Hallo Christian,
welche Behältnisse auch immer man nimmt, sie sollten jedenfalls für die Lagerung ebenso taugen wie für den Transport.
Ich transportiere Optiken, Okus, Filter, Kameras und alles, dessen Ersatzbeschaffung mich schmerzen würde, grundsätzlich in Outdoor-Cases (siehe z.B. B&W International, Peli-Box usw.). Eine schlapprige Tragetasche würde ich jedenfalls für meinen TMB-APO genausowenig in Betracht ziehen wie einen Baumarkt-Koffer für die FS2-Steuerbox. Da setzt sich einmal der Hund drauf und schon isses vorbei. Nicht zuletzt kannst du auf dem dunklen Acker auch schnell mal übers Gerät stolpern. Dann wirst du froh sein, auf ein stabiles Outdoor-Case getreten zu sein und nicht auf eine Tragetasche.
Bleibt noch das eigentliche Problem: ein vernünftiges Behältnis für die Montierung. Monti-Hersteller und Astrohändler haben wenn überhaupt Angebote, dann jedenfalls keine, die mich bislang überzeugt hätten. Der Griff zur Holzkiste mag Stabilität bringen. Aber auch das Eigengewicht der Kiste ist zu beachten. Kiste + Monti können leicht über 30kg schwer werden. Solches Gerät trägt man nicht mehr so gern über'n Acker.
Für den Transport meiner G11 habe ich nach etlichen Fehlversuchen mit Kisten aller Art jetzt eine Mischlösung aus Kauf eines Outdoor-Case und Eigenbau im Einsatz: Als Case habe ich ein B&W Type 67 genommen, weil dieses Case perfekte Abmessungen für die G11 aufweist und als Trolli genutzt werden kann. Die mit dem Case gelieferte Füllung aus Polyethylen-Formteilen taugt allerdings nicht zur Auflagerung der schweren Monti.
Hier habe ich den Eigenbau angesetzt und mir aus Baumarkt-Holz ein Auflager gefertigt, das wie ein umgekehrtes Tischchen ins Case eingelegt wird (s.u.). Die Tischbeine aus Multiplex L-Profil (Regalauflager aus Baumarkt) nach oben drücken bei geschlossenem Deckel die Auflageplatte gegen den Kofferboden. Die Monti wird auf der Platte festgeschnallt mit Krepp-Bändern. Die Auflageflächen aus 50x50mm Holzklötzchen sind mit Filz belegt und so gesetzt, dass die Monti vernünftig, d.h. auf den robusten Achsschaften und der Polwiegenfläche aufliegt und nicht etwa auf Schneckenwellen, Motorhalterungen oder Justierschrauben, was bei einer Auflagerung auf weichen Schaumteilen schnell zum Hauptauflagerpunkt wird.
Mit dieser Lösung komme ich gut zurecht und kann sie nur weiterempfehlen.