Umstieg von C9 auf APO + Dobson sinnvoll?

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Deepsky40

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Hallo zusammen,

ich bin seit mehreren Jahren Besitzer eines C9 NexStar Evo, komme aus dem lichtverschmutzten Rheinland.
In der Regel fahre ich auf ein Feld in der Ecke Mettmann/Erkrath, wenn wieder Planetensasion ist. Deepskymäßig gibt es dort nicht viel zu holen, bis auf die hellsten Kandidaten. Hier macht das Teleskop einen guten Job.
Bei guten - sehr guten Nächten fahre ich in die Eifel. Geht es um Deepsky, empfinde ich das C9 als ziemlich enttäuschend, auch in der Eifel.
Ich spiele nun mit dem Gedanken mir für die kurzen Touren in den Vororten einen guten Apo zu besorgen, der ja Planeten/Mond am besten abbilden soll (?). Ich rechne dabei für die gesamte Ausrüstung mit etwa 2.000€. Kommt das hin?
Für die Touren in die Eifel will ich mir einen lichtstarken 16" Dobson besorgen, Spacewalk oder Taurus. An Hubble Optics traue ich mich nicht ran.

Am C9 habe ich folgendes geschätzt:
- Kompaktheit
- Schnelles Auf- und Abbauen
- Einblick
- GoTo

Folgendes gefiel mir nicht so:
- Obstruktion
- Ewiges Auskühlen und Nachkühlen, Tubusseeing
- Schnelles Beschlagen
- Nicht zu gebrauchen für Weitfeldbeobachtungen

Da ich mich mit Refraktoren nicht so dolle auskenne: Erhalte ich mir die Benefits der Kompaktheit und des schnellen Auf- und Abbauens bei Kauf eines Apo? Ich denke vom Gewicht her werde ich mich um einige Kilogramm reduzieren können. Wird sich die Beobachtungsqualität von Planeten und Mond (+ vlt Sterne und offene Sternhaufen) sichtbar verbessern, vor allem im Rahmen des vorgegebenen Budgets? Ist GoTo drin?
Ergibt diese Aufteilung überhaupt Sinn? Eventuell würde ich auch mal den 16" für die kurzen Touren mitnehmen, wobei ich schwer abschätzen kann, ob ich mit den genannten Modellen den Komfort haben werde.

Mich interessiert eure Meinung zu dieser Idee, vielleicht habt ihr alternative Vorschläge!

Danke und CS

Sascha
 
Hallo Sascha,

du möchtest einen guten Apo und die gesamte Ausrüstung soll etwa 2.000€ kosten. Das geht wahrscheinlich nicht.

Hier ist mal eine vollständige Liste was alles dazu gehört. Die Ausrüstung muss nicht in diesem Preissegment liegen, aber es kommt schon einiges zusammen.
 

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Hallo Sascha,
Ich finde, die Aufteilung macht durchaus Sinn. Ich habe vor Jahren mein 8 Zoll SCT verkauft und mir einen Takahashi Sky 90 gegönnt. Später kam dann noch ein 10 Zoll Dobson dazu.
Möchtest du mit dem Apo nur beobachten oder auch fotografieren? Wenn es ums beobachten geht, müsste das Budget ausreichen, wenn du eine einfache Alt/Az Montierung nimmst.
Grüße, Ulli
 
Hi!

Wie groß soll denn der Apo sein, um das C9 an Mond und Planeten zu schlagen? Gerade da lohnen sich Vergrößerungen um die 300x, also sollten es schon 6" Öffnung sein. Als Apo sehe ich da schwarz, wenn es noch halbwegs mobil noch stabil montiert sein soll, erst recht für unter 2000€.

Ein kleinerer Refraktor mit 80-100 mm macht Spaß, aber am Planet geht ihm halt doch vergrößerungstechnisch die Puste aus, und an Deep-Sky-Objekten wie Kugelsternhaufen oder Galaxien auch. Da geht der Spaß halt ab 8" richtig los, weil da die meisten Objekte auf einmal aufgelöst werden. Im 80er bleiben Kugelsternhaufen halt Wattebäusche, aber schön in die Umgebung eingebettet.

