[ Teleskopkauf: Diesmal richtig ]

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Jazzer
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Ich habe mal eine Frage Leute !

Was ist der Unterschied dieser beiden Artikel hier der den deutlichen Preisunterschied rechtfertigt?

http://www.astroshop.de/leuchtpunktsucher-led-telraeder/telrad-projektionssucher-mit-basis/p,5974

http://www.astroshop.de/leuchtpunktsucher-led-telraeder/omegon-led-sucher/p,47014

Würde mich echt mal interessieren , klar hat der eine nur einen Roten Punkt als Mittenmarkierung und der andere ein "Fadenkreuz" aber ist das schon der ganze Zauber am Telrad?

MFG Dennis
 
Hallo Dennis,

Nein, der Zauber am Telrad ist nicht ein Fadenkreuz, sondern die drei Kreise mit 4°, 2° und 0,5° Winkeldurchmesser am Himmel.
http://www.andreas-domenico.de/deepsky/telradkreise.jpg
Zusammen mit passenden Karten, z.B. der Deeksky Reiseatlas, wo diese Kreise bereits eingedruckt sind, bekommt man eine genauere Vorstellung von Winkeldistanzen am Himmel.
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../ubb/download/Number/24960/filename/8aneu.jpg

Somit sieht man recht genau, welchen der Kreise man an einen bestimmten Stern, eine gedachte Sternlinie oder gedachtes Sterndreieck stellen muss, um ein Objekt zu finden.

Ich selbst nutze einen Telrad, aber auch den Rigel Quickfinder, der hat zwar nur zwei Kreise (2° und 0,5°), aber dafür ist er aufgrund seines Aufbaus mit dem Bügel weniger tauanfällig, zudem finde ich ihn mit seiner hohen Bauweise etwas glücklicher konstruiert.
http://www.intercon-spacetec.com/zubehoer/images/screen/quickfinder.jpg
http://www.astronomyforum.net/attachment.php?attachmentid=29344

Aber, man kann auch mit billigsten Mitteln dem Telrad einen wirksamen Tauschutz verpassen.
http://home.mnet-online.de/mf/mf/P1260810_small.JPG

Und das ist meine Lösung, Du kennst bestimmt diese störrischen Plastikverpackungen z.B. von USB-Sticks, diese teuflische Zeuchs, das man wirklich nur mit der Haushaltsschere klein kriegt. Dieses einigermaßen sauber schneiden, sodass die Rückseite der Verpackung noch zum Basteln genutzt werden kann. Schön rechteckig ausschneiden, zweimal abkanten und mit Klebepads festpappen, fertsch.
http://fs5.directupload.net/images/160513/85s5df6v.jpg

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Toni !

Erstmal sorry für die recht späte Antwort , ich war im Kurzurlaub!
Sehr nett , dass du mir den Telrad / Rigel Quickfinder so anschaulich erklärt hast :)
Da ich bereits über einen Deep Sky Atlas verfüge würde eine Investition definitiv Sinn machen, da ich auch bei meinen letzten Beobachtungsversuchen gerade an unserem Lichtverschmutzten Nachthimmel anfängliche Aufsuchschwierigkeiten hatte.

Nun hatte ich aber immer wieder Probleme Deep Sky Objekte überhaupt vernünftig zu erkennen , alleine schon vom Kontrast her (Natürlich auch wegen der Lichtverschmutzung). Beispielsweise M31 , die ja an für sich mit 3,5 mag zu den helleren Deep Sky Objekten gehört , habe ich erst mit meinem SWA Okular als " auffälligen unförmigen Fleck" der leicht heller war als der Himmelshintergrund gesehen. Dann habe ich umgesteckt auf mein 8-24 mm Zoomokular + UHC Filter , konnte jedoch nicht viel mehr als vorher erkennen :(

Wie krieg ich es hin , Objekte zumindest ansatzweise so gut zu erkennen wie dieser Kollege hier der aus Berlin Wuhlheide ? https://www.youtube.com/watch?v=JHvyVsEKduI
Der Nightlights Map ( http://www.blue-marble.de/nightlights/2010 ) zufolge ist Berlin Wuhlheide extrem Hell und am Teleskop dürfte es nicht scheitern!

