Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebes Astrovolk,
notgedrungen musste ich wegen Umbauarbeiten in einem anderen Teil des Gartens zum Sterndl-Schauen ausweichen, nämlich in die Nordwest-Nordost Ecke, wo sich die Wiener Lichtverschmutzung deutlich bemerkbar macht, wenn auch ca. 30 Km entfernt, doch diese Himmelsregion ist deutlich heller, als meine Südrichtung, die durch hohe Fichten und Walnussbäume säuberlich abgegrenzt und geschützt vom Norden ist und somit weitaus dunkler.
Damit mir der Bagger, der ausgerechnet die Südost-Westregion bearbeiten muss nicht in die Quere kommt, fand ich also dieses sonst eigentlich immer vernachlässigte Plätzchen im Garten, weil man von dort aus durch Baumkronen und über zwei Häuserdächer nur Ursa Major sieht und Polaris, ein bissel den kleinen Bären, dann zu meiner Verwunderung heute gegen 00:00h stieg die Cassiopeia im Nordosten über Baumkrone und Dach, welch eine Freude, denn ich bemühte mich an etlichen Objekten rings um Ursa Major vergeblich, noch nicht einmal die Whirlpool, die ich von einer dunkleren Ecke des Gartens durchaus erwische, konnte ich dort nun ausmachen, geschweige denn solche Leckereien wie M82, es war eine leere Jagd um den Bären!
Dann sah ich Cassiopeia aufsteigen und dachte mir, dort mal in die diversen offenen Sternhaufen rein zuhalten, dabei entdeckte ich erstmals den Eulenhaufen M457 im 26 Weitwinkel und war freudigst überrascht!
Wahrlich, eine dahinrauschende Eule mit ihren großen Augen im Sturzflug, fast schon witzig und verblüffend zutreffend in der Form.
Da mir zunächst nichts anderes übrig blieb bei solch beschränktem Himmelsausschnitt nahm ich mir sämtliche Objekte in der Kassiopeia vor wie M 52 mit seinem orangenen Zentralstern. Einfach wunderschön und sternenreich, dann den kleinen kompakten Haufen M 103, eine zarte Freude!
Ha und Chi im Perseus hingen leider noch knapp hinter einem Tannenwipfel, es wurde langsam 00:30h und mir klappten die Augen zu.
Selbst der hoch im Zenit über mächtige Baumwipfel hervorlugende M13 reizte mich nicht mehr, aber welche eine Freude zu wissen, dass meine Lieblingsobjekte gegen 00:30h auch von der schlechten Ecke aus sichtbar werden! Ein Trost! Denn für die nächsten Wochen ist meine Ekliptik-Seite ein Baggerchaos!
Bei milden 20 Grad und einem sommerlich lauen Lüftchen, welches in den hohen Fichten säuselt, lass ich die Eule wieder frei, auf dass sie lautlos durchs Universum schwingt zu mitternächtlicher Stunde.
Von Mücken zerfressen und selig müde grüßt Anette
notgedrungen musste ich wegen Umbauarbeiten in einem anderen Teil des Gartens zum Sterndl-Schauen ausweichen, nämlich in die Nordwest-Nordost Ecke, wo sich die Wiener Lichtverschmutzung deutlich bemerkbar macht, wenn auch ca. 30 Km entfernt, doch diese Himmelsregion ist deutlich heller, als meine Südrichtung, die durch hohe Fichten und Walnussbäume säuberlich abgegrenzt und geschützt vom Norden ist und somit weitaus dunkler.
Damit mir der Bagger, der ausgerechnet die Südost-Westregion bearbeiten muss nicht in die Quere kommt, fand ich also dieses sonst eigentlich immer vernachlässigte Plätzchen im Garten, weil man von dort aus durch Baumkronen und über zwei Häuserdächer nur Ursa Major sieht und Polaris, ein bissel den kleinen Bären, dann zu meiner Verwunderung heute gegen 00:00h stieg die Cassiopeia im Nordosten über Baumkrone und Dach, welch eine Freude, denn ich bemühte mich an etlichen Objekten rings um Ursa Major vergeblich, noch nicht einmal die Whirlpool, die ich von einer dunkleren Ecke des Gartens durchaus erwische, konnte ich dort nun ausmachen, geschweige denn solche Leckereien wie M82, es war eine leere Jagd um den Bären!
Dann sah ich Cassiopeia aufsteigen und dachte mir, dort mal in die diversen offenen Sternhaufen rein zuhalten, dabei entdeckte ich erstmals den Eulenhaufen M457 im 26 Weitwinkel und war freudigst überrascht!
Wahrlich, eine dahinrauschende Eule mit ihren großen Augen im Sturzflug, fast schon witzig und verblüffend zutreffend in der Form.
Da mir zunächst nichts anderes übrig blieb bei solch beschränktem Himmelsausschnitt nahm ich mir sämtliche Objekte in der Kassiopeia vor wie M 52 mit seinem orangenen Zentralstern. Einfach wunderschön und sternenreich, dann den kleinen kompakten Haufen M 103, eine zarte Freude!
Ha und Chi im Perseus hingen leider noch knapp hinter einem Tannenwipfel, es wurde langsam 00:30h und mir klappten die Augen zu.
Selbst der hoch im Zenit über mächtige Baumwipfel hervorlugende M13 reizte mich nicht mehr, aber welche eine Freude zu wissen, dass meine Lieblingsobjekte gegen 00:30h auch von der schlechten Ecke aus sichtbar werden! Ein Trost! Denn für die nächsten Wochen ist meine Ekliptik-Seite ein Baggerchaos!
Bei milden 20 Grad und einem sommerlich lauen Lüftchen, welches in den hohen Fichten säuselt, lass ich die Eule wieder frei, auf dass sie lautlos durchs Universum schwingt zu mitternächtlicher Stunde.
Von Mücken zerfressen und selig müde grüßt Anette