Deine schöne Talsperre bringt dir halt nichts, wenn aus den Bergen mangels Niederschlag im Winter nichts nachkommt, weil die Gletscher im Sommer zwar wie gewohnt abtauen, sich im Winter aber nicht neu bilden.
Und das Grundwasser füllt sich nicht auf, wenn Extremwetter dazu führt, dass der Boden erstmal austrocknet und knochentrocken wird, sodass der Sturzregen dann in die begradigten, ausgebauten Flüsse abfließt (und die Versicherungen dazu bringt, keine Elementarschäden mehr versichern zu wollen), statt zu versickern und das Grundwasser aufzufüllen.
Im Meer oder der Antarktis bringt uns das Wasser auch nichts, und nur als Wolke ebenfalls nicht.
Und uns hier bringt es auch nichts, wenn andere Regionen besser mit Wasser versorgt werden. Talsperren wurden noch nie gebaut, um Wasser an
alle zu verteilen. Frag mal die Länder/Regionen flussabwärts von so mancher Talsperre. Google z.B. mal nach der Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre, und was Ägypten und Sudan davon halten. Oder warum so mancher Staudamm
wieder zurückgebaut wurde.
Aber die Leute während der
Green Sahara Ära waren bestimmt auch davon überzeugt, dass es früher auch schon mal trocken war. Ja, das Klima ändert sich immer wieder, und wer sich nicht anpassen kann, stirbt aus. Wir beschleunigen das ganze halt noch ordentlich.
=> Heinrich: Die aktuelle Entwicklung ist
nicht neu, wir spüren nur die Auswirkungen immer mehr. Die passen gut zu Klimamodellen aus dem letzten Jahrhundert – dummerweise am pessimistischeren Ende der Prognosen. Wir drehen an der Wettermaschine schon wesentlich länger als erst seit Corona, jetzt kommen halt langsam die Kipppunkte. Wo sind eigentlich die Bauern, die unter der letzten Regierung noch wegen den Dieselpreisen auf der Straße demonstriert hatten? Bei denen kannst du erfolgreicher nach Verschwörungen suchen.
Naja, genießen wir die Party, solange sie dauert

Vielleicht geht ja wenigstens den KI-Rechenzentren das Wasser noch vor uns aus, obwohl da bestimmt auch intelligente Prioritäten gesetzt werden...