aalbi
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Hallo Ludovica,
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Einkauf. Das war eine gute Wahl. Willkommen im Club. Dieses Wochenende ist der Mond noch unter dem Horizont. Perfekte Bedingungen, falls das Wetter passt.
Also, ich versuche mal, das Thema Brennweite und Gesichtsfeld (und auch die anderen Dinge) ganz praktisch zu beschreiben und stelle mir vor, wie das bei Dir ablaufen könnte.
Zuerst wirst Du die Rockerbox zusammenbauen (ist ein bisschen wie IKEA). Dann mal alles im Wohnzimmer aufstellen (Wow, das ist ja ganz schön groß!). Vielleicht versuchst Du schon mal vorsichtig das Justieren mit dem Laser (es gibt unzählige Anleitungen in Youtube).
Dann ein wichtiger Schritt, das Ausrichten des Leuchtpunktsuchers. Dazu bringst Du den Sucher an das Teleskop, stellst Du Dein Seben auf 24mm ein, steckst es in den Okularauszug und suchst Dir einen weit entfernten Punkt (Baumwipfel, Antennenspitze -> alles auf dem Kopf und seitenverkehrt, aber das ist halt so). Jetzt kannst Du schon mal scharfstellen und "schubsen" üben. (Vorsicht, man stellt am Okularauszug scharf und nicht am Zoomokular…das kann in der Aufregung beim ersten mal schon passieren).
Platziere den Punkt im Okular genau in der Mitte und blicke danach durch den Leuchtpunktsucher (vorher anschalten). Beim Sucher sind zwei Rädchen für die Ausrichtung. Die drehst Du solange, bis der Leuchtpunkt auch auf den Baumwipfel zeigt. Fertig.
Soweit das Wohnzimmer. Jetzt kann es losgehen. Alles ins Auto (oder Garten) tragen und einen möglichst dunklen und ruhigen Ort suchen. Vergiss nicht, einen Campingstuhl/Hocker und eine Rotlichlampe mitzunehmen (kann man mit roter Folie und Taschenlampe selber basteln). Rockerbox hinstellen, Teleskop draufpacken, Leuchtpunktsucher drauf, anschalten, Okular auf 24mm drehen und in den Okularauszug stecken.
Jetzt zu den Brennweiten, eigentlich ganz einfach. Große Brennweite (z.B. 24mm am Seben) bedeutet kleine Vergrößerung. Kleine Brennweite (8mm) bedeutet große Vergrößerung.
Du könntest z.B. mit dem Ringnebel in der Leier beginnen. Ist einfach zu finden (genau zwischen zwei Hauptsternen -> die Stelle mit dem Leuchtpunktsucher anvisieren und dann im Okular suchen). M56 sieht cool aus. Bei 24mm wirst Du einen ganz kleinen "Rauchkringel" sehen. Wenn Du jetzt vorsichtig am Zoomokular drehst und die Brennweite verkleinerst, wirst Du sehen wie der Kringel größer wird. Wow. Aber wichtig, du musst bei jeder Veränderung der Brennweite etwas nachfokussieren. Generell wird das Bild dunkler und schwieriger scharf zu stellen. Falls Du es nicht scharf bekommst, musst Du die Vergrößerung wieder etwas reduzieren.
Und das Gesichtsfeld? Stell Dir vor, Du hättest ein Foto auf dem Tisch liegen. Dann nimmst Du zwei Papiere und schneidest einmal ein großes Loch und in das andere ein kleines Loch. Das Bild bleibt unverändert (gleiche Vergrößerung) aber wenn Du das Papier mit dem großen Loch auf das Bild legst, siehst Du mehr als mit dem kleinen Loch. Genauso ist es mit dem Gesichtsfeld beim Okular. Bei 70° wirst Du den Rand gerade noch sehen. Bei 40° (mit 24mm im Seben) wirst Du alles wie durch eine enge Röhre sehen. Mit zunehmender Vergrößerung ändert sich beim Seben das Gesichtsfeld bis zu 60° (das ist nichts "Prinzipielles", sondern eine spezielle Eigenschaft dieses Zoomokulars). Das ist verwirrend aber gut, dann das Nebelchen wird sich bei höherer Vergrößerung schneller aus dem Gesichtsfeld bewegen.
Ich würde Dir empfehlen, das kostenlose Programm Stellarium runterzuladen. Dort kannst Du den ganzen Himmel virtuell sehen. Besonders praktisch, Du kannst Dein Teleskop eingeben (Brennweite und Öffnung) sowie Deine Okulare (Brennweite, Gesichtsfeld). Für das Seben gibst Du "zwei" Okulare ein (24mm/40°) und (8mm/60°). Jetzt kannst Du Dein Objekt anzeigen lassen und zwischen den Okuaren hin und her klicken. Man sieht genau, was man durch das Teleskop sehen würde (also die Größe, Farben sieht man eher nicht).
Soweit eine kurze Einführung. Ich hoffe, es hilft Dir ein bisschen.