Nochmal kurz zu meinem Equipment:
Teleskop: Skywatcher Dobson Teleskop
Okulare: SWA 38mm Zoomokular 8-24mm
und den günstigsten UHC Filter! ( Sternenkarte und Deep Sky Atlas

Vorweg : Ich weiss , dass ich nicht Optimal eingekauft habe aber darum soll es ja jetzt nicht gehen!

Außerdem würde ich gerne wissen was mehr Sinn macht ,
2 Zoll oder 1,25 Zoll Okulare / Filter etc. und wo der Unterschied liegt?

Näher ins Auge geschlossen habe ich schon folgenden Filter : Omegon UHC Filter "2

Bin allerdings für alle nett gemeinten Vorschläge offen die ihr eventuell für mich habt :)

Ich hoffe ich konnte meine Problemstellung in meiner Laiensprache irgendwie rüberbringen , danke für eure Aufmerksamkeit !

MFG Dennis
 
Hallo Dennis!
Mit einem Telrad/Rigel dürften sich Deine Aufsuchprobleme erledigt haben. Somit auch von mir eine klare Kaufempfehlung.
Bei M31 darfst Du nicht zu viel erwarten. Die scheinbare Helligkeit suggeriert erst einmal ein lohnendes Objekt, jedoch verteilt sich diese Helligkeit über eine riesige Fläche! Stichwort: Flächenhelligkeit!
UHC Filter wirken nicht an Galaxien! Die sind nur wirksam an Emissionsnebeln, und da auch eigentlich nur die guten.
Zu den Videos: Du wirst Nebel und Galaxien visuell niemals so sehen können wie auf (langbelichteten) Fotos!
Um einen realistischen Eindruck zu bekommen google mal nach Begriffen wie z.B. "Deep Sky Zeichnungen", "Astronomical Scetching" o.ä.
Thema Okulare: Nehmen wir als Beispiel ein Plössl Okular mit 50° scheinbaren Gesichtsfeld: Da ist bei einer Brennweite von 32mm Schluss da größere Feldblenden nicht mehr in 1,25" Steckhülsen rein passen. Jede größere Brennweite verringert das scheinbare Gesichtsfeld.
Da ist dann zwingend eine größere (=2") Steckhülse notwendig.
Das gilt umso mehr bei Weitwinkelokularen.
Thema Filter: Wie schon oben erwähnt sind die günstigen Filter immer ein Lotteriespiel. In den meisten Fällen verliert man und das günstige Filter trifft nicht genau die Linie die man eigentlich haben möchte.
Gute Filter gibt's von Astronomik und Lumicon, die lohnen ihr Geld aber auch.
Bei der Größe würde ich immer 2" nehmen, da es gerade bei den Emissionsnebeln viele sehr ausgedehnte Objekte gibt die man dann sowieso mit dem langbrennweitigsten 2" Okular beobachtet.
Außerdem kann man 2" Filter auch an 1.25" Oku´s nutzen, umgekehrt nicht.
Gruß und CS Christoph

 
Hallo Dennis,

die einzige Galaxie in dem Video ist M51. In meinem 12 Zoll Dobson ist der visuelle Eindruck davon unter moderat gutem Landhimmel nicht soweit entfernt von der Youtube-Aufnahme. M 31 zeigt unter dunklem Himmel 1-2 Staubbänder.

In der Stadt geht bei Galaxien so gut wie nichts, Filter bringen wenig bis nichts. Bei mir im Garten sehe ich auch mit 12 Zoll nur den kleinen verwaschenen Kern von M31. Bei besseren Bedingungen reicht dagegen mein 10-30x60-Lidl-Fernglas um die riesigen Ausmaße des Sternensystems am Firmament deutlich zu sehen.

Als Faustregel würde ich sagen: wenn die Milchstraße strukturiert zu sehen ist, dann herrschen ganz gute Voraussetzungen für Galaxien-Beobachtungen. Dafür lohnt es sich, um Neumond zum ADW zu fahren. Eine App namens Light Pollution zeigt mir wohin die Reise geht. Wenn ich hier vor den Toren Kölns unweit einer Straßenlaterne die prominenten Sternbilder sehr gut erkennen kann, dann spielt auch die Transparenz der Luft mit und ich weiß dass ich den Sprit nicht sinnlos verbrenne.

