Teleskop Kaufempfehlung

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crazystinkie

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Hallo Zusammen,

ich bin absoluter Neuling was das Thema Astronomie und Teleskop anbelangt, aber ambitionierter Hobbyfotograf und daher habe ich mich dazu entschlossen in die Mond- und Planetenfotografie einzusteigen. Evtl. später auch mal Deep-Sky Fotografie (aber erst nach sehr viel Erfahrungssammeln).

Ich habe mich bereits vorab auf diversen Internetseiten informiert und bin zu der Überzeugung gelangt, dass für mich nur ein Refraktor in Betracht kommt.

Ich las, dass eine Objektivgröße >100mm für Anfänger nicht geeignet sei und Durchmesser von 80-90mm empfohlen werden.

Weiterhin solle man kurzbrennweitige Tuben meiden und einen Tubus mit einem Brennweitenverhältnis von mindestens 10 wählen, um Farbsaumbildung und chromatische Aberration zu vermeiden.

Somit komme ich rechnerisch auf eine Tubuslänge von 800-900mm.

Sind dies bisher realistische und sinnvolle Werte?

Es wurde davon abgeraten, sich eine Okularöffnung von 2" auszusuchen sondern als Anfänger eher 1,25" wegen der Universalität des Anschlusses.
Als Grundausrüstung wird immer wieder Empfohlen:
Vmax (max 2facher Objektivdurchmesser);
Vmin (Vmax/6);
und 1-2 Zwischengrößen;

Plösslokulare wurden aufgrund des hohen Kontrastes besonders Empfohlen.
Ist das so richtig?

Sind andere Linsen wie z.b. eine Barlow-Linse zur Verdopplung sinnvoll?

Was haltet ihr für besser: eine Umkehrlinse oder ein Amici-Prisma für die seitenrichtige Darstellung von Objekten?

Aus der Fotografie weiß ich, dass je mehr optische Komponenten verwendet werden, umso stärker leidet die Qualität des Bildes, da das vorhandene Licht mit jeder Linse und jedem Filter stärker gebrochen und gebeugt wird.
Dies wird hier wohl auch der Fall sein, daher meine Frage, wie sinnvoll sind Filter zur Kontrastverstärkung bei der Mond- und Planetenfotografie?
(selbstverständlich ist hier nicht von einem Sonnenfilter die Rede, der ohne Diskussion immer zu verwenden ist!)

Aus der (Nacht-)Fotografie weiß ich, dass alles mit einem guten und stabilen Stativ und dessen Kopf steht und fällt.

Daher werde ich mir separat ein Stativ und eine äquatoriale Montierung (mit Option auf eine motorisierte Nachführung; wahrscheinlich eq-4 oder eq-5) kaufen.

Ich wohne außerhalb einer größeren Stadt (Koblenz) und habe die Möglichkeit innerhalb von etwa 30 min in der tiefsten Eifel oder im tiefsten Westerwald zu sein, um der größten Lichtverschmutzung aus dem Wege zu gehen.
Somit sollte das Equipment noch halbwegs transportabel sein, was sich aber aus den bisherigen Werten als eher problemlos darstellen sollte.

Mein Budget für den Tubus liegt bei 400-500 € und nochmal etwa 200 € für Okulare und Kameraadapter. Hier ist noch die Frage, machen Filter für die Kamera Sinn? Ich las von Filtern die den Kamerachip vor übermäßiger Strahlenbelastung schützen sollen.

Also liege ich alles in allem bei etwa 700 Euro für das Teleskop.

Stativ und Montierung sind davon ausgenommen.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen und ihr könnt mir eine konkrete Empfehlung für ein Instrument oder einen Hersteller geben.

Vielen Dank im voraus.

Viele Grüße und immer best seeing.

 
Wieso diese Brennweite?

Ich hab gelesen dass je 1000 mm Brennweite der Monddurchmesser etwa 10mm größer wird.

Bei einer Sensorgröße von 22,3x14,9mm würde dies bedeuten, dass ich max. 1500mm benötige, um bildfüllend zu Fotografieren. Wenn ich jetzt noch mehr Brennweite wähle, bekomme ich dann nicht nur einen Ausschnitt vom Mond auf den Sensor?

Das mit der Großen Öffnung verstehe ich, mehr Öffnung = mehr Licht. Da ich ohne Nachführung nur kurze Belichtungszeiten realisieren kann, ohne dass das Objekt aus dem Bild läuft.

Wie ist denn die Darstellungsleistung eines Reflektors gegenüber eines Refraktors?
 
Dass der Mond bei ca 1.5m Brennweite formatfüllend (Kleinbild) ist stimmt soweit.

Aber man möchte vielleicht kleinere Krater höher aufgelöst abbilden, dann braucht man eine grössere Brennweite.
Für die Planetenscheibchen sowieso.

Mehr Öffnung = mehr Lichts stimmt auch, aber insbesondere gilt mehr Öffnung = grösseres Auflösungsvermögen.

Schau dir mal hier im Forum an, mit welchen Geräten Planeten oder die Mondoberfläche fotografiert werden, da findet sich kaum ein Refraktor.

Ich will dir den Refraktor keineswegs ausreden, für die Planetenbeobachtung/Mond ist ein 100mm-Refraktor schon ausreichend, fotografisch siehts halt etwas anders aus.

Viele Grüsse
Tobias
 
Super, vielen Dank.

Ich hatte auch nicht das Gefühl dass du mir etwas ausreden wolltest. Bin für jede Meinung dankbar. Hab nur bisher immer gelesen, das Refraktoren "DAS" Gerät für Mond- und Planetenfotografie seien.

Dann muss ich mich nochmal umschauen.

Hast du denn noch einen Tipp wie ich den Mond als ganzes auf den Sensor bekomme?
Evtl. mit fokaler Fotografie? Ich weiß, dass ist ein umstrittenes Thema, aber wenn man zusätzlich einen günstigen Fokal-Adapter besorgt müsste das doch auch funktionieren, oder?

Und komme ich bei deinem Vorschlag auch mit dem Budget hin?


Viele Grüße,

Marcus
 
Hi crazystinkie,

ich bin absoluter Neuling was das Thema Astronomie und Teleskop anbelangt, aber ambitionierter Hobbyfotograf und daher habe ich mich dazu entschlossen in die Mond- und Planetenfotografie einzusteigen. Evtl. später auch mal Deep-Sky Fotografie (aber erst nach sehr viel Erfahrungssammeln).

vorneweg, Deine Erfahrung (mit DSLR?) zur Fotografie kannst mehr oder weniger knicken, wenn es um Mond und Planeten durch ein Teleskop geht. Denn da ist der Limitierende Faktor das "Seeing", zu deutsch "Luftunruhe". Und die spielt in der normalen Fotografie keine Rolle...

In der normalen Fotografie machste 1-15 Bilder und nimmst das beste. Bei Planetenbildern werden Videos mit so viel Bildern wie möglich innerhalb von 2-3 Minuten aufgenommen. Da kommen bei einer astrotauglichen Webcam (ca. 150 Euro mit IR-Sperrfilter) 25x60x3 (also 4.500!) Bilder und mit einer besseren Kamera sogar 60x60x3 (also bis zu 10.000!) Bilder zusammen.

Dazu brauchst nen Laptop mit schneller Festplatte und viel Plattenkapazität. :teufelgrr:

Diese Unmenge an Bildern enthält scharfe, unverzerrte Bilder, aber natürlich auch viel Schrott (verzerrt, unscharf). Das wird nicht von Hand sortiert, das lassen wir durch diverse Programme sortieren.

Die Belichtungszeiten liegen zwischen 1/30 und 1/300 Sekunden. Da sind die Einzelbilder verrauscht. Durch "stacken" der Einzelbilder erhält man dann ein rauscharmes Summenbild, welches am Computer mit verschiedenen Programmen geschärft wird. :)

Ich habe mich bereits vorab auf diversen Internetseiten informiert und bin zu der Überzeugung gelangt, dass für mich nur ein Refraktor in Betracht kommt.

kannst Du bitte die Gründe für Deine Entscheidung angeben?

Ich las, dass eine Objektivgröße >100mm für Anfänger nicht geeignet sei und Durchmesser von 80-90mm empfohlen werden.

Das Auflösungsvermögen eines Teleskopes mit 80-90 mm Öffnung ist völlig unbrauchbar für feine Details an Planeten. Ok, Du erkennst in Ausnahmenächten mit sehr ruhigem Seeing den Raum zwischen dem Saturnring und der Planetenkugel, bei Jupiter die beiden Äquatorbänder und bei Mars die helle Polkappe. Mehr aber nicht. Jupiter ist bei 900 mm Brennweite ist etwa so groß wie eine Erbse. :mauer:

Hier ein paar Beispielbilder:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/a3c15a-1355140564.jpg

mit ner 2-fach Barlow schaun die dann so aus:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/34032f-1355140673.jpg

Mit so nem Röhrle geht nur Sonne (mit Baaderfolie) und Mond befriedigend. Planeten brauchen mindestens 5 oder 6 " Öffnung für das Auflösungsvermögen und 3-4 Meter Brennweite, damit man ordentlich was erkennt. Die Brennweite macht man entweder mit Barlow-Linse oder mit Okularprojektion.

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/aa7b12-1355140784.jpg

Weiterhin solle man kurzbrennweitige Tuben meiden und einen Tubus mit einem Brennweitenverhältnis von mindestens 10 wählen, um Farbsaumbildung und chromatische Aberration zu vermeiden.

das gilt für Refraktoren, richtig. Aber ein Refraktor, mit dem man hauptsächlich Planeten fotografieren möchte, sollte definitiv kein Farbwerfer sein. 5" oder 6" Refraktoren mit f= 1:15 oder länger gehören in einer Sternwartenkuppel auf eine feste Säule. Das ist nix für den mobilen Einsatz.

