V1769Cyg mit 25.8h und DSLR

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fizeff

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Hallo,
nochmal das in diesem Jahr wohl sehr gefragte Motiv des Wolf-Rayet Stern WR134 (V1769Cyg) im Schwan. Hab damit schon im Juli angefangen um Bildmaterial für einen Freund zu kreieren der den Stern derzeit als Veränderlichen beobachtet. Da sehr schnell klar war, dass ich mit meinem Setting doch etwas mehr Photonen brauche, habe ich 12 Nächte zwischen Juli und September verwendet um insgesamt 25.8h Aufnahmen mit dem l-extreme Filter zu machen und mehr als 8h mit dem L-Pro. Am Ende hab ich aber aus den L-Pro Aufnahmen nur die Sterne verwendet. Zudem hab ich an den Farben nach der SPCC nur noch an der Sättigung gedreht um diese einigermaßen natürlich darzustellen und das OII nicht ins Blaue zu schieben.

Hier der Crop, ca. 50% vom Bild

V1769Cyg_II_Crop.jpg


Aufnahmedaten:
10" f=4.5 DIY Newton mit Lomospiegel, CEM70
Nikon D780 (unmodifiziert), Lacerta GPU, l-eXtreme (25.8h a 600s), L-Pro (8.2h s 180s), ASIAir Pro, Skywatcher 50ED, Asi120mini
Aufnahmeort: Münchener Stadtrand

Bei der Belichtungszeit hätte ich mir fast ein wenig mehr der schwachen OIII Strukturen im unteren Kreissegment erhofft, aber mehr geht wohl mit meiner unmodifizierten DSLR nicht. Ist halt keine gekühlte AstroCam, aber dafür keine Diva.

Hoffe es gefällt,

CS
Markus
 
Hallo Markus,

ein tolles Ergebnis, wie ich finde. Und große Ausdauer hast Du bewiesen. :y:
Ich habe den Nebel letztes Jahr aufgenommen und kann dir sagen, auch eine Mono zeigt nicht sooo viel mehr. Ja, es gibt Aufnahmen da springt einen das OIII förmlich an, der dunklere Teil des Rings leuchtet dann schon fast heller als als das Ha, aber das fällt für mich dann unter die Kategorie "overprocessed". Daher finde ich gut, dass Du nicht auf Teufel komm raus an den Reglern gezogen hast.
Für die Sterne hätte es aus meiner Sicht deutlich weniger Belichtungszeit sein dürfen und die dann lieber in den L-extreme investieren, aber hinterher ist man immer schlauer.;) Wenn ich zusätzliche RGB für die Sterne aufnehme, belasse ich es meist bei 45min - 60min. Die würde ich dann aber ganz ohne Filter aufnehmen.
Da Du anscheinend mit Pixinsight arbeitest kannst Du wenn du die SPCC durchgeführt hast, die Sterne entfernen und dann noch Farbanpassungen vornehmen und dann die Sterne zurückbringen, dann bleiben sie davon unberührt.

Nochmals: Sehr schönes Ergebnis. :)

Viele Grüße
Thomas
 
Danke Thomas, für deinen Kommentar. Mit dem RGB und den Sternen hast du recht, ich hätte weniger Frames einarbeiten sollen. Hab diese aber schon kräftig reduziert. Die Hoffnung mit den 8,5h RGB war, dass da vielleicht doch noch ein paar Reflexionnebelchen sind die mit dem l-eXtreme nicht zu sehen sind…. war aber nix. Wie du schön sagst, nachher ist man immer schlauer.

Bin immer wieder erstaunt, um wieviel mehr die Emissions-Nebel mit dem l-Extreme im Vergleich zum l-pro rauskommen, bei gleicher Gesamtbelichtungszeit. Hab immer das Gefühl da gibts noch mehr, was ich
weg schneide. Aber der höhere Kontrast der bringt es. Leider geht am Münchener Stadtrand RGB ohne Filter nicht viel.

Da das Wetter im Sommer hier im Süden genial war, kommt da noch mehr: Hab noch >30h Löwennebel in der Kiste etc.

Schön, dass es gefällt.
 
