Test Sony A7s

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas H_Kay
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
hallo arndt,

ich bin, glaub ich, einer der letzten, welche gegen sony bashen, aber einen fakt stellt das manko nun mal dar (die eventuellen tonwertabrisse durch 12bit statt 14bit wird man vmtl. eh erst in der ebv erkennen). ich selber habe vor knapp 5 jahren in sachen astrofotografie canon den rücken gekehrt und bin auf sony gewechselt.
und wegens "in den händen halten" - ich werde mich weiterhin auf das netz verlassen müssen - einfach mal so paar tausender in die hand zu nehmen, um zu schauen was geht, kann ICH mir nicht leisten.
mit den sony-problemen (diesmal speziell der a7r2) geht es hier übrigens weiter... :(

http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1612514


vg ronald
 
Hallo Ronald,

das ist doch genau das Problem, dass man immer wieder beim Stöbern auf solche Meldungen stößt: Was bedeutet das denn für die praktische Astrofotografie? Du überlegst theoretisch, dass es ein Problem sein müsse, und es gibt sogar Beispielaufnahmen im Netz von Sternstrichspuren, wo sich diese Artefakte anscheinend (eindimensionale Strukturen! Offenbar reagiert die Kompression auf solche Geometrien) bemerkbar machen. Aber bei der "nachgeführten" Astrofotografie spielen solche Schocker nun mal überhaupt keine Rolle, weil man sie *nicht* sieht, auch nicht bei verarbeiteten Bildern! Und wir müssen doch nicht über fehlende Bittiefe sprechen, wenn man 20, 30 Bilder aufaddiert - da kommt effektiv genügend Bittiefe zusammen, selbst *wenn* man meint, dass einem ein Bit fehlt. Der Quantensprung, der mit der A7s eingeleitet wurde (und ich spreche da wirklich aus langer eigener Erfahrung) ist nun mal die absolut sensationelle Empfindlichkeit, gepaart mit der großen Full Well Kapazität. Wenn das für Dich persönlich keine Rolle spielt bei der Entscheidung für oder wider die A7s, dann - bitteschön. Aber das werde ich hier dann nicht unkommentiert stehen lassen, weil es einfach ein völlig falsches Bild von den Möglichkeiten dieser Kamera bietet.
Hier übrigens noch ein bearbeitetes Bild: SMC, 16x 180s, Borg ED 105/650 bei 560mm. Bias, keine Darks (aber Hot Pixel Maske), Flats. Bildverarbeitung (PixInsight): Kontrastanpassung, ATrousWaveletTransform (Trennung in large scale / small scale), Kontrastanhebung large scale, Farbsättigung erhöht beim small scale, Addition der Teilbilder. Nicht mehr. Welche der erwähnten Probleme erkennst Du in diesem Bild?

Viele Grüße,
Arndt

(Direktlink hier)
Link zur Grafik: http://www.astronomiegeschichte.de/smc3.jpg
 
Hallo Ronald,

hier übrigens nochmal eine Meinung von anderen Astrofotografen über die A7s und die (nicht nachweisbare) praktische Bedeutung der kursierenden Probleme für die Astrofotografie (v. a. Beitrag #34; allerdings ist der gesamte Thread sehr aufschlussreich).

Viele Grüße,
Arndt
 
Dass die meisten Sonys nicht per USb ausgelöst werden können
ist allgemein bekannt.

mit IR , wie von mir beschrieben geht das mit Handy und auch mit Astroart, dann auch mit dithern.

Beim Mgen müsste man noch einen raspberry oder Arduino verwenden, der auf schaltsignal hin dann den IR Code sendet. geht auch problemlos .
Oder wie hier auch schon einer gepostst hat, einfach kabel an den Auslöser anlöten, rausführen und an den Mgen anschliessen.
 
Hallo,

Die ersten Aufnahmen (hier M 27 am 8" Epsilon 200) sind noch mit der unmodifizierten Sony a 7 R gemacht. Die Kamera wurde zum Umbauen abgeschickt und müsste heute oder am Montag eintreffen.

Die Kamera wurde mit einem USB-Timer (Serienaufnahmen) ausgelöst. Der Lifeview hat sehr gut parallel über den HDMI funktioniert, die Anzahl der sichtbaren Sterne war schon verblüffend, was einen Vergleich zur z.B. 60Da angeht. Die Fokussierung erfolgte im Lifeview. Download über die 32 GB Wlan-SD Karte.

Daten: Takahashi e200, (8", f-4), 12 Aufnahmen, 1h 10 min.