Ein solches Teleskop benötigt mehrere Stunden zum Auskühlen. Erst wenn das Glas der Linsen und der Tubus die selbe Temperatur wie die Umgebung haben, kannst überhaupt scharfstellen. Vorher hast durch Warmluftschlieren verwaberte, unscharfe Planeten. Ein Graus! :mauer:

Somit komme ich rechnerisch auf eine Tubuslänge von 800-900mm. Sind dies bisher realistische und sinnvolle Werte?

nö. da kannst auch gleich das Geld verbrennen, verschenken oder sonstwas mit anstellen...

Für mobilen Einsatz (aufs Feld fahren) entweder ein 6" Newton oder ein Mak oder ein SC. Dann paßt auch die EQ5. Die muß aber Motoren dran haben. Sonst wird das nix.

Denn die Erde rotiert um ihre Achse. Also, Montierung aufbauen, einnorden, Teleskop draufsetzen, Nachführung einschalten, Planet suchen, mittig einstellen, Okular raus, Webcam rein. Erneut scharfstellen. Aufnehmen.

Ich lese weder was von Stromversorgung noch von Webcam oder besserer Planetenkamera bei Dir. Da fehlt ein wichtiges Stück Ausrüstung, was auch ins Geld geht!

Es wurde davon abgeraten, sich eine Okularöffnung von 2" auszusuchen sondern als Anfänger eher 1,25" wegen der Universalität des Anschlusses.

das hat nix mit Anfänger zu tun, sondern damit, daß popelige Teleskope keinen vernünftigen 2" Okularauszug haben. :totlach:

Plösslokulare wurden aufgrund des hohen Kontrastes besonders Empfohlen. Ist das so richtig?

ja, bei Planeten sind Plössels prima

Sind andere Linsen wie z.b. eine Barlow-Linse zur Verdopplung sinnvoll?
Auf alle Fälle :)

Was haltet ihr für besser: eine Umkehrlinse oder ein Amici-Prisma für die seitenrichtige Darstellung von Objekten?

die sind überflüssig. Die Planeten haben keine Beschriftung. Ob Du die seitenrichtig, gespiegelt oder auf dem Kopf stehen anschaust, ist wurscht! ;)

Solche Linsen nimmt man, wenn man irdische Objekte beobachten möchte...

Aus der Fotografie weiß ich, dass je mehr optische Komponenten verwendet werden, umso stärker leidet die Qualität des Bildes, da das vorhandene Licht mit jeder Linse und jedem Filter stärker gebrochen und gebeugt wird.
Dies wird hier wohl auch der Fall sein, daher meine Frage, wie sinnvoll sind Filter zur Kontrastverstärkung bei der Mond- und Planetenfotografie?

sofern Du Dir keinen Apochromaten leisten möchtest/kannst, brauchst für die visuelle Beobachtung mit einem Refraktor einen "minus Violettfilter" oder einen Gelbfilter (je nachdem wie Tolerant Du gegen Farbsäume bist), der die ärgsten Farbsäume beim Gucken eliminiert.

Für die Fotografie von Planeten muß das IR-Licht, das in einem anderen Brennpunkt abgebildet wird, durch einen IR-Sperrfilter geblockt werden. Weitere Kontrastfilter sind Makkulatur, den Kontrast regelt man hinterher bei der Bildbearbeitung...

Aus der (Nacht-)Fotografie weiß ich, dass alles mit einem guten und stabilen Stativ und dessen Kopf steht und fällt. Daher werde ich mir separat ein Stativ und eine äquatoriale Montierung (mit Option auf eine motorisierte Nachführung; wahrscheinlich eq-4 oder eq-5) kaufen.

Nimm von Anfang an eine EQ5 mit Motoren! Ohne Motoren kannst Fotografie völlig knicken!

Ich wohne außerhalb einer größeren Stadt (Koblenz) und habe die Möglichkeit innerhalb von etwa 30 min in der tiefsten Eifel oder im tiefsten Westerwald zu sein, um der größten Lichtverschmutzung aus dem Wege zu gehen.

Für Planeten ist die Lichtverschmutzung völlig egal. Du kannst direkt neben eine Straßenlaterne, neben einer Leuchtreklame oder was es sonst so an Lichtquellen gibt, Planeten fotografieren. Denn da wird die Vergrößerung so hoch geschraubt, daß der Hintergrund trotzdem schwarz oder sehr dunkel ist. Ich fotografier selber aus dem Großfraum Stuttgart seit nem Jahrzehnt Planeten.

Für Deepsky allerdings ist der dunkle Acker angeraten. :)

Somit sollte das Equipment noch halbwegs transportabel sein, was sich aber aus den bisherigen Werten als eher problemlos darstellen sollte.

Transportabel ist die EQ5, keine Frage. Aber so ein Spielzeugröhrle mit 80/900 und Planetenfotografie, das laß bleiben. Da muß was anderes drauf.

Mein Budget für den Tubus liegt bei 400-500 € und nochmal etwa 200 € für Okulare und Kameraadapter. Hier ist noch die Frage, machen Filter für die Kamera Sinn? Ich las von Filtern die den Kamerachip vor übermäßiger Strahlenbelastung schützen sollen.

mit dem Budget bekommst entweder einen schönen 6" Newton (f= 1:5, 1:6) oder ein C5 oder dieses.