Und du wirst nur selten zwei Geräte gleichzeitig nutzen (außer vielleicht Teleskop plus Fernglas), auch wenn du zwei Augen hast ;)

Kompaktheit hängt rein von der Teleskopgröße ab. Mein ED80/600 braucht nicht viel mehr Platz als ein C8 und passt auch noch auf die Evo-Montierung. Der 6"-Refraktor (150/1200) vom Verein ist nur noch sehr eingeschränkt transportabel und sitzt auf einer CGEM (EQ6-Klasse), die ich auch nicht für besonders transportabel halte (und bei uns auf einer massiven Glockensäule stationär aufgestellt ist). Das ist dann dieser Trümmer:
6-Zoll IMG_0116.JPG

Mobil und kompakt ist was anderes, auch wenn das kein Apo ist. Man beachte die Höhe vom Dach links im Bild.

Was evtl. sinnvoll wäre: Gönn dir einen ED80 und setz den anstelle des C925 auf die Evo-Montierung (wesentlich längere Geräte dürften an der Basis anstoßen – bei uns passt der ED80 gerade so auf die etwas kleinere Nexstar-SE Montierung). Das ist dann eine schöne Ergänzung für Weitfeld und Vergrößerungen bis ca. 150x. Falls du am C925 eine 2"-Okularklemme hast, kannst du die Okulare auch an beiden Geräten verwenden; der ED braucht – falls gewünscht – noch was kurzbrennweitiges für höhere Vergrößerungen.

Dann hättest du am Anfang der Nacht den ED und kannst, wenn das C925 ausgekühlt ist, auf die größere Öffnung wechseln.

Der 16"-Dobson wird dir mehr zeigen, aber Planetenbeobachtung ohne Nachführung finde ich auch nicht so prickelnd. Gerade wenn es um Details geht und nicht nur darum, mal einen kleinen, aber scharfen Planet zwischen den Sternen schweben zu sehen, ist entspanntes Beobachten ohne Nachschubsen sehr hilfreich. Wenn der Dobson kommt, würde ich das C925 verkaufen und die Montierung für den Apo behalten.

Prinzipiell ergänzen sich kleinerer Apo und großer Spiegel gut, aber der kleine Refraktor wird am Planet nicht mehr zeigen als das C925 (falls es nicht völlig dejustiert oder zugetaut ist).

Beste Grüße,
Alex
 
2000€ für einen 16“ Dobson könnte klappen, wird aber knapp.
Für einen APO, bleiben dann Null Euro. Also das wird nix.
Ich würde für einen Apo, der auch am Planeten schon etwas mehr zeigt einen 5“ Apo wählen, besser 6“. Dann Goto Montierung? Okay…. also Du solltest zu den 2000€ für den Dobson (Vieleicht noch Okulare?), dann besser 3000€ für den Dobson plus 4000€ für Apo und GotoMontierung.
Also, wenn Du Dein Budget für Deine Wünsche auf 7000€ erhöhst, kann man ein paar ernsthafte Vorschläge machen… ;)

Viele Grüße
Jürgen
 
Der erwähnte Spacewalk-Dobson liegt als 16"er bei etwas über 2500€ nur für den Spiegel, als Komplettsystem bei etwas unter 5000€. Wobei die Geräte schon richtig gut sind. Taurus ist wohl noch einen Tick teurer. Dazu dann noch ein Komakorrektor...

Wobei ich beim Taurus gerade lese: schwerstes Einzelteil 18kg. So viel wiegt mein kompletter Teleskopkoffer für den ED80 mit allem Zubehör (nur die Montierung und das Stativ sind separat). Der Spacewalk scheint etwas leichter zu sein.

Ich hoffe mal, dass das nur das Budget für den Apo wäre.

Beste Grüße,
Alex
 
Hi einen Spacewalk Infinitiy in 16 Zoll gibt’s gerade gebraucht im Nachbarforum. Die Sachen von Herrn Busch sind wirklich gut und ihr Geld wert. Ich habe einen 20er.

Fürs Planeten schauen würde ich einen guten 130 oder 140mm Apo dazu empfehlen, als Montierung eine Vixen SXD (leicht) oder Rowan AZ100 jeweils auf einem guten Stativ, z.b. von Berlebach.

Ein 6 Zoll APO bedeutet sonst gleich einiges mehr an Montierungsaufwand, würde aber mit der AZ100 auch noch gehen.

Ein APM140 wäre z.b. eine ganz gute Lösung.

