Unistellar EnVision: smartes Fernglas

MareImbrium

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe auf Kickstarter das neue Projekt von Unistellar gesehen: EnVision, ein smartes Fernglas.


Was ist Eure Perspektive dazu?

Rein optisch mit 10x50 nicht spektakulär. Die Augmented Reality Use Cases hingegen könnten interessant sein?

Ich habe bisher klassische Ferngläser von Zeiss bzw. Docter.

CS Thomas
 
Was ist an 10x50 unspektakulär?
Perspektivisch erachte diese Produkte im zivilen Sektor als die erste Generation, ähnlich wie das AX Visio. Das Konzept habe ich zuerst bei Sternglas Alpha gesehen.
Sie bringen also bei bestimmten "Fragestellungen" der Beobachtung eine rasche Antwort.
Jedoch würde ich mein Geld derzeit lieber vermehrt in Langlebigkeit/Qualität bzw. Stabilisierung investieren, und später bei der Nachfolgegeneration nochmal vergleichen.

Die Orientierung bei Tage auf Wanderungen ist grundsätzlich gut lösbar mit den üblichen Werkzeugen wie Karte/Navi/Smartphone.
Das zeigen und hinweisen auf entfernte Objekte für Begleiter, ist lösbar durch gute Kommunikation anhand markanter Punkte im Gelände.
Zurechtfinden am nächtlichen Sternenhimmel im Format von Sichtbarkeit mittels eines 10x50, gelingt bestimmt auch mit dem Produkt universe2go (soll jetzt sogar Platesolving haben?).

Anders gesagt: Leistungsfähige Smartphones sind bereits stark verbreitet. Zielfindung und ergänzende Informationen schaue ich mir bereitwillig auch auf einem Display an. Muss jeder für sich entscheiden, ob er diese Art von Augmented Reality als nützliches Werkzeug sieht was echte Probleme löst, oder ob es nur eine technische Spielerei ist.
Wenn es auf jede Sekunde ankommt, bei der das was gesehen wird instantan mit Informationen verknüpft sein muss, ist Augmentierung absolut hilfreich.
Schaue ich mir Sterne an oder bin auf einer Wanderung (kein Wettlauf), bringe ich gerne Zeit mit.
 
Hallo,
Wenn es über irgendeine Form von Stabilisierung verfügt (muss es eigentlich, wenn man die Beschriftung der Objekte lesen können soll) kaufe ich es sofort. Ein stabilisiertes Fernglas wünsche ich mir schon lange. Ohne Stabilisierung ist es ein 10x50 Fernglas (hab ich schon) mit ein paar netten Extras, für die ich keine 500-1000Euro ausgeben würde.

Grüße
Maximilian
 
Ergänzung:
Manche Enthusiasten bringen gerne Fernglasvergrößerungsvorsätze (Booster) an ihre Ferngläser an. Gäbe es einen einen solchen smarten Vorsatz quasi zum nachrüsten als Optical-See-Through, ... dann wäre ich schon neugieriger.
 
Hallo!
Eine Lösung, die sicherlich verhindert, dass man den Himmel wirklich kennenlernt.
Das erinnert jetzt etwas an die Argumentation gegen Goto-Montierungen von vor 20 Jahren... Inzwischen gibt es eine ganze Generation von sehr engagierten Amateurastronomen und Astrofotografen, die mit GoTo „großgeworden“ sind und sich trotzdem am Himmel auskennen und uns dank GoTo phantastische Fotos von tollen Objeten zeigen können, die man anders kaum aufnehmen könnte. Zumindest hat man solche Objekte vor der Zeit der bezahlbaren Computermontierungen bestenfalls vom Hubble Weltraumteleskop gesehen.

Ich bin sicher, dass man unseren Stadthimmel mit einem Fernglas besser kennenlernt, das einem sagt was man sehen kann. Mit bloßem Auge sehe ich hier von jedem Sternbild bestenfalls einen Stern. Das schreckt jeden Anfänger ab und am Ende kennt er gar nichts.

Grüße
Maximilian
 
Auch soben entdeckt.
Sehr gut ist die Funktion "Teilbare Zielmarkierung"..
Derjenige welcher ein Objekt am Himmel zeigen möchte, markiert es und gibt das Fernglas an den nächsten Beobachter weiter, welcher dann zum Ziel geführt wird.
 

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Hallo zusammen,

vielen Dank für die wertvollen Perspektiven.