Die Sommermonate sind für Galaxien übrigens in unseren Breiten auch nicht so optimal, weil die Sonne nicht mehr tief genug unter den Horizont wandert. D.h. es herrscht mehr oder weniger Dauer-Dämmerung.

Ich war übrigens mal so gefrustet über M31 dass ich ein paar Jahre ausgesetzt habe. Ich hoffe meine Tipps helfen dass es bei dir nicht soweit kommt
;)


CU
Klaus



 
Hallo Klaus und Christoph,

Mir ist bewusst , dass ich den Nachthimmel nicht wie bei Fotogestackten Bildern sehen werde. Allerdings würde ich trotzdem gerne Deep Sky Objekte beobachten , wenn auch keine Galaxien! Also ist die erste Empfehlung mir erstmal einen 2 Zoll O III Filter zuzulegen ? Mir wurde auch schon gesagt , dass das 38mm SWA zu viel ist und man auf circa 24 - 30 mm abstufen sollte da man sonst Kontrast verschenkt.
Ist es Sinnvoll sich schon ein neues zu holen um mehr zu sehen oder erstmal weiter mit meinem jetzigen zu beobachten ( was ich ja sowieso tun werde ) und wenn ja , welches Okular bietet eine Sinnvolle Investition für zukünftige Monate / Jahre.

MFG Dennis
 
Hallo Dennis,

ja, bei den Filtern gilt ein guter O-III als erste Wahl, wie von Christoph schon näher ausgeführt wurde. Hilft dann halt nur bei entsprechenden Nebeln, die auch dieses Licht ausstrahlen.

26-30mm bei >= 80 Grad als Übersichtsokular könnte bei dir gut passen. Wie teuer das dann wird hängt vom persönlichen Anspruch ab.

CU
Klaus
 
Hallo Klaus!

Bei dem Filter ist eigentlich schon die Entscheidung gefallen , jedoch bin ich mir bei der Okular auswahl sehr unsicher , weil viele dies und andere das empfehlen.
Wenn Jemand hier Erfahrungen mit ähnlichen Brennweiten / Öffnungen und Okularen für diese , wäre es cool wenn er hier kurz seine Meinung zum Thema Okulare darlegen könnte :)
Preise spielen hier erstmal keine Rolle , ich spare lieber etwas länger und kaufe vernünftig , als billig und dafür 2 mal !

MFG Dennis
 
Hallo Dennis,

Zitat von Jazzer:
Erstmal sorry für die recht späte Antwort , ich war im Kurzurlaub!

Dafür musst du Dich doch nicht entschuldigen, ich hätte auch gerne Urlaub ;)

Da ich bereits über einen Deep Sky Atlas verfüge würde eine Investition definitiv Sinn machen, da ich auch bei meinen letzten Beobachtungsversuchen gerade an unserem Lichtverschmutzten Nachthimmel anfängliche Aufsuchschwierigkeiten hatte.
Ja, da kann der Telrad oder Rigel definitiv helfen, jedoch nur da, wo man eben auch genügend Sterne zur Orientierung sieht. Ich persönlich finde ja eine Kombi aus Telrad UND Sucher recht nützlich, aber fange erst mal mit dem Telrad an, es gibt ja eine Fülle von erreichbaren Objekten für den Einsteiger, die sich gut über einfache Peilstrategien finden lassen.
Beispielsweise M31 , die ja an für sich mit 3,5 mag zu den helleren Deep Sky Objekten gehört ,

Da haste Dir unter aufgehelltem Himmel natürlich eine m.E. recht undankbare Galaxie heraus gesucht. Ich weiß, dass sie immer wieder genannt und gelobhudelt wird, aber gerade die M31... nun, unter hellem Himmel müsste man mit der AP weiter runter, verliert dann aber wieder wahres Gesichtsfeld.
Versuche lieber mal die M81 und M82 im großen Bären, ich denke, da geht etwas mehr, obgleich ich natürlich die Himmelsbedingungen bei Dir allenfalls schätzen kann.

habe ich erst mit meinem SWA Okular als " auffälligen unförmigen Fleck" der leicht heller war als der Himmelshintergrund gesehen.