Also Spacewalk Infinity mit Filterschieber
5060€
Dazu einen ES HR Comacorrektor und ES92 Grad LER Okulare sowie ein 31mm mit 82 Grad als Übersichtsokular.
1470€
APM140 ED mit Baader Clicklockzenitspiegel und Peilsucher:
3650€
Rowan AZ100 mit Zwischensäule, Gegengewichtstange, Gewicht, Prismenklemme und UNI28 Stativ:
3400€
Dazu noch ein SVBony Zoom für hohe Vergrößerungen 130€

Summe Neupreise 13760€

Das wäre was Du dir vorstellst in guter Qualität, langlebig einfach zu handhaben und Funktional aber noch kein High End. Es gibt einfachere, billigere Lösungen, z.b. von Skywatcher gibts alles zusammen für ca. 10k€ aber der Dobson ist dann halt superschwer.

Für 2000€ gibts einen ordentlichen 12 Zoll Dobson ohne groß Zubehör gebraucht.

cs Alex
 
Hallo Sascha,
auch für Mond und Planeten braucht man Öffnung, das hast du vielleicht schon mit deinem C9 festgestellt?

Du kannst auch den Newton gleich für Planeten konfigurieren, DeepSky geht dann auch mit einem Planetennewton gut zu Beobachten.
So kannst du beides mit einem Teleskop machen bzw. abdecken.

Allerdings wäre ein 16" Planetennewton eher was für Fortgeschrittene, die wissen was sie wollen.

Bei der Konfiguration muss man dann schon etwas Hirnschmalz einsetzen damit auch was gutes dabei herauskommt, von der Stange gibt es da nichts zu kaufen.

Das Budget reicht leider nur für Komromisse, egal ob du dich für einen kleinen APO oder für einen Newton entscheidest.

Oft wird das bestehende Equipment auch nicht richtig ausgereizt.
So ist die Obstruktion das kleinere Problem deines C9, der weiche Kontrast und das man nicht hoch vergrößern kann kommt von dem zu warmen Hauptspiegel in dem SC, welcher durch den geschlossenen Tubus ewig braucht zum auskühlen.
Die Folge ist Grenzschichtbildung und Tubusseeing, was weitaus schlimmer ist als Obstruktion.

Hierfür gibt es einige Anleitungen was man gegen tun kann.
Auch gegen Tau gibt es Lösungen.
Hast du schon ein Binokularansatz für die Planetenbeobachtung?
Das bringt oft mehr an Wahrnehmungsleistung als ein kleiner Super APO.
LG
 
Guten Abend,
ich habe einen 10'' Dobson mit 1200 mm und ein 10'' Meade LX200 mit Reducer 1575mm und ohne fette 2500mm Brennweite. Ich mag es sehr, mit beiden Planeten anzuschauen. Der Dobson ist als Newton super unempfindlich gegen Tau und Beschlag - beim LX200 kann das zum Horror werden, wenn man nicht Heizmanschetten oder sonst was einsetzt. Ich habe eine monströse Stahlblech-Taukappe vor dem Tubus. Die originale von Meade von 1998...
Natürlich stelle ich das LX200 im Winter schon um 15:00 Uhr in den Garten, wenn es abends zum Einsatz kommen soll. Beim Apo hat es bei mir nur zum 70/474 gereicht und damit schaue ich nur sehr selten nach Planeten sondern fotografiere die sogenannten Deep-Sky Objekte.

Da ich schon seit 1984 aktiv bin (als Schüler) und die Sterne und Weltraum las, habe ich in den damaligen Heften mit Begeisterung verfolgt, wie Peter Hückel aus Weilheim damals Planeten-Newtons optimiert hat. Mit minimal reduzierten Fangspiegeln und super dünnen Streben. Sowas bekommt man heute niemals mehr und auch damals nicht von der Stange.

Guido
 
Danke für die vielen Antworten!

zur Klarstellung: das Budget von 2.000€ bezog sich nur auf den APO:). Den Dobson will ich mir so oder so mittelfristig zulegen. Und ich beobachte nur visuell.
So wie ich das verstanden habe wird es nicht möglich sein, für 2.000€ einen APO samt Ausrüstung (mit GoTo) zu kriegen, der Mond und Planeten besser als mein C9 abbildet und gleichzeitig kompakter oder ähnlich kompakt ist. Mit Okularen bin ich schon gut aufgestellt, da gibt es erstmal keinen Bedarf.
Das Stativ meines C9 wiegt 12kg, Montierung 7kg und Tubus 9kg. Wenn aber ein APO mit mindestens 6" notwendig ist, um visuell von einem Upgrade zu sprechen, würde ich am Ende ja ein höheres Gesamtgewicht erreichen...
Was mich am C9 noch nervt: die Montage scheint am Limit zu sein, bei der kleinsten Berührung wackelt alles. Ich besitze schon eine Taukappe, aber es gibt leider genug Nächte, bei der auch diese nicht ausreicht. Hab auch nicht wirklich Lust, noch mehr Technik in Form eines Heizrings zu besorgen.