Ich habe leider keine Info gefunden, ob das Smart Bino über eine Stabilisierungsfunktion verfügt. Das wäre für mich auch das Zünglein an der Waage.

Optisch erwarte ich mir nicht, dass es ebenbürtig mit meinen Zeiss oder Docter Ferngläsern ist.

CS Thomas
 
Ich finde das Glas sehr interessant, aber 10fach bei diesem Gewicht ist für mich nichts mehr, das ich freihändig verwenden will.
Bildstabilisiert würde ich es vermutlich kaufen, aber zumindest ein Stativanschluss (den ich nirgends erkenne, vielleicht vorne unter der runden Abdeckung) wäre für mich Pflicht.

Mario
 
Hallo,
die Kickstarter Kampagne ist jetzt im vollem Gange, die 1000 Exemplare zum Schnäppchenpreis sind schnell weg gewesen. Von Stabiliseirung ist nach wie vor nicht die Rede, dafür gibt es optional ein Einbeinstativ dazu. Auslieferung ab Ende 2025…
Grüße
Maximilian
 
Von Stabiliseirung ist nach wie vor nicht die Rede
Die FAQ auf https://www.kickstarter.com/project...-binoculars-for-stars-and-outdoor-exploration bestätigt ein eindeutiges "Nein"
(Auch wird erwähnt, dass die AR-Einblendung auf das rechte Auge beschränkt ist).

Bezüglich Wahrnehmung der Einblendung in einem AR-Prototyp, habe ich nur etwas bei SRI gefunden
The uniqueness in the design of SRI’s AR binoculars was to ensure that the augmentation — in the form of inserted objects — appeared stable in the display. Any jitter or drift as the binoculars were used normally would detract from the viewer’s experience and reduce the effectiveness of the augmentation
 
Ich habe mich wegen des Preises (es kommen ja noch VAT dazu) gegen das Angebot entschieden. Die AR Funktionalität kann ich durch entsprechende, bewährte Apps deutlich günstiger erreichen- v.a. stereo statt nur auf dem rechten Auge.

Dennoch drücke ich fest die Daumen für das innovative Projekt

CS Thomas
 
Auch wenn das Thema hier schon über ein Jahr alt ist, gibt es das Projekt bei Unistellar noch und es macht Fortschritte. Zusammen mit einigen anderen Journalisten aus Frankreich, UK und Deutschland durfte ich Ende August die Prototypen selbst ausprobieren.
Die Funktionen für den Tag sind noch etwas wenig, aber in der Nacht funktioniert das Ganze schon richtig gut.
Stabilisiert ist das Gerät nicht, trotzdem kann man die Einblendungen ziemlich gut lesen.
Das gezielte Ansteuern und Finden von Objekten am Himmel oder das "herumwandern" mit Einblendungen was man da sieht sind schon klasse. Besonders cool ist die Funktion "Target Lock", wo man die Position auf die man schaut markiert und das Fernglas den Nächsten, der durch schaut an die gleiche Stelle lotst.
Wer das im Detail nachlesen mag, kann das hier machen:
https://www.golem.de/news/smartes-f...ion-am-himmel-spazierengehen-2510-200652.html
 
Das schreckt jeden Anfänger ab und am Ende kennt er gar nichts.
Die Begriffe "immer", "nie", "alle", "jeder", "keiner", "nichts" usw. halte ich im Rahmen solcher Aussagen über die Reaktuion von Menshcne für schwierig.

Die Grundfrage war:
Und auch, wenn Deine Perspektive dazu die ist, Mäx, die Du vertrittst, gibt es Leute (wie mich), die anderer Auffassung sind. Und zwar aus gutem Grund:

Denn die Leute, von denen Du sprichst (die fachlich Unbeleckten mit dem lausigen Stadthimmel) diskutieren hier überhaupt nicht mit.
Ganz im Gegenteil: in unserem Kreis sind wahrscheinlich viele Tausend Stunden Beobachtungspraxis vertreten, was für mich das "Grundrauschen" dieser Fragestellung ergibt. Aus diesem grund halte ich das Glas für eine Spielerei für hauptsächlich diejenigen, die entweder zu faul sind, sich Grundlagen selbst zu erarbeiten; oder die meinen, keine Zeit dafür zu haben; oder die einfach keinen Bock drauf haben, und nur gucken wollen.
Okay, alles gut.

