Transportables Teleskop als Anfänger gesucht

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Cervavel

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Hallo zusammen,

in meinem ersten Post möchte ich mich zuerst kurz vorstellen: Ich bin Stephan aus dem schönen Dresden und interessiere mich schon seit meiner Kindheit für die Astronomie, Weltraum, interplanetare Reisen etc. Bislang hab ich das Ganze vor allem in Buch- oder Filmform verfolgt. Der Wunsch nach mehr, irgendwas teleskopartigen existiert schon eine Weile. Als Student hatte ich aber die letzten Jahre nicht viel übrig - und hab es eher in das Reisen investiert, mein weiteres großes Hobby, nebenbei bin ich auch noch ein Flugzeug-Nerd (fotografieren, beobachten, mitfliegen).
Jetzt etwas nach Ende des Studiums ist der Wunsch nach mehr Himmelsbeobachtung wieder aufgekommen, und eine Anschaffung ist auch realistisch. Hab mich zunächst auf einigen Seiten, hier im Forum, und mit dem Fernrohr-Führerschein soweit informiert, dass mir die ganzen Fachbegriffe zumindest zum Großteil keine böhmischen Dörfer mehr sind. Eine erste Anschaffung habe ich auch schon getätigt, um in das Ganze mal reinschnuppern zu können: Ein 15x70 Celestron Fernglas + Stativ hat mir schon einige schöne Abende/Nächte ermöglicht, sogar von meinem Balkon aus (es hat mich beim ersten Mal echt überwältigt was so sichtbar ist, selbst mit Mondlicht).
Das ich das Hobby jetzt noch weiter zu vertiefen möchte ist mir mittlerweile klar geworden, deshalb hab möchte ich jetzt gerne in ein "richtiges" Teleskop investieren. Mal kurz meine Anforderungen, Gegebenheiten etc. aufgelistet:

Örtliche Voraussetzungen:
- Beobachtungsort 1: Stadt Dresden, Westbalkon 6. Stock und wegblickend von der Innenstadt (ist im Osten), Bortle 5; 19,8 mag./arcwsec2, Balkonbrüstung schützt immerhin etwas vor dem Licht, aber ich mach mir meine Dunkelsicht bestimmt immer recht leicht kaputt wenn ich mal nicht aufpasse.
- Beobachtungsort 2: Am westlichen Stadtrand von Dresden, Bortle 5; 20,3 mag./arc sec2, hier sollten Straßenlaternen etc. nicht mehr meine Dunkelsicht stören (Feldweg). Konnte den Ort aber noch nicht persönlich aufsuchen (kalt und ein Stuhl für unterwegs fehlt noch).
- Beobachtungsorte x: Auf Reisen, meist Flugreisen. Z.B. beim Besuch von Split, Kroatien dieses Jahr und einer dortigen Insel (Lastovo) würde ich es definitiv mitnehmen wolen (und das bei hoffentlich bei gutem Wetter mit Bortle 2/3 ein Highlight dieses Jahr)
- Beobachtungsorte y: Wenn ich mal meine Eltern besuche (nicht weit entfernt, also an guten Wochenende im Endeffekt immer möglich) kann ich auch in unverschmutztere Gegenden fahren, Bortle 4.

Transport:
- ich besitze kein Auto, also Transport mit ÖPNV, Flugzeug und zu Fuß muss möglich sein.

Beobachtungsobjekte:
Bisher hab ich vor allem offene Sternenhaufen mit meinem FG beobachtet, aber auch den Orionnebel konnte ich als kleinen grauen Fleck sehen, wie Andromeda. Also vor allem DSO. Mond ist auch ein schönes Objekt, Planeten habe ich noch nicht verfolgt (und wären mit dem FG eh zu klein), natürlich auch gut wenn man dort was sehen kann. (aber klar die eierlegende Wollmilchsau gibts nicht).
Desweiteren mache ich, auch durch mein FG aus Spaß an der Freude Astrofotografie mit meinem Handy+einer Halterung - das soll die Teleskopauswahl aber nicht beeinflussen, mir reichen die Ergebnisse momentan vollkommen aus.

