Teleskop oder doch Spektiv?

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DonMassi

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Hallo

Danke für die Aufnahme.
Habe mich schon durch das forum gelesen aber leider nicht die passende antwort gefunden.

Ich wohne am berg und will so auf ca 1-4 km erdbeobachtungen machen. Bin daher unschlüssig ob spektiv oder teleskop weils doch weit ist. Hoher variabler zoom und eine große öffnung zum reinsehen wär mir wichtig.

Kann mir bitte wer was empfehlen kenn mich leider nicht gut aus. Preisrahmen liegt bei ca 150€ wenns qualitativ viel bring könnens auch ein paar euro mehr sein.

Vielen dank schon mal :)

Lg massimo
 
Hallo,

Ich würde zunächst zum Fernglas raten. Mit einem 8*56er hast du ein großes Gesichtsfeld, und man sieht viele Objekte sogar eindrucksvoller als im Teleskop. Ein Fernglas kann man gerade in den Bergen auch bei Tag oft gut gebrauchen. Also eine sehr gute Investition.

VG Christian
 
Hallo nochmal,

sorry, ich habe vorhin auf dem Smartphone-Display überlesen, dass du das Gerät für Erdbeobachtungen nutzen möchtest (oder auch Himmels?).

Die meisten Teleskope benötigen ein sog. Amici-Prisma, damit das Bild aufrecht und seitenrichtig erscheint. Sonst erscheinen die Objekte je nach Konfiguration kopfstehend und seitenverkehrt oder aufrecht und seitenverkehrt.

Spektive und Ferngläser haben diese Bildumkehrung bereits integriert. Ein Spektiv ist relativ teuer (im Vergleich zum Fernglas), hat aber den Vorteil, dass man oft einen bequemen 45°-Einblick hat. Die Vergrößerungen sind mit austauschbaren Okularen variabel.

Ein Fernglas ist auch bei sehr guter Bildqualität in der Regel preiswerter als ein Spektiv, und man ist damit auch mobiler. Das binokulare Sehen ist entspannter und wird von vielen als angenehmer empfunden.

Du schreibst leider nicht, ob du kleine Objekte detailliert beobachten oder Übersichtsbeobachtungen machen möchtest. Hiervon hängt die Frage, ob ein Fernglas oder Spektiv besser ist, entscheidend ab.

Bei deinem Budget tendiere ich jedoch eher zu einem kleineren, aber dafür wirklich guten Fernglas der 7*50-Klasse. Möchtest du auch den Himmel beobachten, halte ich das oben bereits erwähnte 8*56 für angebrachter: Es ist noch gut transportabel und ermöglicht sehr eindrucksvolle Beobachtungen großflächiger Himmmelsobjekte. Für Himmels- und Erdbeobachtung ist das meines Erachtens nach der beste Kompromiss, wenn es ein Fernglas wird.

VG Christian
 
Hallo

Danke für die antwort.
Möchte schon gern so nah wie möglich ran(detailiert sehen) mobil muss es nicht sein steht dann immer auf der terrasse. Brauch es eigentlich nur für erdbeobachtungen.

Als spektive hätt ich die gefunden sind die gut haben hohen zoom?

Zoomion Spektiv Wolf 33-100x100mm https://www.amazon.de/dp/B00PZLPRZM/ref=cm_sw_r_awd_ccyywbR0SQR26

Oder:

Omegon Zoom-Spektiv 25-75x70mm https://www.amazon.de/dp/B00FGK8KBU/ref=cm_sw_r_awd_rdyywbS5GMGYV

Oder haben sie eine andere empfehlung um so nah wie möglich ranzukommen in diesem preisbereich?

Danke
Mfg eckhart



 
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Hi Eckart,

Spektive werden 'hier' eher selten genutzt. Insofern kommen wohl auch nicht sonderlich viele Tipps zusammen.
An deiner Stelle würde ich die Seiten der Fachhändler anschauen - teils hat es Kundnmeinungen, die tatsächlich etwas taugen. Bei Amazon sind die leider zu 99% nutzlos.
Alternativ in nem forum für Ornithologen vorbeischaun. Da ist das ja das Hauptinstrument. Für gewöhnlich liegen die preislich zwar locker beim Zehnfachen deines Budgets, aber sicher kommt auch da ab und an die Frage nach günstigen Schnäppchen auf.

cs
Jürgen
 
Hallo Massimo,

wenn es dir wirklich nur um ein Spektiv geht, findest du, schon weil der Begriff grad bereits fiel, bei orniwelt.de eine gute Übersicht. Da sind natürlich von Zeiss und Swarowski, Nikon und Leica die Platzhirsche zu finden, die dein Budget wirklich pulverisieren. Aber du findest auch Einsteigerprodukte.