Beste Grüße
 
Es kommt hier aber auch auf deine Bedingungen an. Ein perfekt Temperatur angepasstes, perfekt justiertes C9 zeigt bei sehr guten Seeingbedingungen so viel oder mehr wie ein 6 Zoll APO. Ist das Seeing normal und das C9 nicht top justiert und temperiert wird ein ordentlicher 5 Zoll Zweilinser vermutlich schneller ein gutes Bild zeigen als ein SC oder Mak und ein leichter 5 Zöller ist auf einer AZEQ5 schon ganz gut montiert. Mit ein bisschen Suchen auf dem Gebrauchtmarkt und vielleicht 500€ mehr Budget ginge da schon was.
Den 6 Zöller ED auf einer CGEM gebraucht läge bei +- 3000. Schwer und unhandlich sind die 6 Zöller aber, da kann man nix machen.

Wirklich leicht und kompakt wäre sowas wie im Bild: 10 Zoll Selbstbau auf Planeten optimiert und unter 7kg, Vixen SX ohne GOTO 9kg plus 5kg Gegengewichte und 2,5kg Stativ. Der kühlt auch schneller aus als das C9 (-;


cs Alex
 

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Hallo Sascha,

bei dem APO würde ich nicht versuchen den C9 zu ersetzen, mit dem hast du doch ein gutes Gerät, welches ich behalten würde. Beim APO wär mein Vorschlag eine kleine Brennweite um 400mm abzudecken. Der ist dann zwar nicht für Planeten, aber du kannst dir eine ganze Menge DeepSky Objekte holen. Mit Filter geht das auch in deiner Region.
 
Ausgangspunkt ist ja für mich die Annahme, dass ein APO besser für Mond und Planeten ist als ein Spiegelteleskop. Persönlich hatte ich bis jetzt nur den Vergleich zwischen meinem C9 und nem 8" Dob. Überhaupt keinen Unterschied bemerkt.
Könnte ich auch einfach z.B. den hier Explore Scientific Apochromatischer Refraktor AP 127/952 ED FCD-100 Hexafoc an meine vorhandene Montierung dranklatschen? Damit hätte ich eine Gewichtsersparnis von 1,3kg und könnte einen Bino in Erwägung ziehen. Über einen Bino habe ich schon länger nachgedacht, schien mir aber wegen des zusätzlichen Gewichts unrealistisch.
 
Hi!

Bei gleicher Öffnung zeigt der Apo das bessere Bild und will eine größere Montierung :)

Vixen-Schiene hat er dem Bild nach, von daher ginge das – Nachteil gegenüber den kürzeren Apos der 80/600er-Klasse: Weniger Weitfeld, und er stößt wahrscheinlich eher an, wenn du in den Zenit schwenkst. Dafür zeigt er mehr als ein 80er.

Im Handcontroller kannst du Schwenkgrenzen setzen, damit er nicht gegen die Montierung fährt.

Beste Grüße,
Alex
 
Ausgangspunkt ist ja für mich die Annahme, dass ein APO besser für Mond und Planeten ist als ein Spiegelteleskop. Persönlich hatte ich bis jetzt nur den Vergleich zwischen meinem C9 und nem 8" Dob. Überhaupt keinen Unterschied bemerkt.
Könnte ich auch einfach z.B. den hier Explore Scientific Apochromatischer Refraktor AP 127/952 ED FCD-100 Hexafoc an meine vorhandene Montierung dranklatschen? Damit hätte ich eine Gewichtsersparnis von 1,3kg und könnte einen Bino in Erwägung ziehen. Über einen Bino habe ich schon länger nachgedacht, schien mir aber wegen des zusätzlichen Gewichts unrealistisch.
Bis letzte Woche war der in einem super Angebot, tolle Optik und sehr geringes Gewicht:

