Überarbeiteter 6"-Jupiter mit Europa

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Lotz

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Hallo Planetenfreunde,

Das hochaufgelöst Bild von Jupiter mit Europas Mondschatten vom 24.8.08 habe
ich ein wenig von der Tomwertkorrektur her optimiert. Konkret war mir bei
nachträglicher Analyse der Hsitogramme aufgefallen, daß der Rauschteppich
des Blaukanals nicht wie bei rot und grün an der unteren Histogrammgrenze lag,
sondern aufgrund der flauen Kameradynamik deutlich nach oben verschoben war.
Korrigiert man dies nach unten und spreizt das Blauhistogramm ein klein wenig, um die
Bandzwischenräume wieder neutral hinzukriegen, wird das Bild deutlich schöner.
Darüberhinaus habe ich auf Jans Anregung hin auch die Farbsättigung ein wenig reduziert.

So schaut das nun also in verbesserter Form aus:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/d38e0680.jpg
Jupiter am 24.08.2008 im 6" f/8 Semiapo bei f(äqu)=6600mm, 75% von 2400 frames, 75% resized

Und hier im Vergleich die "alte " Version:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/d37e0680.jpg

Im nächsten Schritt werde ich versuchen, mal nur eine Hälfte des Videos zu bearbeiten,
um die horizontale Drehungsunschärfe von Jupiter weiter zu reduzieren.

Kommentare und Anregungen sind natürlich wie immer äußerst hilfreich und willkommen!


Viele Grüße,


Markus


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Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
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Hallo Markus,

eine interessante Bearbeitungserweiterung mit sichtbarer Wirkung! Auffällig insbesondere das Verschwinden des blauen Himmelshintergrunds bei gleichzeitiger Hervorhebung der zart hellblauen Bänder in der Jupiteratmosphäre, und letzteres trotz reduzierter Farbsättigung!

Bei der von mir praktizierten Filterrad-Aufnahmetechnik bin ich ja inzwischen dazu übergegangen, den Blauauszug stärker auszubelichten, um einen vernünftigen Rauschabstand hinzubekommen.

Noch eine Sache, die mir auffällt: Wenn mein Auge mich nicht trügt, erkenne ich in der linken unteren Hälfte der Jupiterscheibe ein von links nach rechts abfallendes Streifenmuster. So etwas ist mir geläufig aus verschiedenen eigenen Planetenaufnahmen - z.B. dieser. Hier verlaufen die Streifen in horizontaler Richtung.

Die Streifen konnte ich in meinen Aufnahmen eindeutig dem Zeilenmuster der damals verwendeten Videokamera M640 von ccddirect.com zuordnen, welches diese an der Rauschgrenze, d.h. bei schwacher Belichtung zeigt.

Könnte das auch bei Deiner Aufnahme der Grund für das angesprochene Muster sein? Das würde ggf. bedeuten, dass die Kamera bei der Aufnahme schräg zur Planetenachse ausgerichtet war, und dass Du die Planetenachse - etwa im Hinblick auf eine gefälligere Darstellung - nachträglich gegenüber dem Videoformat gedreht hast.

Meine neue DMK zeigt kein solches Streifenmuster an der Rauschgrenze, und ich hoffe, nach Saturn nun bald auch mal Jupiter mit der DMK einfangen zu können.

Noch eine Frage zur Orientierung: Bei Deinem Jupiter ist offenbar Osten rechts?

Bin gespannt auf die ersten Ergebnisse aus Deinen Teilvideos.

Gruß, Jan
 
Hallo Markus,

fast die gleiche Beobachtungszeit (24.08.2008, 23h05 MESZ), mit dem MN66 bei f_eff 2700:

Link zur Grafik: http://ehome.compuserve.de/cpumgr/Jupiter2008/j6_700_rgb_24082008_23h05_.jpg


Ich bin dazu übergegangen, die RGB-Zusammenführung in IRIS manuell durchzuführen. Wenn ich meine FITS-Bilder aus Registax in Fitswork einlese, um hier das Farbbild automatisch zu generieren, habe ich immer "überbelichtete" Ausgangsbilder. Anscheinend nimmt Fitswork hier einen Standard-Stretch vor. Bisher habe ich keine Möglichkeit gefunden, das abzustellen.

Gruß unc CS

Max
 
Re: Überarbeiteter 6"-Jupiter mit Europa

Hallo Max,

sehr interessant, diese Gegenüberstellung der zur gleichen Zeit entstandenen Aufnahmen aus einer Spiegeloptik und einem farbkompensierten Kurzrefraktor gleicher Öffnung.

Natürlich sind die Bildqualitäten nicht unmittelbar vergleichbar, denn vermutlich herrschten an beiden Aufnahmestandorten zur gleichen Zeit unterschiedliche Sichtbedingungen.