Aber dass ausgerechnet diejenigen danach mit mehr Fachwissen aus der Sache rauskommen sollen, als diejenigen, die sich den Himmel über längere Zeit selbst erschlossen haben - und sei es mit Stelllarium anstatt mit dem Kosmos Himmelsführer - kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Aber, hey - ist ein freies Land und jeder soll nach seiner Facon glücklich werden.

Schöne Grüße,
Urs
 
Immer ganz locker bleiben… ;) :coffee:

Viele Grüße
Werner
 
... Aus diesem grund halte ich das Glas für eine Spielerei für hauptsächlich diejenigen, die entweder zu faul sind, sich Grundlagen selbst zu erarbeiten; oder die meinen, keine Zeit dafür zu haben; oder die einfach keinen Bock drauf haben, und nur gucken wollen.
Okay, alles gut.

Aber dass ausgerechnet diejenigen danach mit mehr Fachwissen aus der Sache rauskommen sollen, als diejenigen, die sich den Himmel über längere Zeit selbst erschlossen haben - und sei es mit Stelllarium anstatt mit dem Kosmos Himmelsführer - kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
...
Ich hoffe ich habe mit dem zitierten Teil jetzt nicht den Sinn Deiner Aussage entstellt. Ich sehe den großen Vorteil solcher Geräte (egal ob das Envision als optisches Instrument oder ein Smart Teleskop mit reinem Kamerasensor) genau darin, dass sie Menschen einen einfacheren Zugang zu einem Thema eröffenen, die sich sonst abgeschreckt durch die (vermeintliche) Komplexität gar nicht erst mit dem Thema beschäftigt hätten.
Beim Envison ist das zusätzlich noch etwas Besonderes, denn ich kann Menschen mit wenig oder keiner Erfahrung Dinge am Himmel zeigen, die mit einem Fernglas zu beobachten sind. Wer jemals versucht hat jemanden mit einem Fernglas zu erklären wie er z.b. M31 oder M13 findet und nie sicher sein konnte, ob die Person das wirklich ins Bildfeld bekommen hat und welches Frustpotential das für beide Seiten hat, der wird ein Hilfsmittel wie das Envision vielleicht recht prakltisch finden. Da einzelne Sterne und Linien von Konstellationen angezeigt werden, kann man super erklären wie man ein Objekt wie M31 via Star-Hopping findet, weil man zeigen kann, worauf man schauen muss. Wenn der "Probant" dann das Objekt gefunden hat und weiß, wie es aussieht, dann kann man das gleich Objekt nochmal mit einem normalen Fernglas versuchen zu finden. Oder die Einblendung ausschalten, das Objekt suchen und schauen, ob man richtig liegt, indem man das Display wieder einschaltet.
Das ist wie mit Stützrädern am Fahrrad. Die wenigsten fahren ihr ganzes Leben damit herum, aber am Anfang helfen sie exterm beim Lernen und geben Sicherheit.
Es bleibt ja trotzdem ein normales Fernglas, aber es kann durch Software mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet werden.
Solche Geräte bieten in meinen Augen ein Mehrwert, der aber den Grundwert des Basisgerätes (hier ein einfaches 10x50 Fernglas) nicht mindert. Was jeder für sich entscheiden muss ist, ob dieser Mehrwert dann auch die Mehrkosten aufwiegen.
 
uns dank GoTo phantastische Fotos von tollen Objeten zeigen können, die man anders kaum aufnehmen könnte. Zumindest hat man solche Objekte vor der Zeit der bezahlbaren Computermontierungen bestenfalls vom Hubble Weltraumteleskop gesehen.
Das liegt aber weniger am Goto – mit Teilkreisen kann man die Ziele genauso gut einstellen – sondern vielmehr an Autoguidern und der besseren Verfügbarkeit und Leistung von Digitalkameras gegenüber Kleinbild-/Diafilmen. Das Objekt einstellen war auch in den 90ern das kleinste Problem. Die Sterne im Kamerasucher zu fokussieren (bestenfalls mit einer Sucherlupe, und vor der Erfindung der Bahtinovmaske allenfalls mit einer Scheinerblende), stundenlang in ein Fadenkreuzokular zu schauen um manuell nachzuführen, vorher den Film zu hypern und mit dem Schwarzschildeffekt zu kämpfen, das waren die Herausforderungen.

Die Sternzeit im Himmelsjahr nachschlagen und dann die Koordinaten einzustellen (als Teilkreise noch keine Deko am Teleskop waren, sondern wirklich funktionierten), war schnell erledigt. Wenn man sich früher auf die Beobachtung vorbereitet hat, standen die Koordinaten vom Objekt eh im Buch daneben, und man hatte sie griffbereit. Das ist nur unwesentlich aufwändiger, als in der Steuerung Datum, Uhrzeit und Standort einzustellen und dann in einer langen Objektliste zum Ziel zu scrollen.

