Uranus finden

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Hallo,

Angeregt von diesem Thread habe ich gestern auch wieder mal meine 8 Zoll auf Uranus und Neptun gerichtet. Da ich gerne Suche und mir den Luxus eines GoTo nicht leisten will habe ich sie über Sternhüpfen gefunden. Per Anhalter durch die Galaxis sozusagen.

Bei Uranus bin ich vom Kopf des Cetus gestartet, da es der kürzeste Weg ist. Natürlich geht es auch von Aries aber das ist schon ein Stück weiter entfernt.
Dazu habe ich mir im Voraus Routen geplant denen ich dann gefolgt bin. Hier nur zwei Beispiele:

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Auffinden mit dem Übersichtsokular. Zur Hilfe kann man beim Newton die Sternkarte auch auf den Kopf stellen dann sehen die Konstellationen auf der Karte aus wie im Okular. Man muss dann aber aufpassen, dass man sich nicht in die entgegengesetzte Richtung weiterbewegt. Wenn man sich sicher ist, dass der Planet im Okular zentriert ist, steigert man Schritt für Schritt auf die höchste Vergrößerung. Ich konnte Uranus bei 240x als leicht grünliches Scheibchen wahrnehmen.

Neptun war schon schwieriger. Auch weil der helle Halbmond in der Nähe stand. Ausgehend vom auffälligen Psi Aquarii Trio:

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Hier musste ich mich stark an die Stern Konstellationen orientieren da Neptun deutlich lichtschwächer ist und es dort viele Sterne mit ähnlicher Helligkeit gibt. Ich konnte einen leichten bläulichen Stich wahrnehmen. Kann aber auch sein, dass ich mir das nur eingebildet habe. Wenn ich mir nicht so sicher gewesen wäre wegen der Konstellation hätte ich ihn vermutlich für einen Stern gehalten.

Viel Erfolg beim Suchen,
Florian
 
Ich hatte mich vor langer Zeit auch einmal auf die Suche nach Uranus gemacht, da stand er allerdings noch in den Fischen, mit meinem 8" f6 Newton und einem Panoptic 35 im Auszug. Das Sternbild Fische ist eh nicht sehr auffällig was die Suche nicht einfacher machte. Ich peilte die ungefähre Position im Sucher an und graste die Gegend dann im Panoptic ab, man driftet dabei sehr schnell ab und muss das Teleskop immer wieder neu positionieren, desweitern sollte man sich Zeit nehmen und die Sterne sehr genau anschauen, Uranus zeigt sich als winziges Scheibchen mit weitaus weniger Abstrahlungen wie Sterne sie zeigen, jedenfalls konnte ich ihn so zweifelsfrei identifizieren, wie gesagt man sollte sich Zeit dabei lassen und genau hinschauen, im 5mm Okular bei 240 fach zeigte sich dann eine schöne Planetenkugel bei der ich aber keine Farbe erkannte, für mich war das eher ein diffuses weiss, alles in allem war es aber ein tolles Erfolgs -und Beobachtungserlebnis, Gruss Olaf
 
Hi,

bin etwas verblüfft, wenn ich es richtig gesehen habe, dass keiner die "Sternmuster-Methode" mit Telrad oder etwas schlechter mit Peilsucher beschreibt und nutzt.
Für mich ist das die einfachste und schnellste Methode ein Objekt zu finden. Schnell deswegen weil man kein Star-Hopping macht/braucht, sondern direkt die richtige Position anvisiert.

Am Himmel schaut man erst einmal nach den Sternbildern und findet dann das oder die Sternbilder in dem das Objekt liegt. Ungefähre Position merken!

Man schaut auf einer Sternkarte (Stellarium, SkySafari, Buch, ...) wo sich das Objekt befindet. Dabei vergleicht man seine Position in Relation zu/mit markanten Mustern (Dreiecke, Trapeze, Linien, ..) von helleren Sternen möglichst aus denen der Sternbilder. Diese Muster versucht man am Himmel wiederzuerkennen, natürlich ohne Teleskop nur mit dem Auge. Die Muster können auch relativ grossflächig sein. Wenn man dann die gemerkten Muster, kann auch nur eins sein, identifiziert/erkannt hat, versucht man den Punkt des Objekts in Relation zu dem Mustern zu erkennen und fährt dann mit dem Teleskop den Telradkreis oder den Leuchtpunkt dorthin. Meistens muss man mehrmals nur mit dem Auge und dann mit Telrad/Peilsucher die Muster und die Position kontrollieren.

Jetzt sollte das Objekt im Übersichts-Okular sichtbar sein. ;)

Der Telrad ist übrigens deswegen besser, weil er so zentrische Ringe, statt nur einen Punkt hat, man die Helligkeit super bis Null einstellen kann und in den Sternkarten die Telrad-Ringe eingeblendet werden können. Durch die Grösse und Lage der Ringe kann man die Position in Relation zu den Mustern viel besser erkennen und merken.

Einen optischen Sucher benutze und besitze ich seit Jahrzehnten nicht mehr.

Gruß
Peter
 
...noch ein Tip zum Auffinden von Uranus und Neptun, wenn viele gleichhelle Sterne in der Nähe stehen und man sich nicht sicher ist, was was ist:
Defokussiert die "Sternabbildung" einfach zu einem Scheibchen und achtet auf das sich nun verstärkende Flackern der Sterne - Planeten flackern nicht!
So findet man beide Planeten bereits mit 2-2,5" Refraktoren. Das klappt sehr gut.
 
Telrad oder Sucher - völlig egal, ist Übungssache. Es führen eben mehrere Wege zum Ziel. Ich habe mich vor Jahren auch einmal an der Plastikbox versucht, ist ein geniales Konzept, hat mich aber völlig verzweifeln lassen. Ich kann nur Sucher ;-)

CS,
Stefan
 
Ich habe mich auch an verschiedenen Suchern ausprobiert..optische Sucher und Telrad funktionierten für mich persönlich nicht so gut wie ein Leuchtpunktsucher mit einem einzelnen, auf schwächster Helligkeit eingestelltem Laserpunkt, so hat eben jeder seine eigenen Methoden wenn es um das Auffinden von Objekten geht, Gruss Olaf
 
Hallo,

Uranus hat derzeit eine visuelle Größe von 3,8“. Anbei mal der Anblick im 26er Widefield in Biacchens Heritage (Skysafari). Uranus ist als winziges aber recht helles Scheibchen zu sehen.

Klaren Himmel
Guido
 

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