Tri-Bahtinovmaske am Schmidt-Cassegrain

Hallo Oliver,

das ist mal spannend. In deinem Video wird ein zusätzlicher Bereich frei gelassen, wenn ich das richtig sehe, dieser hier:

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Auf den ersten Blick scheint es wohl keinen Unterschied zu machen. Was ich aber in deinem Video vermisse, ist die eigentliche Darstellung mit aufgesetzter Schablone, wenn eben nur eine Maske angezeigt wird. In dem Video sieht man immer nur die Beispiele mit allen Masken, was ich etwas komisch finde. Die Schablone ist ja dafür da, um die Masken aufzuteilen, was dort aber nicht gezeigt wird.
 
Ja fande ich auch schade. Es gibt aber leider nicht wirklich viel Videos / Bilder zu dem Thema. Da ich kein Optikguru bin, kann Ichsucht nicht einschätzen in wie weit das jetzt einen Einfluss hat.
Wenn ich es richtig verstehe, versucht man ja pro Schraube eine Bahtinovmaske zu erzeugen. Da wäre dein Ausschnitt sinnvoller.
Welche Schraube drehst du im obigen Bild? Die die zur roten Fläche zeigt?

CS
Oliver
 
Ja richtig, als aus meiner Sicht ist es sinnvoll, wenn man die Schrauben zuordnen kann, um hier auch etwas systematischer vorzugehen.

Ich habe das mal auf meiner Homepage zusammengefasst:

Die Tri-Bahtinov Maske muss hierzu so ausgerichtet werden, dass die drei durchgehenden Streben auf die drei Justierschreiben zeigen.

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Ich habe mir hierzu gleich Markierungen mit Acrylmarkern an die Hülse gesetzt, welche die Positionen noch mal nahe an den Justierschrauben kennzeichnen. Parallel habe ich die Schablone auch mit einer Markierung ausgestattet. Dadurch sehe ich auch immer die korrekte Position, was im Dunkeln durchaus hilfreich ist. Die roten Markierungen zeigen die Ausrichtung zu den Justierschrauben an, die weiße die Ausrichtung der Schablone. Die weiße Markierung habe ich an die Position gesetzt, bei der jeweils immer eine Bahtinov Maske durch die Schablone eingeblendet wird, und das in mittiger Position, wie es folgendes Foto zeigt.

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Die weiße Markierung auf der Schablone kommt auf die Seite mit dem breiten Fenster, wie hier auf dem Foto zu erkennen. Dazu die Schablone auf eine der Bahtinov Masken ausrichten.

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Die Justierung erfolgt dann ziemlich einfach und schlicht. An der Justierschraube, an der sich die rote und die weiße Markierung vereinen, löse ich als Erstes die Justierschraube ganz leicht, und danach ziehe ich die anderen beiden mit gleicher Drehung wieder ganz leicht an. Solange, bis das Muster der jeweiligen Bahtinov Maske stimmt. Dann drehe ich weiter, wiederhole den Prozess mit der zweiten und dritten Justierschraube. Bin ich bei allen drei Justierschrauben durch, mache ich das gleiche noch mal zur finalen Prüfung, und führe, falls notwendig, noch eine Feinabstimmung durch. Das geht super einfach, und besonders auch schnell. Nebenbei bemerkt: Mit ganz leicht lösen und anziehen meine ich einen Bereich einer 10-20° Drehung, also wirklich nur ganz minimal. Die Bob's Knobs Rändelschrauben knallt man nicht voller Kraft an, sondern werden zwischen dem entspannten Daumen und Zeigefinger ohne große Kraftaufwände bis zum ersten leichten Widerstand angezogen, und vielleicht noch einen Hauch darüber hinaus. Aus meiner Erfahrung reicht das Prima, um die Kollimierung zu halten. Die großen und gerändelten Drehknäufe verführen durchaus zu einem festen anziehen, weswegen man hier mit etwas Gefühl vorgehen sollte. Nebenbei erwähnt dient das sorgfältige Fixieren mehr zum Schutz der Gewinde und der Bob's Knobs Rändelschrauben. Die Gefahr, dass der sekundäre Spiegel durch zu festes Anziehen deformiert wird, ist eher unwahrscheinlich, wenn man die dicke Metallplatte sieht, auf die der Spiegel angebracht ist, und auf die Justierschrauben dann den Druck ausüben.