Aus der seitlichen Versetzung des Mondschattens (nach Astrokalender nicht Europa, sondern Io) um etwa einen Monddurchmesser ist abzuleiten, dass sich die RGB-Aufnahmeprozedur über einen Zeitraum von insgesamt gut drei Minuten erstreckt hat. Somit entfällt auf jede Farbe eine Aufnahmedauer von ca. einer Minute.

Das ist jedenfalls deutlich weniger als die von Markus angegebene Aufnahmedauer von zwei Minuten. Trotzdem scheint die laterale Ortsauflösung in den Bildern von Markus ein wenig besser herausgekommen zu sein.

Vermutlich ist der Unterschied in erster Linie auf die Sichtbedingungen - vielleicht auch noch auf Unterschiede in der Bildbearbeitung - und weniger auf die Leistungsfähigkeit der Teleskope zurückzuführen.

Interessant wäre hier mal ein Vergleich der Original-Videostreifen von Dir und Markus. Torsten hatte ja gerade ein kurzes Jupiter-Video zur Veranschaulichung der Sichtbedingungen zugänglich gemacht ...

An Deinem Jupiter gefällt mir die Helligkeit gut, nur die Farbe erscheint mir ein wenig blass. Insgesamt aber eine schöne Arbeit!

Fitswork: Diese Software verwendet ein 32-Bit-Gleitkommaformat, so dass "Überbelichtungen" im Datensatz praktisch ausgeschlossen sind. Nur die Bildschirmwiedergabe kann überbelichtet sein, wenn beim Aufsummieren der Einzelbilder mehr als 256 Helligkeitsstufen zusammenkommen. Dann kann man durch Aufrufen des Histogramms und Rechtsklick einfach einen höheren Datenumfang auswählen - 12 Bit (4096 Helligkeitsstufen) bzw. 16 Bit (65536 Stuen) - und damit eine Übersteuerung des Bildschirmspeichers vermeiden.

Das Zusammenfügen von Farbauszügen zu einem RGB-Bild in Fitswork funktioniert bei mir immer sehr zufriedenstellend. Manchmal wird die Passung nicht beim ersten Aufruf vollständig erreicht. Dann muss man die Funktion mehrmals hintereinander anwenden.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich habe ide Aufnahme nicht nachträglich gedreht - die Webcam war so im Okularauszug wie auch das Bild entstanden ist, nicht 100% waagrecht, aber in etwa...

Die 45° Streifen sind wohl also keine Auslesestreifen...


Vielleicht Rausch/Schärfeartefakte?

Gruß

Markus


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Hallo,

ich finde auch, die MN66 Aufnahme ist sehr gut gelungen, wenn - auch ich habe dieses Problem immer wieder, bei meinen letzten Bldern hat mich auch Jan dankenswerterweise drauf hingewiesen - in diesem Bild doch schon - auf meinem Monitor viel deutlicher als auf dem eines Bekannten heut nachmittag, wo es mir nicht aufgefallen ist- ziemliche Zwiebelringe auffallen, zumindest auf meinem TFT.

Gruß

Markus


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Hallo Markus,

das ist richtig, die Zwiebelringe sind schon da. Bei den avis an diesem Aufnahmetag habe ich mich schwer getan, die wegzubringen.
Am nächsten Tag wars dann besser (wie Du schon bemerkt hast) :)
Viel Grüße

Max
 
Hallo Jan,

vielen Dank für Deine Antwort. Insgesamt erstreckt sich der RGB-Aufnahmezyklus über 4 Minuten. Ich nehme je Kanal 1000 Bilder auf, mehr lohnt sich meiner Erfahrung nach nicht. Sind die Bedingungen gut, komme ich bei 95% ("Low Quality") in Registax auf 400 Bilder als Eingangstack für die weiteren Verabeitungsschritte.

Die Original-Videos kann ich gerne mal einstellen, wenn ich die Zeit dazu finde (mein Haupt-"Problem" bei der Astronomie...)

Fitswork: man sollte doch immer den rechten Mausklick austesten, danke für den Hinweis! Jetzt kann ich die Bilder wieder in Fitswork automatisch kombinieren. Manuell, mit IRIS, ist der Aufwand bedeutend höher, da hier auch eine Umwandlung in das proprietäre IRIS-Format vorausgehen muss.

Viele Grüße

Max
 
Hallo Jan,

Deine Anregung habe ich aufgegriffen und das Video halbiert. Leider sind die Ergebnisse deutlich schlechter, da stärker verraauscht wg. der geringeren Framezahl. Auch eine Steigerung der lateralen Auflösung konnte ich nicht finden.

Wenn ich das Bild aus dem Komplettvideo ansehe, scheint der Jupi-Mond auch korrekt rund zu sein, eine zu lange Integrationszeit würde den Mond ja elongiert erscheinen lassen.
Das deckt sich auch mit meinen Berechnungen.

