US Rückkehr zum Mond

Hallo, ich finde, für solche Reden lohnt sich der finanzielle Aufwand einer Mondmission schon. Zwar traurig, dass das nötig ist, aber jeder führende Politiker sollte mal im All gewesen sein, dann wäre die Welt wahrscheinlich eine Bessere. Wäre vielleicht immer noch billiger als die Kriegskosten.
Träumerei, schau die doch mal die Umweltpolitik und die Politik generell gerade der USA an. Nix wurde da begriffen.
Die Temperaturerhöhung geht langsam aber stetig voran, wie sogar unser absolut vertrauenswürdige Kollege Daniel Nimmervoll in einem seiner Videos eindrucksvoll dokumentiert hat. Vielleicht kann er die Kurve hier mal einfügen, sollte er mitlesen...

Ja, Raumfahrt ist weit besser als Kriege, ich bin da 100% bei Dir. Ich bin auch nicht gegen eine Mondbesiedelung. Doch nicht so stümperhaft. Ich fordere Professionalität in Politik und Ehrlichkeit gegenüber uns Steuerzahlern, dann machen wir das zusammen mit links.

Kriege sind für mich ein peinlicher Rückfall in die Steinzeit. Ein böser Atavismus, den die Evolution noch nicht ausgemerzt hat. Wir wir in unserem Jahrhundert klar erkennen können, werden Kriege eindeutig von wenigen Politikern initiiert und nicht von den Völkern, wie lange zur Erklärung des 2. Wetlkrieges gemutmaßt wurde. Die Völker werden dann natürlich geframed, bzw. gesäubert, was ja in Kriegszeiten viel leichter möglich ist.
Trotz Weltkriege, Vietnam, etc. werden Kriege immer noch von der Politik als Lösungsmethode angewendet, doch - mit Ausnahme des 2. Weltkriegs - durchweg ohne Erfolg. Wo ist da der Lerneffekt?
China ist bislang klüger: "Störe nicht Deinen Gegner beim Fehlermachen." Wenn sie schlau bleiben, werden sie die Gewinner sein.
In jedem Fall sollten Astronauten nach ihrer Karriere in die Politik gehen.
Warum geschieht das nicht? Rate mal...
Meine Einschätzung: Politik hasst Kompetenz, Lernen und eigene-Fehler-zugeben. Ingenieure sind ehrliche Problemlöser, daher ungeeignet.

-> Christina schwadroniert: Gäähn, die selben Sprüche wie nach Apollo. Keine neue Ideen mehr?
Das ist doch alles billiges Marketing, Leute! Glaubt ihr etwa auch an die Sprüche aus der Werbung, z.B. die ach so zarte Milka von der rosa Kuh auf der grünen Alm, deren schlechte bis gesundheitsschädigende Qualität gerade von Test-Organisationen dokumentiert und veröffentlicht wurde?

Träum weiter...
Gute Nacht!

PS: Ist euch aufgefallen, dass auch während der Apollo-Missionen die USA in einem bösen Krieg (Vietnam) steckte?
Ist das Zufall?
 
Kriege sind für mich ein peinlicher Rückfall in die Steinzeit. Ein böser Atavismus, den die Evolution noch nicht ausgemerzt hat. Wir wir in unserem Jahrhundert klar erkennen können, werden Kriege eindeutig von wenigen Politikern initiiert und nicht von den Völkern...
Da bin ich völlig bei dir.
(Wobei Kriege im politischen Sinne eher mit dem Neolithikum "erfunden" wurden, als die menschlichen Siedlungen auf 150 Personen anwuchsen und sich sowas wie Hierarchien etabliert haben. Davor waren es eher Prügeleien um Resourcen falls sie denn mal knapp wurden, keine Machtspielchen im heutigen Sinne.)

Aber die eigentliche Frage seit Anbeginn der Geschichte ist doch wie lässt sich das verhindern? Gemäss dem Bonhoeffer'schen Theorem der Dummheit sind nicht die wenigen Bösen (Politiker) das Problem, sondern die vielen Dummen (Bürger) die sie entweder unterstützen oder zumindest nicht verhindern ("dumm" nicht im Sinne von Rechen- oder Rechtschreibschwäche sondern Unfähigkeit das Böse zu erkennen).