Preisrahmen für Grundausstattung (Teleskop + Montierung): 500-600 Euro

Ich hatte aufgrund meiner Anforderungen und dem was ich, vor allem hier im Forum zu diesem Teleskop gelesen habe, an einen Achromaten gedacht, der Skywatcher 120/600 + AZ3 Montierung Skywatcher 120/600mm AZ-3 Startravel-120 scheint ja nicht schlecht zu sein und ist mit seinem Gesamtgewicht + Maßen sehr gut transportabel für mich (~11 kg insgesamt, da hätte auch noch später weiteres Zubehör Platz).
Ein Newton wäre ja auch noch eine Möglichkeit, aber hier sehe ich vor allem auch mehr Probleme bezüglich der Justierung (Linsen, so hab ich es zumindest verstanden, sind wohl unempfindlicher gegenüber Dejustierung?), gerade wenn er nicht nur per Fuß/Bodentransport unterwegs ist, sondern auch im Flugzeug (würde ich als rütteligere Angelegenheit beschreiben). Dann noch evtl. am Aufstellort an der Justierung rumzufriemeln hab ich nämlich keinen Bedarf.
Problem beim Achromat ist natürlich der Farbfehler, aber DSO und auch erste Planetenbeobachtungen sind wohl gut möglich.

Da ist der Text doch recht lang geworden...
Was meint ihr?

Viele Grüße,
Stephan
 
Nun, was hältst Du von einem APO 80/400 ? Als Einsteigergerät gut geeignet, allerdings wird es mit Deinem Budget arg eng. Da Du laut eigener Aussage ja alles neu kaufen musst. Außerdem sind visuell und fotografisch 2 Paar Schuhe. Das ist immer eine Frage der eigenen Erwartungshaltung.
Laß Dich also hier nicht verwirren.
CS Sigvald
 
Hallo Stefan,

bei mir gibt es sowohl den 120/600 als auch mehrere AZ3 Montierungen. Täusche dich nicht, der 120er ist schon ein ganz schöner Brummer. Während die AZ3 den kleinen Bruder 100/500 zuverlässig trägt, ist das beim 12er schon sehr grenzwertig. Grenzwertig montierte Fernrohre machen auf Dauer keinen Spaß!
Ich muss meine Richfield Teleskope immer nur schnell vor die Türe oder mal ums Eck tragen. Größere Trips mit ÖPNV und zu Fuß wären damit, glaube ich, nicht mein Ding.

CS Gerhard
 
Hallo Stephan, ich bin selbst noch blutiger Anfänger, aber habe ähnliche Anforderungen wie Du an mein Teleskop. Auch mein Budget für den Anfang sieht ähnlich aus. Für mobile Zwecke habe ich mir nach langem Hin und Her den Skywatcher 90/660 Achromaten gekauft auf AZ-Pronto-Montierung. Wiegt zusammen ca. 6 kg, kostet rund 300,00 EUR und ich bin ziemlich begeistert von der Kombination. Sie ist leicht, stabil und meine ersten Eindrücke am Mond waren toll. Aufgrund des Wetters war bisher noch nicht mehr möglich, aber ich freue mich auf jeden klaren Abendhimmel zur Zeit. Am Mittwoch könnte wieder was gehen. Der Farbfehler kommt am Mond kaum zum Tragen, ich habe mir den nach den hiesigen Beschreibungen jedenfalls deutlich schlimmer vorgestellt. Er stört mich nicht. Für Planetenbeobachtung im Sommer werde ich mir wahrscheinlich einen Dobson kaufen. Aber für mobiles Beobachten kann ich diese Kombi nur empfehlen.
 
Hallo Stephan,

willkommen im Forum.

Da sind ja ein paar ordentliche Gedanken gemacht worden.

Da es auf Grund Deiner Transportmöglichkeiten extrem kompakt werden soll und die Fotografie nichts mit der Anschaffung des Teleskop zu tun haben soll, ist der Refraktor FH 120/600 mE. eine gute Wahl.

Wie Du selbst schon festgestellt hast, ist dieses Teleskop eher für das Weitfeld gedacht und weniger für Planeten, Farbfehler. Was nicht heißt, dass Planeten nicht gehen.

Über die Montierung, Alt/AZ, weiß ich nichts.
Ich selbst habe diesen Refraktor und ihn eine Zeitlang auf einer EQ3-2, parallaktische Montierung, genutzt.
Ich finde das Teleskop nach wie vor klasse und bin immer noch zufrieden mit ihm.
Leicht
schnell Einsatzbereit
keine hohen Ansprüche an die Montierung

Täusche dich nicht, der 120er ist schon ein ganz schöner Brummer.
wo ist der 120/600 ein "Brummer" ?
Als "Brummer" würde ich den FH nicht bezeichnen.
Ob der jetzt auf der AZ-3 geht kann ich, wie gesagt, nicht beurteilen.

20190726_130541_k.jpg

Refraktor FH 120/600 auf EQ3-2 manuell.
 
Hallo Matthias,

mein 120/600 steht z.Zt. auch auf einer EQ3-2. Das ist in Ordnung. Da wiegt aber der Montierungskopf und das Gegengewicht schon etwas. Auf der AZ3 ist das ganze halt nicht richtig im Gleichgewicht, da der Schwerpunkt des Fernrohres über der Höhenachse liegt. Das wird durch festeres Einstellen der Reibung für diese Achse kompensiert. Dem sind aber Grenzen gesetzt. Mit dem 100/500 kann man noch problemlos Zenitnah beobachten, der 120er schmiert ab einer gewissen Höhe ab.

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,

Auf der AZ3 ist das ganze halt nicht richtig im Gleichgewicht, da der Schwerpunkt des Fernrohres über der Höhenachse liegt.
das ist natürlich blöd.
Wie gesagt, ich kenne die AZ-3 nicht.

Da wiegt aber der Montierungskopf und das Gegengewicht schon etwas.
Der FH an sich ist nicht groß und schwer.
Den habe ich mal samt EQ3-2 vorübergehend in so eine Tasche auf Rollen transportiert, OK nicht weit.
Wenn man die Tasche noch was innen auspolstert könnte das gehen.

Die EQ3-2 war auch nur als Beispiel gedacht, was mE. noch gut transportabel ist.
Würde wohl auch samt FH das Budget sprengen.
 
Hallo,

ich habe heute eine Meade GOTO Montierung eingestellt. Dazu ätte ich noch ein 6 Zoll Schmidt- Newton, welches ich für kleines Geld auch als Paket abgeben würde.
Da es ja leicht sein soll, würde ich anstatt dem schweren Stahlstativ ein leichtes Alustativ mitgeben.
 

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Der 120/600 wiegt lt. Astroshop 4,0 kg. Die AZ3 wiegt wohl 8,0 kg. Vom Hebel her würde das wohl passen und transportabel ist die auch. Die EQ 3 sieht natürlich deutlich stabiler aus. Ob die für Flugreisen geeignet ist, weiß ich nicht. Wie ist denn der Farbfehler beim 120/600? Ist der Unterschied zum 90/660 am Mond und Planeten spürbar? Welchen Effekt haben da z.B. Gelbfilter?
 
Ich habe selbst einen SW120/600 und sehe dieses Teleskop nicht gerade als einen Allrounder an. Auch nicht als Leichtgewicht, das ich samt Montierung (ich nutze eine Bresser/Explore scientific twilight I) mit öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren möchte.
Aber das ist sehr subjektiv und nicht unbedingt zu verallgemeinern.

Ich finde einen Gelbfilter (nutze einen Wratten #12) sehr wirkungsvoll und hinsichtlich Einfärbung erträglich. Aber auch das ist wieder sehr subjektiv und nicht unbedingt zu verallgemeinern.

Gruß Horst
 
Vielen Dank für Eure vielen Antworten!

Hallo Sigvald,
fotografisch muss nicht berücksichtigt werden, das ist nur ein Extra - wenns klapp gut, wenn nicht auch nicht schlimm. Mir gehts hier nur ums visuelle. Ein Apo hat natürlich Vorteile beim Farbfehler und kann damit bestimmt bei Planeten besser beobachten. Aber DSO werden durch die kleinere Öffnung schlechter sichtbar sein. Für meinen Einstieg liegt der Fokus aber eher auf Deep Sky.

