Venus, so hell wie ein Stern

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pokselet

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Hallo, Leute!

Nachdem ich bereits letzten Herbst Saturn und Jupiter beobachten durfte, habe ich vor Kurzem mit meinem Teleskop endlich die Venus betrachtet.
Leider erschien sie mir dermaßen hell, dass ich gar keine Strukturen o.ä. erkennen konnte. Es war, als würde ich einen Stern beobachten. Ich hätte gehofft, dass Farben oder Strukturen, ähnlich dem Jupiter, zu erkennen sein werden.

Habe ich etwas falsch gemacht?
Beobachtet habe ich gegen 17.30 - 18.00 Uhr, bei einer Vergrößerung von etwa 100-200x.

Vielen Dank :-)
 
Venus zeigt keine Strukturen wie Mars oder Merkur denn der Planet ist stets in eine dichte Wolkenhülle gehüllt. Zur Zeit steht Venus auch noch 157143 Mio Kilometer von der Erde entfernt. Ende Mai 2020 wird Venus nur noch 43930 Mio Kilometer entfernt sein. Wobei mit einem 200/1200 bei 200x sollten doch zumindest die Venusphasen deutlich zu sehen sein.

 
Venus hat dzt. einen DM von ca. 16".
In drei Monaten, Anfang Mai, wie oben erklärt, viel näher, DM dann ~43" - also ähnlich groß wie Jupiter, aber dann als Sichel zu sehen, weil 'von seitlich hinten' beleuchtet.

Und ja (s. Post#2), visuell leider nie Oberflächenstrukturen.

CS, Woody
 
Moin!
Mit den aktuell 16" Durchmesser sollte sich Venus bei dieser Vergrößerung im Teleskop deutlich von einem Stern unterscheiden lassen, auch sollte erkennbar sein, daß der Planet bereits eine Phase (71% beleuchtet) zeigt, also nicht mehr rund ist. Oberflächenstrukturen gibt es an diesem Planeten nicht zu sehen.

Der Anblick stellt sich im Moment so dar:
venus_diagramm.gif

(Quelle: SkyMap Pro)

Die größte Elongation ist am 24. März (Halb-Venus), danach wird ihr Durchmesser schnell größer und bis Ende April bildet sich die markante Sichel aus (25° beleuchtet am 30. April). Das sind dann auch eher die Zeiten, in denen man Venus beobachtet.

Kleiner Tip: Schaff dir einen Satz Graufilter oder einen regelbaren Polfilter an. Damit kannst du dann das Licht der hellsten Planeten dämpfen (genauso Jupiter und Mars in naher Opposition).

@lunarus:
> 157143 Mio Kilometer

Na, da ist aber jemand ganz schwer mit den Einheiten ins Schleudern geraten! :oops:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Mir ging es beim ersten mal ähnlich - ich hatte sogar Fehlfarben un Reflexionen, die ich sonst nie habe, so hell ist die Venus.
Anfangs war ich etwas enttäuscht, inzwischen weiß ich ja, dass man nichts Spektakuläres sieht. Jetzt freue ich mich eher, dass es eben diesen Unterschied zu anderen Planeten gibt und versuche immer mal wieder mehr von der Venus zu erkennen, wenn: 1. das Seeing besser ist und sie noch weit oben ist und 2. wenn der Himmel leicht hell ist, damit der Kontrast nicht so hoch ist.
Ja, richtig, Venus wird auch gern "bei Tage" beobachtet.

Viele Grüße
Spunti
 
Hallo Alex,

viel besser lässt sich die Venus am Taghimmel beobachten.
1. Die Venus steht da noch höher am Himmel ( z.B. um 15.30 Uhr max. Höhe direkt Richtung Süden)
2. Durch den blauen Hintergrund überstrahlt die Venus nicht so stark und man kann sie viel besser beobachten.
3. Farbfilter könnten hilfreich sein. Ich vergleiche das mal mit meinen Aufnahmen. Mit Rotfilter im Livebild eine deutlich schärfere Sichel. Bei guten Bedingungen sind mit violett Filter ganz schwache Strukturen zu erkennen.

Hier dazu mehr: https://forum.astronomie.de/threads...-farbfilter-genaue-infos.282837/#post-1440637

Gruß,
Holger
 
Off-topic:
NICHT peinlich in Zeiten von Finanzkrise und global economics - da werden 10e+9 €/$/ect. sekündlich verschoben, und kein Normalsterblicher versteht, wie viel das eigentlich ist.
Und DAS sind dann keine Tippfehler!

;) .. Georg
 
Hier noch ein Link für den Themenstarter

 
> Bei guten Bedingungen sind mit violett Filter ganz schwache Strukturen zu erkennen.

Oh, bitte! Unser Themenstarter war bisher nicht in der Lage, die eindeutige Phase der Venus zu erkennen - und ihr kommt ihm mit Violettfiltern zur Wolkenbeobachtung?! Das ist wohl etwas "über's Ziel hinaus geschossen"...
 
@winnie

Den Link habe ich doch nur gepostet, damit der Themenstarter aufgrund der Bilder sehen
kann wie das derzeit aussehen sollte.
 
Hallo,

Leider erschien sie mir dermaßen hell, dass ich gar keine Strukturen o.ä. erkennen konnte. Es war, als würde ich einen Stern beobachten. Ich hätte gehofft, dass Farben oder Strukturen, ähnlich dem Jupiter, zu erkennen sein werden.

Die Venus (oder auch Merkur) am Abendhimmel zu beobachten ergibt kaum ein gutes Bild im Okular. Die Luftunruhe (Seeing) lässt meist keine gute Beobachtung zu, da die Venus durch die horizontnahe Luftunruhe kaum im Okular stillsteht.

Venus ist auch viel zu hell für die visuelle Beobachtung. Ein Neutralfilter hilft die Helligkeit zu dämpfen und ein überstrahlen im Okular zu vermeiden.
Strukturen der Wolkendecke visuell zu erfassen ist kaum möglich.

Besser ist es die Venus am Taghimmel zu beobachten. Interessant wird es nach der östlichen Engolation am 24. März 2020 die Venus zu beobachten, wenn sie immer mehr zur Sichel wird.
Da sie dann aber auch immer näher an die Sonne herankommt, sollten unerfahrene Beobachter die Venus nicht zu nahe an der Sonne beobachten. Beobachtungen der schmalen Sichel um die untere Konjunktion herum sollten nur erfahrene Beobachter angehen.

Es war, als würde ich einen Stern beobachten.

Sie sieht eher wie ein zappeliger und aufgeblähter Stern bei einer Vergrößerung von 100x aus.
Ich habe gestern Abend die Venus mit meinem Cassegrain beobachtet. Die Vergrößerung war 76x. Die Phase der Venus war deutlich zu sehen. Durch ihre Nähe zum Horizont war das Bild aber sehr unruhig im Okular.
Die Phase sollte auf jedem Fall im Okular zu sehen sein, mehr aber auch nicht.

Viele Grüße
*entfernt*
 
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