Hallo Peter,
Dobson/Newton-Tuning ist ein Reizthema.
Viele Leute halten das für unnötig, andere Leute für unverzichtbar.
Die Auswirkungen mancher Tunings bemerkt man erst wenn getuned und ungetuned direkt nebeneinander im Vergleich steht.
Fakt ist, dass selbst manches APO Tuning vertragen könnte, trotzdem sind solche Teleskope inklusive der dazugehörigen guten Monti ein wesentliches Stück näher an der mechanischen und optischen Perfektion als es annähernd jeder käufliche Newton/Dobson ist. Der Markt für einen annähernd perfekten und entsprechend teuren Newton ist offensichtlich wesentlich kleiner und weniger immageträchtig als dies bei guten Linsenteleskopen der Fall ist. Gerade die üblichen Fernost-Dobsons zeichnen sich zwar durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis aus, bieten aber jede Menge Möglichkeiten über Tuningmaßnahmen an "verstecktes" Potenzial zu kommen.
Rockerbox -
in aller Regel durchaus stabil wenn man sie auch ordentlich verschraubt und verleimt, aber ein paar Versteifungsstreben oder ein Neuaufbau aus Multiplex (im Austausch gegen die Spanplatten) kann zusätzliche Stabilität bringen.
Die Gleitlager der Drehteller sind meist nicht aus dem besten Teflon und manchmal unterdimensioniert und sie sollten auf eine raue harte Oberfläche wie Ebonny Star wirken um einen sauberen ruckfreien Lauf zu garantieren.
Rollenlager gehen meist zu leicht, auch da kann man mit Filz bremsen, eine gute Teflon-/Ebonnykombination ist damit aber kaum zu schlagen.
Die Höhenlagerung ist häufig unterdimensioniert, die Spannfedern überfordert. Auch da kann man mit größeren Höhenrädern, größeren Teflonpads und Ebbony-Streifen viel erreichen. Das völlig anders funktionierende Skywatcher-Friktionssystem ist auch verbesserungswürdig und sehr verbesserungsfähig.
Ein Beitrag dazu findet sich dort
http://www.deepsky-brothers.de/index.htm
unter Tipps und Tricks, -verb.Skyw.Rockerbox-.
Unter Dobtuning total ist ein Teil meines Umbaukonzepts eines Dobson-/Newtons vorgestellt und auch zur Tubusinnenauskleidung mit Veloursfolie findet sich ein Beitrag auf der HP.
Was man so alles tun kann auch für den Newton:
-Tubusinnenauskleidung (auch OAZ)
-Tau-/Streulichtkappe (Länge über FS 1,5 x D-Tubus)
-saugende und regulierbare Tubuslüftung
-Tubusisolierung
-Schwärzung aller in den Tubus ragenden Teile (OAZ/Schrauben pp)
Das sind so die gängigsten Maßnahmen, wobei die Tubusisolierung schon in Richtung Optimierung für den Hochvergrößerungsbereich geht, also Planeten- und Mondbeobachtung.
Das führt dann weiter zur:
-Optimierung der Fangspiegelgröße für visuelle Nutzung (auch ein qualitativ höherwertiger FS ist eine Option)/OAZ-Fokusoptimierung-Untersetzung/ diese Maßnahmen können eine Tubusverlängerung erforderlich machen.
Diese drei Maßnahmen sind als Paket zu sehen und wollen berechnet sein (z.B. MyNewton).
-Veränderungen/Verbesserungen der Fangspiegelspinne
-Verbesserung der HS-Spiegelzelle
-EQ-Plattform oder Dobdrive (auch aber nicht nur im Hochvergrößerungsbereich interessant, weil man sich durch Wegfall der Handnachführung besser auf die Beobachtung des Objekts konzentrieren kann.
Das geht z.B. so
http://vangestel.de/fujtor/eq/eq2.htm
CS
*entfernt*