Transportkisten für den mobilen Einsatz

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Hallo,
ich möchte Euch heute mal meine selbstgebauten Transportkisten für´s Astro-Equipment zeigen.
Da ich bei mir nur Richtung Osten heraus beobachten und fotographieren kann, wollte ich mir die Mobilität bei gleichzeitiger Transportsicherheit erhalten.
Hier ein paar Erklärungen für diejenigen von Euch, die etwas Vergleichbares nachbauen wollen.

Sämtliche Kisten sind aus 12mm Pappelsperrholz, die beiden großen Kisten stehen auf blockierbaren Rollen, die beiden kleineren stehen auf vier, von unten angebrachten Türstoppern.
Die Sperrholzplatten sind mit 2x2cm Leisten verleimt und verschraubt.

Die Kiste für den Tubus ist an den Stirnseiten mit "Antivibrationsmatten" ausgekleidet. (Die bekommt man im ebenfalls im Baumarkt und die werden unter Waschmaschinen u.ä. gepackt um Vibrationen zu dämpfen.) Sollte der Tubus also doch mal verrutschen , dann wird das abgefedert.
Die Führungen, auf denen der Tubus lagert, sind mit Dichtband abgeklebt, damit das Holz keine Kratzer hinterlassen kann, außerdem verhindert es auch unbeabsichtigtes Verrutschen.

Die Kiste für die Montierung ist auf das Maß der Styrporverpackung angepasst. (Die Oberseite der Styroporverpackung liegt daneben und wird dann mit drauf gelegt.)

Die Kiste für das Stativ enthält außerdem die Gegengewichte. Damit diese nicht hin und her rutschen sind sie an den Stirnseiten befestigt. Hierzu habe ich Gewindestangen abgelängt. Darauf hab ich ein Stück Stahlrohr gesteckt, damit sich das Gewinde der Stangen nicht in die Führung der Gegengewichte drückt. Fixiert wird das Ganze mit Karosserieschrauben und ner Flügelmutter. (Auf dem Bild nicht zu sehen, da unter einem Einsatzstück aus Holz verborgen.)

Zu guter Letzt hab ich am Wochenende ne Stromversorgung gebastelt und in der vierten Kiste verbaut. Hier hab ich ne 74Ah-Autobatterie verwendet, die an einen Sicherungskasten für 10 Flachstecksicherungen geklemmt ist, in dem in jedem Slot ne 5 A - Sicherung steckt. Von dort aus geht es weiter in insgesamt 6 Zigarettenanzünderbuchsen (2 zwei 3-fach-Verteiler zum Einbau mit wasserdichtem Verschluss). An dieser Kiste hab ich die Griffe an den Seiten angebaut, da die Batterie doch reichlich schwer ist.
An der Vorderseite ist dann noch ein Ladestandsanzeiger, der mir auf Knopfdruck den Batteriestatus anzeigt.

Natürlich sind die so zusammengenommen 4 Kisten nichts, was man mal eben in nen Kleinwagen verlädt, aber in einen Kombi passt es locker.

Dieser Beitrag soll nicht zur Selbstbeweihräucherung dienen, sondern soll eine Inspiration sein, für diejenigen von Euch, die nach sicheren Transportmöglichkeiten suchen.
Solltet Ihr Fragen zu einzelnen baulichen Details haben, die hier nicht erklärt oder erkennbar sind, fragt bitte gerne nach.

Liebe Grüße, Wolf
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Wolf,

Danke, dass du uns an deinen selbstgebauten Transportkisten teilhaben lässt. Sie sehen insgesamt sehr stabil aus und ich finde sie (aus der Ferne) sehr gelungen.

Allerdings ist das für mich (derzeit) kein Thema, da mein ES Dobson in zwei Kisten zurückgebaut und transportiert wird.

Grüße,
Matze

PS: Ich sehe das keineswegs als Selbstbeweihräucherung und finde gut, dass du es hier vorstellst.
 
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Hallo Wolf,

die Kisten sehen gut aus und ich freue mich immer, wenn man versteht mit dem Material umzugehen.
Aber warum so viele, das musst du ja alles schleppen und die Okulare und die Fotoausrüstung muss ja auch noch mit. Dein armer Rücken.
Da kann man noch einiges optimieren, z.B. die mächtige Autobatterie. Eine sicherer Blei Gel Akku mit 20 Ah wiegt nur ca.7kg und hält einige Nächte.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,
naja, die Anzahl der Kisten resultiert aus der Größe.. nen 8 zoll Newton plus Stativ, plus Gegengewichte und Montierung.. Das ginge zwar auch in einer Kiste, dann bräuchte ich aber ne Rampe um diese ins Auto zu kriegen.. so kann ich gestaffelt nacheinander tragen.. Außerdem sind unter den beiden großen, schweren Kisten ja Rollen..
Die schwere Autobatterie deswegen, weil ich gelegentlich einiges mehr daran betreibe.. Zwei Montierungen (je ca. 3-3,5A), einen Autoguider (ca 2A), zwei Tauschutzkappen (je 5A), Kamera (irgendwas zwischen 2A und 4A) und evtl. Tablett-Ladekabel (nochmal 2A).. an sich alles keine großen Stromfresser, aber rechne das mal zusammen.. im ungünstigsten Fall komm ich da auf etwa 18-20A in Summe. Mach das mal ne nacht durch.. damit komm ich immerhin auf knapp 4 Stunden Laufzeit.
Natürlich sitz ich nicht jedesmal mit dem vollen Equipment aufm Acker, aber wenn doch mal, oder wenn ich ne Führung mit verschiedenen Teleskopen mache, will ich nicht an Grenzen stoßen.. Zumal Akkus ja grundsätzlich nicht vollständig restentladen werden sollen.. eine Restkapazität ist da also auch noch einkalkuliert..