Explorer Carbon 127
 
Das perfekte Teleskop gibt es nicht, von dem Gedanken solltest du dich verabschieden.
Vielleicht gibt es Eins welchen deinen persönlichen Vorlieben besser entspricht, dass kannst du aber nur durch selber ausprobieren herausfinden.
Ein 6" Super APO ist ein feines Instrument, jedoch sehr teuer und braucht mindestens eine EQ-6 auf einem hohen und hochwertigen Stativ.
Das original Stativ wackelt ebenfalls wie ein Kuhschwanz wenn man es ganz auszieht und man muss es ganz ausziehen und evtl. sogar eine Verlängerung dazwischen setzen, um bei Zenit naher Beobachtung nicht auf den Boden liegen zu müssen.
Bei den ganzen schnellen APO-Zweilinser wäre ich sehr vorsichtig, die sind zwar vom Preis deutlich unter einem Super-APO sind jedoch auch nicht ganz farbrein.
Entweder sie zeigen noch leichte Farbsäume, oder sie färben das Bild bräunlich oder rötlich ein.
Das ist nicht grade das was der Planetenbeobachter sich wünscht.
Nicht umsonst wurden/werden visuelle APO-Zweilinser je nach Öffnung mit f/9-f/11 gebaut.
Beim 6" Super APO kommt meist auch eine recht lange Temperaturanpassung dazu, je nach Bauart und Temperatur sind das 1-2h.
Ales unter 6" Öffnung wird dich vielleicht langfristig nicht zufrieden stellen?
Zum Beispiel ist Saturn recht dunkel und Mars ist recht klein, da kommt man mit 4-5" Öffnung schnell an seine Grenzen.

Ausgangspunkt ist ja für mich die Annahme, dass ein APO besser für Mond und Planeten ist als ein Spiegelteleskop. Persönlich hatte ich bis jetzt nur den Vergleich zwischen meinem C9 und nem 8" Dob. Überhaupt keinen Unterschied bemerkt.
Das ist ein Mythos der sich hartnäckig am Leben erhält, was verschiedene oder gar mehrere Ursachen haben kann.

1. Werden dabei häufig unterschiedliche, oder minderwertige Qualitäten miteinander verglichen, am besten man nimmt für einen solchen Vergleich ein 10.000€ Super APO und vergleicht diesen mit einem 350€ China Dobson wie er vom Band fällt.

2. Der Anwender hat keine Ahnung wie die physikalischen Gegebenheiten und Funktionsweisen eines Spiegelteleskops sind, sprich er kann das Teleskop nicht justieren, das Teleskop hat keine Lüfter zur Grenzschichtabsaugung, er verwendet keine Taukappe und der Tubus wurde nicht gegen Lokales- und Beobachterseeing abgeschirmt.

3. Der Anwender benutzt das falsche oder minderwertiges Zubehör

4. Der Anwender kennt sich nicht mit den Besonderheiten der Planetenbeobachtung aus und weiß vielleicht nicht wann man Mond und Planeten ab besten beobachtet, oder welches Zubehör sinnvoll ist

5. Am besten alles zusammen, dann ist der Misserfolg garantiert und die Urteilsfindung beruht auf realer Beobachtung
;)
LG
 
Hi
wenn man eine visuelle Lösung für alles sucht, dann ist das aus meiner Sicht ein Dobson mit 12" f/5,
der optimal mit deutlich unter 20% Obstruktion gebaut werden kann und auch ohne Ultraleichtbau keine 20 Kilo Gewicht wiegt.
Mit hoher Qualität der Komponenten hast Du 1,5 Grad Feld, Vmax 500fach und als Gitterrohrdobson und ggf mit Lüfter eine schnelle Auskühlung.
Der Haken ist, dass es das von der Stange nicht wirklich gibt. Selbstbau oder Gebrauchtkauf geht schon
CS
 
Hi Sascha,

ich werfe da noch ein anderes Gerät in den Ring: Vielleicht guckst du nach so etwas wie einen 8“ MakNewton mit erstklassigen optischen Komponenten. Diese Geräte sind manchmal auch mit Lüfter angeboten und leisten verdammt viel an Planeten. Vom Gewicht her sind diese schwerer als ein gleich großer Dob oder SC, haben aber den Vorteil, dass keine Spinne vorhanden ist und mit einem kleinen FS die Obstruktion oft genug sogar unter ca. 18% gedrückt werden kann.

Der Pferdefuß: Früher gab es diese häufiger mit Intes Micro Optik angeboten, wirklich klasse Geräte. Jetzt bekommt man diese Teile halt nur noch auf dem Gebrauchtmarkt. Warten und Geduld wäre da angesagt.