Hallo Gerhard und Mathias,
vom Gewicht oder den Maßen mache ich mir beim 120/600 + AZ3-Montierung keine Gedanken, einen vollen Milchkarton bekomme ich problemlos transportiert (etwa das gleiche Gewicht), aber den kann ich nicht bequemer in einer Tasche umhängen oder tragen - sollte also gut klappen.
Eine Frage habe ich vergessen: Wie lang ist das Stativ wenn es zusammengeklappt wird? Müsste für Reisen in meinen Aufgabekoffer passen. Teleskop kommt lieber ins Handgepäck (ich denke mal Koffer werden ruppiger transportiert), ist ja zusammengepackt nur 50 cm lang und damit unter der Grenze von 55.
Zur Montierung: Da hab ich auch während meiner Recherche das größte Problem gesehen. Die AZ3 ist laut mancher Meinungen/Erfahrungen, etwas knapp bemessen, ist die Frage hier wie schlimm sich das in der Praxis macht. Was wären andere Alt/Az Montierungen mit besseren Eigenschaften und dennoch leicht?
So schön eine parallaktische Montierung wie die EQ3-2 z.B. wäre, sie ist schwerer und auf dem Balkon (wahrscheinlich Hauptbeobachtungsdort, neben #2 welcher nur 10 min Straßenbahn + etwas Gehen entfernt ist) kann ich sie nicht nutzen, da ich keinen Nordblick habe.

Hallo Olaf,
der 90/660 wird mir zum Flugtransport wahrscheinlich zu lang sein für das Handgepäck. Mit dem 120/600 hab ich denke das meiste an Öffnung für DeepSky mit kurzer Brennweite und damit maximaler Mobilität für die Öffnung. Es soll ja nicht nur im Urlaub eingesetzt werden (wo die Mobilität das größte Problem darstellt) sondern auch in meiner näheren Umgebung oder Zuhause.

Hallo Astro Hagen,
danke für Dein Angebot, aber die EQ5 und das Teleskop sprengen bestimmt meinen Preis- und Gewichtsrahmen.

Hallo Horst,
wie meinst du das "kein Allrounder"? Das Planeten schlechter zu beobachten sind als DSO? Das wäre für mich kein Problem, dem wäre ich mir bewusst.

Viele Grüße,
Stephan
 
Hallo Stephan,

willkommen im Forum!

Ich hatte einen Skywatcher 120/600 und hatte damit eine meiner schönsten Beobachtungen von M31 (in Südfrankreich). Ich würde unbedingt einen 2" Zenitspiegel dazu nehmen. Als meist benutztes Okular hatte ich ein 17 mm / 82 Grad Explore Scientific (2") und ein 38er 2" Erfle als Übersichtsokular.

Das Gerät ist für diese Öffnung sehr kompakt und recht leicht. Also gut transportabel.

Als Montierung hatte ich eine AZ 4, die ich gebraucht günstig erworben hatte. Die ist allerdings für eine azimutale Montierung recht schwer. Noch schwerer allerdings sind EQ Montierungen - schon wegen der Gegengewichte. Wenn Du das Equipment mit Öffies transportieren und länger tragen musst, dann würde ich keine EQ Montierung nehmen.

Inzwischen habe einen etwas kleineren 3-Linser, der ähnlich schwer ist, auf einem Berlebach Report Stativ mit einer selbst gebauten Montierung. Das ist sehr viel leichter. Eine Beschreibung dazu findest Du hier: Stativ und Montierung – einfältige Basteleien eines Anfängers

Über den Farbfehler des 120/600 würde ich mir nicht all zu viele Gedanken machen. Der wirkt sich hauptsächlich bei Mond und Planeten aus. Aber lass die Planeten nicht ganz aussen vor! Die Saturnringe kannst Du auf jeden Fall erkennen, ebenso die Bänder des Jupiter. Und die Bewegung der Gallileischen Monde zu beobachten finde ich immer wieder beeindruckend.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

Wie ist denn der Farbfehler beim 120/600? Ist der Unterschied zum 90/660 am Mond und Planeten spürbar?
Der Farbfehler ist schon ganz gut zu bemerken an Planeten.
Wie der Unterschied ist zum 90/600 kann ich nicht beurteilen.

Bei Filtern, speziell jetzt Farbfilter, bin ich nicht so der Ansprechpartner, ich mag sie nicht.
Wie Horst mag ich das halt auch nicht verallgemeinern.

So schön eine parallaktische Montierung wie die EQ3-2 z.B. wäre, sie ist schwerer und auf dem Balkon (wahrscheinlich Hauptbeobachtungsdort, neben #2 welcher nur 10 min Straßenbahn + etwas Gehen entfernt ist) kann ich sie nicht nutzen, da ich keinen Nordblick habe.
Sooo schwer ist das Teil wirklich nicht.
Das Alu-Stativ nu auch nicht wirklich.
OK, Gegengewichte fallen da ins Gewicht ;).
Aber der Balkon wird ja nicht ewig weit weg sein.