Ich habe mein aktuelles Spektiv, dass ich für den Bogensport nutze, auch dort erworben. (Interessanterweise war mein erstes Modell von Bresser!) Die Distanzen, die ich überbrücke, sind kürzer (< 80 Meter), dafür muss es in der Dämmerung, im Wald, bei Mischlicht und mit wirklich filigranen Details punkten.

Bei Amazing würde ich NICHT kaufen!!! Nicht, weil ich es der Krake nicht gönne, sondern weil ich mir Rat und Hilfe bei den Cracks holen würde. Du bist ja auch hierher gekommen und hast dich nicht auf die Kommentare dort verlassen.

Grüße. Olaf
 
Hallo jürgen

Ok danke hab gerade geschaut bei Ornithologen find ich nicht wirklich ein aktives forum... Vielleicht kommt noch ein tipp und sonst bestell ich einfach das mit den hohem zoom:)

Lg massi
 
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Hallo olaf

Beim teleskop kenn ich mich zuwenig aus wegen diesen prismen was du sagtest deswegn bleib ich beim spektiv außer mir kann wer ein teleskop empfehlen für erdbeobachtung?

Danke ich schau mal bei orniwelt vorbei vl find ich ja da was:)

Ok 80m und 3km sind andere welten hoffe das da ein spektiv doch die richtige wahl ist, sonst muss ich mein budget aufstocken.

Gruss massimo






 
Der Zoomfaktor ist halt so eine Sache. Je höher, desto dunkel. Es hängt wirklich davon ab, was du damit beobachtest. Ist es immer tagsüber und zumeist hell, ist der Zoomfaktor okay. Ist es das beleuchtete Fenster deiner Angebeteten auf der anderen Talseite, ist es auch okay. Wenn es dämrig wird, gerätst du bei den günstigen Ausführungen zügig an deine Grenzen.

Was spricht gegen ein Fernglas mit Fotostativhalterung??

Gruß, Olaf
 
Hallo Massimo,

für mich liegt die qualitativ noch akzeptable Untergrenze bei Spektiven bei Celestron Ultima 80, bei Baader gibt es derzeit in den Schnäppchenliste welche für 189 Euro. Alle andere (auch Ultima 60) haben deutlich schlechtere Zoom Okulare, die bei der niedrigsten Vergrößerung unakzeptabel kleines Gesichtsfeld haben. Da geht es nicht um einige Prozente unterschied, sondern darum, dass man in einem biligen Spektiv bei gleicher Vergrößerung nur die halbe Fläche sieht im Vergleich mit einem vernünftigen Spektiv. Das gleiche gilt übrigens auch für die Zoom Okulare - sparen bedeutet auch hier auf die häfte von sichtbaren Fläche verzichten!!!

Bei Ultima 80 ist bei Astroshop folgendes angegeben: Sehfeld auf 1.000m (m) 35 (35 bei 20x / 18 bei 60x).
Für von Dir verlinkte Geräte habe ich keine solche Angaben gefunden, auch nicht bei anderen Webshops, die sie anbieten - ich vermute aus guten Grund.... ein Schelm der Böses dabei denkt...

Durchmesser über 80mm brauchst Du am Tag nicht. 100mm bedeutet mehr Farbfehler, mehr Gewicht, teuerer als 80mm (ausser man hat woanders gespart - Okular!). Vernünftige 100mm Spektive kostet deutlich mehr als dein Budget.

Vergrößerungen über 60x sind bei der Entfernung wg. Lunftunruhe und ähnliches meistens nicht vernünftig nutzbar.

Dabei ist auch niedrigere Vergrößerung wichtig für Übersicht und auffinden von Objekten.

Und wenn Du den Ultima 80 auf einen gescheiten Stativ stellst, kannst Du nichts falsch machen. Der Stativ bei Zoomion ist vollkommen lächerlich, hier müsstest Du sofort ein anderes kaufen. Auch bei dem Omegon wirkt der Stativ nicht besonders gut.

Oder vielleicht hast Du schon einen vernünftigen Fotostativ?

In allem schlimmsten Fall bei extrem knappen Budget könntest Du es provisorich auf so etwas stellen: http://www.teleskop-express.de/shop...-mit-Neigekopf---25cm-bis-50cm---bis-3kg.html - besser wie die verlinkte Stative wird es schon sein, und später kaufst Du sowieso einen Soliden Fotostativ (wirlich geeignet sind die ab angegebenen 7kg Tragfähigkeit).

Ich besitzen den Ultima 80 zwar nicht, habe es mir aber im Laden angeschaut (auf baader astro nature stativ) und einige Zeit damit gespielt, und war von der Kombination positiv überrascht.
 
Es ist immer tagsüber wenns hell ist. Von der terrasse aus in den wald, berg, tiere, taal und so.

Spricht eifentlich nix dagegen hab mir nur gedacht spektive sind größer und damit kann ich mehr zoomen und seh mehr details.

Im preisbereich von ca 150 welches wär dafür empfehlenswert?


Gruss massimo

 
Hallo stano

Danke fürs schaun und erklären sehr informativ, dann werde ich mich wohl für das ultima entscheiden hat zwar nicht so viel zoom aber mit den muss ich nunmal leben wenn ich nicht mehr budget habe:)

Stativ hab ich nur ein kleines da spar ich dann nochmal auf ein größeres kommt dann später:)

Habe noch ein spektiv von celeteon gefunden das 75* zoom hat was sagst du zu dem?

Celestron C70 Mini Mak Zoom Spektiv (25-75x) mit Stativ und Tragetasche https://www.amazon.de/dp/B001MUHQBI/ref=cm_sw_r_awd_A0zywbRV7PPFY

Nur der link auf amazon werd ichs eh nicht kaufen:)

Gruss massimo





 
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Beitrag entfernt da nicht mehr relevant (Antworten haben sich gekreuzt)
 
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Minimak: GESICHTSFELD AUF 1000m: 22,7m @ 25x;
12,2 @ 75x
Ultima: Sehfeld auf 1.000m (m) 35 (35 bei 20x / 18 bei 60x)

Also zeigt Ultima bei Minimalvergrößerung die doppelte Fläche. Ausserdem wird der Mak am Tag auf reflexe mehr anfällig sein - bedeutet schlechteres Kontrast. Ich würde Ultima nehmen, das Gerät ist um 1-2 Klaseen besser.
 
Ok hab das ultima gerade gebraucht um 140 gefunden dann werd ichs gleich bestellen für den preis sicher das beste was ich griegen kann.

Danke an alle für die schnellen antworten super forum hier :super:

Lg massimo
 
Zitat von Cor_Caroli:
Der Zoomfaktor ist halt so eine Sache. Je höher, desto dunkel.
Nein! Der Zoomfaktor ist das Verhältnis von längster zu kürzester Brennweite oder von höchster zu geringster Vergrößerung, er sagt aber nichts über die Brennweiten in mm oder Vergrößerungen in x-fach aus. Ein Nagler-Zoom 2-4 mm hat einen Zoomfaktor von 2 und wird am selben Teleskop ein dunkler aussehendes Bild liefern als das Baader Hyperion 8-24 mm mit seinem Zoomfaktor von 3.

Beim Spektiv nimmt man, wie beim Fernglas, die Vergrößerung als Basis und muß auch hier die Öffnung beachten.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Massimo

Du hast Dich oben noch über "wenig Zoom beschwert" und Zusammenhang "Spektiv - Zoom" postuliert, dazu sollte man folgendes sagen: ob Spektiv oder nicht, sind sie Vergrösserungen durch Fyzik/Optik limitiert, nicht nur durch Geldbeutel, die Unterschiede zwischen einem Spektiv und einem "normalen Teleskop" sind andere:

- die Vorteile von Spektiv liegen in der strapazierfähigen geschlossenen meist wasserdichten Konstruktion, alles ist nur für einen Zweck optimiert (Tagesbeobachtung) und kann kaum geändert/ergänzt werden. Wenn es nieselt ist es kein problem, und wenn man ein Spektiv abbauen will, reicht es meistens die Deckel drauftun, eventuel abtrocknen und rein in Rucksack - keine Fokussierknöpfe die abbrechen können, keine Wechselokulare die man verlieren kann, keine Klemmschrauben die sich im ungünstigsten augenblick lösen können...

