TeleVue TV85 - Mythos oder Ernüchterung?

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wolf

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Hallo, Freunde der Perfektion.
Ich habe mir vor kurzem einen TV85 zugelegt.
OTA mit Rohrschelle.
Und leider mußte ich feststellen, daß bezüglich der
mechanischen Ausführung doch einiges nicht gerade " perfekt " zu nennen ist.
Das geht los mit schlechter, werksseitiger Kollimation, fehlender, für jedermann zugänglicher Kollimationsmöglichkeit, weiter mit rieselnden Schmirgelpapierkörnern im Inneren....
Na, ich will da ja nix niedermachen, aber ich habe da einige
Umbauten vorgenommen und mal einen kleinen Bildbericht verfaßt.
Kann ja durchaus sein, daß ich einen außergewöhnlichen Ausreißer erwischt habe.
Wen es also interessiert, der kann sich gern mal hier weiter
informieren.

http://www.tbrumm.de/umbau_eines_televue_tv_85.htm

Ich finde es halt schade, daß da offensichtlich an einigen Stellen
gespart wird, wo es eigentlich nicht hingehört.
Schöne Grüße!
Wolf
 
Hallo!

>Das geht los mit schlechter, werksseitiger Kollimation,
>fehlender, für jedermann zugänglicher
>Kollimationsmöglichkeit, weiter mit rieselnden
>Schmirgelpapierkörnern im Inneren....

Dass TeleVue für seine nicht gerade billigen Refraktoren
ausgerechnet Schmirgelpapier einsetzt, finde ich allerdings
mehr als erstaunlich! Ausgerechnet Siliciumcarbid-Geriesel
in teurer Optik (man denke nur an einen Satz
Nagler-Okulare...)... Es ist schon ziemlich kurios, auf
was für Ideen die Industrie auf dem Astrogerätesektor
so kommt.
 
Hallo Wolf,

so wie das Instrument jetzt da steht vor allem auch mit dem Okularrevolver ist es echt ein Traum <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Das verbaute Schmirgelpapier und die ungenaue Justage wundert mich doch etwas

gruß Aebby

 
hi aebby,
deswegen habe ich es ja auch behalten und mir die kleine umbaumühe gemacht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
und was die mechanischen unzulänglichkeiten betrifft wollte ich das einfach mal darstellen.

nicht geschrieben habe ich in dem bericht,
daß auch der okularauszug nicht in ordnung war.
da war das führungsrohr der fokussierwelle eingedellt und darüber verchromt.
also nicht während des transportes passiert, sondern bei der herstellung im werk oder wo auch immer!
allerdings habe ich das selber richten können, sodaß er jetzt ( auch wenn ich ihn verkaufen will ) einwandfrei funktioniert.

ist einfach schlimm, daß eine renomierte marke letztlich solche unzulänglichkeiten rausläßt.
wolf
 
für uns unverständlich, dass das Gerät nicht zurückgegeben bzw. getauscht wurde. Diese Probleme hatten wir bisher mit keiner einzigen TeleVue Optik, solange wir diese verkaufen und das sind mittlerweile mehr als 20 Jahre.
Uns interessiert das natürlich mit dem Schmiergelpapier, ich
werde deshalb bei Al Nagler anfragen.

Mit freundlichen Grüßen

 
Hallo Wolf,

dan muss bei deinem Gerät die QS bzw. Endkontrolle vollständig versagt haben. Gerade bei den hochpreisigen Marken würde ich eigentlich erwarten, dass solche Mängel nicht vorkommen - echt seltsam das Ganze

gruß Aebby
 
hi tom,
der tv war von einem händler.
nach 4 wochen wartezeit.
und er hatte auch noch alle versiegelungen dran.
und die schmirgeleinlage ist offensichtlich " standard ".
ebenso die eigenwillige art, das objektiv bzw. die fassung zu versiegeln.
gleiche informationen hatte ja auch steffen hammel in dem anderen beitrag gegeben!
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=selbstbau&Number=268402
hatte ich ja beschrieben.

@vehrenberg:
eigentlich wollte ich doch nur den feathertouch adaptieren.
und dazu mußte ich halt den originalauszug abbauen.
und dazu habe ich einfach vor dem abbau mal die kollimation geprüft.
anschließend fielen mir nach dem abbau des auszuges eben die ersten körnchen entgegen.
also war es doch naheliegend, das teil gleich komplett auseinanderzunehmen und umzubauen, wie beschrieben.
was hätte mir denn dir rückgabe genutzt?
jetzt habe ich es so, wie es aus meiner sicht die beste lösung darstellt.
wolf
 
Hallo nochmal!

>und die schmirgeleinlage ist offensichtlich " standard ".

Das kann ich bestätigen.
Man sieht es sehr leicht, wenn man
mit einer Lampe durch das Objektiv leuchtet. Daher stammt
das mitunter feststellbare graue Geriesel in diesen
Refraktoren. Ärgerlich, dass es sich dabei ausgerechnet um
Siliciumcarbid-Schleifmittel mit Diamanthärte handelt,
welches neben dem Objektiv etwa Okulare und Spiegel
verkratzen kann und ggf. gar im Fokussiermechanismus
stören kann :-( .

Per Google- bzw. Google-Groups-Suche findet man vereinzelt
auch Informationen zu dieser seltsamen Konstruktion.
Ich halte sie für Refraktoren dieser Preisklasse eigentlich
für inakzeptabel.
 
Hallo zusammen!

Schmiergelpapierkörner im APO - Sachen gibts! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />

Sollte ich mir mal einen APO kaufen, dann wird das mit Sicherheit kein Televue. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />

P.S.: Die Televue Okulare sind aber gut. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
hi harald,
siehe es mal nicht ganz so eng <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
die okulare sind gut und auch die optik ansich!
ich habe doch nur die mechanischen probleme dargelegt.
die verdienen aber echt eine verbesserung!
wolf
 
Hallo Wolf

Mal wieder ein klasse Report den Du da geschrieben hast. Das Schleifpapier kannst Du ja gleich für dein nächstes Selbstbauprojekt benutzen. Ich lese bereits "... das perfekte Finish konnte nur dank Al's fine optical abrasive paper erzielt werden, durch dessen Einsatzt auch das letzte bischen Farbe wie weggeschliffen ist!"

Nun Spass beiseite! Ich bin schockiert! So einen Pfusch hätte ich nicht einmal von einer Chinesischen Hinterhof-Klitsche erwartet! Ich habe gleich mein 31-er Nagler und meine 4x Powermate auf Schleifpapiereinlagen untersucht - zum Glück negativer Befund.

Meister Vehrenberg kann bei Dir bestimmt einige Tipps abhohlen, wie ein qualitativ perfekter Refraktor zu bauen ist, und dies dann Schleifpapier-Al weitergeben.

Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter


PS: Ich habe nun doch noch meinen Mechaniker erschlagen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Peter_B schrieb:

>Nun Spass beiseite! Ich bin schockiert! So einen Pfusch
>hätte ich nicht einmal von einer Chinesischen
>Hinterhof-Klitsche erwartet! Ich habe gleich mein 31-er
>Nagler und meine 4x Powermate auf Schleifpapiereinlagen
>untersucht - zum Glück negativer Befund.

Es ist halt auf allen Gebieten so: Die Industrie verwendet
problematische Lösungen aus Kostengründen in fast allen
Bereichen.
Jetzt ist Schmirgelpapier in der Optik zwar ärgerlich, wenn
dieses wie hier geschehen SiC-Körner verliert.

Richtig schlimm wird es jedoch, wenn wegen so einem Pfusch
etwa ein Brand ausgelöst werden kann und auch sowas
kann einem Käufer eines Elektrogeräts in der heutigen Zeit
blühen, weil der Hersteller an ein paar Cent für ein
Bauteil gespart hat... .
 
Hallo Herr Burgemeister,

<Meister Vehrenberg kann bei Dir bestimmt einige Tipps abhohlen, wie ein qualitativ perfekter Refraktor zu bauen ist>.

... ich wußte gar nicht, dass ich Refraktoren baue und habe
das auch nicht vor.

Dennoch ist es doch interessant, was Al Nagler zu diesem Thema sagt. Ich wiederhole noch einmal: Mir ist bisher kein Kunde bekannt, dem wir eine TeleVue verkauft haben, der mit der Optik nicht zufrieden ist, ob mit oder ohne Schmirgelpapier.