Jepp, so habe ich sie auch schon oft gesehen, wenn eben der Himmel nicht dunkel genug ist. Galaxien sind und bleiben halt sehr lichtscheues Gesindel.
Dann habe ich umgesteckt auf mein 8-24 mm Zoomokular + UHC Filter , konnte jedoch nicht viel mehr als vorher erkennen

Naja, mit dem Zoom warste dann schon mittendrin und nicht nur dabei und Filter helfen bei Galaxien gar nichts, wurde ja schon erwähnt.
Wie krieg ich es hin , Objekte zumindest ansatzweise so gut zu erkennen wie dieser Kollege hier der aus Berlin Wuhlheide ?

Durch die richtige Objektauswahl:
Offene Sternhaufen vertragen durchaus auch helleren Himmelshintergrund, genau wie Doppelsterne. Kugelsternhaufen gehen auch noch gut, heller Himmel knabbert halt etwas von den dunkleren Randsternen weg.
Planetarische und Galaktische Nebel mit UHC-Filter, ein 'weicher' OIII-Filter ist am 10"er auch nützlich. Mit weich meine ich hier die OIII-Filter aus dem preisgünstigen Segment, die eine flachere Filterflanke haben, beispielsweise den Castell OIII.
Ich denke, am meisten würde es bringen, wenn Dir mal jemand vor Ort unter die Arme greift, also mal zeigt, welche Objekte quasi als 'Referenz' für weitere Überlegungen Sinn machen, wann welches Okular am besten zum Einsatz kommt, wann Filter helfen und wann nicht. Manches kann man auch nicht unbedingt und hart aus Fakten heraus lesen. So habe ich mal vor einiger Zeit "entdeckt", dass der OIII-Filter auch wunderbar am Jupiter funktioniert und die Staubbänder kontrastreicher erscheinen zu lassen, aber das ist ein anderes Thema ;)

Außerdem würde ich gerne wissen was mehr Sinn macht ,
2 Zoll oder 1,25 Zoll Okulare / Filter etc. und wo der Unterschied liegt?

Grundüberlegung: 2"-Filter passen überall (!) ;)
In die 2" Okulare passen sie direkt, bei den 1,25" Okularen kommt der Filter an die Reduzierung, die man ja eh braucht um 1,25" Okulare an den 2" Okularauszug zu bekommen.

Bei den Okularen selbst geht es darum, vereinfacht gesagt, wieviel Blickwinkel eben noch durch den Stutzen oder die Feldblende passt. Das muss ich jetzt aber nicht alles nochmal abtippen, das hat der Sven ja recht ausführlich hier erklärt:
http://www.svenwienstein.de/HTML/das_okular.html

Jedenfalls wird man schon alleine des Marktes wegen eine Mischung aus (kleinbrennweitigen) 1,25" Okulare und (großbrennweitigen) 2" Okulare im Koffer haben, außer man ist so bescheuert wie ich und verzweizollt auch die 1,25er Okulare mit Hülsen :D
Näher ins Auge geschlossen habe ich schon folgenden Filter : Omegon UHC Filter "2

Lieber nochmal 50 Euro drauf legen und einen gescheiten Astronomik UHC kaufen, jedoch würde ich Dir das jetzt noch nicht wirklich empfehlen, Du hast doch schon einen UHC, sammle mit dem lieber noch etwas Erfahrung.

 
Hallo Dennis,

Du hast ein 38er Okular, okay das ist drüber, zu viel AP, zu aufgehellter Himmel, selbst mit Filter verschenkst Du noch Öffnung. Dennoch behalten wir das Teil mal im Hinterkopf, auch die Beilagen mit 25 mm und 10 mm Brennweite.

Geld spielt keine Rolle, nun gut. Gehen wir es hochpreisig an, so haben wir die Teile mit dem größtmöglichen Feld zur Wahl und können für die fernere Zukunft durchaus auch einen Komakorrektor einplanen.