- ein "normaler" Fernrohr ist dagegen viel vielseitiger, dafür ist die Bedienung/Aufbau/Aubbau manchmal komplizierter und es ist auch in der Regel nicht so robust. Man kann aber durch Wechselzubehör sehr kleine oder sehr grosse Vergrößerungen erreichen, Filter benutzen, Binokulare ansätze, Kameras usw.

Du siehst, dass da bis jetzt keine Rede über Zoomfaktor war. Zoomfaktor ist eine Eigenschaft von Okular. Vernünftige Zoomokulare haben Zoomfaktor höchstens 3x. Mehr ist nicht drin, ein Zoomfaktor über 3x müsste man sehr teuer bezahlen - und nicht mit Geld, sondern durch Einbüsse in anderen sehr wichtigen Eigenschaften wie z.B. Gesichtfeld. Auch sehr teuere Zeiss Spektive haben also Vergrößerungsbereich 20x-60x oder 15x-45x.

Die Untergrenze ist dabei für mich viel wichtiger als die Obergrenze wg. Auffinden von Objekten und Übersichtsbeobachtungen.

Für mehr als 60x sind die meisten Spektive nicht geeignet und nicht gebaut, weil eben überschreiten der Grenze deutliche Verluste woanders bringen muss - ganz unabhängig von der Preisklasse des Gerätes. Wenn man doch ein Gerät sieht, wo mehr als 60x draufsteht, bedeutet es entweder dass es dafür besondere Gründe gibt (die kleine günstige Maksutov-Spektive kann man nicht so leicht mit 20x bauen, also verschiebt sich der Zoombereich nach oben), oder aber Zoomfaktor über 3x, was in der Regel Ramschware bedeutet, die mit den Parameter erstmal überzeugt (weil Sehfeld weggelasen wird), und wenn geliefert kommt die Enttäuschung.

Wer also mehr als 60x braucht, ist mit normalen Fernrohr besser geholfen, muss dann aber mit Wechselokularen leben.

Meistens bring mehr als 60x sowieso nicht viel, besonders wenn es um Distanzen über 1km geht, weil es die Luftunruhe und auch die Luftverschmutzung, Dunst usw. dann einem vermiesen. Dann sieht man dann bei 100x das gleiche wie bei 60x, nur dunkler und größer und unschöner.
 
Hallo stano

Ok verstehe also im Bereich spektiv bringt es nix mehr als 60x zoom zu kaufen dann bin ich mit den ultima 80 eh gut bedient :)

Der support von teleskop-spezialisten.de hat mir dieses teleskop für erdbeobachtungen empfohlen:

http://www.teleskop-spezialisten.de...Maksutov-90mm-1250mm-Spotting-Scope::305.html

Plus dieses okular dazu:

http://www.teleskop-spezialisten.de...ben-Zoom-Super-Ploessl-Okular-8-24mm::11.html


Damit hätt man ein viel höherer zoom aber so wie dus erklärt hast wär das dann ja ein schwachsinn. Oder gilt das nur für spektive? Vielleicht sollt ich beide bestellen und mal testen außer du sagst den test kann ich mir sparen :)

Gruss massimo

 
Hallo Massimo,

bei gegebener Luft(un)ruhe hast du mit der maximal sinnvollen Vergrößerung stets das gleiche Problem, egal, ob das Gerät primär als Spektiv oder Teleskop konzipiert ist.

Die Luftunruhe erzeugt ein waberndes Bild im Okular, ähnlich dem Blick auf den Boden eines gekachelten Schwimmbeckens. Wir Astromnomen nennen es "Seeing". Dieses Seeing wird mit steigender Vergrößerung deutlicher und störender, bei Erdbeobachtungen viel mehr als für astronomische Zwecke. In diesem Punkt macht es also keinen Unterschied, ob du ein Spektiv oder Teleskop kaufst.

Die Vorteile bezüglich der Konstruktion von Spektiven für terrestrische Zwecke hat Stano schon sehr gut beschrieben, da gibt es nichts zu ergänzen.