Die beiden SC´s sind kompakt, aber brauchen mehrere Stunden Zeit, bis sie ausgekühlt sind. Der Newton ist länger, hat mehr Hebel auf deer Montierung, ist aber deutlich schneller ausgekühlt als die beiden geschlossenen Systeme. Alle 3 passen von der fotografischen Tragekraft auf eine EQ5. Weniger als EQ5 würde ich keinesfalls nehmen!

 
Hallo Fee,


ich sehe schon, dass die Teleskopauswahl nicht so leicht ist, wie ich das ursprünglich erwartet hätte.

Ich bin davon ausgegangen, dass ich meine Canon Eos 550d an das Teleskop schraube und das Teleskop quasi als Objektiv dient.
Scheidet das denn Grundsätzlich für mein Vorhaben aus oder ist das mit T2 Adapter, Nachführmotoren auch realisierbar?

Daher auch die erste Wahl des Refraktors. Praktisch alle Seiten auf denen ich mich bisher eingelesen habe, sagen übereinstimmend, dass Refraktoren aufgrund der fehlenden Obstruktion den besten Kontrast bieten und man die chromatische Aberration durch eine geeignet lange Brennweite auch ausmerzen könne.


Also sehe ich das richtig, dass formatfüllende Bilder des Mondes quasi zusammengesetzte Panoramabilder aus Einzelaufnahmen sind?

Ich muss auf jeden Fall sagen, dass das hier ein tolles Forum ist und ihr echt wahnsinnig schnell antwortet. Vielen Dank.

Dann werde ich mich wohl noch ein bisschen mehr informieren müssen, hab ja bisher eher einseitig Richtung Refraktor gelesen.

Ich bin auch gerne für weitere Tipps und Vorschläge offen!

Vielen Dank bisher.
 
Hi Marcus,

Nachtrag:

hier ein Link zu ner Planetentauglichen Webcam.

Die ist für den Einstieg ausreichend. Nimm gleich den Sperrfilter und die apochromatische Barlow dazu.

Stromversorgung für die EQ5: da würde ich einen 12V/7,5 Ah Bleigelakku aus dem Fachhandel (nicht bei TS - viel zu teuer!) nehmen. Die Batterien in dem mitgeschickten Akkupack sind innerhalb von 20-30 Minuten leergelutscht. Und ohne Strom keine Nachführung...

Dann hast alles, was Du brauchst für Planetenfotografie.

Zum Stacken: Giotto, Registax oder sonst ein Freewareprogramm.

 
Hi Markus,

Ich bin davon ausgegangen, dass ich meine Canon Eos 550d an das Teleskop schraube und das Teleskop quasi als Objektiv dient.
Scheidet das denn Grundsätzlich für mein Vorhaben aus oder ist das mit T2 Adapter, Nachführmotoren auch realisierbar?

beim Mond geht das prima mit DSLR und Einzelbild. Aber die Planeten sind viel kleiner. Du hast ein Bild mit 4000x3000 schwarzen Pixeln, und Jupiter hat 20x20 Pixel.

Bei genügend hoher Brennweite, gepaart mit viel Öffnung (=Licht) kannst theoretisch natürlich auch Jupiter mit der DSLR aufnehmen. Dann eben 3900 x 2900 schwarze Pixel und ein völlig verrauschter 100x100 Pixel großer Jupiter.

Das Seeing verändert sich in Sekundenbruchteilen. Du kannst garnicht so schnell den Auslöser betätigen, wie sich das ändert.

Daher nimmt man schlicht 3 Minuten ein Video auf und schmeisßt hinterher zwischen 90 und 75% der Bilder weg, weil die Schrott sind. Nur der gute Rest wird weiterverarbeitet...

Hier ein Vergleich rauschiges Einzelbild <-> fertig bearbeitetes Summenbild (25% von 3.000 Bildern)

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/4b12bb-1355149943.jpg

Ne DSLR kann blos max. 7 Bilder pro Sekunde auf den Chip schreiben. Jupiter rotiert so schnell, daß man bei mehr als 3 Minuten Unschärfe bei den Details reinkriegt. Also kannst max. 3 Minuten fotografieren. Auf "Dauerfeuer" gestellt macht dann die Kamera in 3 Minuten etwa 200-300 Bilder. Das ist

a) zu wenig
b) geht auf den Verschluß.

:mauer:

Daher die Webcam. Die hat viel weniger Pixel (640x480), hat keinen Verschluß und die anfallende Datenmenge ist kleiner als bei einer DSLR :)

Daher auch die erste Wahl des Refraktors. Praktisch alle Seiten auf denen ich mich bisher eingelesen habe, sagen übereinstimmend, dass Refraktoren aufgrund der fehlenden Obstruktion den besten Kontrast bieten und man die chromatische Aberration durch eine geeignet lange Brennweite auch ausmerzen könne.