An Deinem f 4,8 oder näherungsweise f/5 stellen die weitwinkligen 2" Okulare mit 82° Feld um 30 mm Brennweite (31er Nagler T5/ES 30mm pp)das Maximum des Sinnvollen dar, sie bieten 6,5 mm AP und größtmögliches Feld.
Da fängt dann die "Drittelreihe" an:

30 - 20 - 14 - 9 - 6 - 4

Da man ab etwa 20/21 mm Brennweite sogar von Televue (Ethos) und anderen (ES, TS, Lunt pp) 100° Feld geboten bekommt wären meine drei Erstkäufe an Deiner Stelle und unter Deinen genannten Bedingungen:

20 - 9 - 6 oder 20 - 14 - 6

Wie Du siehst fällt die häufig empfohlene Brennweite um 25 mm (es gibt z.B. ein brauchbares Okular von ES in 2“ mit 24 mm) bei mir zugunsten von 30 mm und 20 mm aus der Verlosung und unter Deinen Bedingungen (mit dem 38er in der Hinterhand) würde ich zuerst auf das 20er gehen.
Wenn das mit 100° drin ist hast Du damit etwa das gleiche Aufsuchfeld, dafür aber mehr Vergrößerung für das Objekt und eine kleinere AP für einen dunkleren Himmelshintergrund. Dennoch passt der geplante OIII auch für dieses Okular noch sehr gut.

Der Rest je nach erkannten eigenen Bedürfnissen/Prioritäten später.
Die Begründung für das 20er als erstes Übersichtsokular liegt darin, dass es mehrere Angebote mit 100° Eigengesichtsfeld gibt, die Feldblenden variieren etwas:
Das 30er (82° ) hat 43 mm Feldblende und Du erreichst mit 6,2 mm AP bei 40facher Vergrößerung 2,0 Grad Feld mit am Himmel.
Das 24 mm (82° )Okular hat 33,5 mm Feldblende und Du erreichst mit 5,0 mm AP bei 50facher Vergrößerung 1,6 Grad Feld.
Das 20/21 mm (100° ) Okular hat ~ 34/36 mm Feldblende und Du erreichst mit ~ 4,2 mm AP bei 60fach 1,7 Grad Feld.

Meiner Meinung nach müssen nicht alle Brennweiten unterhalb des 31/30 mm Okulars mit 82° dann 100° Feld aufweisen, meine Empfehlung hängt halt ein wenig am größtmöglichen Feld für das 20er, da ist das m.E. wichtig, weil es um Aufsuche geht und den ersten Eindruck von vielen Objekten.
Drunter kann man auch wieder mit 82° oder auch weniger gut klarkommen, ich selbst setzte auch am Dobson z.B. sehr gerne Orthos mit „üppigen“ 40° Feld für die Planetenbeobachtung ein.
Solche Entscheidungen sollte man aber langsam angehen, nach reiflicher Überlegung, nach ersten eigenen Beobachtungserfahrungen und aufgrund selbst erkannter eigener Bedürfnisse.

Durchrechnen sollte man das auch mal, z.B. mit Televue und anderen Anbietern in 100°, da gibt es schon recht deftige Preisunterschiede deren Berechtigung durch (m.E. vorhandene) Mehrleistung nicht alle User nachvollziehen können.
Man kann auch deutlich günstiger fahren und letztlich ist auch eine Reihe mit dem 38er ganz oben drin, welches aber eher als 35er sinnvoll wäre.
Da schiebt man dann ein ~24er Okular mit großem Feld drunter, die Drittelreihe wäre dann

24 - 16 - 10,5 - 7 - 5

Sowas kaufen viele nur, um später nochmal was kaufen zu können. :/
Ach ja....ich gehöre auch dazu! :augenrubbel:


Gruß
*entfernt*
 
Hey Günther!

Danke für die Präzise Antwort :O
Allerdings sind die Okulare ja beinahe so teuer wie mein komplettes Teleskop :D Ich wusste bisher garnicht , dass man soviel für Okulare liegen lassen kann.
Ich dachte da tatsächlich , dass 200€ schon zur oberklasse gehört , aber ich habe ja auch gesagt das ich erstmal Preisunabhängig frage von daher vielen dank!
Aber ich denke das sprengt mein Budget tatsächlich und ich bleibe lieber bei der Mittelklasse der Okulare!
Was für eine Vergrößerung bräuchte ich eigentlich wenn ich Beispielsweise den Saturn gross sehen will ? Ich habe ja mein 8-24 mm Zoomokular , wenn ich dieses jedoch auch 24 mm drehe ist er trotzdem extrem klein. Ist eine Barlow Linse empfehlenswert oder ein anderes Okular?