Mit freundlichem Gruß in die Schweiz!

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,


> Mir ist bisher kein Kunde bekannt, dem wir eine TeleVue
> verkauft haben, der mit der Optik nicht zufrieden ist

Diese Aussage kann doch unmöglich für einen Refraktor gelten,
in dem keine Blenden verbaut wurden. Könnte es evtl. sein,
dass verschiedene Versionen dieses Teleskops auf dem
Markt sind, oder hat sich einfach niemand getraut bei einem
so teuren Gerät Streulicht zu monieren?

Ciao, Heiner
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Herr Verenberg

Damit meinte ich lediglich, dass Sie den Kunden- / Merktfeedback als Markenvertreter an den Hersteller zurückfliessen lassen. Dass Sie keine Refraktoren bauen ist glaube ich allen 6951 registrierten Benutzern dieses Forums klar.

Die Aussage von Al ist etwa so schlau wie die Aussage von Clinton vor dem Lewinski-Ausschuss. Der eine will seine Praktikantin nicht gepo... haben, der andere hat noch nie was von unzufriedenen Kunden bezüglich seiner Optik gehört haben. Wären erster wohl alles ... ausser praktiziert hat, sollte der zweite wissen, dass es sich dabei um ein optisches System handelt. Was nützt mir ein Motor mit Bestwerten auf dem Prüfstand, wenn Getriebe, Fahrwerk, etc. nichts taugen?!?

Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter Burgermeister


PS: Von Tele Vue halte ich schmirgelpapierlosen Produkte nach wie vor für ausgezeichnet.
 
VehrenbergKG_HV schrieb:
>Ich wiederhole noch einmal: Mir ist bisher kein Kunde
>bekannt, dem wir eine TeleVue verkauft haben, der mit der
>Optik nicht zufrieden ist, ob mit oder ohne
>Schmirgelpapier.

Es dürfte allerdings fast keinem Kunden bekannt sein,
dass in den Refraktoren Schmirgelpapier verbaut ist, so
dass die allermeisten das zeitweise Geriesel grauer Körner
nicht als Siliciumcarbid identifizieren können.

Wenn dann bei der Reinigung der Umlenkspiegel verkratzt
oder etwas im Fokussierer schleift, wird niemand einen
Zusammenhang zu diesem Geriesel sehen, solange der Käufer
nicht weiss, dass es sich dabei um SiC-Schleifmittel
handelt.
 
... ich bleibe dabei. Bei den TeleVue Optiken handelt es sich um ausgezeichnete Geräte. Mein Versuch, in Google etwas von dem angeblichen Geriesel grauer Körner in den Optiken zu finden, ist leider fehlgeschlagen. `Amateurastronom` wird sicher behilflich sein, den entsprechenden Passus zu finden. Ich bin gespannt!

anbei ein Auszug aus einem Test Report von Sky and Telescope:

S&T Test Report:
The Tele Vue 85:
A Sharp Scope for
People on the Go


The Tele Vue 85mm f/7 APO refractor is truly an incredible instrument with superb, well-corrected optics. The scope's mechanical construction is also first class all the way. Whether you are traveling half way around the world to photograph a total solar eclipse or just casually observing from your backyard, the Tele Vue 85 offers today's amateurs an extremely powerful, compact instrument capable of delivering stunning images of the universe around us. This scope is a real gem!


Mit freundlichen Grüßen

 
Hallo Herr Vehrenberg,

Zeigen Sie uns doch mal einen Sky und Teleskop Artikel, die überwiegend durch die Großen 3 Meade, Celestron, Tele Vue gesponsert werden, indem ein Produkt dieser Firmen am Schluß des testberichtes nicht als gelungen und empfohlen wurde ? S+T ist keine Referenz für GUT oder BÖSE, sondern zeigt in den Tests nur wer am meisten Bezahlt :-)
 
hallo herr vehrenberg,
haben sie meinen artikel in o.g. link überhaupt richtig gelesen??

vermutlich nicht, deshalb zitiere ich nochmal die beiden einführenden sätze:

"...Die Optik des TeleVue TV85 ist sicherlich über jeden Zweifel erhaben.

