch nur 5 resp 1 Minute und reicht sogar fotografisch für gute 30 sek bei 150mm an DX.
Zur Sonnenbeobachtung mach ich das erst recht nur Pi mal Daumen - reicht ebenfalls völlig aus.

Es ist ja nicht so, dass man zum mal kurz durchgucken die Monti nächtelang einscheinert. Eigentlich stellt man die nur hin und peilt grob, dass sie richtung Polaris zeigt.

cs
Jürgen

edit:
Noch kurz zum Feldtecher:
Schau mal nach "Besenstielstativ". Oder vielleicht sogar ganz komfortabel ein Einbeinstativ (das sich auch zusammenschieben lässt). Damit gehts sehr gut. Odser noch besser: Eine Isomatte. Im Liegen ists gemütlicher und sehr entspannt.
 
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Hallo,
Klavierspielen ist auch easy wenn man es kann. Ich kenne genügend Leute, die zwar eine parallaktische Montierung hatten, aber nicht durchgestiegen sind wie die funktioniert. Da wurde dann der Erdneigungswinkel praktisch so eingestellt, dass sie doch nur azimutal benutzt werden konnte. Es ist sicher keine Hexerei, aber Dobson ist wohl um einiges einfacher!

Gruß Deadlock
 
Hi
Zitat von Deadlock:
Ich kenne genügend Leute, die zwar eine parallaktische Montierung hatten, aber nicht durchgestiegen sind wie die funktioniert. Da wurde dann der Erdneigungswinkel praktisch so eingestellt, dass sie doch nur azimutal benutzt werden konnte.
Derartige Teleskope findet man tagtäglich auf ebay - mit dem Vermerk "nur 1x benutzt". Selten ists also nicht, aber dennoch unverständlich. Ein Blick in die bebilderte Bedienungsanleitung reicht, sich das kurz vor Ort (Volkssternwarte, Spechtelclub, TdoT, Teleskoptreffen...) erklären zu lassen erst recht.

Aber wie immer ansichtssache - es gibt auch genügend Leute, die mit dem durchlaufenlassen oder hinterherschubsen beim Dobson nicht klarkomen.

cs
Jürgen
 
hm

da ist bei beiden dingen was dran. wobei jetzt der kleine dobson sinnvoll bis 160x vergrößern kann. da ist das überhaupt kein problem. man muss eben weitwinkelokulare nutzen.
da hilft euch dann nur testen. es gibt ja auch noch das 2-wochen rückgaberecht. und der dobson ist eben immer billiger im vergleich zu montierungsteleskopen.
das ist wieder immer das selbe. jedes teleskop hat vor und nachteile. ich hab wie gesagt nur die 2 dobsons genutzt und KONNTE das mit der nachführung nach 30 sec. also echt kinderleicht. justieren ist auch keine hexerei. aber dann muss man sich informieren.
vielleicht noch was am rande. du/ihr MÜSST das tel nachher auch nutzen können. es bringt das teuerste teleskop nix, wenn man es nicht aufbauen, justieren oder transportieren kann. dann besser ein fg in der hand. aber das wird euch nicht reichen, glaubt mir.
noch ne story: als meine schwiegereltern gehört hatten, dass ich ein tel will. sie sagten"warte,wir haben noch eins. etwa 20cm dick und es hat 800,-mark gekostet, von bresser" drei tage später dann der reinfall! es war auf dem sperrmüll gelandet mit der begründung, man hätte ja außer mond nix sehen können - bauf

damit muss man jetzt erst mal klar kommen!

bye michael
 
Zitat von sumssa:
Da wir Die Berge vorm Fenster und den See vor der Haustür haben soll das Teleskop auch für Naturbeobachtung geeignet sein.
Für die Sterne soll es vor allem das Interesse wecken, handlich und einfach zu bedienen sein.
Ich dachte an ein Spektiv oder ein kleineres Teleskop auf vernünftiger Montierung. Lieber etwas kleiner, aber robust.
In dem Fall würde ich zu einem Maksutov Spektiv raten: Voyager

>>> extrem kompakt und handlich

>>> 70 mm Öffnung, Vergrößerung 38 - 114 fach stufenlos mit Zoomokular

>>> intuitive Bedienung ohne verwirrendes Gerödel


Das eignet sich vortrefflich für den anvisierten Zweck, und wenn das mit dem astronomischen Interesse doch nichts wird, bleibt immer noch ein schönes und praktisches Gerät für Naturbeobachtungen. Astronomisch reicht es erst mal für Mond und die großen Planeten, sowie für ein paar Deep Sky Standards von Anfängern.

Bleibt eigentlich nur noch, wenn nicht schon vorhanden, die Anschaffung eines wirklich stabilen Photostativs (evtl. auch Tischstativ ) mit Neigekopf.

Noch besser als ein gewöhnlicher Neigekopf wäre einer mit Feineinstellung, wie der von Vixen oder Triton.. Sowas kostet dann zwar richtiges Geld, erleichtert aber die Bedienung ungemein.

