Transmission im nahen UV bei Refraktoren

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wynnie

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Hallo zusammen,

ich nutze für mein Sol'ex ein altes Sigma 400mm Objektiv, was so weit auch sehr gut funktioniert. Allerdings geht die Transmission des Objektivs bei ca. 400 nm deutlich zurück und bei der CaK Linine bei 393 nm wird es schon vergleichsweise finster. Daher habe ich überlegt, ob ein einfacher ED wie zum Beispiel der TS 70/420 ED V2 eine Lösung darstellen könnten. Bevor ich aber Geld in die Hand nehme, wollte ich hier einmal nachfragen, ob schon jemand Erfahrungen mit der Transmission im nahen UV Licht hat. Aufgrund der Eigenschaften des Sol‘ex sollte die Brennweite nicht länger als max. 450mm sein. Der TS würde da schon sehr gut passen, wenn er denn nicht zu früh ‚zu‘ macht.

Viele Grüße
Michael
 
Da müsstest du die genauen Glassorten kennen. Die FPL Gläser und BK7 oder BaK4 machen bei etwas über 300nm dicht.
Allerdings haben Refraktoren den sogenannten Gaußfehler, eine wellenlängenabhängige Korrektur der sphärischen Aberration. Bei CaK wirst du also starke Überkorrektur haben, vermutlich deutlich unter Beugungsbegrenzt. Außer du nimmst etwas mit langsamem Öffnungsverhältnis.
Das Schutzglas des Sensors hat aber auch ganz gerne einen UV/IR Cut drin, der macht je nach Modell bei 390-420nm dicht, das wird also eher daran liegen als an der Transmission des Objektivs.

LG
Olli
 
Hallo Olli,

an das Glas der Kamera (ASI178mmc) habe ich gar nicht gedacht o_O
Du hast aber wohl damit Recht, dass der Hase hier im Pfeffer liegt, zumindest interpretiere ich die Angaben von ZWO so. Das Glas ist zwar im Infraroten offen wie ein Scheunentor, macht aber erst bei etwa 400nm ganz auf. Kurz hinter der Kalzium Linie :cautious:. Mal schauen, ob ich da etwas anderes finde. Das auszuprobieren dürfte günstiger sein, als ein neues Teleskop zu kaufen.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo!

Es ist eine monochrome, gekühlte 178‘er :) Sie hat auf jeden Fall ein Fenster, das Infrarot durchlässt. Aber auch diese lassen UV nicht durch. Bei Aliexpress gibt es für kleines Geld Fenster aus Quarzglas (Fused Silica). Ich glaube damit werde ich es mal probieren. Dann muss ich nicht ganz so oft mit dem Blasebalg ran ;)
Für einen Test ist der einfache Ausbau aber mal eine Idee, danke Micha.

Viele Grüße
Michael
 
Also so wie ich das verstehe, haben die Color den obere Filter, und die Monos den unteren:
Screenshot_20231009_185348.jpg

Der hätte bei CaK auf jeden Fall gemug Transmission.

LG
Olli
 
die Sensorkammern ja wegen Kondenswasser extra abgedichtet und mit Trockenmitteln versehen.
Auch wieder war. Dann warte ich lieber noch ein wenig bis die Quarz Fenster da sind.

Der hätte bei CaK auf jeden Fall gemug Transmission.
Der geht leider erst bei 400nm auf >90% Transmission. Zumindest sieht es so aus, als läge genau bei 390nm der ‚Buckel‘ wo es bergab geht. 396nm sind noch recht hell aber die 393nm schon sichtbar ‚dunkler‘. Ist ja nicht so, dass nix mehr durch geht. Aber ich muss mit den Belichtungszeiten schon hoch gehen oder den Gain sehr hoch drehen. Die Quarz Fenster kosten im 10er Pack keine 20€, das werde ich mal investieren. Wenn‘s eine Verbesserung ist wäre es mir das wert.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

ich hab den TS ED 72/432 im Einsatz, mit Baader Herschelprisma ohne Filter, Original Sol'Ex und ASI 178MM. Schutzglas ist in der Kamera, allerdings kein UV & IR Cut, den haben normalerweise nur Farbkameras. Hinter CaK macht mein Setup im UV auch schnell dicht, es geht gerade noch das CN Band bei 3883 Angström. Aber da machen nicht nur Refraktor und die Sole'Ex Linsen zu, sondern die Empfindlichkeit der Kamera lässt auch schnell nach. Da meine ASI 178MM den gleichen Sensor hat wie deine Kamera, können wir gerne mal die Rohspektren vergleichen. Ich fürchte aber, dass da mit Tausch vom Eintrittsfenster nicht viel drinnen ist.

Christian Viladrich hat im SolarChat Forum die Durchlasskurven verschiedener Filter und Barlows gezeigt, das könnte auch einen Tipp geben, wieviel da zu erreichen ist. Für Fotoobjektive und Refraktoren hab ich nichts gefunden, aber auch nicht wirklich gesucht. Durchlass und Korrektur im UV wäre für mich sehr wichtig, da klemmt es im Moment.

Ich werde jetzt mal versuchen, mit dem Schlitz von Douglas und Astronomik L1 Filter mehr Licht auf den Sensor zu bringen, also ohne Herschel Prisma. Eventuell sogar ohne L1 Filter, falls der im UV zu früh zumacht. Ich finde leider keinen Bandpass Filter oder Hochpass Filter von Blau bis UV, damit ich ab dem g-Band bis in den UV Bereich aufnehmen kann. Schön wäre alles unter 450nm, damit H-Gamma und g-Band noch sicher dabei sind. Derzeit habe ich einfach im UV sehr wenig Licht, muß den Gain aufdrehen und kann leider nicht abblenden. Vermutlich könnte ich bei 40 oder 50mm Öffnung deutlich bessere Ca-H und Ca-K Bilder machen als bei der vollen Öffnung von 72mm.

CS
Arnold
 
Hallo Michael,

Ich habe den TS 70/420 ED V2 und auch schon mal probiert den Staranalyser 200 mit der ASI120MM, ASI533MCPro und der ASI432MM.
Ich habe das Resultat nicht all zu geschätzt in der Performance ungefähr 400nm abwärts in RSpec, definitiv die CaK Linien war da nur sehr schwer etwas zu erahnen....
Der ganze Tiefblaue bis Violette und UV Bereich war da schwer "aufgefächert/ausgefranzt", da war auch nichts mit dem Fokus zu treffen am Spektrum oder am Flattener zu verschieben über die einstellbare Hülse. Dieses Doublet ist dafür einfach nicht konzipiert.
Nichts desto trotz kann man auch ein par Aufnahmen machen mit dem neuen Baader CaK 5nm HWB Filter, die Aufnahmen gehen mehr oder weniger noch durch. Das kleinere 60ziger FPL53 ist in diesem Augfnahmebereich ebenbürdig für mich zu dem ED 70er.

Die saubersten Spektrum hatte mir bis jetzt mein kleines 6" RC gegeben, reiner Spiegel ohne jeglicher Korrektor in dem tieferen/schnelleren Bereich.

Alle anderen Teleskope die ich habe packen diesen Bereich einfach nicht so gut, meinen Foto-Objektiven wage ich nicht einmal den Versuch, auch definitiv nicht den Fluorit Canon 300/2.8, der muss auch schon über Starnet++ gehen....

Reiner Spiegel, sehr guter SC oder hochkorregierter APO passen zu diesem Bereich, mein Mak packt diesen Bereich auch nicht, der würgt ihn einfach ab.

Clear skies,
- Martin
 
Man muss dabei auch auf die Glaspaarung aufpassen.
FPL-53 mit Lanthan klingt zwar schön, und hält das innere sichtbare Spektrum wunderbar beisammen, aber gerade bei den kurzen Wellenlänge im Violetten bricht die performance sehr stark ein.
Weshalb zB auf telescope optics dot net im Zusammenhang mit Lanthangläsern von "suboptimal mating for FPL-53" gesprochen wird.

LG
Olli
 
Ja, Spiegeloptik wäre eine gute Lösung. Aber dann durchgängig, inclusive Spektrograph. Da hab ich nämlich die Linsen auch stark im Verdacht, sowohl von der Schärfe her als auch vom Durchlass. Ich muss die einfachen Achromate von Thorlabs mal durchrechnen, da werden die Zeemax Daten zur Optik veröffentlicht. Von den Original Sol'Ex Linsen von Shelyak hab ich leider keine Daten gefunden.