Nordblick, also Polausrichtung, geht auch ohne direkten Blick dort hin.
Kompass ist das Zauberwort.
Für die visuelle Beobachtung, die Du ja anstrebst, reicht grobes Einnorden.
Breitengrad am Polblock eingestellt, nach Norden mit Kompass ausrichten, fertig ist die Laube ;).
Für eine manuelle Montierung und rein visuell reicht das, um nach zuführen in der RA-Achse.

Parallaktische Montierung und Teleskop mit hinterem Einblick, verträgt sich auch gut mit dem Balkon.
Da kannst Du ganz an die Brüstung ran. Das Teleskop kann da ruhig raus schauen, Du schaust ja hinten rein. Wäre bei einem Newton was anderes. Da musst weg von der Brüstung, da vorne der Einblick ist.

Ich will aber nicht verhehlen, dass eine Alt/AZ noch besser geeignet ist für den Balkon.
Der "Ausschlag" beim schwenken ist nochmal etwas geringer mit einem Teleskop mit hinterem Einblick.
 
Hallo Horst,
wie meinst du das "kein Allrounder"? Das Planeten schlechter zu beobachten sind als DSO? Das wäre für mich kein Problem, dem wäre ich mir bewusst.

Ja, die deutlichen Abstriche am Planeten meinte ich.

Ich habe gerade mal nachgemessen: von Spitze Objektivdeckel bis Ende des eingefahrenen OAZ hat mein SW 120/600 Eine Länge von ca. 64cm da die Taukappe fest installiert ist und nicht eingefahren werden Kann.

Gruß Horst
 
Sooo schwer ist das Teil wirklich nicht.
Das Alu-Stativ nu auch nicht wirklich.
OK, Gegengewichte fallen da ins Gewicht ;).
Aber der Balkon wird ja nicht ewig weit weg sein.

Nordblick, also Polausrichtung, geht auch ohne direkten Blick dort hin.
Kompass ist das Zauberwort.
Für die visuelle Beobachtung, die Du ja anstrebst, reicht grobes Einnorden.
Breitengrad am Polblock eingestellt, nach Norden mit Kompass ausrichten, fertig ist die Laube ;).
Für eine manuelle Montierung und rein visuell reicht das, um nach zuführen in der RA-Achse.
Das hört sich ja doch nicht schlecht an - ich hatte parallaktisch von vornherein ausgeschlossen durch den Balkon. Aber wenn eine grobe Ausrichtung ausreicht wäre das natürlich was feines. Vor allem da anschließend nur eine Achse nachführen schon seine Vorteile hat. Und dann ist das keine knapp-wackelige Angelegenheit sondern was solides.
Wieviel wiegt die EQ3 in etwa? Im Netz hatte ich ~3,2kg für die Montierung + x für Stativ gefunden. Gegengewicht 5kg. Also vllt. insgesamt mit Teleskop 14kg? Wäre in Ordnung.
Wie groß ist das Gegengewicht? Passt das zur Not in eine Jacken- oder Hosentasche? Wenn die Gewichtsbeschränkung beim Fluggepäck zuschlägt ist es praktisch das einfach in die Tasche zu stecken oder zur Not in die Hand zu nehmen ;).
Preislich liegt das 120/600 + EQ3 auch noch in meinem Rahmen Skywatcher 120/600mm N-EQ3 Startravel-120

Hallo Oli,
handwerklich bin ich zwar nicht so sehr begabt, aber interessant ist das schon, was man alles selbst machen kann!
Okulare sind ja auch nochmal ihr eigenes Thema (und verschlingen gerne viel Geld) - sowas (vor allem ein schönes Übersichtsokular mit großem Blickwinkel) ist dann mit 2"-Winkel sicherlich eine Erweiterung in der Zukunft.

Oh Gott, es sollte nicht so klingen das mich die Planeten nicht interessieren, im Gegenteil - ich bin mir nur der Limitierungen des Achromats bei ihrer Beobachtung bewusst. Hab auch gelesen, dass man mit dem Teleskop schon einiges an z.B. Saturn oder Jupiter sehen kann.

Ja, die deutlichen Abstriche am Planeten meinte ich.

Ich habe gerade mal nachgemessen: von Spitze Objektivdeckel bis Ende des eingefahrenen OAZ hat mein SW 120/600 Eine Länge von ca. 64cm da die Taukappe fest installiert ist und nicht eingefahren werden Kann.