Viele Grüße
Antero
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Einkauf. Das war eine gute Wahl. Willkommen im Club. Dieses Wochenende ist der Mond noch unter dem Horizont. Perfekte Bedingungen, falls das Wetter passt.
Also, ich versuche mal, das Thema Brennweite und Gesichtsfeld (und auch die anderen Dinge) ganz praktisch zu beschreiben und stelle mir vor, wie das bei Dir ablaufen könnte.
Zuerst wirst Du die Rockerbox zusammenbauen (ist ein bisschen wie IKEA). Dann mal alles im Wohnzimmer aufstellen (Wow, das ist ja ganz schön groß!). Vielleicht versuchst Du schon mal vorsichtig das Justieren mit dem Laser (es gibt unzählige Anleitungen in Youtube).
Dann ein wichtiger Schritt, das Ausrichten des Leuchtpunktsuchers. Dazu bringst Du den Sucher an das Teleskop, stellst Du Dein Seben auf 24mm ein, steckst es in den Okularauszug und suchst Dir einen weit entfernten Punkt (Baumwipfel, Antennenspitze -> alles auf dem Kopf und seitenverkehrt, aber das ist halt so). Jetzt kannst Du schon mal scharfstellen und "schubsen" üben. (Vorsicht, man stellt am Okularauszug scharf und nicht am Zoomokular…das kann in der Aufregung beim ersten mal schon passieren).
Platziere den Punkt im Okular genau in der Mitte und blicke danach durch den Leuchtpunktsucher (vorher anschalten). Beim Sucher sind zwei Rädchen für die Ausrichtung. Die drehst Du solange, bis der Leuchtpunkt auch auf den Baumwipfel zeigt. Fertig.
Soweit das Wohnzimmer. Jetzt kann es losgehen. Alles ins Auto (oder Garten) tragen und einen möglichst dunklen und ruhigen Ort suchen. Vergiss nicht, einen Campingstuhl/Hocker und eine Rotlichlampe mitzunehmen (kann man mit roter Folie und Taschenlampe selber basteln). Rockerbox hinstellen, Teleskop draufpacken, Leuchtpunktsucher drauf, anschalten, Okular auf 24mm drehen und in den Okularauszug stecken.
Jetzt zu den Brennweiten, eigentlich ganz einfach. Große Brennweite (z.B. 24mm am Seben) bedeutet kleine Vergrößerung. Kleine Brennweite (8mm) bedeutet große Vergrößerung.
Du könntest z.B. mit dem Ringnebel in der Leier beginnen. Ist einfach zu finden (genau zwischen zwei Hauptsternen -> die Stelle mit dem Leuchtpunktsucher anvisieren und dann im Okular suchen). M56 sieht cool aus. Bei 24mm wirst Du einen ganz kleinen "Rauchkringel" sehen. Wenn Du jetzt vorsichtig am Zoomokular drehst und die Brennweite verkleinerst, wirst Du sehen wie der Kringel größer wird. Wow. Aber wichtig, du musst bei jeder Veränderung der Brennweite etwas nachfokussieren. Generell wird das Bild dunkler und schwieriger scharf zu stellen. Falls Du es nicht scharf bekommst, musst Du die Vergrößerung wieder etwas reduzieren.
Und das Gesichtsfeld? Stell Dir vor, Du hättest ein Foto auf dem Tisch liegen. Dann nimmst Du zwei Papiere und schneidest einmal ein großes Loch und in das andere ein kleines Loch. Das Bild bleibt unverändert (gleiche Vergrößerung) aber wenn Du das Papier mit dem großen Loch auf das Bild legst, siehst Du mehr als mit dem kleinen Loch. Genauso ist es mit dem Gesichtsfeld beim Okular. Bei 70° wirst Du den Rand gerade noch sehen. Bei 40° (mit 24mm im Seben) wirst Du alles wie durch eine enge Röhre sehen. Mit zunehmender Vergrößerung ändert sich beim Seben das Gesichtsfeld bis zu 60° (das ist nichts "Prinzipielles", sondern eine spezielle Eigenschaft dieses Zoomokulars). Das ist verwirrend aber gut, dann das Nebelchen wird sich bei höherer Vergrößerung schneller aus dem Gesichtsfeld bewegen.
Ich würde Dir empfehlen, das kostenlose Programm Stellarium runterzuladen. Dort kannst Du den ganzen Himmel virtuell sehen. Besonders praktisch, Du kannst Dein Teleskop eingeben (Brennweite und Öffnung) sowie Deine Okulare (Brennweite, Gesichtsfeld). Für das Seben gibst Du "zwei" Okulare ein (24mm/40°) und (8mm/60°). Jetzt kannst Du Dein Objekt anzeigen lassen und zwischen den Okuaren hin und her klicken. Man sieht genau, was man durch das Teleskop sehen würde (also die Größe, Farben sieht man eher nicht).
Soweit eine kurze Einführung. Ich hoffe, es hilft Dir ein bisschen.
Viele Grüße
Antero