Hallo Markus,

wirklich klasse Ergebnis was Du da ablieferst. Ich habe Dein Bild natürlich gestern schon gesehen. Ich lasse mir abert immer eine Nacht Zeit bevor ich Kritik übe. Dein Bild wirkt extrem grünlich/türkis. Ich glaube nicht das da überall in so hohem Verhältniss OII im Hintergrund ist oder irre ich mich? Der Hintergrund ist mir persönlich viel zu hell, da geht der Kontrast verloren. So in der Richtung wäre meine Variante:
1697004527952.png


Gruß Markus
 
Bei der Belichtungszeit hätte ich mir fast ein wenig mehr der schwachen OIII Strukturen im unteren Kreissegment erhofft, aber mehr geht wohl mit meiner unmodifizierten DSLR nicht. Ist halt keine gekühlte AstroCam, aber dafür keine Diva.
Hallo Markus,
ein beachtliches Ergebnis präsentierst Du hier! Man sieht der Aufnahme die lange Belichtungszeit an, sie wirkt sehr sauber und glatt.
Ich hatte Kürzlich das gleiche Objekt hier vorgestellt, allerdings nur mit der halben Belichtungszeit, dafür aber mit einer gekühlten CCD-Kamera.
Ich schon beachtlich, was Du mit einer DSLR gezaubert hast!

Ich glaube nicht das da überall in so hohem Verhältniss OII im Hintergrund ist oder irre ich mich?
Der Hintergrund ist tatsächlich über große Bereiche mit schwachen OIII-Schwaden bedeckt und die "Grünstichigkeit" dürfte annähernd real sein.

CS Dietmar
 
Der Hintergrund ist tatsächlich über große Bereiche mit schwachen OIII-Schwaden bedeckt und die "Grünstichigkeit" dürfte annähernd real sein
Ja, da war ich auch erstaunt. Eigentlich dachte ich, dass nur die Gasblase und Schockwelle OIII zeigt, aber wie du sagst, zeigt insbesondere der ganze Bereich links, in meiner Bildausrichtung ausgedehnte schwache OIII Strukturen außerhalb des Cropbereiches. Es war mir fast unmöglich einen kleinen Bereich für die BachgroundNeutralization zu finden.

Dein Bild hat mir im übrigen super gefallen und mir gezeigt dass ich noch mal eine Nacht drauf zu legen muss ;).

Ich schon beachtlich, was Du mit einer DSLR gezaubert hast!
Die D780 hat den selben Sensor (vermutlich) wie die Z6. Der ist super rauscharm und erstaunlich sensitiv im roten. Momentan sehe ich nicht was eine Astro Farbkamera mehr bringen soll, falls ebenfalls Vollformat und für SW mit Filterrad mus ich alles umbauen. Naja man braucht ja noch Ziele.

CS, Markus
 
Der Hintergrund ist mir persönlich viel zu hell, da geht der Kontrast verloren.
Ist immer so eine Sache, leider ist es mir nicht gelungen, viel mehr Kontrast rein zu bekommen ohne einen Teil der Strukturen im Innern zu verlieren. Ich clip ungern unten weg. Aber klar mehr Kontrast ist immer schöner für das Auge. Werde es mir sicher nochmal anschauen, danke für den Kommentar.
 
Angeregt durch Eure Kommentare, bin ich nochmal ran und habe versucht die OIII Strukturen besser rauszuarbeiten indem ich den Rotkanal, also das Ha etwas gedrückt habe (alles mit dem GHS tool). Da das normale Bild ja von Ha dominiert ist, puscht das doch ziemlich den Kontrast und ich konnte den Hintergrund doch noch runterziehen. Gleichzeitig hab ich doch ein wenig an den Farben gedreht und einen größeren Ausschnitt gewählt, damit man die ausgedehnten Strukturen besser sieht. Da ich mit Drizzle 2 arbeite sind die Bilder recht groß, hab diesmal die Auflösung um Faktor 0.5 reduziert.

V1769Cyg_III_crop_klein.jpg


Gefällt mir für den ersten Versuch recht gut. Das Bild bekommt wesentlich mehr Tiefe und die OIII Strukturen kommen wesentlich besser raus. Die Sterne könnten noch ein wenig Nacharbeit benötigen.

Volle Auflösung auf Astrobin: Bild

Grüße
Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

wenn das ein "erster Versuch" ist will ich das Endergebnis sehen, großes Kino!

CS
Jörg
 
Moin,

ich finde jede Version hat "etwas". Auf jeden Fall beeidruckend was Du da gemacht hast.

Danke, Gruß Markus
 
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