MFG Dennis
 
Hallo Dennis,

den größten Saturn erreichst Du ja auch bei 8 mm Brennweite des Zooms, da hast Du Dich wohl verschrieben.
Leuten wie Dir, also Einsteigern die noch ihr Teleskop und sich selbst in Kombination testen wollen und müssen rate ich gerne, langsam auf Vorhandenem aufzubauen und nach selbst erkannten eigenen Bedürfnissen und Vorlieben zu kaufen.

Du hast das 24-8 mm Zoom.
Dazu ein brauchbare und günstige Barlow, z.B. diese:

http://www.baader-planetarium.de/sektion/s30/s30.htm#q-barlow

Damit kommst Du bis 3,5 mm Brennweite runter und kannst testen wie Du zurecht kommst und/oder wann z.B. das Seeing Dir einen Strich durch die Rechnung macht.
Das ist dann nicht die allerletzte Schärfe oder das größte Feld oder der bequemste Einblick, aber DU kannst so für DICH erkennen, auf was es DIR ankommt.
So eine Barlow ist auch später immer wieder nützlich und sei es nur zwecks Übervergrößerung zur Justage oder zum Sterntest oder auch mal Doppelsterntrennung und Kombinationstest mit dann bereits vorhandenen, guten langbrennweitigen Okularen.

Damit hast Du zunächst für den mittleren und den Hochvergrößerungsbereich alle (Beobachtungs)Möglichkeiten offen ohne extrem viel Geld in die Hand zu nehmen und kannst Dich eventuell entspannter um eine gute Lösung für die Aufsuche und Übersicht kümmern.

Das ist m.E. sehr wichtig, denn da löst Du die Eintrittskarte zum Spiel.
Saubere Abbildung und Möglichst großes Feld sind hier immer anzustreben.
Was Du nicht findest kannst Du nicht beobachten.
Allerdings setzt Du genau hier langfristig den Qualitätsmaßstab für Dich selbst, daran wirst Du Dich auch bei den kleineren Brennweiten (höheren Vergrößerungen) immer orientieren.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Nabend Günther ,

Du hast vollkommen recht , Brennweite Teleskop / Brennweite Teleskop = Vergrößerung.
Die Barlow Linse scheint eine gute Lösung für die bessere Beobachtung zu sein ich werde das nächsten Monat mal angreifen! Wobei eine 2,25 Fache Erweiterung der Brennweite nicht schon zuviel des guten ist?
Was meint ihr denn was ich mir für circa 150€ als gutes Übersichtsokular im SWA / UWA Bereich kaufen könnte?
Gibts da irgendwelche Empfehlungen für mein 254/1200er die keinen Kontrast verschenken und um die 25 mm liegen? Natürlich habe ich schon nachgelesen und eine Exemplare beäugt aber ich bin leider nunmal noch ein Greenhorn und hab die Fehlkäufe satt :(

MFG Dennis :)
 
Hallo Dennis,

sende mir mal ( mangels PN Freischaltung ) deine Email Adresse oder Telefon Nr. , dann kann ich dir einige grundsätzliche Hinweise zu Okular Staffelung und sinnvolle Anwendbarkeit berichten oder zusenden!

guenter(ätt)g2-astronomie.de

Gruß Günter
 
Hallo Dennis,

zwei gravierende praktische Unterschiede:

1. Preis
2. Aufschrift

Gruß
*entfernt*
 
Hi Dennis,

ich kenne davon drei Lables aus eigener Anschauung und habe
definitiv keine Qualitätsunterschiede gesehen.