Und keinesfalls eine parallaktische Montierung! Das wäre (nach meiner Erfahrung mit Anfängern) der ultimative Spaßkiller ...



 
Hallo Roger,

- Liedelscope ist mir zu groß, das kriege ich im Südtirolurlaub auf keinen Berg geschleppt.

meinst Du damit, daß das Teleskop im Rucksack zu Fuß den Berg hoch geschleppt werden soll? Also das Bergwandern im Vordergrund steht? Oben angekommen wird dann gewartet, bis es dunkel ist und Ihr wollt die ganze Nacht da oben bleiben und Beobachten und bei Tageslicht dann wieder mit Teleskop im Rucksack absteigen?

Oder soll das Teleskop im Auto den Berg hoch gefahren werden, Ihr wandert ein bissy rum und wenns dunkel wird, wird das Teleskop auf dem Parkplatz neben dem Auto aufgebaut?

Diese Frage mußt beantworten, sonst macht ne Beratung keinen Sinn...

- Feldstecher 10x50 Zeiss/Jena habe ich, kann meine Frau aber kaum ruhig halten.

guck Dir den Feldstecher mal genauer an. Hat der in der Mitte nen Stange, an die man ne Klampe ranmachen kann? Oder einen Gewindeanschluß?

Eventuell braucht Ihr ja blos nen kleinen Adapter, der das Fernglas sicher festhält und den Ihr an ein stabiles Fotostativ oder Einbeinstativ ranschrauben könnt...

 
Hi,

Peters Vorschlag finde ich ebenfalls passend: sehr kompakt, für Tagbeobachtung geeignet und preiswert. Feste Okularstruktur mit Zoom... kein unnötiges Spezialzubehör etc. erforderlich. Dazu ein gutes Fotostativ oder eine kleine Montierung... passt.

Zur Optik: Das Öffnungsverhältnis ist nicht angegeben; Mak-typisch wird das Spektiv aber auch ein Öffnungsverhältnis zwischen f12 und f13 haben - und damit auch ein eher kleines mögliches Gesichtsfeld. Ein Teleskop mit ausgeprägten DeepSky-Gesichtsfeldern ist das nicht, sondern eher ein Spezialist für mittlere Vergrößerungen an Mond, Planeten oder Tieren... Wirklich hohe Vergrößerungen schafft das kleine Mak-Spektiv denn doch nicht. Ein Sucher ist übrigens auch nicht mit an Bord.

Daher noch meine Alternative: ein kleiner Richfield-Refraktor wie dieser hier. Ähnlich klein und leicht ist dies genau anders herum eher ein Weitfeldspezialist mit einem Öffnungsverhältnis von f5 und großen möglichen Gesichtsfeldern. Plejaden, Andromeda, Praesepe und ähnlich große DSO passen hier vollständig ins Okular; kleinere Objekte lassen sich einfacher finden mit großen Gesichtsfeldern. Nach oben hin ist mit ca. 100-fach hier allerdings auch schon die Grenze an möglicher Vergrößerung erreicht, aber man hat doch ein größeres Feld zum Finden und Schauen. Auch diese kleinen Richfielder werden in der Regel mit Zenithspiegel (Abbildung dann nur noch seitenverkehrt) oder mit Amiciprisma (seiten- und höhenrichtig) betrieben und sind daher ebenfalls für die Naturbeobachtung geeignet.

Die dritte Alternative wäre der "reine" Mak auf einer Parallaktik. Hier kann man mit Okularen variieren, Mond und Planeten höher vergrößern, aber große Felder erreicht man damit ebenfalls nicht...

Ich denke aber, dass wir mit diesen Vorschlägen für kompakte Optiken auf dem richtigen Wege sind für deine Frau...

CS

Logi
 
Hi!

Zitat von Deadlock:
Die EQ1 ist NICHT sinnvoll, da wackelt alles und schwingt so wie du, etwa zum scharfstellen des Objekts, an das Teleskop kommst.
Es gibt aber zwei anerkannte (Deepsky-Brothers) Ausnahmen: Skywatcher MC 90/1250 und Skywatcher AC 80/400. Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung.

Grüße

fquadrat
 
Es gibt aber zwei anerkannte (Deepsky-Brothers) Ausnahmen: Skywatcher MC 90/1250 und Skywatcher AC 80/400. Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung.

Dazu habe ich noch eine Frage:
Wie unterscheiden sich die beiden Telescope beim beobachten bzw. von ihrer Spezialisierung her?
( und wie heht das mit den Zitaten?)

Gruß

Roger

 
Hallo Roger,

der Skywatcher mc 90/1250 hat als Mak viel Brennweite aber kleines Gesichtsfeld (also z.B güt für höhere Vergrößerungen and kleinen (hellen) Objekten), der AC 80/400 macht´s genau anders herum, wenig Vergrößerung bei großem Gesichtsfeld, also gut wenn man ausgedehntere Objekte komplett ins Okular bekommen will oder Übersicht braucht.