Das sind Infos aus der Zeit der chemischen Fotografie. Seither hat sich einiges getan. ;)

Ich selber fotografierte 6 Jahre mit Webcam, nem 6" Newton f = 1:5 und Okularprojektion, ehe ich in ne stabilere Montierung, nen 8" Newton f = 1:5 und ne s/w DMK samt Filterrad investiert hab. Alles vom Balkon in Ludwigsburg. Im Sommer in Hausschuhen und Schlafanzug, im Winter dick eingemummelt...

Keine Schlepperei vom Geraffel über die Treppen, keine Fahrerei nach nem anstrengenden Arbeitstag, keine Probleme mit leeren Akkus, das Geraffel steht einfach dauerhaft auf dem Balkon. So ist es Sommers wie Winters gut temperiert und ich kann gleich loslegen, wenn der Himmel klar ist und Mond/Planeten da sind :)

Also sehe ich das richtig, dass formatfüllende Bilder des Mondes quasi zusammengesetzte Panoramabilder aus Einzelaufnahmen sind?

jain. Das kann ein Singelshot mit ner DSLR oder ein Mosaik sein.

 
Nachtrag zu den unterschiedlichen Größen Mond/Planeten:

Der Mond hat 30 Bogenminuten in Durchmesser. Eine Bogenminute sind 60 Bogensekunden. Jupiter hat zwischen 40 und 55 Bogensekunden, je nachdem, wo die Erde grad auf ihrer Umlaufbahn steht. Jupiter ist also nur rund 1/40 stel so groß wie der Mond auf dem Chip. ;)
 
Hi Marcus,

die DSLR kannst Du für Schnappschüsse einsetzen - das dürfte aber die Ausnahme sein. Eine Mond-Totale oder ein begrenzter Ausschnitt, das geht mit der DSLR ganz gut, weil der Chip groß ist und viel Auflösung hat. Bei einer so niedrigen Brennweite kommt man auch mit kurzen Belichtungszeiten hin - Spiegelvorauslösung ist aber notwendig, sonst verhaut es die Aufnahme. Auch Mondfinsternisse sind so gut abzulichten, da braucht es aber schon längere Belichtungszeiten. Ich erinnere mich an DSLR-Aufnahmen von 2 bis 8 Sekunden bei 400 ASA - und da muss schon die Nachführung stimmen, Wind darf nicht stören und das Teleskop darf wirklich nicht wackeln.

Ansonsten ist die DSLR wirklich nicht geeignet. Den Einstieg machen viele Sternfreunde mit einer Webcam oder einer sonstwie vorhandenen Videokamera (die aber nicht zuviel Kompressionsartefakte zaubern darf). Ich bin mir nicht sicher, wie ergebnisorientiert Du die Sache angehen willst. Die in der Vergangenheit durchaus richtige Wahl einer guten Webcam ist heute überholt. Wenn man auf's Ergebnis schaut, dann nutzt man Kameras ab DMK aufwärts. Dabei ist Auflösung übrigens nicht der Trumpf. Wesentliche Eckdaten sind Pixelgröße und Bildrate (mit wenig oder keiner Kompression und ohne hinzugerechnete Bilder).
Um ein Jupiterbild mit hoher Auflösung zu machen, hat man ein Zeitfenster von drei Minuten. Innerhalb dieses Fensters gilt es dann bei einer SW-Kamera ggf. auch noch die RGB-Filter und ggf. noch den IR-Passfilter durchzuschieben, zu fokussieren und eben minimal 3000 Bilder pro Kanal auf die Platte zu schleudern. Jupiter wird dabei weit, weit unter 400 Pixeln Durchmesser bleiben. Somit reicht also schon ein Chip mit 640x480. Bei höher auflösenden Chips verstopft das viele unnütze Schwarz drumrum nur die Datenleitung.

Wenn es Dir hingegen allein um die Erfahrung geht, Planeten aufzunehmen, dann reicht eine Webcam. Die alten Toucam-Modelle von Phillips sind da definitiv brauchbar und man bekommt Teleskopadapter dafür.

Clear Skies
Sven
 
Hallo verrückter Stinker,

ich bin absoluter Neuling was das Thema Astronomie und Teleskop anbelangt, ...

dann empfehle ich dir zuerst einmal gute Literatur zum Thema zu lesen!

Man liest viel im Internet. Vieles ist voll-Schrott, aber es gibt
auch edchte Perlen unter den Webpages. Die must du erstmal finden.

Ein paar GRundsätzliche Anmerkungen.
1) die Luftunruhe ist meistens der limitierende Faktor.
Durch viele kurze Aufnamhen die du selektierst und aufsummierst
kannst du das Seeing (= die Unruhe der Luft) zum Teil überlisten
2) wenn du langebelichtete Deep Sky Aufnahmen machen willst
wird die Montierung entscheidend wichtig
3) triff dich mit Astrophotographen aus deiner Gegend und schau denen zu.

Es wurde davon abgeraten, sich eine Okularöffnung von 2" auszusuchen sondern als Anfänger eher 1,25" wegen der Universalität des Anschlusses.

Schwachsinn.

Als Grundausrüstung wird immer wieder Empfohlen:
Vmax (max 2facher Objektivdurchmesser);
Vmin (Vmax/6);
und 1-2 Zwischengrößen;

Falls du über eine normale Sehkraft sowie verfügst rate ich zu D x 1,5
als Maximalvergrößerung.