Gruß, Wolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Wolf,

Wie kommst du denn auf die Amperezahlen? Die Montierung braucht keine 0.5A, ebenso die anderen Teile die du auflistest.

Viele Grüsse
Matthias
 
Moin zusammen,

also wenn ich das richtig sehe, handelt es sich bei der Montierung um ne NEQ6 und die nimmt sich beim Anwurf der Motoren zwar 3-5A, aber wenn die einmal läuft und nachgeführt wird, liegt der Verbrauch, wie Matthias schon richtig angemerkt hat bei ca. 0,5A. Die Tauschutzkappen sind natürlich abhängig von der Öffnung, aber für nen 80er ED benötige ich ca. 1W, was bei 12V nicht mal 0.1A entspricht und selbst mein 8" ACF mit der Schmidtplatte kommt mit 3,5W also 0,3A hin. Je nach Laptop kann das aber schon mal 5A ziehen, aber in Summe und auf Dauer solltest du eher bei 5-8A (sehr hochgegriffen) liegen als bei 18-20A.
 
Hallo allerseits..
Öhm, Korrektur vonnöten, wie mir scheint.. Stimmt, die Taukappen brauchen weniger (Laut Hersteller so um die 0,6A) .. Die eine Monti ist ne HEQ5, da hab ich in der Anleitung was von 3,5A gelesen.. Wenn´s nur der "Startstrom" ist, ging das nicht aus der Beschreibung hervor..Umso besser! :-)
However, im letzten Feldeinsatz (vergangenen Freitag, bei -3°C) hatte ich eine Montierung und den MGen-Autoguider laufen für etwa 6 Stunden +/- 30 min und danach war die Auto-Batterie zu nem knappen Drittel leer. (also gut zwei Drittel waren noch drin)
Ich bin mit der Kapazität absichtlich so hoch gegangen, weil ich nen 17Ah Powertank hab, der jedoch trotz Vollladung nach 2,5h,spätestens 3h, in die Knie geht - habs mehrfach probiert. Und bei nur 2 Verbrauchern war mir das a bisserl dünne.. Wenn noch ne zweite Montierung und ne Kamera (bisher hab ich die Canon60Da extern oder mit Akkus versorgt, strebe aber ne CCD mit Filterrad und Kühlung an) dazukommt, lieg ich mit etwas mehr Kapazität sicher nicht falsch, oder?
Und zu guter Letzt sprach noch ein Argument für diese Autobatterie.. Die passt nämlich in meinen Transporter.. Wenn der also mal deswegen ausfällt, hab ich ne Backup-Batterie in petto.. ;-)
 
Hallo Wolf,

wie heisst es so schön: "haben ist besser als brauchen!"
Von daher bist du mit deinen 74Ah schon auf der sicheren Seite, wenngleich ich pers. bei 2 Montierungen und 2 Setups auch bei 2 Powertanks wäre, allein wegen des Geschleppes...
 
Hallo Wolf,

nicht falsch verstehen, ich wollte nicht deine Kisten kritisieren. Wieviel Reserve man sich draufpackt, ist natürlich Ansichtssache, aber du schleppst ja letztendlich dein ganzes Gerödel.
Ich merke auf jeden Fall, das ich ganz schön gegen den inneren Schweinehund ankämpfen muss, wenn ich die G11+10Zoll+Zubehör ins Feld wuchte. Im Unterschied dazu dann die VixenGP+DSLR mit 100mm Tele,Timer,Powerbank und Steuerung für Übersichtsaufnahmen. Das alles passt in ein mitteres Pelicas und das Edelstahlstativ liegt im Kofferaum. Das ist das komplette Kontrastprogramm hinsichtlich Transport- und Aufbauaufwand. Ich ertappe mich immer öfter dabei, das ich das Leichtgewicht bevorzuge- vielleicht werde ich auch einfach alt ;-).
Will sagen, Hut ab, wenn du das ales schleppst und mit 2 Teleskopen und Zubehör im Feld arbeitest.

CS
Thomas
 
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