Was die mechanische Ausführung der Tubuskonstruktion jedoch betrifft, da erscheinen mir einige Punkte aber nicht ganz bis zu Ende gedacht..."

sie reiten auf einer kritik an der optik rum, die überhaupt nicht hier geübt wurde.

es geht um die mechanische umsetzung von einigen einzelheiten.

da sollten sie schon mal richtig hingucken, ehe sie hier nur schlagworte über die optik verbreiten, um die es ansich ja garnicht geht.

denn behalten tu ich es ja nun auf alle fälle <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
schöne grüße!
wolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
<Es dürfte allerdings fast keinem Kunden bekannt sein,
dass in den Refraktoren Schmirgelpapier verbaut ist, so
dass die allermeisten das zeitweise Geriesel grauer Körner
nicht als Siliciumcarbid identifizieren können.>

... was soll man denn von solchen Aussagen halten?
Ich kenne nun wirklich niemanden, dem ein `zeitweises Geriesel` aufgefallen ist und wenn es so wäre, würde ich ein solches Gerät umgehend zurücksenden. Wir haben aber kein einziges zurückerhalten. Ich warte nun einmal mit Spannung auf die zitierten Mitteilungen über dieses
Phantom, wie sie angeblich in Google vereinzelt verbreitet wurden. Ich vermute halt viel eher, dass hier ein wirklich gutes Produkt gezielt schlecht gemacht wird.

Mit freundlichen Grüßen
 
"...Ich vermute halt viel eher, dass hier ein wirklich gutes Produkt gezielt schlecht gemacht wird...."

hm
da fällt mir wirklich nichts mehr ein.

aber, daß so eine aussage von ihnen kommt, ist schon nicht mehr verwunderlich und hätte ich vorhersehen können.
wolf
 
VehrenbergKG_HV schrieb:
> ... ich bleibe dabei. Bei den TeleVue Optiken handelt es
>sich um ausgezeichnete Geräte. Mein Versuch, in Google
>etwas von dem angeblichen Geriesel grauer Körner in den
>Optiken zu finden, ist leider fehlgeschlagen.
>`Amateurastronom` wird sicher behilflich sein, den
>entsprechenden Passus zu finden. Ich bin gespannt!

Dass TeleVue Schmirgelpapier zum Auskleiden des
Refraktortubus verwendet, ist zumindest einzelnen
Personen bekannt gewesen und wird auch von einzelnen TeleVue-Händlern auf deren WWW-Seite angegeben. So schreibt z. B. dieser
US-Händler auf seiner Seite über das TeleVue
Ranger-Teleskop:
"The interior of the optical tube in lined with an
economical yet highly efficient baffling material - coarse
sand paper, which is finished anti-reflection black. ..."
http://www.company7.com/televue/telescopes/ranger.html

Dass nun gelegentlich einzelne dunkle Körner im
Okularauszug festzustellen sind, hat nicht nur der
Autor des ersten Artikels hier festgestellt sondern dürfte
wie mir bereits anderen Nutzern so eines Teleskops
aufgefallen sein.
Nur dürfte fast allen Nutzern die Quelle dieser Körnchen
und deren Gefahrenpotential für die Optik bislang verborgen
bleiben, weil sich die Verwendung von Schmirgelpapier im
Tubus von Refraktoren noch nicht so stark herumgesprochen
hat.

Es ist jedenfalls nicht ungewöhnlich, dass ein Blatt
Schmirgelpapier mit der schwachen Bindung der
Schleifmittelkörner durch einen in Wasser- oder
Alkohol löslichen Leim geringer Festigkeit, einen gewissen
Teil von Schleifmittelkörnern verliert. Jeder, der schon mal
ein Blatt Schmirgelpapier mit Körnung von geschätzt
ca. 80, wie es in diesen Refraktoren steckt, nur angefasst
hat, wird feststellen, dass er anschließend ein paar
Körner Siliciumcarbid an den Fingern hat. Schließlich ist
so ein Schmirgelpapier auch nur zum Schleifen von Holz etc.
bestimmt, nicht jedoch zum Auskleiden eines Tubus in der
Präzisionsoptik.