Womit wir bei der philosophischen Frage angelangt sind, "Was ist gut und was ist böse?" Wie kann man erkennen was gut ist und was nicht? Bauchgefühl reicht ja ganz offensichtlich nicht, denn sonst gäbe es nicht so viele unterschiedliche Meinungen zu Themen die doch anscheinend "völlig klar" sind. Für viele Menschen ist das keine Frage, denn "meine" Meinung ist ja die logischerweise richtige. Leider gibt es keine unfehlbare übergeordnete Institution die das regelt, auch wenn die meisten Diktatoren (inkl. Hobby-Diktatoren) das anders sehen. Letztlich ist es der demokratische Prozess der endlos und mühsam ständig auf der Suche nach Konsens und vernünftigem Handeln ist, sein muss.
(Es gibt übrigens eine gute Methode, sich selber daraufhin zu überprüfen: Humility and curiosity (Demut/Bescheidenheit und Neugier), immer versuchen, wirklich zu verstehen warum etwas ist wie es ist und warum man dieser Meinung ist und nicht der anderen.)

Als das Internet neu war, dachte ich, juhuu, endlich kann sich jeder schnell informieren und die Dummheit hat ein Ende. So ist es auch (informieren), aber blöderweise ist nur ein neues Wettrüsten entstanden. Die Desinformierer sind immer einen Schritt voraus, denn Mist zu erzählen ist rund 10x einfacher als zu erklären, warum der Mist Mist ist. _affeaugen:

Was die (bemenschte) Raumfahrt betrifft, mMn vielleicht ihr grösster Nutzen ist, dass sie uns Erdenbürgern eine neue Perspektive verschafft. Das hilft vielleicht ein bisschen gegen die "Dummheit". Für "uns Astronomen" sind Zeit und Raum alte Bekannte, aber für einen Großteil der Erdbevölkerung gilt das nicht unbedingt. Typisches Beispiel sind die Diskussionen um den Klimawandel, wo viele Leute kein Problem damit haben, 100 Jahre und 100 Millionen Jahre in einen Topf zu werfen. (Kurioserweise hilft da der Vergleich mit Geld: "Ich gebe dir 100€ und du gibst mir dafür 100 Mio €." :))

Astronauten und Politik, etliche machen das ja. Aber dafür muss man schon mutig sein. Denn in der Politik zählt Sachkompetenz nur bedingt. Hoch kommt wer persönliche Ziele über Skrupel setzt, wer Netzwerke knüpft und geschickt alle Egoismen kurzfristig zu befriedigen verspricht. Langfristiges Denken ist da bekanntlich nicht zielführend. Meinem Kleinen sage ich manchmal, er würde einen guten Politiker abgeben. Aber weil er klug ist weiß er genau wo er sich nicht verschleissen lassen wird.

Die Idee, dass jeder Spitzenpolitiker mindestens einmal ins All geflogen sein sollte (irgendwo weiter oben hat das jemand geschrieben), die hatte ich schon vor Jahrzehnten, und ich denke die ist immer noch gut. Noch ist das zu teuer, aber wenn das Starship mal regelmässig fliegt, dann könnte man das auf die Agenda bringen. Ob das aber auch gegen krankhafte Psychopathie hilft kann ich nicht beurteilen.

Happy Sonntag
Thorsten
 
Hallo,
Astronauten und Politik, etliche machen das ja.
Prominentestes Beispiel dürfte John Glenn gewesen sein. Fünf Stunden lang war er Astronaut und 24 Jahre Senator. Eigentlich eher ein Politiker, der auch Astronaut war :) Sein politischer Einfluss hat ihm geholfen, mit 77 Jahren nochmal einen zweiten Raumflug in einem Spaceshuttle abzugreifen. John Glenn war und ist einer meiner großen Helden. Seine erster Orbitalflug mit einer Atlas-Rakete hat meines Erachtens deutlich mehr Mut erfordert als alles, was danach kam.

Und aktuell ist da Mark Kelly (https://www.kelly.senate.gov/about/...his,families, not corporate special interests.), der sich als demokratischer Senator von Arizona bei vielen Gelegenheiten seinem vom Irrsinn befallenen Präsidenten entgegenstellt. Das komplette Gegenteil des Amateurastronauten und Trumpkumpels Jared Isaacman.

Grüße
Maximilian
 
Meine Einschätzung: Politik hasst Kompetenz, Lernen und eigene-Fehler-zugeben. Ingenieure sind ehrliche Problemlöser, daher ungeeignet.
Wo kommt das her - die Politik(-erkaste)?
Wir, das Wahl- und Steuerzahlervolk wollen das (zumindest in den Demokratien) oder lassen es zu (auch in China und Russland),
dh. eine Mehrzahl hasst Kompetenz, weil man für komplexe Problemlagen nur allzugerne einfache und vor allem schmerzfreie Lösungen will
und denen glaubt, die sie wie das Blaue vom Himmel versprechen. Und der Glaube, dass die Ingenieure die besseren Menschen sind kann ich auch nicht so recht folgend. Der weitaus größte Teil der Raumfahrt ist militärisch!