Gruß,
Tilo
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

den langen Thread habe ich nich verfolgt, aber ich sehe ihr seid beim 90er Mak und 80/400 Achromaten gelandet.

Also der 90er Mak ist für Anfänger ein echter Happen - da geht der Mond und Planeten, aber was vom DS-Himmel finde ich persönlich schwierig, wenn man Einsteiger ist. Kleines GF und recht wenig Puste.

Der 80/400 ist prima, wenn man sich beim Suchen schwer tut, wenig Gewicht schleppen und aufbauen will und überhaupt mal nur über den Himmel huschen möchte. Doch der für Einsteiger so interessante Mond oder Planeten (wenngleich aktuell wenige zu sehen sind) gehen nicht so gut.

Wenn es kompakt sein soll, dann vielleicht ein 80ED (der kann weites Feld und holt auch mal einen Planeten ran) oder einen 127Mak mit 2". Ob die Frau die Technik eines Newton akzeptiert ... justieren, seitlich reinschauen ... kann sein, aber eine Linse ist klassisch.

Die Montierung ist ein Ding für sich. Eine parallaktische ist kompliziert - eine einfache azimutale schlecht nachzuführen. Eine azimutale mit feiner Nachführung ist schön - intuitiv zu bedienen.

In Summe komme ich da immer auf ein Equipment, bei dem es schon weh tut, wenn das Hobby nichts wird. Aber diese Geräte kann man auch wieder verkaufen.

Wenn es aber bei Budget 150 Euro bleiben muss:
Nehme den 80/400. Warum?
Das Interesse beginnt mit 'zeig mir mal den Andromeda-Nebel' oder 'wo sind die Plejaden'. Ein Kugelsternhaufen und was hat es mit diesem hellen Kometen auf sich, der gerade im Fernsehen kam. Kann man die 4 Jupitermonde sehen? Ich möchte mal den Saturnring sehen ... kann ein 80/400 alles mit einem 25mm Plössl und einem 8mm Planetary. Und für die Vergrößerung passt auch eine preislich in Frage kommende Montierung.


CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von stefand:
Wenn es aber bei Budget 150 Euro bleiben muss:
Nehme den 80/400. Warum?
Das Interesse beginnt mit 'zeig mir mal den Andromeda-Nebel'
Ok - neben einigen offenen Haufen eines der wenigen 'bekannten' Objekte, die fürn MAk zu groß sind. Den hellen Kernbereich erkennt man jedoch sehr gut und die schwachen Rndbereiche werden mit so kleinen Optiken anfangs eh recht knifflig. Aber wie wärs denn mit M42?
Der passt mit 1,4° noch knapp ins Feld eines 90er MAks - mit angenehmem Okular.

Zitat von stefand:
Ok, das wird mit 1,8° im Mak schon etwas zu groß, wenn man die Randbereiche auch noch haben will.

Zitat von stefand:
maximal 18,0' und recht hell - eigentlich DAS DS-Objekt für kleine Maks (neben PN)

Zitat von stefand:
und was hat es mit diesem hellen Kometen auf sich
ok, wäre eher was für den Richie. 'Unmöglich' ists aber nicht für den MAk, erst recht wenn man sich eher für den Kern und nicht sämtliche Schweife in ihrer kompletten Ausdehnung interessiert. Wäre dagegen aber schon wieder so groß, dass es mit dem fernglas gut geht - wenns in absehbarer Zeit nicht so wäre, dass wir nur sehr sehr schwache Kometen bekommen die Anfängern mit kleinem Gerät eher weniger Freude bereiten.

Zitat von stefand:
Mit hübschem Blausaum? Die Cassiniteilung nur unter größter Anstrengung?

Also nichts gegen Richfielder, aber die sind genauso 'speziell' wie Maks und noch relativ nahe am vorhandenen Fernglas.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

ja und genau darum habe ich einen ED80 als eigentliches Ziel gesehen. Der Rest ist mit Kompromissen behaftet.

By th way: Der Saturn hat an meinem 80/400 keinen ausgeprägten Blausaum. Eine Kugelsterntour durch den Schlangenträger war eine Wucht, denn mit dem Gesichtsfeld waren die KS einfach zu finden. Bis 70fach sieht es im 80/400 auch nett aus. Und auch der 90er Mak kann nur Wattekugeln darstellen, trotz höherer Vergrößerung - es fehlt an Öffnung. Wenn man die KS bei 1300mm Brennweite und 1.25" OAZ überhaupt gefunden hätte.

Das Finden als Stichwort für Kometen: Schonmal Kometen gesucht - da bist du froh über jede zusätzliche Bogenminute an GF und Kontrast. Beides kann der Mak nicht besonders.

Ich fürchte du kennst weder das eine noch das andere Gerät aus eigener Erfahrung ...

Das Sonnensystem ist für den Mak das Heimspiel, da brauchen wir nicht lange zu schreiben.

Wie geschrieben, in der Klasse gibt's Kompromisse und den müsste der Threadersteller jetzt selbst treffen.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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