komposer
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Hallo,
bisher habe ich Strukturen auf der Venus mit einem einfachen Farbfilter (TS47 violett) aufnehmen können.
Hier dazu mehr: Venus mit Strukturen dank Farbfilter - genaue Infos
Jetzt ließ mir das keine Ruhe und ich wollte mehr in den UV Bereich kommen und das so günstig wie möglich.
Bei meiner Recherche im Internet bin ich immer wieder auf einen UG1 Filter gestoßen und dabei dann auf eine extrem günstige Alternative aus China: ZWB2 UV Filter.
Naja, bei knapp unter 4 Euro inkl. Versand aus China konnte ich nicht widerstehen. Duchmesser 26mm und Dicke 1,5mm.
Nach einigen Tagen Lieferzeit kam der Filter dann letzten Mittwoch bei mir an.
Ein kaum genutzer Blaufilter sollte ihn beherbergen. Also blau raus und ZWB2 rein, nur war 26mm zu klein für die Öffnung, der Konterring war eng genug.
Also habe ich einen kleinen dünnen Pappring ausgeschnitten und in den Filter gelegt. So konnte der ZWB2 nicht mehr durchfallen.
1 Test
TS47 und ZWB2 gegen den Taghimmel gehalten. Was für ein Unterschied. Wie viel beim TS47 noch zu sehen und wie dunkel der ZWB2 war.
Da kam mir gleich die Belichtungszeit in den Sinn und führte zum 2. Test.
Klar war vorher, dass hier wie beim TS47 das IR-Leck geschlossen werden muss. Dafür kam wieder mein Astronomik IR-Cut zum Einsatz.
Laut Herstellerseite macht der ja recht früh auf, ab ca 370nm und bei ca. 700nm sollte er wieder dicht sein.
2 Test
Kamera mit den Filtern gegen den Himmel gehalten und mit der Belichtungszeit eine vergleichbare Helligkeit eingestellt.
Die Belichtungszeit erhöhte sich mindestens um den Faktor 15, eher 20.
3 Test
Zum Filter + IR Cut noch ein RG610 um zu sehen wie dicht der IR Cut eigentlich macht.
Tja, da kommt immer noch etwas durch. Beim ZWB2 musste ich auf 80ms hochgehen um ein ähnlich helles Bild zu erhalten wie mit 2ms nur mit IR Cut. Naja Faktor 40, da sollte sich der UV Bereich hoffentlich durchsetzen.
Aber auch der TS47 lässt mit RG610 und IR Cut noch Licht durch. 30ms waren schon richtig hell. Ohne Rg610 war 1ms noch sehr hell. Habe das aber nocht weiter ausgetestet.
Am 20.05.21 folgte der erste richtige Venus Test am frühen Nachmittag bei sehr schlechten Bedingungen, total unbrauchbar.
Einen Tag später 21.05.21 ab 19:30 Uhr dann wenigstens etwas besseres Seeing, aber noch weit weg von gut.
Belichtingszeit ZWB2 hoch auf 20ms, mit TS47 lag diese nur knapp über 1ms.
Kontrast deutlich schlechter und die Luftunruhe machte sich gewaltig bemerkbar. Außerdem erschwerte der Wind das fleißige Framesammeln.
Gestartet habe ich mit einem ganz kurzen Avi im IR Bereich mit der Kombi TS47 & RG610.
Anschließend folgte eine Aufnahme mit TS47 & IR-Cut. Framerate natürlich extrem hoch und so hatte ich schnell fast 10000 Frames im Avi.
Nun folgte der Wechsel auf die neue Erungenschaft.
Bei 20ms ist die Framerate natürlich niedriger und so landeten teilweise nur 1000 bis 3000 Frames in die Avis. (musste immer wieder auf ruhige Windphasen warten)
Die Summenbilder zeigten dann aber doch deutliche Helligkeitsunterschiede. Strukturen die mit TS47 bei den Bedingungen nicht möglich waren.
Hier erst einmal kurze Sequenzen aus den Avis:
TS47:
ZWB2:
Noch deutlicher wird der Unterschied beim Wechsel zwischen den Sumenbildern:
Vor der Bearbeitung ging es erst einmal lauf 150% hoch, hier eine Übersicht, oben das Summenbild, unten das Endergebnis nach fitswork:
Die Planetenkugel ist beim ZWB2 schlechter abgegrenzt und ein leichter Schimmer ist zu sehen. Aber das könnte auch am Seeing und der längeren Belichtungszeit liegen.
Es kommt ja schon im Avi zu mehr Verzerrungen und die Bedingungen wirken sich in den niedrigen Wellenlängenbereichen mehr aus.
Aber es scheint sich zu bestätigen, dass die Strukturen hier kräftiger hervortreten. Test 1 hat ja schon gezeigt, wie viel mehr der TS47 vom sichtbaren Licht über 400nm durchlässt.
Wie gewohnt habe ich noch ein Farbbild erstellt mit R=IR Pass, G=R&B, B=ZWB2&IR-Cut:
Eigentlich sind die Voraussetzungen für Strukturen zur Zeit noch sehr ungünstig:
- Venus nah an der Sonne
- noch recht klein
- Seeing abends besser als nachmittags und da steht die Venus schon recht tief
Dank ZWB2 hat es aber dennoch gereicht und ich bin schon gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird ...