CS, Karsten
 
Hallo Marcus,
da Du eine 550D besitzt bietet sich noch eine andere Methode der Planetenfotografie an.
Und zwar kannst Du mit der Kamera im CropVideo Modus ebenfalls Videos aufnehmen.Hierbei wird nur ein kleiner Bereich (640x480Pixel) des Sensors genutzt.Das und die Größe der Pixel entspricht in etwa dem Format einer Webcam.
Diese Videos können dann mit den üblichen Programmen ,für die Planetenfotografie bearbeitet werden.In diesem Modus werden 60 Bilder/s aufgezeichnet,also sind in kurzer Zeit sehr viele Einzelframes möglich.
Ein weiterer Vorteil wäre das Du dafür nicht mal einen Laptop benötigst.Es wäre natürlich zu schön wenn es keine Nachteile geben würde.Das wäre einmal der sogenannte Rolling Shutter und das Aufnahmeformat Mjpeg.Also leider ein komprimiertes Videoformat.
Das ganze funktioniert aber trotzdem ganz gut,vor allem zum reinschnuppern in die Technik.
Mit der Methode könntest Du die Phase mit einer Webcam überspringen und bei weiterem Interesse gleich auf eine DMK o.ä. wechseln.
Hier mal ein Beispiel was ich mit einer ähnlichen Methode erzielt habe.

VG Cl.-D.
 
Wow, Leute ich bin echt begeistert von euch!

Ich hätte nicht gedacht, dass ich 1. so schnell eine Antwort bekomme und 2. ihr auch noch so bemüht und detailiert meine Fragen beantwortet!

Ich merke schon, Astrofotografie hört sich einfacher an, als es ist.

Dann werde ich von der DSLR wieder abstand nehmen und mich erst einmal genauer in das Thema einlesen.

Habt ihr Literaturtipps für mich?

Ich denke auch, dass ich dann erst einmal mit der Beobachtung und dem berühmten Seeing Erfahrung sammeln werde, bevor ich dann in die Fotografie einsteige.

Ein paar Mondschnappschüße mit T2 Adapter werden es wohl werden, aber den Rest lege ich zunächst auf Eis und studiere erst einmal Himmelskarten und den Karkoschka.

Gibts den gute (und verständliche) Bücher zur Astro-Fotografie?

Taugen eigentlich die Iphone und Ipad Sternenfinder-Apps etwas?




Viele Grüße an alle Astrografen!
 
Moin Marcus,
- Es ist sicher ein vernünftiger Ansatz, wenn du dich vor dem Teleskopkauf noch ein wenig einliest.
- Egal welches Teleskop es dann wird, die Empfehlung die du in deinen Eröffnungsbeitrag wiedergegeben hast, einen 1,25‘‘ OAZ zu wählen weil der „universeller“ sei, kannst du in die Tonne treten. Jeden 2‘‘ OAZ kannst du auf den kleinen reduzieren (bei einigen Teleskopen ist der entsprechende Adapter sogar mit im Lieferumfang)
- Falls du dir einen Newton zulegst und perspektivisch immer noch in die Astrofotografie einsteigen willst, dann achte darauf, dass er ausreichend Backfokus hat, damit du mit der DSLR in den Fokus kommst.
- Ebenfalls mit Blick auf die Fotografie: Packe das Teleskop auf eine parallaktische Montierung, die ruhig eine Nummer zu groß sein kann und ohne Motoren wenig Sinn macht.
- Lass dir die DSLR nicht ausreden. Ich würde an deiner Stelle erst mal das vorhandene Equipment nutzen, so weit möglich. Geld ausgeben wirst du später noch genug. Zumindest für den Einstieg und um auszutesten was dir liegt, reicht die 550d vollkommen. Wenn du dir Teleskop und Monti kaufst, kommt es auf den Adapter auch nicht mehr an. Ein Blick in den Gebrauchtmarkt lohnt sich auch immer.
Dass für Sonne, Mond und Planeten traditionell von einer DSLR abgeraten wird, liegt daran, dass die bisher kaum oder nur eingeschränkte Videofunktionen hatten. Aber wie Joschi schon geschrieben hat, ist mit dem MovieCrop-Modus doch einiges möglich. Und wenn du die Kamera einmal drann hast, kannst gleich deine ersten DS-Versuche machen. Abhängig von der Genauigkeit deiner Nachführung und der Brennweite sind auch ohne Guiding Einzelbelichtungen von 30 bis 60 sec möglich.
- Bücher zum Thema gibt es, aber sie haben mir kaum mehr Infos gebracht, als das Internet. Eine gute Seite für den Anfang ist aus meiner Sicht diese
http://astrofotografie.hohmann-edv.de/grundlagen/
 
Frage:

DSLR und Video

Meine EOS 600D kann ja fullHD aufnehmen, ist das auch geeignet bei sagen wir mal 2000 mm Brennweite und 200 mm Öffnung ?
Was ist mit CropVideo gemeint ?
Ah ok glaube habs gefunden 640x480 pixel 25 bilder die sec.
 