Ich bin auch auf der Suche nach einem größeren Teleskop, mit dem Spalt von Douglas und einm längeren Kollimator wäre ja noch einiges drin. Aber da wären halt Daten schön zu Durchlass und Korrektur, etwa vom Skywatcher ED 80/600 oder TS 80/560. Der grosse Schritt zu 106/720 Triplet mit 2 Pentax Objektiven ist mir doch eine Nummer zu groß. Ich möchte bei einem leicht verbesserten Sol'Ex bleiben.

CS
Arnold
 
Hallo Arnold,

ich hatte auch erst den Hoya ND Filter (macht aber schon bei 290nm auf) in Verdacht. Aber die Informationen zum Schutzglas der ASI decken sich ziemlich gut mit meinen Beobachtungen. Wenn mal wieder die Sonne scheint, mache ich mal einen Screenshot. Bei den Filter Kurven in Deinem Link sieht man beim ZWO L Filter auch gut, wie er kurz von der Kalzium Linien zu macht. Ich habe jetzt die Quarz Fenster in 25x3 mm bestellt. Da es sie nur im 10'er Pack gab, kann ich ein paar abgeben, wenn es funktioniert. Die Fenster sind aus JGS1 Glas, das lässt ab 180nm alles durch und sollte damit das Schutzglas ausschließen ;) Ich werde berichten.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Martin,

vielen Dank für Deine Informationen, das ist sehr aufschlussreich. Sicher wären Spiegel die beste Lösung, aber mit dem originalen Sol'ex wird es schwierig die notwendige kurze Brennweite zu erreichen. Am Ende muss ich dich auf Douglas Smith und seine alternativen Spalte zurückgreifen. Er möchte ja neue machen.

Ich versuchs erstmal mit den Quarz Fenstern, dann sehen wir weiter. Es freut mich aber, das sich hier so eine lebhafte Diskussion rund um das Thema entwickelt.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

warum 25x3, deine ASI sollte ja 25x2 haben? Für meine 21x1.2 habe ich leider noch keine Ersatzfenster in Quarz gefunden :cry:.Vielleicht ein 25mm Fenster ankleben?

Bis zum CN Band fällt das Signal noch nicht so stark ab und dahinter habe ich in der Literatur bisher keine interessanten nahen UV Wellenlängen gefunden. Mit 20x soviel Licht am Spalt (ohne Herschelprisma) sollten CN, CaK und CaH auch mit Abblenden auf 35 - 50mm noch ausreichen hell sein. Dann komme ich bei 3 us ohne Binning im Gain ausreichen herunter. So geschätzt von Gain 250 auf etwa Gain 25 bei 50mm Öffnung oder Gain 50 bei 35mm Öffnung. Längere Belichtungszeit wäre auch noch eine Option, dann dauert der Scan halt länger.

Der Astronomik L1 Filter ist meines Wissens der Einzige, der zumindest CaK noch durchlässt. Bei CN bin ich mir nicht mehr sicher. Aber mit 50mm Öffnung lasse ich wenn notwendig auch die volle Sonnenhitze auf den Quarz Spalt, Douglas arbeitet ja mit dem L1 Filter bei größerer Öffnung.

CD
Arnold
 
Auf die Filtertransmission ist aber leider auch kein 100% Verlass.
Ein Astronomik L2 hat laut Datenblatt bei 390nm schon 50%, aber die 397 CaH blockt er dennoch fast völlig...

LG
Olli
 
Hallo zusammen,

die neuen 'Fenster' aus JGS1 Quarzglas sind angekommen und passen perfekt :geek:
Der Austausch war in wenigen Minuten erledigt. Leider macht sich die Sonne ganz schön rar und daher konnte ich das Sol'Ex nur gegen den (stark) bewölkten Himmel testen. Der Abfall bei den Ca Linien ist auf jeden Fall nicht mehr so deutlich. Die Transmission der Optik spielt nun anscheinend die Hauptrolle. Aber angesichts des sehr überschaubaren finanziellen Aufwands finde ich das Ergebnis schon mal gut. Wie gut wird sich zeigen, wenn ich das Sol'Ex mal wieder auf die unverstellte Sonne richten kann. Ich werde berichten.