Gruß,
Holger
bisher habe ich Strukturen auf der Venus mit einem einfachen Farbfilter (TS47 violett) aufnehmen können.
Hier dazu mehr: Venus mit Strukturen dank Farbfilter - genaue Infos
Jetzt ließ mir das keine Ruhe und ich wollte mehr in den UV Bereich kommen und das so günstig wie möglich.
Bei meiner Recherche im Internet bin ich immer wieder auf einen UG1 Filter gestoßen und dabei dann auf eine extrem günstige Alternative aus China: ZWB2 UV Filter.
Naja, bei knapp unter 4 Euro inkl. Versand aus China konnte ich nicht widerstehen. Duchmesser 26mm und Dicke 1,5mm.
Nach einigen Tagen Lieferzeit kam der Filter dann letzten Mittwoch bei mir an.
Ein kaum genutzer Blaufilter sollte ihn beherbergen. Also blau raus und ZWB2 rein, nur war 26mm zu klein für die Öffnung, der Konterring war eng genug.
Also habe ich einen kleinen dünnen Pappring ausgeschnitten und in den Filter gelegt. So konnte der ZWB2 nicht mehr durchfallen.
1 Test
TS47 und ZWB2 gegen den Taghimmel gehalten. Was für ein Unterschied. Wie viel beim TS47 noch zu sehen und wie dunkel der ZWB2 war.
Da kam mir gleich die Belichtungszeit in den Sinn und führte zum 2. Test.
Klar war vorher, dass hier wie beim TS47 das IR-Leck geschlossen werden muss. Dafür kam wieder mein Astronomik IR-Cut zum Einsatz.
Laut Herstellerseite macht der ja recht früh auf, ab ca 370nm und bei ca. 700nm sollte er wieder dicht sein.
2 Test
Kamera mit den Filtern gegen den Himmel gehalten und mit der Belichtungszeit eine vergleichbare Helligkeit eingestellt.
Die Belichtungszeit erhöhte sich mindestens um den Faktor 15, eher 20.
3 Test
Zum Filter + IR Cut noch ein RG610 um zu sehen wie dicht der IR Cut eigentlich macht.
Tja, da kommt immer noch etwas durch. Beim ZWB2 musste ich auf 80ms hochgehen um ein ähnlich helles Bild zu erhalten wie mit 2ms nur mit IR Cut. Naja Faktor 40, da sollte sich der UV Bereich hoffentlich durchsetzen.
Aber auch der TS47 lässt mit RG610 und IR Cut noch Licht durch. 30ms waren schon richtig hell. Ohne Rg610 war 1ms noch sehr hell. Habe das aber nocht weiter ausgetestet.
Am 20.05.21 folgte der erste richtige Venus Test am frühen Nachmittag bei sehr schlechten Bedingungen, total unbrauchbar.
Einen Tag später 21.05.21 ab 19:30 Uhr dann wenigstens etwas besseres Seeing, aber noch weit weg von gut.
Belichtingszeit ZWB2 hoch auf 20ms, mit TS47 lag diese nur knapp über 1ms.
Kontrast deutlich schlechter und die Luftunruhe machte sich gewaltig bemerkbar. Außerdem erschwerte der Wind das fleißige Framesammeln.
Gestartet habe ich mit einem ganz kurzen Avi im IR Bereich mit der Kombi TS47 & RG610.
Anschließend folgte eine Aufnahme mit TS47 & IR-Cut. Framerate natürlich extrem hoch und so hatte ich schnell fast 10000 Frames im Avi.
Nun folgte der Wechsel auf die neue Erungenschaft.
Bei 20ms ist die Framerate natürlich niedriger und so landeten teilweise nur 1000 bis 3000 Frames in die Avis. (musste immer wieder auf ruhige Windphasen warten)
Die Summenbilder zeigten dann aber doch deutliche Helligkeitsunterschiede. Strukturen die mit TS47 bei den Bedingungen nicht möglich waren.
Hier erst einmal kurze Sequenzen aus den Avis:
TS47:
ZWB2:
Noch deutlicher wird der Unterschied beim Wechsel zwischen den Sumenbildern:
Vor der Bearbeitung ging es erst einmal lauf 150% hoch, hier eine Übersicht, oben das Summenbild, unten das Endergebnis nach fitswork:
Die Planetenkugel ist beim ZWB2 schlechter abgegrenzt und ein leichter Schimmer ist zu sehen. Aber das könnte auch am Seeing und der längeren Belichtungszeit liegen.
Es kommt ja schon im Avi zu mehr Verzerrungen und die Bedingungen wirken sich in den niedrigen Wellenlängenbereichen mehr aus.
Aber es scheint sich zu bestätigen, dass die Strukturen hier kräftiger hervortreten. Test 1 hat ja schon gezeigt, wie viel mehr der TS47 vom sichtbaren Licht über 400nm durchlässt.
Wie gewohnt habe ich noch ein Farbbild erstellt mit R=IR Pass, G=R&B, B=ZWB2&IR-Cut:
Eigentlich sind die Voraussetzungen für Strukturen zur Zeit noch sehr ungünstig:
- Venus nah an der Sonne
- noch recht klein
- Seeing abends besser als nachmittags und da steht die Venus schon recht tief
Dank ZWB2 hat es aber dennoch gereicht und ich bin schon gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird ...
Gruß,
Holger
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