Hi Molke1,

Meine EOS 600D kann ja fullHD aufnehmen, ist das auch geeignet bei sagen wir mal 2000 mm Brennweite und 200 mm Öffnung ?

überleg mal, wie viele Bilder hat so ein Video pro Sekunde? Das dürften 25 sein. Also hast da ne maximale Belichtungszeit von 1/25 s pro Einzelbild. Am Mond klappt das mit nem Video. Der ist hell. Da kannst live mit der Videofunktion scharfstellen und dann aufnehmen.

Guck Dir mal weiter oben an, wie klein Planeten bei 1800 mm Brennweite rauskommen. Bei 2000 mm Brennweite sind sie 4 Pixel größer. :D Wenn Du sehr viel Geduld hast, kann es eventuell klappen mit dem Scharfstellen. Und falls Du während der Videofunktion die Belichtung steuern kannst, könnte es auch sein, daß Jupiter nicht nur eine einheitlich weiße Scheibe (=völlig überbelichtet) ist.

Deepsky macht mit Video aber keinen Sinn, denn da reden wir über Belichtungszeiten von 30 Sekunden am Stück und mehr.
 
Hallo Ulf,

Dein
Zitat von klausj:
Lass dir die DSLR nicht ausreden. Ich würde an deiner Stelle erst mal das vorhandene Equipment nutzen, so weit möglich. Geld ausgeben wirst du später noch genug. Zumindest für den Einstieg und um auszutesten was dir liegt, reicht die 550d vollkommen.
dürfte der hilfreichste Tip für Marcus überhaupt sein. :super:

Mal ehrlich: Planetenaufnahmen wurden schon vor Webcam usw. gemacht. Damals verwendete man eine SLR mit Film und hat dann von 37 Dias halt 35 als unscharf oder fehlbelichtet aussortiert. Die beiden anderen waren dann brauchbar oder sogar gut. Bei digitalen Kameras kann man mehr Aufnahmen machen und unscharfe gleich wieder löschen. Filmkosten fallen nicht an, also ist es kein Problem, auf diese Art zu arbeiten.

Die Kurzfassung des Tips habe ich in den frühen Neunzigern gehört, als mir Zweifel kamen, ob mit den mir zur Verfügung stehenden Filmen Deep-Sky-Aufnahmen durch einen 102/1500er FH möglich seien: "Machen!"

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
Hallo,

Zitat von crazystinkie:

Himmelsfotografie mit der digitalen Spiegelreflexkamera: Die schönsten Motive bei Tag und Nacht von Stefan Seip.

Scheint wohl vergriffen zu sein. Kostete neu um ca. 15 Euro. Kannst ja mal schauen, ob Du es hier im Bieteforum oder anderswo noch eines findest.

Ein paar Mondschnappschüße mit T2 Adapter werden es wohl werden, aber den Rest lege ich zunächst auf Eis und studiere erst einmal Himmelskarten und den Karkoschka.

Eine Alternative zum Karkoschka wäre der Deep Sky Reiseatlas. Er ist laminiert und abwaschbar. Als Ergänzung bzw. für den groben Überblick finde ich den Skyscout noch ganz gut.


Gibts den gute (und verständliche) Bücher zur Astro-Fotografie?

Ich würde erst einmal in das Buch von Stefan Seip reinschauen.

Gruß

Ronald
 
Also weiter oben lese ich was mit Crop Video mit der 550D
Weiter unten , alles qatsch wenn ich das richtig deute.

OK ich probier einfach aus.

Gut bei der Brennweite von 2000 mm nicht Optimal.

zumindest konnte ich schon ein Foto machen am 70/700 wo man die Wolkenbänder am Jupiter erahnen konnte und das ohne Nachführung.

 
Hi,

eine weitere, ebenso gute Alternative zum Karkoschka.

Grüße Coyote
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
ich würde das mit dem Crop Videomodus so gern einmal testen,leider habe ich da keine geeignete Canon.
Hier mal ein Youtubevideo was die Funktion beeindruckend zeigt.
Übrigens werden die Videos mit 60Frames/s aufgezeichnet und die Einstellungen lassen sich manuell vornehmen.
Die EOS 550D oder 600D haben sogar 18 Megapixel was kleinere Pixel zur Folge hat.Somit braucht man nicht die längeren Brennweiten wie bei den üblichen Webcams und DMK Kameras.
Die anderen Videoformate sind für Planeten ungeeignet.Da wird immer der gesamte Sensor genutzt und dabei Pixel zusammengefaßt.
Nur im Cropmodus wird ein kleiner Teil des Sensors genutzt.
Ich finde das sich das sehr lohnt mal aus zu probieren.
VG Cl.-D.
 
Zitat von Molke1:
Also weiter oben lese ich was mit Crop Video mit der 550D
Weiter unten , alles qatsch wenn ich das richtig deute.

OK ich probier einfach aus.

Gut bei der Brennweite von 2000 mm nicht Optimal.

zumindest konnte ich schon ein Foto machen am 70/700 wo man die Wolkenbänder am Jupiter erahnen konnte und das ohne Nachführung.