Die Hersteller solcher Sachen sitzen meist in China und wer genügende Stückzahl abnimmt bekommt seinen Aufdruck.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Günther ,

Gut , macht Sinn !
Was aber nicht bedeuten soll , dass dieses Okular in der Preisklasse schrott ist oder? (Das für 228€)
Es hat immerhin die von euch nahegelegten 82° Gesichtsfeld , fast 30 mm Brennweite und circa 5 AP.

Wäre das ein besserer Start als mein 38mm SWA ? :D

Ich hoffe schon :)

MFG Dennis
 
Hallo Dennis,

habe Deinen Beitrag irgendwie verpeilt, daher die späte Antwort.

Wenn du dieses Okular inzwischen geordert hast, ist m.E. nichts Schlinmmes passiert, das passt schon.
Es ist kein Nagler und kommt auch nicht ganz an das 30er ES ran. Mit Komakorrektor ist es von der Randschärfe her vergleichbar mit einem 31er Nagler ohne Komakorrektor, eventuell einen Tick besser. Diese geringen Unterschiede haben wir mal in mehreren Beobachtungssitzungen mit verschiedenen Leuten so rausgekitzelt.
Die günstigeren Varianten des 28er UWAN sind also durchaus eine Empfehlung wert, zumal sich die Okulare extrem deutlich von den günstigen WA/Erfle Hausmarken absetzen. Kontrast, Achsschärfe und auch Randschärfe sind um Klassen besser.

Ich persönlich nutze das 28er an f 6 sehr gerne, auch noch an f 5,3, wo ich die Randunschärfe schon deutlich bemerke, während ein jüngerer Beobachtungskollege an f 5 noch sehr
zufrieden ist, eventuell weil er noch besser
akkomodieren
kann.
Aber spätestens am 16-Zöller mit f 4,5 ist das 28er "UWAN" nicht nur für mich nicht mehr erste Wahl. Dein 10er kommt mit f 4,8.

Ich habe nun, seit der ATT in Essen ein 20 mm Okular mit 100° zusätzlich am Start. Es soll gerade am schnellen 16-Zöller nicht nur der Beobachtung dienen, sondern auch zur Aufsuche den dunkleren Hintergrund und die bessere Randschärfe liefern, wobei das erreichbare Feld nur unwesentlich kleiner ist als beim 28er Uwan.
Das Problem der Aufsuche mit randunscharfen Okularen stellt sich nicht bei größeren Objekten und prominenten Sternhaufen, eher z.B. bei kleinen, hellen PNs und/oder schwachen Objekten die in der Aufsuchvergrößerung wie unscharfe Sterne wirken können. Wenn man dann im Suchgebiet ein wenig rühren muss und jeder Stern am Bildfeldrand sich aufbläht und verschmiert verliert man recht leicht die Orientierung.

also wäre m.E. eventuell auch so ein 20er
MYRIAD MWA 20MM 100° in 2"

20 mm 100°

eine Idee, zumal Du die Preisklasse ja angehst. Die Wahl wäre zwischen

28 mm Okularbrennweite mit 5,8 mm AP und 42fach bei 2° Feld und
20 mm Okularbrennweite mit 4,1 mm AP und 60fach bei 1,7° Feld.

Mit einem 38er in der Hinterhand ist es ein wenig schwierig und eigentlich egal. Ich hätte am f 4,8 Newton/Dobs die Tendenz zum 20er Okular und dann mal schauen, ob noch was um 30 mm bis 35 mm nötig ist.
Dieses 20er Okular von United Optics Kunming gibts auch von TS als TSXWA20 und von Lunt (bei APM) mit einer m.E. sehr guten Änderung. Dort hat man anstelle der suppentellerartigen drehbaren Gummaugenwulst einen konischen Okularkopf und eine umklappbare Gummiaugenmuschel.

Der Test des Okulars am Nachthimmel steht bei mir noch aus, es muss sich bezüglich Schärfeleistung einem 22er LVW stellen. :cool:

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

meintest Du in Deinem letzten Beitrag "... Es ist kein Nagler..." das TV Nagler 31mm 82° Typ5?

 
Hallo Peter,

Dennis bezog sich im Beitrag
#1224064 - 05/23/16 05:54 PM
auf das 28er "UWAN" mit 82° und verlinkt auch zwei von mehreren Lables wegen deutlich differierender Preise.