Mit dem kleinen Mak habe ich bei Erdbeobachtungen sehr gute Erfahrungen gesammelt. Er ist für terrestrische Zwecke meines Erachtens nach ein guter Kompromiss zwischen Preis, Vergrößerung, Gesichtsfeld und Aufwand (hier: Zahl der benötigten Einzelteile beim Aufbau).

Edit: Das Teleskop hat laut Lieferumfang einen Zenitspiegel. Dieser liefert ein aufrechtes, aber seitenverkehrtes Bild: Bei Beobachtung einer Turmuhr wäre drei Uhr links im Bild! Du brauchst also noch ein sog. Amici-Prisma für ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild. Also entweder zukaufen oder mit dem Händler über einen Austausch ggf. gegen Aufpreis sprechen (Amici-Prismen sind teurer als Zenitspiegel).

VG Christian
 
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Hallo christian

Danke somit hab ich meine antwort egal ob teleskop, spektiv oder was es sonst noch gibt der maximale sinnvolle zoom liegt bei 60x

Eigentlich schade das technisch nicht mehr möglich ist aber jz freu ich mich mal auf das ultima80 bin ich gespannt:)


Gruss massimo

Edit: danke für die info von den produkt dann werd ichs wohl nicht testen müssen wenn ich den zoom eh nicht nützen kann
 
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Hallo Massimo,

Zu dem großen (90mm) Mak: Der Angebotene Zoom-Okular gibt 50x-150x - schon brutal. Mit einem 32mm Okular kommst Du nur auf 39x runter - das ist zu viel. Mit 40mm Okular kommst Du immer noch auf 31x und siehst dabei die gleiche Fläche wie in 32mm Okular. Wenn Du nach "Erdbeobachtung mit viel Vergrößerung" fragst, bekommst Du dann (korrekterweise) so ein Gerät angeboten. Der ist auch dafür gut nutzbar - aber ausschließlich bei kürzeren Distanzen deutlich unter 1km, und für Ziele, die leicht zu finden sind und sich nicht schnell und chaotisch bewegen. Also wirklich nix für Dich, schon alleine wegen der Distanz.

Auch würde der mit notwendigen Zubehör Dein Budget sprengen.

 
Hi!

Zitat von DonMassi:
Der Zoomfaktor eines 8-24-mm-Okulars ist 3, unabhängig vom Teleskop. Was hier sehr hoch ist, ist die Vergrößerung. Terrestrisch kann man deren Maximum praktisch nie nutzen, astronomisch dagegen sehr wohl.

Bei mir wird die Kombination Seben-Zoom und 32-mm-Plössl eingesetzt, weil meist auch ein 80/400 dabei ist. Ohne den Refraktor wären statt 32 mm eher 40 mm angesagt.

Terrestrisch würde ich 40, 20 und 15/14 mm probieren, die beiden letzteren als preisgünstige Weitwinkelokulare ("Goldkante", "Blaukante").

Eigentlich wäre aber ein kurzbrennweitiges Teleskop die bessere Wahl, aber bei guter Qualität ist es entweder zu teuer oder zu okularkritisch.

Grüße

fquadrat
 
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Hi!

Zitat von copernicus:
Edit: Das Teleskop hat laut Lieferumfang einen Zenitspiegel. Dieser liefert ein aufrechtes, aber seitenverkehrtes Bild: Bei Beobachtung einer Turmuhr wäre drei Uhr links im Bild! Du brauchst also noch ein sog. Amici-Prisma für ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild. Also entweder zukaufen oder mit dem Händler über einen Austausch ggf. gegen Aufpreis sprechen (Amici-Prismen sind teurer als Zenitspiegel).
Benötigt wird terrestrisch meist ein 45°-Amiciprisma, es gibt nämlich auch 90°-Amiciprismen.

Der Zenitspiegel hat durch seine 90°-Ablenkung bei terrestrischer Benutzung einen weniger guten Einblick, ansonsten aber zwei Vorteile: Erstens sind viele Amiciprismen im Astrobereich qualitativ eher schlecht, und zweitens haben sie meist nicht den kompletten Durchlass. Dadurch wird das Bild bei Okularen mit großer Feldblende (40-mm-Plössl, 32-mm-Plössl, 25-mm-Weitwinkel) am Rand abgedunkelt.

Ein Zenitspiegel hat keine Dachkante und einen großen Durchmesser.

Grüße

fquadrat
 
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