Ich bin sicher, dass man unseren Stadthimmel mit einem Fernglas besser kennenlernt, das einem sagt was man sehen kann. Mit bloßem Auge sehe ich hier von jedem Sternbild bestenfalls einen Stern. Das schreckt jeden Anfänger ab und am Ende kennt er gar nichts.
Wenn der Himmel so mies ist, dass du Grenzgröße ~2 hast und kaum Sterne siehst, wirst du vom Anblick im Fernglas auch nicht überwältigt sein.

Nicht falsch verstehen: Das ist interessantes Gerät, und ich nutze sowohl Planetariumsapps gerne, um mich mit bloßem Auge schnell am Himmel zu orientieren, als auch Celestron StarSense als PushTo am Teleskop. Aber es ist weder so, dass tolle Bilder ohne Goto unmöglich oder auch nur wesentlich aufwändiger wären, noch sieht man die Ziele, selbst wenn sie mit Goto perfekt zentriert werden, wenn der Himmel nichts taugt. Und ich bin gewiss der letzte, der einem Fernglas nichts zutraut.

Mit einem Fernglas geht verdammt viel – aber wenn das Marketing verspricht, alles zu finden, und man dann wegen dem Standort nichts sieht, oder weil man ungeeignete Ziele mit zu hohen Erwartungen sucht, sind Enttäuschungen vorprogrammiert.

Um bei Hobby zu bleiben, muss man sich mit dem beschäftigen, was man macht. Mit der ganzen Technik ist es leichter, die Dinge einfach nur mal kurz anzuschauen statt zu beobachten und dann das Interesse zu verlieren, weil man dabei wenig selber macht und weniger Erfolgserlebnisse beim Suchen hat. Um dabeizubleiben, muss man dann eben anderer Stelle Zeit und Neugier investieren, um herauszufinden, warum man trotz aller Hilfsmittel den Nordamerikanebel und M33 wegen ihrer Flächenhelligkeit oder M57 wegen seiner geringen Größe immer noch nicht vom Balkon aus sieht, obwohl sie doch im Bildfeld sind. Sonst landet das tolle Fernglas beim anderen Elektronikspielzeug, das man ein paar mal benutzt hat, neben dem kleinen Kaufhausteleskop, das man auch nur ein paar Mal eingesetzt hat, bis der Reiz des Neuen weg war.

Clear Skies,
Alex
 
Ja @Kerste (Alex), das sind gute Argumente. Aber das es Menschen geben wird, die sich ein "Spielzeug" kaufen, um es dann nach ein paar Mal benutzen in die Ecke zu packen, wird man nicht verhindern können. Ebenso wenig das Menschen sich die teuerste Ausrüstung kaufen (hab ich bei Teleskopen, Kajaks und Paddelausrüstung ebenso erlebt wie bei Computern und Werkstattausrüstung), aber nicht damit umgehen können und von der Komplexität der großen Ausrüstung überfordert sind.
Man kann Lernen und das Sammeln von Erfahrung auf einem Gebiet nun mal nicht abkürzen. Das werden smarte Geräte auch nicht ändern. Die sind dann Fluch und Segen zugleich, weil sie zum einen den Einstieg erleichtern, aber zum anderen dann auch dazu verleiten, den Teil mit dem Lernen zu überspringen. Ein Werkzeug ist halt nur so gut wie der Mensch, der es benutzt. In den recht kurzlebigen Zeiten, in denen wir leben mit immer kürzeren Aufmerksamkeitsspannen, gibt es halt einen Markt für Geräte, welche die Komplexität der Nutzung vor dem Nutzer verbergen. Die Frage ist einfach, was man persönlich daraus macht. Und der Vergleich mit Go-To Mounts oder auch der Wechsel von der analogen zur digitalen Fotografie zeigen ja, das bestimme Veränderungen langfristig Einzug in verschiedene Felder halten und es eigentlich immer erst mal Widerstand gegen solche Veränderungen gibt. Da können wir auch noch weiter zurückschauen auf die Einführung der ersten Teleskope überhaupt und den daraus resultierenden Erkenntnissen, die dem vorherrschenden Weltbild widersprachen. "Dagen sein" konnte die Menschheit schon immer gut. :-)
 
Mit einem Fernglas geht verdammt viel – aber wenn das Marketing verspricht, alles zu finden, und man dann wegen dem Standort nichts sieht, oder weil man ungeeignete Ziele mit zu hohen Erwartungen sucht, sind Enttäuschungen vorprogrammiert.