Das funktioniert schon. Das Scharfstellen ist das Schwierigste dabei. Die 550d hat aber einen Zoom-Modus. Da kann man an den Jupitermonden scharf stellen. Wenn die Luft schön ruhig ist, dann bekommt man sie fast punktförmig hin. Und der Crop-Modus bedeutet eine Quasi-Vergrößerung von etwa 7-fach. Bei 2 Metern Brennweite geht da schon was. Zumindest freuen einen die ersten Erfolge. Für Deep Sky braucht man dann vor allem eine stabile Montierung und viele Aufnahmen, die möglichst länger als 1 Minute belichtet wurden. Es gibt aber auch die Kurzbelichterfraktion. Die machen dann gleich mal schnell ein paar Tausend Aufnahmen

Einfach mal probieren. Ich bin auch noch totaler Anfänger, nehme mir aber pro Jahr so etwa 10 Mal die Kamera zum "Rumspielen" mit.

@Joschi: Claus, wenn wir mal langfristig planen, könnte ich Dir mal die 60d mitbringen. Du überspielst Dir die Bilder doch sowieso gleich auf den Rechner oder bringst Dir eine eigene SD-Karte mit. Leider ist die 60d aber nicht modifiziert.

GG
 
60 Bilder / sec. ?
Also meine EOS 600D kann ich nur auf
1920x1080 25fps
1920x1080 24fps
1280x720 50fps
640x480 25fps
einstellen und nirgends crop oder 60 fps
 
Dazu gibt es dann spezielle Steuerprogramme für den Laptop wie EOS Movie Record.

Ohne Rechner ist der 640-mal-480-Modus der richtige.
 
Hi,

bei meiner Kamera (60Da) gibts den Crop Modus auch und er funktioniert am Mond ganz gut - wenn man denn den Fokus trifft. Ich werde wohl einen externen Monitor (7") zum genauen Fokussieren besorgen müssen.

Grüße Coyote
 
ok bei 640 x 480 wird aber mit 25 bilder die sec. aufgezeichnet
es lassen sich aber ISO Wert und Verschlußzeit manuell einstellen
wenn man normales foto-objektiv verwendet auch noch die blende :)
 
Moin zusammen,
also noch mal für alle, die es nicht wahrhaben wollen:
Die 550d nimmt im MovieCrop die zentralen 640x480 Pixel mit 50 oder 60 fps auf. Datenblatt gefällig?
http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_550D/#p-specification13
Ich sehe nicht, warum dies nicht für erste Versuche reichen sollte. Ob eine Webcam wirklich sichtbar besser ist, müsste ein Vergleichstest zeigen.
Da die Canon als Dateityp nur mov nutzt, muss das Video zum stacken noch in avi umgewandelt werden. Dafür gibt es einen Sack voll Tools. Das bringt sogar das kostenlos beiliegende ZoomBrowser EX. Danach geht es z.B. mit Giotto.
Da ich mich eigentlich eher an DS versuche (falls Wetter und Zeit mitspielen) habe ich die MovieCrop-Funktion nicht ausführlich getestet. Hier mal ein paar Beispiele. Aufnahme und EBV nach der quick&dirty-Methode.
Link zur Grafik: http://cdn.astrobin.com/images/64c9055a-4387-40bc-8aac-ea627cdf674c_thumb.png Link zur Grafik: http://cdn.astrobin.com/images/e482e72f-67ec-420c-91d3-1d8ededd1427_thumb.png Link zur Grafik: http://cdn.astrobin.com/images/8af87a4b-1e6b-40ab-ac42-a5de975b3dd6_thumb.png Link zur Grafik: http://cdn.astrobin.com/images/c2ea66b2-2006-4cd2-ae88-99911833d153_thumb.png

@Molke1: FullHD macht leider keinen Sinn. Für Planeten braucht so viel Pixel kein Mensch, zumindest nicht mit 2 m Brennweite. Da hast du nur mehr schwarzen Hintergrund in FullHD. Für Sonne und Mond wäre es nett, wenn dafür auch gecropt würde. Leider wird aber der volle Chip ausgelesen und die Auflösung auf HD-Format „runtergematscht“. Dadurch gehen Details verloren.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Link zur Grafik: http://www.traumflieger.de/forum/files/xxxxxx7_12.jpg

Das ist ein Bild mit einer EOS 600 D aufgenommen ,leicht digitalgezoomt, bei 800ISO und ca 1/100 sec Belichtungszeit im Videomodus.
Instrument war ein 127mm MAK mit 1500mm Brennweite plus 1,4X Telekonverter.

Ca 20 Sekunden Belichtung. Verarbeitet mit Castrator und Auto Stakkert, etwas Pinacle und Photoshop.

Ich fange gerade an, auf diesem Weg Saturn und Jupiter abzulichten. 127 mm sind nicht viel Öffnung und meine Bedingungen sind auch nicht ideal, aber immerhin...

Link zur Grafik: http://www.traumflieger.de/forum/files/conv_a_mvi_7162.movx_castr_g3_q13.jpg

Grüße

*entfernt*
 
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