Viele Grüße
Michael
 
Allerdings haben Refraktoren den sogenannten Gaußfehler, eine wellenlängenabhängige Korrektur der sphärischen Aberration. Bei CaK wirst du also starke Überkorrektur haben, vermutlich deutlich unter Beugungsbegrenzt.
Da hast Du absolut Recht. Ich habe einen sehr günstig erworbenen alten Vixen 80mm f5 getestet. Mit dem Quarzglas in der Kamera und durch den Zweilinser ist die Transmission schon sehr viel besser als bei dem viellinsigen Pentax. Wer auch eine gekühlte ASI178 hat und eines möchte soll sich bitte melden. Gegen Porto gebe ich gerne noch welche ab. Das Bild ist also deutlich heller, aber die Auflösung ist grottig. Die Bildfehler schlagen also, wie vermutet, gnadenlos durch. So wird das nix.

Und dann … ist mir eingefallen, dass ich ja noch die kleine Russentonne 500mm f5.6 im Keller habe _jungeschlagen: sogar mit originalem ND 0.6 Filter. Ich habe es an der Sonne getestet und konnte (mit Filter) problemlos meine Hand in den Fokus halten ohne das es warm wurde. Nun ja … hab ich jetzt einen schönen Weitfeldrefraktor. Am Freitag solle es wieder sonnig werden, dann wird der MAK getestet.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

Ich habe schon sehr beindruckende Sonnen Aufnahmen gesehen im blauen Nachbarforum mit einem alten sehr guten 500mm Canon "Mini"Mak mit integrierten rückseitigen (?3-5Element?) Korrektor von der Sonne im Cak mit nem 3nm HWB Filter plus Baader Foto-Folie. :whistle:
Bei den Nikons sind mir auch schon ein par Modelle sehr Ok performant mit guten Aufnahmen aufgefallen beim stöbern im Netz, aber nur beim oberen 540nm.

Selber habe ich so eine solide :) und recht schwere :oops: 500mm f8 Russentonne mit alles Metall +schraubbaren Deckel direkt aus dem Ursprungsland von nem Kollegen (die hat ne Barlow verbaut die auch wenn man experimentieren möchte leicht rausgeht als Linsenpacket, Backfokus wird dann etwas kritisch knapper, Filterschublade Goodbye), die seit langen schon ruht, knapp vergessen in der Schatz-Truhe, hatte auch den HS entspannt und alles wirklich gut zentriert gekriegt, aber die Bildqualität hatte mich nicht beindruckt zwecks den winzigen (Kreuz-) Asti an den Sternen.

So wie ich meine kenne wird hauptsächlich dann eine substantive Verbesserung erarbeitet werden müssen zwecks dem internen Streulicht plus die leicht gelbliche Barlow sicherlich raus, was letzteres bei dir eh kein Thema wäre.


Clear skies,
- Martin
 
Hallo !

Heute war es zur Feier des Tages mal wieder sonnig und ich konnte mal wieder testen. So richtig zufrieden bin ich noch nicht, aber mit dem kleinen MAK/SC geht es schon besser als mit den Linsen. Da bei dieser Brennweite die Sonne nicht mehr auf den Spalt passt, brauche ich zwei Durchgänge. Jeweils 10 Scans mit Autostakkert gestackt und mit Photoshop nachbearbeitet.

Sonne-Kalzium-20230308.jpg

Das geht ja schon mal. Obwohl sich die Bildfehler der Optik anscheinend wie ein Schleier über die Details legen. Dabei hat das Objektiv zwar ein wenig Asti ist aber sonst eigentlich nicht schlecht. Es gibt ja Leute (thesmith z.B.) die mit dem Acuter Masky 60 'Spielzeug' ganz brauchbare Bilder im Kalziumlicht zustande bringen. Evtl. ist hier weniger doch mehr :unsure:

Viele Grüße
Michael
 
Hi Michael,

ich weiß nicht wie der Himmel bei Dir aktuell qualitativ aussieht - die paar Kilometer Luftlinie können ja schon einiges ausmachen - aber wenn es ähnlich milchig ist, wie hier in Düsseldorf, dann könnte das schon einen deutlichen Einfluss haben. Kurzwelliges Licht wird ja viel stärker gestreut. Bei Ca-K/Ca-H hätte ich heute auch sehr schlechte Karten. Für brauchbare Ergebnisse brauche ich "dunstfreie" Luft.