Mittlere Auflösung: https://farm6.staticflickr.com/5749/21162972958_c5d2ec7769_h.jpg

Link zur Grafik: https://farm6.staticflickr.com/5749/21162972958_c5d2ec7769_h.jpg

Gruß: Bruno
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Felix,

Die RAW oder besser gesagt die ARW Dateien wurden in Tiff gewandelt, mit dem DSS gestackt und mit CS6 weiter bearbeitet. Dieses hat sich in Grenzen gehalten, der Gradient wurden mit dem GradientXterminator angeglichen. Die Aufnahmen sind viel rauschärmer als die der Canon Modelle. Ich habe bei den Canon-Modellen fast alle Kameras getestet, auch über Jahre und kann da schon vergleichen.

Ich war noch am experimentieren, ob sich ein Dunkelbildabzug bemerkbar macht, anscheinend nicht. Zudem bin ich "nur" bis ASA 1600 gegangen, die Blz. halten sich mit 6 min. im Rahmen. Mit den Canon Kameras muss ich 1/3 länger belichten. Alles ist noch in der Erprobung.

Gruß: Bruno

 
Hallo,

Nach 3 Monaten des Arbeitens mit der A 7 R, die nun modifiziert ist, kann ich fast nur Positives berichten.

Die Empfindlichkeit auch bei ISO 800 ist überragend. Einzig das Stacken bereitet Probleme, da der DSS bei 35MB Bildgröße das Handtuch wirft, warum, weiss ich nicht. Die Tiff-Dateien (gewandelt mit CS6 oder Capture One) machen keine Probleme. Leider werden keine Flats akzeptiert, ich hoffe, da mit Pix Insight voranzukommen.

Was das leidige Auslösen über USB angeht so ist das hier die Lösung:

Remote Ramera Control von Sony installieren (läuft nur bis 30 sec.), dann von

www.felopaul.com


die PHD Guiing Version herunterladen und zeitgleich mit der Sony Software und der angeschlossenen Kamera aufrufen. Die Kamera lässt sich dann nach Eingabe der langen Zeiten problemlos steuern.

Der "Timer in minutes" kann auf 4h eingestellt werden, der Haken bei "wait on files Arrival" entfernen und die Zeit "stability" auf 10 sec. setzen.

Den Downloadordner für die Aufnahmen bitte in der Sony-Softwaren setzen.

Geht alles ein wenig überkreuz, funktioniert aber hervorragend. Den Lifeview über den HDMI-Ausgang bitte an einen Monitor anschliessen, geht NICHT übers Laptop. Damit ist eine perfekte Fokussierung möglich.

Abschließend erwäge ich den Kauf der neuen A 7 S II, die ein 14Bit unkomprimiertes Format hat und möchte diese dann im APS-C Format am 12" ACF einsetzen, was von der Pixelgröße perfekt passt. da der 12" einen Reducer hat, ist das Vollformat nicht anwendbar. Mir kommt es einzig auf die Empfindlichkeit an. Die Kamera kann ich auch übers Wochenende (2 Nächte) testen, da ist der Hamburger Händler sehr entgegenkommend.

Viele Grüße und Clear Sky: Bruno

Hier eine der letzten Aufnahmen der A 7 R am 8 " Tak e 200:

Full Frame: https://c1.staticflickr.com/1/689/21261534983_e1c72eeeeb_o.jpg

Link zur Grafik: https://c1.staticflickr.com/1/689/21261534983_b1255c59d9_h.jpg

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Bruno,

danke für die phantastische Aufnahme.

Wir sind gespannt, was die A7S-II am 12" ACF für tolle Aufnahmen produziert.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo,

verfolge gespannt die Beiträge, da ich mich gleichfalls für die Kamera interessiere.

Bzgl. Auslöser, würde ich Euch mal folgendes anraten

http://www.triggertrap.com/

Ich selbst hatte bei meiner D800 das Problem, dass die Nikoneigenen Lösungen extrem teuer waren, jedenfalls 2012 als ich die Kamera erwarb gab es kaum Alternativen.

Die Lösung funktioniert bei mir Perfekt und ich kann noch viel mehr damit anstellen. Preis inkl Adapterkabel ca. 50 Eur

Grüße Franz
 
Hallo Zusammen, das a7s ist ein besonders interessante Kamera. Hat Jemand ein Rauschminderungs-test (ob es ehrlich ganz ausschaltbar ist) mit längere Belichtungen gemacht?

Bei Nikon war das Problem bei längere Belichtungszeiten als "Nikon star eater" genannt: ein Rauschminderungs-Algo hat sich (unausschaltbar) aktiviert und die kleinere Sternpopulation dezimiert. Für die A7s habe ich kein relevantes Test gesehen, ein A7rII Besitzer habe ich am DPR gesehen der sich über verschwundene Sterne beschwert hat.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben