Verstärkerglühen trotz Darks

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Astro Steve

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Hallo Sternfreunde,

Gleich vorne weg ich bin mit der Auflösung meiner ASI 183mm pro sehr zufrieden und mir ist bekannt dass das Verstärkerglühen bei dieser unter den einzelnen Modellen sehr streut. Bei meinem Modell ist es schon wirklich massiv, gerade bei dem HAlpha Aufnahmen stört es schon sehr und wird wirklich nur bei sehr langen Gesamtbelichtungen zumindest etwas besser.
Auf dem Masterdark ist es selbstverständlich auch massiv drauf nur frage ich mich warum es nach der Kalibrierung immer noch so stark wenn nicht sogar gleich stark im gestackten Bild zu sehen ist.
Ich verwende DSS zum stacken.

Hat jemand eine Idee?

Danke und CS Steve
 
Du verwendes ausser den DARKS auch BIAS und FLATS? Wenn nein, damit mal probieren...
 
Moin, benutzt du auch bias? Falls ja, lass diese mal weg. Hat jemand anderen mit demselben problem hier im Forum geholfen.

Lg
 
Hi, klaro auch Bias und Flats. Das mit den Bias weglassen hatte ich tatsächlich auch schon probiert brachte aber keine Besserung. Normalerweise müsste ja da es auch in den Darks genauso zu sehen ist das abgezogen werden.....
 
Hallo Steve,

ohne genau alle Schritte zu kennen, die Du machst, ist das natürlich schwierig zu sagen. Ich benutze die 183MM mit Sharpcap und Livestacking mit Darks und Flats und kann das Verstärkerglühen damit vollständig eliminieren. Ich hätte auch nur die üblichen Verdächtigen, an die Du wahrscheinlich auch schon gedacht hast wie identische Einstellungen (Temperatur, Gain, Brightness) bei Darks und Lights und das Verstärkerglühen sollte man auch nicht im Masterflat sehen. Da helfen dann Flatdarks.
Ich würde mal ohne Flats stacken, um zu sehen ob das Glühen dann weg ist und zum Überprüfen ein anderes Programm zum Stacken nehmen.

Viel Erfolg

*entfernt*
 
Hallo,

ich verweise mal auf meinen DSS Test, den ich mit Monochrome Daten ausgeführt habe. Nur Lights und Darks müsste demnach in DSS funktionieren, und somit auch den Glow beseitigen. Auf keinen Fall Bias dazu, und alle Darkoptimierungen ausschalten.
DSS test

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Steve,
ich habe auch eine 183, allerdings als OSC. Ich benutze immer Darks, Flats, Bias. Ich stacke ebenfalls am liebsten mit DSS. Selten mit PixInsight.
Das Verstärkerglühen ist im Summenbild immer vollständig weg. Ich hatte noch nie ein Problem.

Grüße
Tommy
 
Hallo Steve,

ich hatte anfangs auch zu kämpfen mit dem AMP Glow bei der ASI183MM Pro.
Auf CN findet man dazu "hochwissenschaftliche" Beträge und letztendlich auch einen WorkFlow der bei mir funktioniert.

Mit DSS kenn ich mich leider nicht aus, aber evtl. gibt es ja ähnliche Einstellungen wie bei Pixinsight. Ich kann meine Frames nur kalibrieren wenn ich "Average" und "Linear Fit Clipping" verwende. Alle anderen Kombinationen hinterlassen einen erkennbaren Glow.

Ich verwende Darks und Flats (2s+) und enstprechende FlatDarks; keine Bias und keine Dark-Optimierung.
Gleiche Temperatur und Belichtungszeit sollte selbstverstänlich sein.
Aber auch hier hatte ich zu kämpfen mit SG PRO 3.x: Es gab da ein Problem wo die Kühlung zwar die Temperatur angezeigt und im Fits gespeichert hat, aber die tatsächliche Temperatur ganz woanders lag. Aufgefallen ist mir das bei Kalibrierungsschwierigkeiten mit der ASI071.
Ich habe dann zur SG PRO Beta 4.x gewechselt und seit dem ist Ruhe.

Nicht uninteressant ist auch der verwendete Gain. Je niedrieger, desto mehr Ghost-Banding (willkürliche Streifen) kann man im Bild haben; lässt sich schwer bis garnicht kalibrieren. 111 (Unity) ist davon nicht betroffen, Gain 0 sehr stark. Auf CN wird als Trade-Off Gain53 hergenommen. Ich habe mit 53 gute Erfahrungen bei LRGB gemacht; 111 entsprechend bei HSO.
 
Wow wow wow das sind ja alles mega interessante Infos! Da muss ich gleich mal meine SGpro Version daheim checken und mal ein paar stacks mit unterschiedlichen Einstellungen machen.
Hört sich nach einem Hoffnungsschimmer an, danke allen schon mal. Ich probiere bei Zeiten rum und melde nochmal zurück. Danke!
CS Steve
 
Hier mal das Ghostbanding im MasterDark 180s Gain 0. Die Streifen sieht man im fertigen Light nicht mehr so stark, aber der Glow bleibt sichtbar.
Mit gain53 oder 111 ist dann im Endergebnis alles verschwunden.
Die 183 ist wirklich TOP, aber es geht nichts über die 1600 (vorallem für Einsteiger), da sie so unsagbar viel verzeiht :sneaky:

masterDark-BINNING_1-EXPTIME_180_Gain0.jpg
 
Bei Gain111 ist das MAsterDark schon recht glatt bei mir. Beide Darks sind bei -10C aufgenommen.
masterDark-BINNING_1-EXPTIME_240_Gain111.jpg
 
Sorry falsch verstanden du meintest diese Streifen, die hab ich zb nicht bzw wären mir eben noch nicht aufgefallen.
Die 183er sind aber untereinander wirklich sehr unterschiedlich gerade was das Amp glow betrifft. Ich probier mal mit euren Tipps rum. Bin gespannt...
 
So... jetzt kommt der Hammer! Ich hatte das schon mal vor längerer Zeit gepostet, da wurde mir jedoch nicht so recht geglaubt. Aber das ist der Beweis.
Ich habe jetzt eine Vielzahl von Aufnahmen durchgesehen sowie erneut gestackt.
IMMER wenn ein Meridian Flip erfolgt war, wird das Dark falsch rum abgezogen und das AmpGlow ist auf den fertigen Bild drauf. Bei allen Bildern bei denen kein Flip erfolgt ist, ist das AmpGlow nach dem Stacken weg!
Ich weiß, die Kameraposition bleibt gleich, dennoch werden sie in DSS aber auch PI anders rum angezeigt nach dem Flip. Ich vermute das Dark wird wohl dann vor dem Alignment in diesem Fall abgezogen.
Als Beispiel mal ein paar Screenshots. Alle BLZ sind ziemlich auch gesamt gleich lang und alles HAlpha.
Bei M78 erfolgte kein Flip!
 

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So... jetzt kommt der Hammer! Ich hatte das schon mal vor längerer Zeit gepostet, da wurde mir jedoch nicht so recht geglaubt. Aber das ist der Beweis.
Ich habe jetzt eine Vielzahl von Aufnahmen durchgesehen sowie erneut gestackt.
IMMER wenn ein Meridian Flip erfolgt war, wird das Dark falsch rum abgezogen und das AmpGlow ist auf den fertigen Bild drauf. Bei allen Bildern bei denen kein Flip erfolgt ist, ist das AmpGlow nach dem Stacken weg!
Ich weiß, die Kameraposition bleibt gleich, dennoch werden sie in DSS aber auch PI anders rum angezeigt nach dem Flip. Ich vermute das Dark wird wohl dann vor dem Alignment in diesem Fall abgezogen.
Die gesamte Kalibrierung (nicht nur die Subtraktion des MasterDark) MUSS grundsätzlich vor dem Alignment duchgeführt werden. Wenn Du das in anderer Reihenfolge machst, ist es verkehrt. Das ist keine Frage des verwendeten Programms (DSS / PI), sondern eine Frage des Workflows (des Arbeitsablaufs).

Bernd
 
Hallo!
Ich war wegen unerklärlicher Verstärkerglühspuren auf meinen Bildern schon fast am Verzweifeln. Ich habe sogar bereits Experimente gemacht, ob ich meine Aufnahmetechnik ändern muss, um da eine Verbesserung zu erreichen. Aber tatsächlich rühren diese Probleme wohl wesentlich von Fehlern in der Verarbeitung der Korrekturframes her. Ich habe früher immer mit "regim" und später dann mit Siril gestacked. Aber vermutlich habe ich dort irgendeine kleine Einstellung falsch gemacht, denn ich bekam immer sehr unbefriedigende Ergebnisse - mit Ampglow.
Kürzlich habe ich es dann mal auf die Schnelle mit dem Weighted Batch Preprocessing Script (die neue Version) in PI versucht und siehe da: Urplötzlich ist alles wie es sein soll. Ich verwende übrigens Darks, Flats und Flatdarks.

Außerdem gibt es Fälle, wo ältere Darks diesen Effekt hervorgerufen haben. Die sollte man hin und wieder erneuern, da der Kamerachip seine Eigenschaften mit der Zeit wohl ganz schön ändern kann.

Gruß
Sebastian
 
Hallo,

ich nutze auch eine ASI183 hatte bis jetzt nur dann Probleme mit dem Verstärkerglühen wenn die Darks nicht perfekt mit den Gain, Offset und Temperatur Einstellungen zu den Light gepasst hatten. Ansonsten finde ich es eine recht unkomplizierte Kamera da man im Gegensatz zu der ASI1600 ohne Dithern klar kommt und die Daten sehr sauber sind.