Vom Kontrast her gefällt mir der Versuch aber recht gut. Das bekomme ich mit meinem 7nm Filter nicht so deutlich hin.

CS & VG
Stefan
 
Hallo Stefan,

der Himmel war eigentlich ganz gut und auch die Helligkeit der Linie war gut. Ich musste mit dem Gain kaum hoch. Das zeitgleich entstandene H-Alpha Bild ist ja deutlich besser bzw. schärfer, daher gehe ich davon aus, das die Optik mit dem UV Licht ein Problem hat. Ich werd es noch mal mit einem auf f7 oder f8 abgeblendeten Refraktor probieren. Oder ich kaufe mir doch das Spielzeug ;)

Viele Grüße
Michael
 
Hi Michael,

H-Alpha hat zwar auch nur ca. 1/4 der Streuung, aber ich glaube auch eher, das die Optik da einfach an ihre Grenzen stößt. Meine beiden Maks lassen ja im UV bei der Schärfe definitiv auch schlagartig sichtbar stark nach. Der Ausflug nach IR funktioniert da deutlich besser :)

Das „Spielzeug“ ist dann wohl vielleicht ein Geheimtipp ;)

CS & VG
Stefan
 
Hallo zusammen,

das ist sehr interessant! Ich will mir in absehbarer Zeit auch einen SHG bauen. Genau dieses Problem im UV treibt mich dabei auch um. Das Spektrometer bekommt nur Spiegel, das sollte also kein Problem sein, aber bei der Teleskopoptik muss man schon schauen. Ich habe ein russisches UV Spiegelpbjektiv aus deren Raumfahrtprogramm der 70er Jahre. Das ist aplanatisch von 190->1000 nm mit brauchbarer Transmission korrigiert und sehr gut abbildend. Allerdings hat das nur 350 mm BW bei f/4, was natürlich ein recht kleines Sonnenbild ergibt. Da ist man selbst mit kleinpixeligen Kameras recht schnell undersampled. Eine Möglichkeit wäre, das mit der Auslegung der Kollimator-/Objektivoptiken zu korrigieren, allerdings wird es dann schwieriger, das Spektrometer auch an einer größeren Optik zu verwenden.

Außerdem muss ich das Spiegelobjektiv mit einem Objektivsonnenfilter versehen, sonst lebt es nicht lange. Da wäre mindestens die Baaderfolie fotografisch notwendig, denke ich. Allerdings geht das natürlich zu lasten der Belichtungszeit. Habt ihr mit sowas Erfahrungswerte?

Grüße Markus
 
Ist bei Refraktoren eigentlich immer so, dass der lange Spektralbereich einigermaßen gut bleibt bis ins IR aber am kurzen Ende relativ fix der Einbruch kommt.
Hier gibts mal exemplarisch am APM150 eine Strehlkurve für den Fokus auf die jeweilige Wellenlänge.

LG
Olli
 
Allerdings hat das nur 350 mm BW bei f/4, was natürlich ein recht kleines Sonnenbild ergibt
Lieber ein gute UV Bilder bei 350mm als unscharfe Suppe bei 500 :sneaky:
Ich könnte mir vorstellen, das f4 problematisch sein könnte, aber das muss man dann einfach mal testen. Über das Sampling kann man viel spekulieren, aber bei Tag ist das Seeing oft der begrenzende Faktor und die 2.4my Pixel der 178' er können schon was. Wichtig ist, dass die Kamera eine hohe Framerate liefert. Bei der 178 komme ich auf 300fps. Die Optik klingt auf jeden Fall sehr vielversprechend.

Viele Grüße
Michael
 
Die f/4 sind nicht das Problem. Man braucht halt nur ein entsprechend großes Gitter, dann passt das schon…

Aber wie verhält es sich mit der reduzierten Transmission durch die Baaderfolie? Werden da nicht die Belichtungszeiten zu lang?

Grüße Markus
 
Hallo Markus,

bei den 500mm f5.6 arbeite ich mit einem ND 0.6 Filter. Die Baader Folie ist viel zu dunkel. Auch am Refraktor nutze ich maximal ND 0.9.

Viele Grüße
Michael
 
Status
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