Ein entscheidender Vorteil liegt im deutlich niedrigeren Preis als beispielsweise ein guter 6“ APO.

Viele Grüße
Werner
 
Naja, ein Intes Mal Newton ist in 8 Zoll schon bei neu mehr als 8T€ und gebraucht sehr selten. Ich würde immer einen ICS ATD in 8-10 Zoll in Premium allen anderen Geräten vorziehen. Auch diese sind wohl nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu haben. Hier liegt die Obstruktion auch bei 20℅.
 
Vielleicht guckst du nach so etwas wie einen 8“ MakNewton mit erstklassigen optischen Komponenten.
Ich würde immer einen ICS ATD in 8-10 Zoll in Premium allen anderen Geräten vorziehen.

Ich würde da weder dem Mak Newton noch dem ATD den Vorzug geben sondern nehmen was als erstes auftaucht. Ist beides gleich selten da braucht es eh etwas Geduld aber beide Geräte würden sich absolut lohnen. Ich selber habe einen alten als Dobson gebauten Intes MN86 De Luxe und das Teleskop macht schlicht Spaß ohne Ende.

Viele Grüße Felix
 
Hi Felix,

rein bei Vergleich Preis/Leistung sehe ich den ATD weit vorne, er hat schon die beste Montierung, Optik, Material und Haptik. Zudem ist er unempfindlicher....

Grüße
Martin
 
Hallo Marlo,


was die Robustheit und Nachführ-Haptik angeht dürfte ein ATD kaum zu schlagen sein.

Die optische Qualität ist auch bei vielen Mak Newton von Intes bzw. Intes Micro extrem hoch dafür ist bei der Rockerbox Selbstbau angesagt. Bei den ATD gibt es mehr Öffnung für's Geld dafür sind die Mak Newton etwas für Leute die auf Spikes allergisch reagieren und die Geräte sind visuell praktisch ohne Koma.

Zum Preis: was interessiert der Neupreis wenn es eh nur Gebrauchtgeräte gibt? Ein MN86 kostet etwa 2 bis 3 tausend Euro + eine Rockerbox z.B. Martini. Fertich...

Viele Grüße Felix
 
Hallo zusammen,

ein 8“ MN mit bekannt perfekten Optiken von beispielsweise Intes Micro ist mit einem „gewöhnlichen“ 8“ Dob definitiv „optisch“ nicht zu schlagen. Zum einen ist die Komakorrektur beim MN deutlich besser und zum anderen fehlt die Spinne, was sich hauptsächlich bei der Planetenbeobachtung bemerkbar macht. Noch besser würde es wohl nur mit einem ähnlich guten 8“ Schiefspiegler oder einem gleich großen APO gehen.

Ich hatte mehrere Jahre lang die Gelegenheit, meinen damaligen sehr guten, hochstrehligen 12“ Lomo F5 parallel gegen den einstigen 12“MN 4,5 mit Intes Micro-Optik antreten zu lassen, und der Vergleich ging am Planeten schon meist klar für den 12er MN aus. Ganz ähnliche Ergebnisse würde man aller Voraussicht nach bei jeweils 8“ Öffnung erhalten.

Allerdings gibt es besagte Geräte wie oben erwähnt nur noch gebraucht, dafür aber relativ preiswert im Vergleich zu einem großen Apo.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht ist es auch der letzte – beim Preis steht auf Lager, im Text 90 Tage Lieferzeit.
 
Das könnte das Exemplar sein das auf dem ATT dieses Jahr angeboten wurde, ich meine da stand dran es wäre der letzte verfügbare...? Will da aber keine Gerüchte streuen...

Viele Grüße Felix
 
Hallo Werner,
in welcher Eigenschaft soll denn der MN dem Dobson so überlegen sein? Allein die fehlenden Spikes können es nicht sein. Die Meniskuslinse ist massiv und braucht auch lange, bis sie ausgekühlt ist. Alles sehr kopflastig und empfindlich....


Ich selber habe einen ICS ATD 8 Zoll Premium und sehe bei entsprechenden Seeing traumhafte Mond-und Planetenbilder in hoher Auflösung und Kontrast.

Ich hatte auch mal eine Martini-Rockerbox, die ist aber nicht annähernd mit der ICS vergleichbar bzw. war sehr ungenau gearbeitet. So etwas würde ich nicht mehr kaufen.

Grüße Martin
 
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