Vespera Nachbauen

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Mathiashh80

Neues Mitglied
Nach den STELLINA Smart-Teleskop [ https://www.astroshop.de/teleskope/vaonis-apochromatischer-refraktor-ap-80-400-stellina/p,63162 ] kommt jetzt eine kleine Version auf den Markt [https://vaonis.com/vespera] für 1.549,00 € auf den Markt.

Nach Hersteller hat das Teleskop die folgenden technischen Eigenschaften:
- Teleskop: Apochromatic Quadruplet 50 mm
- Montierung: Alt-azimuth GoTo Montierung
- Kamerasensor: Sony IMX462
Und dann natürlich alles per app steuerbar

Meint ihr, dass man ein vergleichbares Setting günstiger selbst zusammenstellen kann?

Meine Kalkulation wäre:
- Teleskop Omegon APO 66/400 für 450,-
- Motierung iOptron CubePro 400,-
- Kamerasensor: ZWO ASI 462 MC Color 340,-
- Omegon Field Flattener 2" 280,-
- Ikarus ASIAir & StellarMate 280,-


Summe : 1.750-

Ich weiß, mit dem selbst zusammengestellten Paket ist man sicherlich näher an echter Astrofotografie dran, im Vergleich wirkt der Preis von 1,5 T€ für das Smart-Teleskop aber schon fast günstig.

 
Definiere "vergleichbar" :-) Und geht es dir darum Bilder selber zu machen oder darum sie (von einer Maschine) machen zu lassen?
 
Kommt immer auf die Tagesform an. Bei der Fahrt ins Dunkle zum visuellen Beobachten finde ich Smart-Teleskope oder Montierungen mit GoTo doof. Wenn ich ohne ein Objekt gesehen zu haben nach Hause fahre, kommen einem da schon Zweifel und ich würde lieber eine Maschine ran lassen ;-)

Die Frage mit einem vergleichbaren Setting finde ich nur interessant. Der Preis von Stellina und Vespera wirkt erstmal recht hoch für ein Gadget. Wenn man etwas Ähnliches (zumindest von den technischen Rahmenbedingungen) zusammenstellt, relativiert sich der Preis dann aber schon.
 
Hallo Mathias,

der Punkt für mich ist: wenn Du vom Know-How in der Lage bist, so etwas zu konfigurieren, dann baust Du Dir lieber was, mit dem Du flexibler bist und bessere Qualität erreichen kannst!

Ein schönes Beispiel ist für mich das EAA Setup von Ewald und seiner Frau: Thread 'EAA - Setup mit Skywatcher 130 PDS' EAA - Setup mit Skywatcher 130 PDS

Um nur 2 Punkte zu nennen: mehr Öffnung und ein großer Bildschirm.

Ich bin auch über die Idee, eine Art eVscope für Arme zu bauen, zu meinem EAA Setup gekommen und habe gelernt, dass der Preis nur auf den ersten Blick hoch ist. Der erste Versuch mit preiswerten Komponenten ging ziemich schief.

Jetzt nutze ich mein CPC800 mit einem aufgesattelten Eigenbau Apo als EAA Setup. Da habe ich eine bessere Qualität und bin deutlich flexibler in den Einsatzmöglichkeiten. Aber nicht so kompakt und auch weniger automatisiert. Und natürlich deutlich teurer, wenn ich alles neu aus dem Laden gekauft und die Automatisierung auf das Nivesu gebracht hätte wie bei eVscope oder Verspera.

CS.Oli
 
Hallo Mathias,

wenn Du so willst, habe ich so was ähnliches auch schon selber zusammengestellt:
Das Evoguide hat 50mm Öffnung auf einer einfachen Alt/Az-Montierung. Die ASI183MC sticht etwas heraus, aber man könnte ja eine ASI290 Mini nehmen.
Dann käme man auf vielleicht: 265.- + 250.- +335.- = 850.- Euro. Plus etwas Zubehör dann vielleicht 1000.-Euro.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Mathias, @Mathiashh80 ,

wie oben Oli @VisuSCor (Danke für das Lob ;) ) erwähnt hat, haben ich zusammen mit Susanne meiner Frau, wir sind beide Ingenieure und von Astronomie seit einem Jahr (aktiv) begeistert uns ein EAA Setup gebaut. Was ich dabei völlig unterschätzt habe, ist die Tatsache, dass man dafür richtig viel Zeit aufwenden muss. Man muss vieles testen und vieles herausfinden und da vieles nicht zeitnah lieferbar ist, zieht es sich ewig in die Länge. Und genau wenn man was passendes zusammen hat, dann ist der Himmel zwei Wochen lang grau und es regnet in der Dritten!

Aber dann ist die Freude um so größer, wenn es dann so halbwegs klappt, wie man es sich gewünscht hat. Und dann kommt das Finetuning ....

... viele Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo Ewald,

meine Frau ist auch Ingenieuse (ich will mich einer "geschlechtergerechten" Sprache bedienen). Sie nimmt aber nicht am Astrohobby teil, sondern akzeptiert es mittlerweile wohlwollend - das heißt, sie rollt nur noch die Augen, atmet tief durch beim Eintreffen neuer Sachen und beschwert sich nicht mehr lautstark.
Du hast recht, man sollte bei unserem Wetter besonders beim Astrofotografieteil Spaß am Ausprobieren, etwas Tüfteln und "Feintunen" haben. Für mich ist dann der Moment, wenn etwas funktioniert hat, oft entscheidender als das eigentliche Bildergebnis. Vielleicht ist das auch typisch Ingenieur. Aber so kann man auch Spaß an der Astrofotografie unter suboptimalen Bedingungen haben. Deswegen wäre ein Stellina/Vespera auch nichts für mich. Da kann/muß man nichts dran machen, außer es rausstellen. Für mich ist das zu langweilig.

Gruß

*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben