heinrichl
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
ich habe mit meinem schnellen f4 Newton einen ein Stern Test am künstlichen Stern gemacht, um die zuvor durchgeführte Laserkollimation zu überprüfen. Normaler Weise ist für schnelle Newtons ein ein Stern Test am realen Stern empfohlen (Abstandsformel für ein Stern Test); ich habe es aus Zeitnot am künstlichen Stern gemacht, weil ich berufstätig bin. Ich komme auch so schon immer nur sehr langsam voran. Für den empfohlenen Test an einem realen Stern wären wegen Wetter und anderen Verpflichtungen wieder weitere Wochen verstrichen.
Es hat eigentlich ganz gut geklappt, aber ein paar Sachen sind merkwürdig. Deshalb habe ich einige Fragen (siehe unten).
Material:
- f4 Newton 200 mm (SKW Quadro)
- Twist Lock
- Sharpstar 0,95 MPPC Komakorrektor (Arbeitsabstand 55 mm)
- MFT Systemkamera
- Künstlicher Stern auf Stativ
So bin ich vorgegangen:
- Den künstlichen Stern in 10m Entfernung auf einem kleinen Stativ platziert
- Das mittelgroße Loch aktiviert (Der Stern hat mehrere Lochgrößen für unterschiedliche Helligkeiten)
- Das Teleskop auf den künstlichen Stern ausgerichtet, sodass der Stern genau in der Bildmittel erscheint
- Die Kamerasensor mit Spacern auf 55 mm Abstand zum Komakorrektor gebracht (auf 1 mm genau)
- Den Okularauszug halb ausgefahren
- Den Komakorrektor mit Kamera bei Licht soweit aus dem 2" Twist Lock herausgezogen, dass das Bild scharf geworden ist, dann den Twist Lock fest gezogen
- Feinfokuskorrektur mit dem Okularauszug
- Bild im Fokus bei Licht gemacht (1. Bild unten)
- Bild im Fokus bei Dunkelheit gemacht, mit 3 Blenden Unterbelichtung bei Gegenlicht (2. Bild unten)
- Nun den Okularauszug schrittweise ausgefahren (Bildreihe extrafokal unten)
- Den Okularauszug erneut zum Fokuspunkt gebracht und den Okularauszug dann schrittweise eingefahren (Bildreihe intrafokal unten)
Bilder

Bild 1: Künstlicher Stern auf Stativ in 10m Abstand bei Licht (im Fokus). Durch Newton Teleskop hindurch fotografiert. (Der Komakorrektor machts möglich?)
Bild 2: Künstlicher Stern in 10m Abstand im Dunkeln (im Fokus)
Bildreihe extrafokal:


Bildreihe intrafokal:


Fragen:
- Warum konnte ich überhaupt auf 10m scharfstellen? Ein Newton ist ja normaler Weise fix auf unendlich eingestellt. Wegen dem Komakorrektor im Strahlengang?
- Habe ich den ein Stern Test grundsätzlich richtig durchgeführt? Es sind kaum Ringe entstanden! Warum bildet der defokussierte Stern einen Donut und keinen vollen Bildkreis?
- Ist der Newton korrekt kollimiert?
- Gibt es weiteres Optimierungspotential? Insbesondere, woher kommt die dunkle Mitte der Spikes und deren schlechte Farbreinheit im Fokus (Bild 2)? Arbeitsabstand zum Komakorrektor zu ungenau?
- Wie aussagekräftig ist der Test eines schnellen Newton an einem künstlichen Stern in 10m Entfernung?
- Ggf. Interpretation der Einstern-Bilder. Habe ich einen besseren oder einen schlechteren SKW Quadro Spiegel erwischt?
Gruß und Dank
ich habe mit meinem schnellen f4 Newton einen ein Stern Test am künstlichen Stern gemacht, um die zuvor durchgeführte Laserkollimation zu überprüfen. Normaler Weise ist für schnelle Newtons ein ein Stern Test am realen Stern empfohlen (Abstandsformel für ein Stern Test); ich habe es aus Zeitnot am künstlichen Stern gemacht, weil ich berufstätig bin. Ich komme auch so schon immer nur sehr langsam voran. Für den empfohlenen Test an einem realen Stern wären wegen Wetter und anderen Verpflichtungen wieder weitere Wochen verstrichen.
Es hat eigentlich ganz gut geklappt, aber ein paar Sachen sind merkwürdig. Deshalb habe ich einige Fragen (siehe unten).
Material:
- f4 Newton 200 mm (SKW Quadro)
- Twist Lock
- Sharpstar 0,95 MPPC Komakorrektor (Arbeitsabstand 55 mm)
- MFT Systemkamera
- Künstlicher Stern auf Stativ
So bin ich vorgegangen:
- Den künstlichen Stern in 10m Entfernung auf einem kleinen Stativ platziert
- Das mittelgroße Loch aktiviert (Der Stern hat mehrere Lochgrößen für unterschiedliche Helligkeiten)
- Das Teleskop auf den künstlichen Stern ausgerichtet, sodass der Stern genau in der Bildmittel erscheint
- Die Kamerasensor mit Spacern auf 55 mm Abstand zum Komakorrektor gebracht (auf 1 mm genau)
- Den Okularauszug halb ausgefahren
- Den Komakorrektor mit Kamera bei Licht soweit aus dem 2" Twist Lock herausgezogen, dass das Bild scharf geworden ist, dann den Twist Lock fest gezogen
- Feinfokuskorrektur mit dem Okularauszug
- Bild im Fokus bei Licht gemacht (1. Bild unten)
- Bild im Fokus bei Dunkelheit gemacht, mit 3 Blenden Unterbelichtung bei Gegenlicht (2. Bild unten)
- Nun den Okularauszug schrittweise ausgefahren (Bildreihe extrafokal unten)
- Den Okularauszug erneut zum Fokuspunkt gebracht und den Okularauszug dann schrittweise eingefahren (Bildreihe intrafokal unten)
Bilder

Bild 1: Künstlicher Stern auf Stativ in 10m Abstand bei Licht (im Fokus). Durch Newton Teleskop hindurch fotografiert. (Der Komakorrektor machts möglich?)
Bild 2: Künstlicher Stern in 10m Abstand im Dunkeln (im Fokus)
Bildreihe extrafokal:


Bildreihe intrafokal:


Fragen:
- Warum konnte ich überhaupt auf 10m scharfstellen? Ein Newton ist ja normaler Weise fix auf unendlich eingestellt. Wegen dem Komakorrektor im Strahlengang?
- Habe ich den ein Stern Test grundsätzlich richtig durchgeführt? Es sind kaum Ringe entstanden! Warum bildet der defokussierte Stern einen Donut und keinen vollen Bildkreis?
- Ist der Newton korrekt kollimiert?
- Gibt es weiteres Optimierungspotential? Insbesondere, woher kommt die dunkle Mitte der Spikes und deren schlechte Farbreinheit im Fokus (Bild 2)? Arbeitsabstand zum Komakorrektor zu ungenau?
- Wie aussagekräftig ist der Test eines schnellen Newton an einem künstlichen Stern in 10m Entfernung?
- Ggf. Interpretation der Einstern-Bilder. Habe ich einen besseren oder einen schlechteren SKW Quadro Spiegel erwischt?
Gruß und Dank