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Hab mich am etwas von deinem Design inspirieren lassen und versucht noch kleine Verbesserungen im Handling einzubauen. Die Maske für mein C925 passt grad so auf meinen Drucker.
Wie bei dir sitzt der innere schwarze Ring mit Moosgummi sehr satt auf dem SC. Ich habe an den Schraubenpositionen leichte Höcker gedruckt um auch etwas erfühlen zu können. Male sie später noch an.
Das Cover zentriert sich über den inneren Durchmesser lässt sich aber sehr frei drehen. Für die Arretierung habe ich 3 Nasen konstruiert die die Lage der Maske fixieren. Wenn ich sie über die Noppen anhebe dreht die Maske über die Nasen bis sie in der nächsten Position einrastet.
Jetzt fehlt noch der Test am Stern.

CS
Oliver
 

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So … nach einer dezenten Verzögerung bin ich gestern dann endlich zum Test am Stern gekommen.
Wirklich genial wie schnell das läuft und man korrigiert weitaus feiner als ein OCAL es zum Beispiel ermöglichen würde.
Hellern Stern anfahren, AF, Maske drauf und Loopen. Mit den Nasen läuft das am Teleskop praktisch blind. An meinem Newton war ich meist länger dran.

Danke nochmal für die Beratung und Erklärung. Hoffe jetzt, dass ich die außergewöhnlichen vielen Kosten Nächte jetzt gut nutzen kann.
 
Hi!

Schon das es geklappt hat. Ein haptisches einrasten vermisse ich bei mir in der Tat. Ich muss im Dunkeln immer per Stirnlampe noch kurz visuell nachprüfen, ob die Ausrichtung passt. Das würde ich gerne noch optimieren lassen, aber es ist nicht ganz einfach das jemanden zu erklären, der zwar einen Drucker hat, aber nicht damit arbeitet. :)

Für mich ist die Tri-Bahtinovmaske auch heute noch ungeschlagen. :y:
 
Für das C9.25 kann ich dir gern das Design als STL oder STEP schicken damit du es als „Serviervorschlag“ hast ;)
 
Hi zusammen,

ich wollte hier noch kurz bebildert meinen Dank an Oliver zum Ausdruck bringen. Die Idee mit den Positioniernasen, wenn man das so nennen darf, ist einfach genial. Damit sollte sich alles blind im Dunkeln ausrichten lassen. Ich musste bisher immer per Stirnlampe kurz darauf leuchten, um zu prüfen, ob die Maske und Schablone auch richtig ausgerichtet ist. Da bei mir die ganze Konstruktion eh schon ziemlich hoch gebaut ist, war es immer schwierig, wenn man einen Stern weiter oben anvisiert hatte, was ja generell Pflicht ist. Jetzt muss ich nicht mehr draufschauen, und kann alles blind mit hoch ausgestreckten Arm einfach erfühlen.

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Zur blinden Ausrichtung an die Justierschrauben, habe ich mir einfach mit einer Rundfeile nachträglich noch Kerben zum erfühlen rein gefeilt.

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Hi Dane,
sieht sehr gut aus. Mir ist im Feld noch aufgefallen, dass man nicht zu schnell drehen darf weil man sonst die Lücke überspringt.
Bin gespannt was du im Test berichtest.

CS
Oliver
 
Zur Info. Ich habe mein C9.25 Design mit Rastierung auf Thingiverse gepackt.
@Dane: Ich hab deine Top Beschreibung verlinkt. Falls nicht OK bitte melden, dann würde ich es rausnehmen.
Viel Spaß damit.
 
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