TeleVue ist sich offenbar dieses Problems zum Teil bewusst,
denn sonst würde man nicht die Notwendigkeit des Entfernens
von "loose grit or particles", vor einer Reinigung
etwa des Umlenkspiegels so sehr betonen:
http://www.televue.com/ask_al/all/0724.html

Meiner Meinung nach sollte hier der Hersteller jedoch seine
Produkte verbessern und ein anderes Material zum
Auskleiden verwenden. Das sollte doch wohl kein Problem
sein.
 
Ein ganz entzückendes Statement von Vehrenberg!
Junge, junge ich kann ´s nicht glauben.

Sinngemäß meint die Vehrenberg-Aussage nix anderes , als das Wolf sich, zum Schaden von TeleVue oder Vehrenberg, eine Geschichte zusammengelogen hat!!

Ich stelle mir gerade vor, ich habe eine berechtigte Reklamation an Vehrenberg zu richten. So wie sich der Laden hier gerade präsentiert hat, geht dann wohl ohne profesionellen Rechtbeistand gar nix!
 
Hallo Leute,

eigentlich ist man sprachlos, wenn man mitbekommt, dass ein TV-Produkt, das nun alles andere als billig ist, mit Sandpapier gegen Reflektionen gefeit werden soll. Dieses Hausmittel ist doch selbst bei Selbstbauern genau wegen der Rieselproblematik umstritten und weitgehend "out". Man braucht dazu doch nur dieses Forum zu durchstöbern.

Das Fa. Vehrenberg dem Autoren, der eine zurückhaltende und sachliche Kritik geäußert hat, auch noch üble Nachrede unterstellt ist, mit Verlaub gesagt, ein starkes Stück! Wenn ich nicht wüsste, dass die Fa. Vehrenberg in der Vergangenheit immer wieder auch exzellenten Service geleistet hat und über motivierte und hilfsbereite Leute verfügt, wäre das ein Anlass, dort aus Prinzip nichts mehr zu kaufen. Eine Entschuldigung beim Autoren wäre angebracht, zumal die Vehrenbergsche Polemik auch sachlich nicht angemessen ist.

Ich selbst hätte den Refraktor möglicherweise auch nicht zurück geschickt, sondern selbst die Nachbesserung in Angriff genommen. Da freut sich doch das Bastler-Herz, wenn man selbst ein vorgebliches High-End-Gerät noch selbst nachbessern kann. Aber ich bleibe bei Pentax - da gibt's kein Schleifpapier im Tubus und der Okularauszug hat mir bislang auch keinen Anlass zum Austauschen gegeben... Übrigens habe ich auch noch einen Synta/Bresser Refraktor 120/1000. Der ist ordentlich mit Blenden gegen Streulicht ausgestattet. Aber vielleicht sind chinesische Blendringe billiger als amerikanisches Sandpapier.

Schwarze Tuben!
René
 
VehrenbergKG_HV schrieb:
>Ich kenne nun wirklich niemanden, dem ein `zeitweises
>Geriesel` aufgefallen ist und wenn es so wäre, würde ich
>ein solches Gerät umgehend zurücksenden. Wir haben aber
>kein einziges zurückerhalten.

Ich habe vor längerer Zeit mal an einem TeleVue-Refraktor
auf einmal seltsame graue Körner an den Fingern
gehabt. Einige kratzten einmal sogar im Fokussierer.
Nur rätselte ich damals über die Herkunft der Körner
und für mich war die Sache nach deren Beseitigung
erstmal erledigt.
Denn mir war nicht bekannt, dass in diesen Geräten
ausgerechnet Schmirgelpapier verbaut ist. Das
Schmirgelpapier im Innern des Tubus ist obendrein kaum zu
erkennen.

Ich bin insofern dem Autor des Artikels sehr dankbar,
dass er auf diese Besonderheit hinweist. Denn ohne seinen
Hinweis wäre zu befürchten gewesen, dass bei der Reinigung
optische Komponenten verkratzt werden könnten oder gar
(etwa über zur Reinigung benutzte Pinsel etc.) Siliciumcarbid-Partikel sogar auf andere
teure Optiken gelangen könnten und diese irreparabel
beschädigen könnten.

>Ich vermute halt viel eher, dass hier ein wirklich gutes
>Produkt gezielt schlecht gemacht wird.