Gruß

Markus


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hallo markus,

ganz hervorragende aufnahme! ich frage mich, wo denn nun die ganzen zweifler, spotter und giftspritzer geblieben sind, die dir, bzw. deiner ausrüstung, immer unterstellt haben, das man damit ja gar keine guten ergebnisse haben kann!

;-)

lg
sascha
 
Hallo Sascha,

mit den Fotos ist ihnen wohl der Giftstachel gezogen worden?
Oder aber sie trauen sich nicht eingestehen, daß sie unangebrachterweise gehöhnt haben und ziehen jetzt den Schwanz ein. Bei inkompetenter Kritik ist das meistens so, deren Verbreiter machen sich schnell dünn, wenn das Eis, au fdas sie sich begaben, dann doch nachweislich zu dünn war.

Viele Grüße

Markus

 
ich denke, es trifft beides zu ;-)
und ich bin froh, dass du es endlich hinbekommen hast, die bearbeitung der aufnahmen in den griff zu bekommen! hast dich hier wirklich weiterentwickelt!

diejenigen, die hier nämlich so giftspritzen, haben nämlich keinen schimmer, wie kompliziert und aufwändig die bearbeitung ist, um sie dann endlich mal in die nähe der visuellen qualitat des teleskopes zu bringen!

also: good job ;-)
 
Hallo Markus,

Zitat von Lotz:
sie trauen sich nicht eingestehen, daß sie unangebrachterweise gehöhnt haben
wen meint ihr eigentlich? ?) :cool:

Im Ernst, ich verstehe ja Deine (etwas späte) Genugtuung - aber vielleicht gab es ja auch über längere Zeit das eine oder andere zu "höhnen"? (auch wenn ich nicht viel davon halte)
Mit Deinem "Semi-Apo-aus-Farbwerfer"-Projekt hast Du Dich ja auch bewußt provokativ ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt. Und es ist wohl nicht nur mir etwas unklar, woher eigentlich die plötzliche Qualitätssteigerung kommt, außer natürlich vom auch mal sehr guten Seeing? Oder doch von einem endlich "richtigen" Sitz des teuren "ChromacorrII"?

Viel Erfolg jedenfalls noch, vor allem auch mal bei höherstehenden Objekten! ;)

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hi,

Zitat von IceyJones:
diejenigen, die hier nämlich so giftspritzen, haben nämlich keinen schimmer, wie kompliziert und aufwändig die bearbeitung ist, um sie dann endlich mal in die nähe der visuellen qualitat des teleskopes zu bringen!

Frei nach Loriot: "Achwas ?".
Meint ihr nicht, dass die Aufnahme eines extrem tiefstehenden Jupiters nicht gerade *der* Indikator fuer die Qualitaet eines Optiksystems ist, sondern eher fuer die atmosphaerischen Bedingungen ? In zwei Wochen steht der Mond schoen hoch, da koennte man die Qualitaet der Optik ja mal serioeser darstellen.

Gruss & CS,
Oliver
 
Hallo zusammen,

immerhin finde ich es ja aus technischer Sicht interessant, dass man den Farblängsfehler eines 6"-Kurzrefraktors mittels "Chromacorr" offenbar weitestgehend kompensieren kann.

Auf der anderen Seite sollte man aber im Auge behalten, dass der Aufwand - wie bei Refraktoren dieser Öffnung ganz allgemein - schon vergleichsweise nicht unerheblich ist.

Jedenfalls halte ich aber persönliche Streitereien an dieser Stelle für völlig unangebracht.

Gruß, Jan
 
Re: Überarbeiteter 6"-Jupiter mit Europa

Hallo Markus,

ich antworte Dir erst heute, weil ich noch bis gestern mit meinen eigenen Jupiterbildern herumexperimentiert habe.

Dabei wurde mir erneut klar, dass ich es für unzweckmäßig halte, Bilder aus einem 6"-Teleskop in einem größeren Abbildungsmaßstab als ca. 300-fach darzustellen. Mit Deinen Bildern liegst Du deutlich über 400-fach und man sieht m.E. nicht mehr Bilddetails.

Bei dem von mir gewählten, geringeren Abbildungsmaßstab habe ich weniger Probleme mit dem Rauschen. Die aktuellen Bilder entstanden aus Stacks mit 500 bis 700 Bildern, und es sind - insbesondere auf dem zweiten Bild - trotz des geringeren Abbildungsmaßstabs einigermaßen viele für die Jupiteroberfläche charakteristische Details zu erkennen, die bei größerem Maßstab nicht deutlicher werden.