Wobei Kriege im politischen Sinne eher mit dem Neolithikum "erfunden" wurden, als die menschlichen Siedlungen auf 150 Personen anwuchsen
Interessanter Artikel dazu:
Wie es zu einer Art Bürgerkrieg unter Schimpansen kam

In der Sache:
Ehrliche Glückwünsche für die technische Leistung und den Mut an die Astronauten und das Team der NASA!
Mal abgesehen von dem anfangs dominierenden Toilettenproblem scheint das ja weitgehend reibungslos geklappt zu haben.
Endlich wieder Bilder wie den ikonischen Earthrise

beste Grüße -
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit dem sehr erfolgreichen Abschluss der Artemis II Mission ist zwar ein wichtiger Zwischenstopp im Mondprogramm der NASA abgehakt. Aber jetzt geht es ja erst richtig los, wobei vieles vom weiteren Artemis Programm eher noch vage und im Fluss ist. Als ich gestern auf die Wikipedia Seite schaute, war da noch der mittlerweile aufgegebene Lunar Gateway als wesentliches Element aufgeführt. Jetzt hat man das in einen eigenen Abschnitt mit dem Attribut "cancelled" verschoben.

So richtig interessant wird das Programm ja erst mit Artemis IV und Artemis V, was wiederum kritisch von der Bereitstellung der jeweiligen HLS Lander durch SpaceX und Blue Origin abhängt.

Damit wird man aber bestenfalls die Mondlandungen vom Apollo Programm reproduzieren, aber noch keine permanente Basis auf dem Mond etablieren. Schließlich müssen diese Lander ja zurück in den Mondorbit, wo die Besatzung für die Rückkehr zur Erde in die dort geparkte Orionkapsel umsteigt. Ob der Lander im Mondorbit verbleibt und dort für weitere Landungen neu aufgetankt werden kann, dazu habe ich bislang keine Information finden können.

Der Aufbau einer respektablen Mondbasis lässt sich wohl mit den HLS alleine kaum bewerkstelligen. Dazu wären zusätzlich zu den bemenschten Landungen vor allem jede Menge an robotischen Cargo Lieferungen nötig. Aber dazu konnte ich auch noch keine Pläne finden.

Vielleicht habt ihr ja weitere Informationen?

Gruß, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Aufbau einer respektablen Mondbasis lässt sich wohl mit den HLS alleine kaum bewerkstelligen. Dazu wären zusätzlich zu den bemenschten Landungen vor allem jede Menge an robotischen Cargo Lieferungen nötig.
Die Blue Moon Pathfinder Mission wäre immerhin ein Schritt in diese Richtung.

Blue Origin moon lander completes testing at NASA vacuum chamber

Also known as Endurance, MK1 is an uncrewed cargo lander. It's a commercial demonstration mission to advance Human Landing System capabilities in support of NASA's Artemis program.
 
Der Everyday Astronaut Tim Dodd hat ein neues Video veröffentlicht.
Eindreiviertel Stunden lang. :oops:
Über das Starship als Human Landing System auf dem Mond.


Ich hab's noch nicht angeschaut, und weiss auch noch nicht ob ich die Zeit dafür habe (mir nehme), aber ich denke dass es bestimmt nicht schlecht ist und bestimmt den einen oder anderen hier interessiert.

Gruss
Thorsten
 
Gestern Abend habe ich das Video angeschaut.
Nun ja, für Nerds und Delta-v Fans interessant, für die anderen... geht so.
Die Animationen beeindrucken mich, der Anfang ist gut.
Wenn man dann anfängt sich zu langweilen oder nix mehr zu verstehen, zum Ende springen.

Gruss
Thorsten
 
Heute wurden die Astronauten für Artemis III vorgestellt.
Ich hatte keine Zeit das ganze zu verfolgen, deshalb hier nur die Info.
Ein Artikel von Eric Berger, bisher keine Zeit zum Lesen, aber der schreibt in der Regel gut.

Gruss
Thorsten

PS: Von der ESA ist der Italiener Luca Parmitano als Pilot dabei!
 
What NASA Needs to Stay on Track for the Moon

The agency gave a rosy update on Artemis III, a test flight for its goal to return humans to the moon, but experts say the timeline is ambitious.

On Tuesday, NASA unveiled the crew of Artemis III and gave an optimistic update on the mission’s status. But it failed to address an elephant in the room: Will Artemis III actually be ready to fly next year?
 
Zurück
Oben