Keineswegs. Hier wurde nur auf eine weitgehend unbekannte
Problematik hingewiesen, die der Hersteller, der seine
Produkte immerhin auch in mechanischer Hinsicht als
Spitzenprodukte anpreist, leicht abändern könnte (und
sollte), um auch in dieser Hinsicht ein hervorragendes
Produkt zu fertigen. Insofern müssten eigentlich auch
Hersteller und Händler für diesen berechtigten Hinweis
dankbar sein.
 
Jedesmal wenn ein Selbstbauer das Wort Sand oder Schmirgelpapier als Streulichtbrecher auch nur in den Mund nimmt, geht ein Aufschrei durch die halbe ATM Szene (siehe z.B. Diskussion weiter unten auf der Seite).

Dass ein professioneller High end Refraktor Hersteller zu solchen Mitteln greift, kann man nur als unglaublichen Pfusch bezeichnen. Oder machen die das womöglich absichtlich, um die Ersatznachfrage nach Okularen und Zenitprismen anzukurbeln? Allein der Gedanke, wie sich die harten Siliziumkarbid Körner in's Okularauszugsgetriebe reinfressen könnten, lässt mich mit den Zähnen knirschen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />.

Statt den Wolfgang und Amateurastronom hier anzugehen, sollten die Händler sich lieber für den Hinweis bedanken und dem Onkel-Al damit mal gehörig den Marsch blasen. Bei der Gelegenheit könnte man gleich die Misere mit den unterschiedlichen Filtergewindesteigungen innerhalb der TeleVue Produkte auch gleich mit auf's Butterbrot schmieren (eine Priese Karbo 80 zum Würzen kann ich gerne kostenlos beisteuern).

Ach so, bevor hier Verschwörungstheorien vermutet werden, diese Zeilen schreibt einer, in dessen Koffer sich ausschließlich TeleVue Okulare befinden.
 
Hallo!

>Jedesmal wenn ein Selbstbauer das Wort Sand oder
>Schmirgelpapier als Streulichtbrecher auch nur in den Mund
>nimmt, geht ein Aufschrei durch die halbe ATM Szene (siehe
>z.B. Diskussion weiter unten auf der Seite).

Eben. Ich habe diese Sand-Tips auch gelesen und auf
eine Anwendung wegen der Kratzergefahr für den Spiegel
dankend verzichtet. Schließlich gibt es genug andere Materialien wie Kork, die keine Kratzer verursachen.

>Dass ein professioneller High end Refraktor Hersteller zu
>solchen Mitteln greift, kann man nur als unglaublichen
>Pfusch bezeichnen. Oder machen die das womöglich
>absichtlich, um die Ersatznachfrage nach Okularen und
>Zenitprismen anzukurbeln? Allein der Gedanke, wie sich die
>harten Siliziumkarbid Körner in's Okularauszugsgetriebe
>reinfressen könnten, lässt mich mit den Zähnen knirschen.

Ich bin auch aus allen Wolken gefallen, als ich das las,
aber eine sofortige Überprüfung bestätigte leider die
Ausführungen auch bei einem anderen Refraktormodell (Ranger). Das wirft zumindest ein ganz neues Licht auf
z.B. einen Vorfall vor einigen Monaten, als ein TeleVue-Okular seltsam knirschte, als ich es in mein ein
paar Wochen zuvor fertiggestelltes Newton-Teleskop stecken
wollte. Es war dann festzustellen, dass es an der Okularhülse zum Teil mit grauem Pulver bedeckt war.
Ich konnte mir das überhaupt nicht erklären, konnte aber
nach einer Kontrolle der Bauteile des neuen Teleskops
ausschließen, dass der graue Staub von letzterem stammte. Ich hatte daraufhin den Refraktor,
an dem ich das Okular sonst benutzt hatte in Verdacht.
Mir leuchtete jedoch nicht ein, woher dort so ein
Zeug stammen sollte, denn auf den ersten Blick war
nichts zu erkennen. Diesem Verdacht war ich deshalb nicht
weiter nachgegangen. Jetzt ist mir klar, was da
passiert war.

Dass wir Besitzer uns über solche Neuigkeiten nicht gerade
freuen und das deshalb kritisieren, dürfte wohl klar sein.

Ich denke, der Hersteller sollte hier schleunigst auf
anderes Material ausweichen.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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