Immerhin entspricht ein Abbildungsmaßstab von 300-fach bei 6" Teleskopöffnung einer Austrittspupille von nur 0,5 mm am Okular. In Anbetracht der Luftunruhe mag dieser ja bei monokularer Beobachtung zur - blickweisen - Erkennung von feinen Details im Livebild noch gerechtfertigt erscheinen. Bei der binokularen (!) Betrachtung eines völlig ruhigen Bildes am PC ist man da aber nach meiner Auffassung schon an der Grenze des Sinnvollen. Bei höheren Vergrößerungen treten dann die - für mein Gefühl - recht unerträglichen "Wavelet-Maden" in den Vordergrund ...

Gruß, Jan

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Überarbeiteter 6"-Jupiter mit Europa

hallo leute....

unsere "neckereien" beziehen sich auf das niedermachen von lotz kombination in diversen threads von einigen "pappenheimern", die immer wieder mit abfälligen kommentaren diesbezüglich auffallen....

man konnte lotz visuelle beschreibungen einfach nicht glauben schenken, und zog immer wieder gerne die...sorry....suboptimal bearbeiteten planeten-bilder heran, die lotz bis dahin eingestellt hatte....

s.zB. hier
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php?ubb=showflat&Number=495331#Post495331

oder hier:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php?ubb=showflat&Number=495382#Post495382

daher mein neckischer kommentar ;-)
 
Hi,

nun, so plötzlich kam ja die Qualitätssteigerung nicht; vielmehr war es - wie ich bereits oft in meinen Postings und in den Detailbeschreibungen mienr Bilder hingewiesen habe - die Summe vieler kleiner Schritte, die nicht fernrohrseitig, sondern kameraseitig zu den Verbesserungen geführt haben.

Kurz möchte ich das der Nachvollziehbarkeit halber anführen:

Begonnen mit den Optimierungen habe ich im Sommer 2006, wobei ich als erstes feststellte, daß die Celestron Barlow mit Verlängerungshülsen in der Abbildungsleistung stark abnimmt. Desweiteren zeigte meine EQ-6 ein Zittern der Nachführung bei hohen Vergrößerungen in äquatorialer Richtung. Das hatte ich provisorisch durch Verschieben der Gegengewichte verringert; Mit der bei 3x etwas besseren TS Barlow gelang dann 2006 dies:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/be41bff0.jpg

Bei reduziertem Maßstab mit der 2x Celestron Barlow ohne Verlängerung ergab sich dann schon dieses Bild:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/bfa80e00.jpg

Die Ursache für die ungleiche Farbverteilung an den Monden und an Jupiter war in der Kamera zu finden: Als ich 2003 meine ToUCam erstand, gab es noch keine 1,25"-Einschraubadapter. Also hab ich die Platine rausgebaut und in ein Kusntstoffgehäuse eingebaut, und eine 1,25"-Hülse eines alten Okulars angeklebt; leider war die Hülse nicht 100%ig senkrecht zur CCD-Oberfäche. Folglich habe ich nach langen Analysen und Probeaufnahmen die Cam in ein formstabileres Metalldruckgußgehäuse eingebaut und auf möglichst gute Koplanarität der beteiligten Flächen geachtet.

In 2007 war ich dann kaum aktiv, weil ich meine EQ-6 auf MCU-update incl. Microsschrittbetrieb umgerüstet habe, um das Zittern abzustellen, welches auch ein Fokussieren sehr sehr schwierig gemacht hatte. Desweiteren stellte ich fest, daß die interen Bidschärfung der ToUCam das Rauschen verstärkt und zwar in Ortsfrequenzen, die ziemlich genau der Auflösung meines Setups bei der resultierenden Aufnahmebrennweite entsprachen, was extrem schlecht für die Bildbearbeitung war. Dies konnte ich verbessern durch Einspielen des unmodified non-raw Modus. (Der heißt so, weil hier die ToUCam die Bilder nicht mehr durch interne Algorithmen modifiziert, jedoch ist es kein raw-Format).
Darüberhinaus habe ich mir mit der Televue 5x Powermate noch ein vernünftiges Projektiv zugelegt, wenngleich es für den 6" f/8 fast schon zu viel Verlängerung bringt.
So gelang mir heuer im April bei befriedigendem seeing immerhin schon mal dieser Saturn:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/cc080e00.jpg

Mit dem 20 fps - Tip hier im Forum konnte ich dann an Jupiter letztendlich die hier vorgelegte Qualität reproduzierbar erreichen.

3.8.2008:
Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/d08e0680.jpg

24.8.2008:
Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/d38e0680.jpg
Bezeichnenderweise habe ich refraktorseitig incl. Chromacorr KEINE Optimierungen durchführen müssen. Diese würde auch meine immer gemachten Aussagen ad absurdum führen, daß die visuelle Bildqualität in etwa dem unseres 6" f/15-Lichtenknecker-Vollapo in der Volkssternwarte entspricht.

Viele Grüße

Markus

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