Um bei Hobby zu bleiben, muss man sich mit dem beschäftigen, was man macht. Mit der ganzen Technik ist es leichter, die Dinge einfach nur mal kurz anzuschauen statt zu beobachten und dann das Interesse zu verlieren, weil man dabei wenig selber macht und weniger Erfolgserlebnisse beim Suchen hat.
Hallo Alex,

ich kenne dieses beworbene Fernglas nicht, kann demnach nicht beurteilen, inwiefern es die Beobachtung im Vergleich zu einem handelsüblichen Fernglas entscheidend erleichtert.

Allerdings bin ich der Ansicht, dass entsprechend sinnvoll eingesetzte Technik die Beschäftigung mit dem eigentlichen „Beobachtungsziel“ durchaus auch intensivieren kann, wenn etwaig umständliches Suchen und Finden wegfällt und der Blick für das „Wesentliche“ frei wird:

Die intensive Zuwendung und das Studieren des Beobachtungsobjekts.

Selbstverständlich kann auch das Auffinden von schwierigen Himmelsobjekten mit den manuellen Methoden von gestern sehr reizvoll sein, aber diese Zeit steht dann eben u.U. nicht mehr automatisch für die intensive Beschäftigung mit dem eigentlichen Objekt zur Verfügung.

Wer sich für welchen Weg entscheidet muss jeder mit sich selbst ausmachen. Hauptsache der Spaß am Hobby bleibt erhalten oder wird sogar ausgebaut.

Ich glaube allerdings auch, dass die allermeisten, welche schon einmal nur ein wenig mit einem 10x50 Fernglas bei 2 mag oder 7 mag Himmel unterwegs waren, die Unterschiede recht schnell erkennen, was geht oder nicht. Da kann ein wie auch immer geartetes Marketing nahezu beliebige „Geschichten erzählen“. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,

10x50 ist 10x50, die Optik wird so schlecht nicht sein, und die Austrittspupille ist für Stadtnähe nicht schlecht gewählt – so Ferngläser sind nur bedingt Geräte für das intensive Studieren, sondern für größere Felder. Viel von dem, was geht, habe ich hier beschrieben. Das schöne ist, dass man mit dem Fernglas gar nicht so viel Zeit mit dem Suchen verbringt, sondern das Ziel "nur" noch erkennen muss. Durch das große Feld findet man seine Ziele ja schnell. Mit anderen Worten: Es ist ideal geeignet, um nicht nur das eigentliche Ziel anzuschauen (wie im Teleskop bei hoher Vergrößerung), sondern auch wahrzunehmen, in welcher Umgebung das Ziel liegt.

Ich habe mit der Technik auch keine Probleme – ich sehe nur immer das Risiko, dass die neue Technik die Erwartungshaltung so hoch setzt, dass abgesehen von dem "Cool, das funktioniert" doch Enttäuschungen kommen. Egal, ob dass das 80€-Wackelteleskop vom Kaufhaus ist, oder eine AR-Optik. Es ist halt für viele einfacher und verlockender, sich ein neues Spielzeug ins Haus liefern zu lassen und auf den Balkon zu gehen, als einen dunklen Standort aufzusuchen. Die werden ja auch nicht mehr.

Clear Skies,
Alex
 
Ich finde das Fernglas schon interessant und hätte Lust darauf. Warum? Weil ich Abwechslung zwischen meinen Ferngläsern mag (von 2x54 bis APM 100) und auch Spielereien schön finde. So habe ich auch ein Spacewalker 3D-Fernglas, das mir richtig Spaß macht. In dieser Kategorie würde ich das hier besprochene Fernglas einordnen.
Kaufgrund wäre also nicht: ich brauche diese Funktion, weil ich mich sonst nicht zurecht finde, sondern: Spaß und ich glaube, nebenbei lernt man doch noch das ein oder andere Sternbild oder Sternnamen.

Hätte das FG Bildstabilisierung, würde ich es sofort kaufen. Bei 10fach freihändig bin ich inzwischen raus - da bin ich mit dem Canon 15x50 IS "leider" zu verwöhnt. Das Spacewalker mit 8x42 geht noch, nutze ich aber fast nur im Campingstuhl oder im liegen.

CS, Sven
 
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