Ehemaliges Mitglied 31195
Hallo,
ich gebe zu, die Diskussion um das eVscope ist für mich ein Quell unerschöpflicher Motivation, die Wunderdinge, die man dem Ding andichtet (Get your Unistellar eVscopes and help observe an exoplanet this weekend! – Dan's Cosmic Diary), selber mal auszuprobieren. Das sei so leistungsfähig, daß man damit Exoplanetentransits beobachten kann. Aber das eVscope mal beiseite, ich wollte selber ausprobieren, was man minimal braucht, um einen Exoplanetentransit zu erfassen.
Ich habe ja das hier: Meinen Pingutorpedo auf einer Celestron LCM ALT-AZ-Montierung. Die LCM ist ein Krüke (aber billig) und man muß schon ständig neu positionieren, damit das Ziel nicht wegdriftet. Reicht das schon um einen Exoplaneten zu detektieren, wollte ich wissen?
Gestern Nacht habe ich hier (http://var2.astro.cz/tresca/transits-prediction.php?JDmidnight=2458866.50000) gesehen, daß Wasp 43b einen Transit von ca. 1:45 Uhr bis 2.54 Uhr hat. Keine Ahnung wie genau die Zeiten sind. Das schien mir das geeignetste Ziel für die Nacht zu sein. Da es klar war, habe ich es einfach mal ausprobiert. Kamera war die Altair GPM224MC. Ich hatte mit Sharpcap live gestackt - je 30x8 Sekunden Substacks.
Bild anbei, der Pfeil zeigt auf WASP 43 (mag 12,4):
Die einzelnen Substacks habe ich mit AstroimageJ ausgewertet und die Lichtkurve, die ich erhalten habe, sieht so aus:
.
Mit dem Programm kann man auch eine "best fit"-Kurve ermitteln. Der relative Helligkeitsrückgang ist in der erwarteten Größe (ca. 3%). Ich weiß nicht, wie genau die Durchgangszeiten sind, aber so wie es aussieht, habe ich zu früh abgebrochen, um einen vollen Durchgang mit Nachlauf aufzunehmen und die Streuung ist auch noch recht hoch. Andererseits war der Mond Wasp 43 stark auf den Fersen. Und wir haben es hier mit einer Optik aus einem Spielzeugteleskop zu tun. Wasp 43 hätte auch etwas höher stehen können (Höhe ~28°). Aber ich glaube relativ tiefe Exoplanetentransits bei guten Bedingungen kann man durchaus mit kleinen Optiken erfassen. Andere machen es sogar mit guten Teleobjektiven.
Ich habe damit eigentlich auch noch keine Erfahrung. Deshalb seit bitte nicht zu kritisch mit dem Versuch.
Viele Grüße
*entfernt*
PS: Was kam eigentlich beim Exoplanetentransitaufruf vom eVscope vom letzten Wochenende raus?
ich gebe zu, die Diskussion um das eVscope ist für mich ein Quell unerschöpflicher Motivation, die Wunderdinge, die man dem Ding andichtet (Get your Unistellar eVscopes and help observe an exoplanet this weekend! – Dan's Cosmic Diary), selber mal auszuprobieren. Das sei so leistungsfähig, daß man damit Exoplanetentransits beobachten kann. Aber das eVscope mal beiseite, ich wollte selber ausprobieren, was man minimal braucht, um einen Exoplanetentransit zu erfassen.
Ich habe ja das hier: Meinen Pingutorpedo auf einer Celestron LCM ALT-AZ-Montierung. Die LCM ist ein Krüke (aber billig) und man muß schon ständig neu positionieren, damit das Ziel nicht wegdriftet. Reicht das schon um einen Exoplaneten zu detektieren, wollte ich wissen?
Gestern Nacht habe ich hier (http://var2.astro.cz/tresca/transits-prediction.php?JDmidnight=2458866.50000) gesehen, daß Wasp 43b einen Transit von ca. 1:45 Uhr bis 2.54 Uhr hat. Keine Ahnung wie genau die Zeiten sind. Das schien mir das geeignetste Ziel für die Nacht zu sein. Da es klar war, habe ich es einfach mal ausprobiert. Kamera war die Altair GPM224MC. Ich hatte mit Sharpcap live gestackt - je 30x8 Sekunden Substacks.
Bild anbei, der Pfeil zeigt auf WASP 43 (mag 12,4):
Die einzelnen Substacks habe ich mit AstroimageJ ausgewertet und die Lichtkurve, die ich erhalten habe, sieht so aus:
Mit dem Programm kann man auch eine "best fit"-Kurve ermitteln. Der relative Helligkeitsrückgang ist in der erwarteten Größe (ca. 3%). Ich weiß nicht, wie genau die Durchgangszeiten sind, aber so wie es aussieht, habe ich zu früh abgebrochen, um einen vollen Durchgang mit Nachlauf aufzunehmen und die Streuung ist auch noch recht hoch. Andererseits war der Mond Wasp 43 stark auf den Fersen. Und wir haben es hier mit einer Optik aus einem Spielzeugteleskop zu tun. Wasp 43 hätte auch etwas höher stehen können (Höhe ~28°). Aber ich glaube relativ tiefe Exoplanetentransits bei guten Bedingungen kann man durchaus mit kleinen Optiken erfassen. Andere machen es sogar mit guten Teleobjektiven.
Ich habe damit eigentlich auch noch keine Erfahrung. Deshalb seit bitte nicht zu kritisch mit dem Versuch.
Viele Grüße
*entfernt*
PS: Was kam eigentlich beim Exoplanetentransitaufruf vom eVscope vom letzten Wochenende raus?