Hallo Max,
wilkommen im neuen Hobby und hier im Forum.
Und auch wenn besonders diese 76/700 sehr verabscheut werden, habe ich mir heute auf einer kleinen unbekannten Internetauktionsplattform so ein kleines Dingend von "Optus" für 19 € gebraucht ersteigert.

konnte nicht anders, irgendwie musste jetzt mal so ein Teil her um mir selber ein Bild davon zu machen was schlechte Qualität ist.
damit kannst die allerersten Eindrücke vom Himmel holen. Ich kenne dieses spezielle Teleskop nicht, aber jedes Teleskop, welches in der Lage ist, Dir mal Mondkrater "zum Anfassen" zu zeigen, ist besser als kein Teleskop.
Mit 19 Euro hast auch kein Geld unnütz verbraten.
Werde die nächsten Wochen / Monate mal mit sparen anfangen, für was weiß ich aber noch nicht genau.
das ist vernünftig. Solange Du sparst, wirst mit dem Teleskop schon mal Freude haben und nachher, wenn Du was "vernünftiges" hast, werden Dir die Augen aufgehen und das Herz in der Brust vor Freude hüpfen...
Jeder schwört auf dieses Dobson 8 - aber irgendwie kann ich mich mit diesem " Untechnischem Holzgestell-look " nicht anfreunden.
Wenns nur um den "Look" geht, was spricht dagegen, die Rockerbox mit stylischen Metallik-Lack-Folien zu verschönern?
Einsatzort wäre nur Zuhause vom Balkon. Mein Ziel ist es den Saturnring möglichst groß ( und wenn möglich klar ) zu erkennen und evtl. auch zu Fotografieren ( mit einer Canon DSLR ). Budget sollte so um die 400 € liegen.
Klingt das Unrealistisch?
ob das unrealistisch ist, hängt davon ab, wie groß Dein Balkon ist (Breite x Länge), in welche Himmelsrichtung er guckt, ob Du doch so nen 8" Dobson nimmst und
welche Qualität Du von DSLR Bildern erwartest.
Ich halte von dieser Idee nicht viel. Für 400 Euro bekommst kein qualitativ ausreichendes Teleskop samt motorisierter Montierung sowie Okulare, die zur Bauart des Teleskopes passen.
Bei Planeten als Hauptziel ist es glücklicherweise völlig wurscht, ob Du in einer lichtverschmutzten Großstadt wohnst oder auf dem flachen Land, wo es nachts noch dunkel ist.
Bei Planeten benötigt man aber viel Brennweite, damit aus dem Punkt eine Scheibe mit Details wird. Bei 1 Meter Brennweite hast bei einem DSLR Bild grob 4.000 x 3.000 Pixel schwarzen Himmel und irgendwo einen 12 x 12 Pixel großen Planet. Ich empfinde das als unbefriedigend. :augenrubbel:
Man kann mit einer DSLR ein Einzelfoto von Sonnenflecken (mit Baaderfolie vor der Teleskopöffnung) und Mondkratern machen. Dazu benötigt man keine Nachführung. Das geht auch mit dem von Dir im Moment nicht favorisierten 8" Dobson. Aber so ein Bild ist nicht besonders dolle. Man erkennt, um welches Objekt es sich handelt. 1 Bild von 100 wird vermutlich richtig scharf. Das liegt nicht an Dir, das liegt an unserer Atmosphäre. Die wabert und schwabbelt. Wir nennen das "Seeing" oder Luftunruhe.
Die schönen Planetenbilder, die hier im Forum gepostet werden, sind in der Regel mit einem Teleskop ab 500 Euro aufwärts, einer parallaktischen Montierung mit elektrischer Nachführung (1000 Euro aufwärts) und entweder mit Webcam (140 Euro) oder einer besseren Kamera (500 Euro aufwärts) gemacht. Dabei wird etwa 1-2 Minuten lang kontinuierlich so schnell wie möglich ein Bild nach dem anderen auf die Platte eines Computers geschrieben. Bei meiner KAmera sind das 60 Bilder pro Sekunde, 90 Sekunden lang. Per Software werden dann nur die schärfsten dieser Bilder zu einem Summenbild zusammengedengelt. Dieses Bild wird anschließend durch die Bildbearbeitung behandelt. Es wird geschärft, am Kontrast und den Farben gedreht und schaut dann so genial aus wie sie hier gepostet werden. Ein Einzelbild, was aus der Kamera kommt, ist völlig verrauscht und nicht wirklich ein "pretty Picture".
Leider ist nicht jede sternklare Nacht mit einer tollen Luftruhe gesegnet. Ich baue oft auf, mache dann aber kein Bild, weil das Seeing so grausam ist, daß keine Einzelheiten auf dem Foto sichtbar werden.
Während Du jetzt erstmal auf was rechtes sparst, solltest Du schauen, ob es in Deiner Nähe eine Sternwarte gibt. Besuch die und red mit den Mitgliedern. Laß Dir von ihnen alle möglichen Teleskope zeigen, schau durch und frag, ob bei denen ein Planetenfotograf ist. Falls Du keine Sternwarte kennst, schau ins
GAD, da findest garantiert in Deiner Nähe eine oder zumindest einen astronomischen Verein. Geh mit den Kollegen raus und spechtel. Das ist das beste, was Du machen kannst. Die Amateure können Dir zeigen, wie ein Dobson funktioniert, wie man ihn justiert, wie man eine parallaktische Montierung aufbaut und einnordet. Und sie kennen sich schon am Himmel aus und stellen Dir gerne ein Objekt ein. Dann hast Freude statt Frust alleine auf m Balkon. :Trost:
Ich halte es nicht für sinnvoll, gleich mit Fotografie ins neue Hobby einzusteigen. Ich fürchte, damit fällst Du auf die Nase.
Es gibt "da oben" so viel zu sehen, lern den Himmel doch erst mal mit den Augen durchs Okular kennen. Lern Dich da oben zurechtzufinden. Und wenn Dir die Fachbegriffe nach einiger Zeit in Fleisch und Blut übergegangen sind, dann ist es Zeit, sich Gedanken ums Fotografieren zu machen...
Noch ein Tipp: es muß nicht immer alles neu gekauft werden. Du kannst wirklich viel Geld sparen, wenn Du gebraucht kaufst. Viele Amateure legen sich nach und nach bessere Gerätschaften zu und verkaufen ihr Zeug hier übers Biete Board.
Für das kennenlernen vom Himmel kannst z.B. in ein paar Monaten einen gebrauchten Dobson für 400 Euro ergattern, und später (1-2 Jahre?), wenn Du fotografieren möchtest, nimmst ihn aus der Rockerbox raus und legst Dir ne EQ6 zu. Die trägt nen 8" Newton und Du kannst mit ner Webcam loslegen und Planeten jagen.
Oder Du gehst es ne Nummer kleiner an und setzt gleich auf nen 150/750 er Newton auf einer NEQ-5. Sobald Du dann fotografieren möchtest, legst Dir für sie Motoren und ne entsprechende Steuerung zu...