Gruß Horst
Danke für das Nachmessen - wie kommen aber alle Händerseiten auf 50 cm? Schreiben die alle falsch voneinander ab, oder wo liegt hier der Rechentrick?

Grüße, Stephan
 
Scroll mal hier nach unten und schau dort unter "technische Daten" :

Gruß Horst
 
Scroll mal hier nach unten und schau dort unter "technische Daten" :

Gruß Horst
Spannend! Unten steht 66 cm, im Text 50 cm und in den Versionen mit EQ3 z.B. oben und unten 50cm.
Dann muss er doch ins Aufgabegepäck - ein mit Schaumstoff ausgekleidetes KG-Rohr welches in einem Bett aus Kleidung liegt ist sicher gut genug. Die Enden mit je einem Endstück verschließen gibt auch genügend Stabilität wenn viel Gewicht draufliegt. Zumindest wäre das mein Plan.
 
Hallo Stephan,

ST120/600 auf StarDiscovery mit GOTO und Nacführung kombiniert mit IMX290 Astrocamera für visuell und EAA insbesondere Planeten ist meine Empfehlung.

Price point 800 EUR.

Gruß,
Peter
 
Hallo Stephan,

ST120/600 auf StarDiscovery mit GOTO und Nacführung kombiniert mit IMX290 Astrocamera für visuell und EAA insbesondere Planeten ist meine Empfehlung.

Price point 800 EUR.

Gruß,
Peter
Hallo Peter,

alles mit Computer fällt in naher Zukunft aus, auch wenn ich EAA sehr interessant finde, gerade was das Potenzial bei der Echtzeit-Beobachtung angeht. Habe keinen Laptop.

Grüße, Stephan
 
Hallo Stephan,

ich hatte parallaktisch von vornherein ausgeschlossen durch den Balkon.
Balkon ist schon was trickreich.
Ich beobachte zu 80% vom Balkon aus.

Ehrlicherweise muss ich sagen, das Praktikabelste für den Balkon ist in der Tat ein Alt/AZ Montierung mit Teleskopen die einen hinteren Einblick haben.

Mit dem hinteren Einblick kannst Du so nah wie irgend möglich an die Brüstung ran.
Egal ob Alt/AZ oder parallaktisch.
Jetzt kommt es allerdings auf die Tiefe des Balkon an.
Ich habe ca. 1,60m. Da klappt es Alt/AZ mit einem Refraktor 120/1000 gut. Mehr an Brennweite aber auch nicht. Bei mehr pappe ich an der Fensterscheibe.
Bei dem kurzen Refraktor müsste 1,50m ausreichend sein, so das man noch bequem ohne viel anecken rumkommt.
Wie gesagt beim Refraktor ist es wurscht wenn der drüber schaut.
Bei meinem Schmidt-Cassegrain (SC) und meinem Maksutov-Cassegrain (MC) ist es eh wurscht. Die sind so kurz bauend, da schaut nichts drüber.
Bei SC und MC hats allerdings das Problem, das bei hoher Beobachtung ich den über mir befindlichen Balkon im Okular habe :eek:.

Parallaktisch wandert der hinter Einblick beim Schwenk halt gelegentlich gut hin und her. Ist bei Alt/AZ geringer.

Zum "groben" Einnorden, meine beschrieben Vorgehensweise ist wirklich nur für die rein visuelle Beobachtung gedacht.
Wenn ich mich recht erinnere hat die EQ3-2 ein mit "N" beschriftetes Nordbein. Dieses eben mit dem Kompass nach Norden ausrichten. So steht auch der Anschlagbolzen für die AZ-Schrauben des Achsenkreuz nach Norden.
Der Breitengrad wird über ein Verstellen des Polblockes (Skala) vollzogen. Steht aber im Handbuch drin.

Dann Teleskop drauf, ausbalancieren, so bist fürs visuelle Aufgestellt.
Da wirst zwar gelegentlich auch in der DEC-Achse nachführen müssen, aber es hält sich tatsächlich in Grenzen.
So habe ich auf Balkonen manuell wie mit GoTo gut beobachten können.

Also
- Balkontiefe beachten
- nur fürs Visuelle geeignet

Die Gegengewichte in der Jackentasche oder Hosentasche :eek:, nicht wirklich.
Das Stativ wiegt knapp 4Kg.
Wenn ich beim Händler schau ist wohl ein 1,8Kg und ein 3,42 Kg Gegengewicht dabei.

die messen wohl nur die reine Tubuslänge ohne OAZ (Okularauszug).