Darauf beziehen sich die folgenden Posts bis hier hin.
Gruß
*entfernt*
 
Hey Günther!

Ich habe mittlerweile das 28er Okular!
Ich bin auch sehr zufrieden mit dem Kontrast etc. dazu habe ich auch noch den Astronomik UHC Filter für gekauft der mir von Toni empfohlen wurde.

Nun habe ich die erste Beobachtung hinter mir und im Moment steht der Nordamerikanebel bei späterer Nacht ja sehr gut.
Als ich allerdings mit meinem 28er den Himmel unter Deneb danach absuchte fand ich nur Sterne :( Kein hauch des Roten Nebels zu sehen. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt eigentlich schon gefragt ob der Himmel bei mir tatsächlich zu Hell ist.

Und eine weiter Frage: Wenn ich eine Galaxie durch mein Teleskop sehe , erscheint diese dann wie ein Stern oder kann man die eindeutig von Sternen unterscheiden?

MFG Dennis
 
Hallo Dennis,

hier mal beispielhaft ergoogelt, was in etwa gehen müsste, sollte:

Nordamerikanebel

allerdings ist der Nebel so groß, dass Du mittendrin sein kannst, ohne zu wissen, dass Du ihn siehst, er sprengt das Feld bei 1200 mm Brennweite, auch im Übersichtsokular. Das ist bei der Aufsuche wichtig.
Am auffälligsten, hellsten ist "Mexiko" und die Bucht davor ist dengegenüber sehr dunkel.
Da sind auch gute, passende Aufsuchkarten wichtig.

Mal weitere Seiten mit Zeichnungen, die Dir in wetwa zeigen, was Du zu erwarten hast:

Fred

Costa


Gruß
*entfernt*

 
Hey Günther,

Das ist ja mal ne feine Sache!
Werde mich das nächste Mal wenn wir mal wieder klare Sicht haben ( hoffenltich bald mal wieder ) versuchen neu zu orientieren.

Habt ihr ansonsten noch Ansteuerungspunkte am Nachthimmel bei denen man auch bei Lichtverschmutztem Himmel im Momentanen Himmel gute Chancen hat was zu Gesicht zu bekommen ?

Danke für die Hilfe :)

MFG Dennis
 
Hallo Peter ,

Ich habe jetzt erstmal das Forum ein wenig ruhen gelassen , habe mir den von dir empfohlenen Atlas bestellt und ein paar Nächte beobachtet.

Ich muss sagen , dass ich mehr als zufrieden bin was selbst unter meinem Stadthimmel hier so alles geht , Ringnebel , Hantelnebel und einige Kugelsternhaufen sowie das Zentrum der Andromedagalaxie waren , wenn auch nur schwach , zu sehen! Außerdem konnte ich auch das Galaxienpaar M81 und M82 am Großen Bären erkennen , wenn auch wieder nur sehr schwach.

Beobachtet habe ich mit meinem 2" 28mm UWA und meinem 2" 8-24mm 1,25 Zoomokular. Bei stärkerer Vergrößerung wurden die Objekte immer transparenter. Ich denke das das so ziemlich alles ist , was ich hier vor Ort noch rausholen kann. Von daher bin ich eigentlich sehr zufrieden mit den letzten Nächten gewesen.

Dann wäre wohl der nächste Schritt mal raus aufs Land zu fahren und zu schauen wie Kontrastreich man von dort aus Beobachten kann. Vielleicht werde ich es auch erst einmal von unserem Dachboden aus versuchen , von dort aus sollte die Sicht vielleicht nochmal einen Ticken besser sein!

MFG Dennis
 
Prima!

Ich will auch raus aus der Stadt und tendiere dazu, mich einer lokalen Astro-Arbeitsgemeinschaft mit rel. großer Sternwarte und zusätzlichen Beobachtungsplätzen für eigene Instrumente anzuschließen.
Kostet mich 30 min Fahrt, aber der Himmel soll ganz gut sein.
Außerdem macht's mehr Spaß, wenn man sich austauschen kann.

Ich bin ansonsten kein Vereinsmeier, aber die Kollegen scheinen sehr vernünftig und nicht übertrieben übermotiviert zu sein.
 
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