Gruß
Carsten
 
So... jetzt kommt der Hammer! Ich hatte das schon mal vor längerer Zeit gepostet, da wurde mir jedoch nicht so recht geglaubt. Aber das ist der Beweis.
Ich habe jetzt eine Vielzahl von Aufnahmen durchgesehen sowie erneut gestackt.
IMMER wenn ein Meridian Flip erfolgt war, wird das Dark falsch rum abgezogen und das AmpGlow ist auf den fertigen Bild drauf. Bei allen Bildern bei denen kein Flip erfolgt ist, ist das AmpGlow nach dem Stacken weg!
Ich weiß, die Kameraposition bleibt gleich, dennoch werden sie in DSS aber auch PI anders rum angezeigt nach dem Flip. Ich vermute das Dark wird wohl dann vor dem Alignment in diesem Fall abgezogen.
Als Beispiel mal ein paar Screenshots. Alle BLZ sind ziemlich auch gesamt gleich lang und alles HAlpha.
Bei M78 erfolgte kein Flip!

Schalte mal den Schwerkraftsensor deiner Kamera ab, bzw das automatische "aufrichten" des Bildes.

LG,

mischa
 
Hallo!
Ich war wegen unerklärlicher Verstärkerglühspuren auf meinen Bildern schon fast am Verzweifeln. Ich habe sogar bereits Experimente gemacht, ob ich meine Aufnahmetechnik ändern muss, um da eine Verbesserung zu erreichen. Aber tatsächlich rühren diese Probleme wohl wesentlich von Fehlern in der Verarbeitung der Korrekturframes her. Ich habe früher immer mit "regim" und später dann mit Siril gestacked. Aber vermutlich habe ich dort irgendeine kleine Einstellung falsch gemacht, denn ich bekam immer sehr unbefriedigende Ergebnisse - mit Ampglow.
Kürzlich habe ich es dann mal auf die Schnelle mit dem Weighted Batch Preprocessing Script (die neue Version) in PI versucht und siehe da: Urplötzlich ist alles wie es sein soll. Ich verwende übrigens Darks, Flats und Flatdarks.

Außerdem gibt es Fälle, wo ältere Darks diesen Effekt hervorgerufen haben. Die sollte man hin und wieder erneuern, da der Kamerachip seine Eigenschaften mit der Zeit wohl ganz schön ändern kann.

Gruß
Sebastian
D A N K E !!!
Selbstverständlich nochmals Danke an alle für die Mühe und Hilfestellung was in diesem Forum immer wieder sehr zu schätzen ist!

Sebastian hat mir die Lösung gebracht. Ich habe eben M100 Halpha mal mit Weighted Batch Preprocessing gestackt. Und es ist weg und sieht zudem noch vie besser und glatter aus!

Es erstellt mir hier high low rejection je noch ein Bild? Das ist wohl zu löschen?
Ich füge nochmal zum Vergleich den screenshot an. Einmal aus DSS und einmal aus PI. Hm... da müsste ich ja alle meine Bilder nochmal neu machen :)
Das werde ich in Zukunft verwenden!
 

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Hi Steve,

ja, sehr gerne. Der Unterschied war bei mir ähnlich deutlich.
Es bleibt noch zu erwähnen, dass das WBP-Script ein wirklich umfangreiches Werkzeug ist. Korrekturframes werden meistens automatisch korrekt zugeordnet und man kann Aufnahmen aus mehreren Nächten in einem Rutsch verarbeiten. Allerdings muss man sich da erst mal einarbeiten, wenn man den vollen Funktionsumfang nutzen möchte. Jedenfalls sollte man verstehen, was das Script tut. Aber man ist als PI-Nutzer ja Kummer gewohnt... ;)
Sehr empfehlenswert ist die Videoreihe von Adam Block. Da bleibt nix ungeklärt - ist aber englisch.

Ich frage mich trotzdem, was ich in Siril und Co. bloß falsch gemacht habe. Ich mache Darks und Flats ja auch nicht erst seit gestern und mit meiner DSLR gab es nie derartige Probleme.

Gruß
Sebastian
 
Ich verstehe es auch nicht, es sollte ja alles von selbst ausrichten. Gerade in DSS ist eigentlich reinladen und klicken und fertig...
Aber egal das Ergebnis deiner Empfehlung überzeugt mich und du hast vollkommen Recht man sollte es natürlich auch verstehen was da passiert. Danke für den Link da schau ich doch heute gleich mal rein.
 
Ach so: High- und Low-Rejection sind die typischen Informationsbilder, die PI bei solchen Prozessen oft erstellt. Da sieht man dann (wenn man die Bilder streckt), welche Bildbestandteile PI aus dem Bild verworfen hat. Wenn da Teile des Objektes in diesen Rejectionframes enthalten sind, oder Hot- bzw. Coldpixel oder sowas nicht gut genug darin abgebildet werden, dann kann man vor dem nächsten Versuch an den Werten der Image-Integration herumstellen und sehen, wie sich diese Kontrollframes verändern.
Wenn alles gut ist, können die einfach weg.

Gruß
Sebastian
 
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