Wie auch schon erwähnt, ein 2" Zenitspiegel ist sehr zu empfehlen.
 
Hallo Mathias,

mein Balkon hat 140cm Breite, sollte also ausreichen. Pi mal daumen müssten ja 300 mm Teleskop über der Brüstung hängen und 300 mm dahinter, je nachdem wo der Schwerpunkt ist. Da bin ich engeres gewohnt... in einem 40-50cm Gang am Tisch vorbeikriechen... Aufstellort am Balkon markieren und einen kleinen Punkt an die Wand kleben, fertig wäre mein Polarstern.
Höchste Alt sind glaube etwa 65-70°, zumindest wenn ich mich an die gestrigen Verrenkungen für die Pleiaden erinnere, aber das FG hat ja auch keinen 90° Winkel weswegen es deutlich höher eingestellt war als das Teleskop sein müsste.

Der 2" Zenitspiegel lohnt sich ja erst mit weiteren Okularen welche auch 2" hätten, oder? Beigelegt sind ja 1,25" Okular mit 25 und 10 mm (mit wahrscheinlich einer relativ kleinen Öffnung, 40-50° ?) und ein 1,25" Zenitspiegel. Der steht dann mit auf meiner Wunschliste mit einem 2" WW Okular mit etwa 30-35 mm für einen schönen Überblick (gute Idee für später?).

Grüße, Stephan
 
.... aber wirklich Sinn macht der 2" Spiegel natürlich nur für 2" Okulare.

CS.Oli
 
Hallo Stephan,

Da bin ich engeres gewohnt... in einem 40-50cm Gang am Tisch vorbeikriechen
wirklich blöd wird das bei Newton.
Habe auch einen Dobson 200/1200. Das Teil muss ein gutes Stück von der Brüstung wg. Fronteinblick.
Bei flacher Beobachtung war das schon richtig blöd. Da konnte ich es immer so grad noch verhindern das der mir an der Wand entlang schrapte beim "Weiterschubsen".

jep, 2" Zenitspiegel und ein 2" Okular mit 30mm wäre gut.
Zum Auffinden und für den Überblick.
Die minimale Vergrößerung liegt bei 20-fach, also ein 30mm Okular.
Die maximale Vergrößerung liegt bei 240 mit der Faustformel 2xÖffnung.
Ich rechen lieber mit 1,5xÖffnung, also ~180-fach, wäre ein 3,33mm Okular.
Das ganze ist rein rechnerisch zu sehen, da einige Faktoren eine Rolle spielen. Seeing, Transparenz.
 
jep, 2" Zenitspiegel und ein 2" Okular mit 30mm wäre gut.
Zum Auffinden und für den Überblick.
Die minimale Vergrößerung liegt bei 20-fach, also ein 30mm Okular.
Die maximale Vergrößerung liegt bei 240 mit der Faustformel 2xÖffnung.
Ich rechen lieber mit 1,5xÖffnung, also ~180-fach, wäre ein 3,33mm Okular.
Das ganze ist rein rechnerisch zu sehen, da einige Faktoren eine Rolle spielen. Seeing, Transparenz.
Dann wäre das ein Plan für die Zukunft :y:
 
Hallo Zusammen.
Hallo Stephan.

Pi mal daumen müssten ja 300 mm Teleskop über der Brüstung hängen und 300 mm dahinter, je nachdem wo der Schwerpunkt ist.

Ich glaube, das es nicht mal "überhaupt" über die Brüstung kommt.
Denke an den Spreizwinkel der Stativbeine !
Der Mittelpunkt des Statives ist hier maßgebend. Auch für den Aufbau.

Das mit dem einnorden sehe ich auch nicht so dramatisch für rein Visuell.

Ich selber habe einen Omegon 90/500 FH. Den betreibe ich sogar nur auf einem Videostativ von Amazon.
Das ist aber vom nachführen her eher leidlich und nur als "nebenbei" beim fotografieren mit der NEQ5,
Setup gedacht.
Denoch stabil genug was das nachzittern angeht.
Aber wie gesagt. Nachführen ist hier etwas leidlich, da hätte ich auch gerne eine richtige AltAZ.
Evtl. bediene ich mich auch mal der Anleitung von VisuSCor ^^

Gruß
Markus
 
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